Autor/in: Vincenzo Rätscher

Schlanganfall (Insult)

Dritte schriftliche Ausarbeitung einer
Jahresarbeit

Schlaganfall

1. Vorstellung des ausgewählten Krankheitsbildes

1.1. Definition

In Deutschland erleiden jährlich von 100.000 Einwohner, 250 einen Schlaganfall, etwa 100 der Betroffenen sterben an den Folgen. Somit steht der Schlaganfall in der Statistik an der dritten Stelle der Todesursachen (10%-15%). Das Schlaganfall-Risiko ist bei über 65 jährigen 20 Fach erhöht. Als Folge der Zerstörung von Gehirngewebe (Nekrose), wird der Verschluss eines Hirnversorgendes Gefäße (akuten arteriellen Durchblutungsstörungen des Gehirns durch eine Thrombose oder eine Embolie, mit irreversiblen neurologischen Ausfällen dafür verantwortlich gemacht. Die plötzlichen auftretende Hemiparese (Halbseitenlähmung), oft kombiniert mit Sprachstörungen, führen aufgrund einer arteriellen Durchblutungsstörungen (akut) des Gehirns meist zu einen Schlaganfall (laienhafter Begriff, früher wurde der Schlaganfall auch Apoplex genannt, heute wird er ischämischer Insult genannt).

1.2. Ursachen

Beim Schlaganfall geht durch eine Störung der Hirnversorgende Arterie, Hirngewebe zugrunde. Die häufigste Ursache ist eine Einengung (z.Bsp. durch Ablagerung von Arteriosklerose) oder einen Verschluss der großen Hirnarterie (z.Bsp. durch ein Blutgerinnsel aufgrund arterioskleriotische Prozesse). Das hat die Folge, dass das Hirngewebe durch die entstandene Kommpression, vermindert mit Blut versorgt wird.
Die Arteria cerebri media (meistens) ist von einem Schlaganfall betroffen. Es treten in Folge mangelnde Durchblutung neurologische Symptome (wenn die Durchblutung unter 30% sinkt), wie zum Beispiel: Sprachstörungen, Aphasie (siehe Symptomatik 1.4.).

1.3. Diagnosestellung

Mit einen Computertomograph (Ct) ist der akute Schlaganfall relativ gut nachweisbar. Insbesondere ist dadurch eine Unterscheidung zwischen einem ischämischer oder einem hämorrhagischen Ereignis möglich. Die Computertomographie eignet sich in der Zeit zwischen dem ca. 5-10 Tag weniger, da nun geschädigtes Gewebe vom normalen Gehirngewebe kaum zu unterscheiden ist („fogging“). Eine Magnetsonanztomographie wäre in diesen Fall eher angezeigt. Gefäßverschlüsse oder Verengungen können
sichtbar gemacht werden durch Angiographie. Die Angiographie hat eine wesentliche Bedeutung bei der Schlaganfalldiagnostik (für die Suche nach den Ursachen). Um eine

mögliche Emboliequellen auszuspuren, ist eine eingehende internistische Diagnostik einschließlich Herzecho erforderlich. Auch eine SPECT- Untersuchung kann während der Rehabilitationsphase sinnvoll sein, um die Prognose besser einschätzen zu können.

1.4. Symptomatik

  • Die häufigsten Vorboten eines Schlaganfalls sind meist eine transistorische ischämische Attacke (kurz TIA genannt) oder ein prolongierten reversiblen ischämischen Defizit (Prind). Diese äußern sich mit dem gleichen oder teilweise gleichen neurologischen Symptome (Kurzzeitige Lähmung, kurze Sehstörungen u. Sensibilitäts-/Sprachstörungen).
  • Akut auftretende Hemiparese (Halbseitenlähmung): Es können sowohl motorische als auch sensible Ausfallserscheinungen vorkommen. Hat die linke Gehirnhälfte eine Durchblutungsstörung so treten die Ausfälle recht auf, im umgekehrten Fall links. Eine so genannte „Wernicke-Mann-Haltung“ stellt sich langfristig bei Hemiplegikern oft ein, d.h. eine Beugespastik des Armes und eine Streckspastik des Beines. Eine Spastik ist nicht von Anfang an vorhanden, sie entwickelt sich erst in Laufe von Tagen und Wochen.
  • Aphasie (Sprachstörungen): Wenn das Sprachzentrum mitbetroffen ist (bei Rechtshänder in der Regel die linke Hirnhälfte), tritt eine Aphasie auf. Erlernte Fremdsprachen können von einer Aphasie ausgenommen sein, die Aphasie betrifft vorwiegend die Muttersprache.

1.5. Behandlungsmöglichkeiten (Therapie)

  • Sicherung der Vitalfunktionen durch Versorgung des lebensbedrohlichen zustand der Bewohner auf einer Intensivstationen oder spezielle Schlaganfalleinrichtungen (Stroke Unit). Mit Überwachung und Sicherung der Atemfunktion, RR-.Senkung unter>200 mm/Hg (ersten Tage keine Senkung), BZ-Werte u. Körpertemperaturen normalisieren, Thrombosephrohylaxen, Um Aspirationsgefahr zu vermeiden eine evtl. PEG- Anlage (bei Schluckbeschwerden) und Behandlung der Gehirnwellen durch Oberkörperhochlagerung.
  • Wiedereröffnung des Hirnarteienverschlusses (Thrombolyse) durch Thrombus auflösende Medikamente, Es ist ratsam drei Stunden nach auftreten des Schlaganfalls. So werden die besten Erfolge erzielt.
  • Rezidivprophylaxe zur Vermeidung vonerneutem Hirninfakt, durch Kontrolle der Risikofaktoren wie z Bsp. hohen RR (Hypertonie) konsequente Blutdrucksenkung, Bei Diabetes mellitus richtige Blutzuckereinstellung und totaler Verzicht auf Tabakkonsum.
  • Thrombozytenaggregationshemmer/ Blutverdünnung durch z. Bsp. Marcumar® . Mithilfe dieser Blutverdünner wird die Verklumpung von Thrombozyten gehemmt und dadurch ein erneuter Verschluss der Gefäße verhindert.
  • Karotisoperation wird bei einer Verengung der Halsschlagader (Karotisstenose) angografisch (PTA) oder mithilfe einer Operation (TEA)beseitigt.

(Medizinische Fachworterklärung siehe Anlage: Fachworterklärung auf Seite: und Die Erklärung über Indikation und Wirkstoff des Medikaments siehe auf Seite: , Arzneimittelerklärung)

2. Vorstellung der zu betreuenden Bewohnerin mit o. vorgestelltem Krankheitsbild

2.1. Allgemeine Angaben

  • Name:Frau X.
  • Alter: 66 Jahre
  • Geburtsdatum: Dienstag, xx. xxxxx xxxx
  • Geburtsort: xxxxxxx x. xxxxxx
  • Geschlecht: weiblich
  • Staatsangehörigkeit: deutsch
  • Religion: katholisch
  • Familienstand: verwitwet
  • Gewicht: 93,8 kg (29.11.05/ seit 23.12.05= 91,9 kg)
  • Größe: 166,5 cm
  • Statur: adipös
  • Einzugstermin: xxxxxx, x. xxxxx xxxxx
  • Pflegestufe: 3

2.2. Medizinische Diagnosen

  • Schlaffe Hemiplegie links nach Insult
  • Epilepsie nach Craniotomie zur Hirnödementlastung
  • Schwer einstellbare Hypertonie
  • Herzinsuffizienz
  • Absolut Arrhythmie
  • Hypercholesternämie
  • Hyperurikämie
  • Depression

(Medizinische Fachworterklärung siehe Anlage: Fachworterklärung auf Seite: )

2.3. Aktuelle Medikation

medikamente8

(Erklärung über Indikation und Wirkstoff des Medikaments siehe auf Seite: , Arzneimittelerklärung)

2.4. Biographie

Frau X. wurde am Dienstag dem 25. April xxxx als zweites Kind des Leherehepaares August u. Maria X. geb. X. im Krankenhaus Herbolzheim geboren. Sie hat drei Brüder (1 ältere und 2 jüngere). Ihre Jugend verbrachte Frau X. in dem „Galurastätdchen „: Herbolzheim, wo sie auch die Volksschule besuchte. Diese beendete sie im Jahre 1954 mit dem Abschluss. Danach arbeitete Frau X. 4 Jahre als Arbeiterin in einer großen Herbolzheimer- Damenschneiderei und 4 Jahre als Produktionshelferin in einer Unterhaltungselektronikfabrik in Kenzingen. Im Jahre 1954 verliebte sie sich auf einer Fasnachtsveranstaltung in ihren späteren Ehemann Ewald X. den sie im Sommer 1955 heiratete, in der romantischen St. Maria-Sandkapelle in Herbolzheim. Sie zogen gemeinsam in die Rheingemeinde: Niederhausen (heute Rheinhausen), Der Kinderwunsch wurde immer größer, schließlich wurde Frau X. schwanger und gebar im Jahre 1956 den Sohn Thomas. Es folgten noch weitere 5 Kinder (1958 eine Tochter, 1959 eine Tochter, 1966 ein Sohn, 1969 eine Tochter u. 1972 einen Sohn). Nun wurde ihre Vierzimmer- Mietswohnung zu klein, sie bauten in Niederhausen ein schönes Einfamilienhaus, um dies zu finanzieren zu können nahm Frau X. im Jahre 1968 eine Halbtagsstelle als Stationshilfe im Herbolzheimer Krankenhaus an, denn sie war ab dem Jahr 1962 für die „Kinder zu Hause“. Nun kümmerte sich ihre Schwiegereltern (wie vorher auch) halbtags um ihre Kinder. So gingen die Jahre ins Land und Frau X. blühte

auf in ihre „Mutterrolle“ und die Liebe zur ihren Mann. Wenn die Zeit zuließe ging sie mit ihren Ewald gemeinsamen Hobbys nach (schwimmen, Rad fahren, Fasnacht und singen im Chor). Doch das Schicksal meinte es nicht gut mit Frau X. plötzlich und
unerwartet verstarb am Pfingsten 1988 ihr Ewald, an Lungenkrebs. Es stürzte für Frau X. „die Welt zusammen“, sie fand halt und Tröst bei ihren Kindern. Frau X. schöpfte neuen Lebensmut und widmende ihr ganzes Interesse der Erziehung der Kinder und Enkelkinder. Bis zu den Tag als ihr jüngster Sohn (Dez.2000), tödlich verunglückte bei einem Verkehrsumfall. Wieder stürzte sie in ein „tiefes Loch“ (Depression), wo sie nur sehr schwer wieder raus kam. Durch das behutsame Handeln der angehörigen und Arbeitskollegen, fand Frau X. wieder Spaß am Leben. Am Januar 2003 erlitt sie während ihrer Arbeitszeit einen schweren Schlaganfall, „dass nur überlebt hat durch das schnelle Handeln der Arbeitskollegen und Ärzten“. Nach der Rehamaßnahmen lebte Frau X. vorübergehend bei ihren Sohn Daniel und dessen Frau (beide voll Berufstätig), bis ein geeignetes Heimplatz gefunden war. Schließlich wurde ein Heimplatz in der Nähe gefunden. Und Frau X. zog am 8. Juli 2003 in das xxxxxxxxxxxxxxxxx xx. x. xxxxxx xx xxxxxxxx ein. Dort bewohnt sie ein Doppelzimmer mit einer anderen weiblichen Bewohnerin.

2.5. Aktueller Ist-Zustand

Körperliche Situation: Frau X. geb.25 .April 1939 (Pflegestufe 3) erlitt im Januar 2003 einen Schlaganfall (ischämischer Insult), dass ihr das alltägliche Handeln sehr erschwert. Früher vor ihrem Schlaganfall ging Frau X. gerne mit einer Freundin täglich schwimmen und Rad fahren. Leider ist es seit dem Schlaganfall nicht mehr möglich, da sie eine linksseitige Hemiparese und einer schwer einstellbaren Hypertonie leidet. Ihre Vitalwerte bewegen sich schwankend zwischen 110/70 bis 235/100 und der Puls zwischen 60 und 100. Ansonsten ist Frau X. sehr adipös.

Psychische und geistige Situation: Frau X. ist geistig sehr fit und ist örtlich, personell und situativ orientiert. Sie ist wissbegierig und hat ein starkes Interesse an der Gegenwart, Vergangenheit und der Zukunft. Frau X. hat immer einen „lockeren Spruch“ auf Lager, so dass Frau X. mit viel Witz und Charme ein lebenslustiger Mensch abgibt. Aber befindet sich Frau X. in einer ruhigen Phase, in der Sie sich nicht von dem was Sie umgibt ablenkt lässt, fällt sie in ein depressives Loch. Da erinnert sie sich mit Seelenschmerz an ihr tödlich verunglückten jüngsten Sohn und an Lungenkrebs verstorben Mann und an der Tatsache das sie am Rollstuhl „gefesselt“ ist, sie meinte: „sie ist so eine Powerfrau u. ist jetzt im Rollstuhl“. Diese depressive Phase ist zum Glück nur von kurzer Dauer. Durch das einfühlsame Handeln der Angehörigen und dem Pflegepersonals kommt Frau X. besser über diese schwierige Situation hinweg.

Soziale Beziehung und Teilhabe: Frau X. nimmt an fast allen Freizeitangeboten des Kreissenorenzentrum St. Maximilian- Kolbe teil. Dies beinhaltet wöchentliches Singen im Singkreis Das Frau X. größte Leidenschaft ist, (sie war früher im Kirchen- und Frauenchor), Basteln und Handarbeiten in der Therapiegruppe und Gymnastik in der Turngruppe (soweit es ihr von ihre körperlichen Einschränkung möglich ist). Ansonsten

hat Frau X. ein regen Kontakt zu ihren Angehörigen, sie besucht sie sooft sie kann u. feiert gerne im Beisammensein ihrer Kinder, Familienfeste.

Interesse und Aktivitäten: Frau X. singt gerne, auf hausinterne Feste und Feuern (besonders auf Fasnachtsveranstaltungen, denn Frau X. ist wie sie selbst sagt “ein Fasnachtsnarr“). Weiterhin singt sie bei jeder Gelegenheit z.Bsp. nach jeden Essen. Dies ist für unser Wohnbereich nicht mehr wegzudenken, denn die frohe Stimmung die von Frau X, ausgeht, steckt jeden an.

2.6. Begründung zur Auswahl der Bewohnerin

Da ich Frau X. seit ich im Kreissenorenzentrum St.Maximilian Kolbe in Kenzingen meine Ausbildung zum examinierten Altenpfleger begonnen habe, als ein fröhlichen Menschen kenne (sie singt gerne u. reißt jeden mit ihrer Fröhlichkeit mit) und hat meist ein Lächeln parat, trotz ihres „Schicksals“. Auch wenn sie durch ihren Schlaganfall an den Rollstuhl „gefesselt“ ist, verliert sie nicht ihre Motivation. Sie „kämpft eisern daran dass sie, eines Tages wieder laufen kann (Ergo-/Krankengymnastiktherapie). Und dieser Wille von Frau X. bewegte mich dazu sie für meine Jahresarbeit auszuwählen.

2.7. Aktueller Pflegeplan: Probleme/ Ressourcen/ Pflegeziele, Maßnahmen anhand der Atl/Aedls

Kommunikation/Orientierung
Bedingt selbständig

Problem:Hb hat Aufgrund ihrer Weitsichtigkeit ein eingeschränktes Sehvermögen
Ressource:Akzeptiert und benutz Sehhilfe. Hb. hört gut und sprich klar u. deutlich
Pflegeziel:Fühlt sich trotz Einschränkung sicher im handeln
Pflege-
maßnahmen:
Hb. dazu anhalten, die Brille aufzusetzen. Aktives zuhören und Kontakte vermitteln. Orientierungshilfen geben

Sich bewegen können

Unselbständig

Problem:Aufgrund ihrer körperlichen Einschränkung (Hemiplegie links) ist jeglicher Transfer nur mit Hilfsmittel u. personeller Hilfe möglich. Kann nur wenige Schritte in Begleitung (2 Pflegekräfte) gehen. Kann ihre Lage im Bett nicht selbständig verändern.
Ressource:Hb. Ist motiviert ihre Ressourcen zu fordern. Akzeptiert passive oder aktive Bewegungsübungen. Kann mit Hilfe stehen. Kann re. Obere Extremität selbständig bewegen. Nimmt Hilfestellung an
Pflegeziel:Keine Verschlechterung des Bewegungsapparates (Kontrakturen) und Erhaltung der vorhandenen Mobilität. Bewegung wird gefördert.
Pflege-
maßnahmen:
Kontrakturenprohylaxe (n. Standard: ), Bewegungsübungen,

Hb. Erhält zweimal wöchentlich Bewegungstherapie (Ergotherapie montags und Donnerstag KG). Hilfe bei Transfer in den Rollstuhl. Transfer ins Bad/Dusche. Transfer zur Toilette. Transfer ins Bett. Begleitung zu den Aktivitäten. Lagerung nach Standard ( zur Druckentlastung 30° Lagerung, mit zwei Kissen, zweistündiger Wechsel)

Vitale Funktionen des Lebens aufrechterhalten

Teilweise unselbständig

Problem:Hb. ist aufgrund ihrer schwer einstellbaren Hypertonie, nur eingeschränkt belastbar. leidet unter Epilepsie
Ressource:Erkennt vorherige Symptome und kann sich bei Veränderungen mitteilen.
Pflegeziel:Komplikationen sind vermieden. Hb. fühlt sich sicher und wohl.
Pflege-
maßnahmen:
Medikamentöse Einstellung, regelmäßige RR-Kontrolle, Bedarfmedikation, bei Epianfall Sauerstoffgabe und Arzt informieren (Notfallmedikation: Diazepam rectal Tube®, rec. verabreichen) und ab RR 160, 5 Trpf. Aprical® auf BA verabreichen. RR nach einer ½ Std. nochmals kontrollieren.

Sich pflegen können
Teilweise unselbständig

Problem:Kann sich durch ihre körperliche Einschränkung nicht selbständig pflegen. Ständig personelle Hilfe erforderlich. Pflegekraft zur Durchführung der Körperpflege erforderlich. Hb. Ist nicht in der Lage Waschutensilien zu richten.
Ressource:Akzeptiert Hilfestellung ist dabei kooperativ. Kann sich beim waschen des Oberkörpers am Waschbecken mithelfen (z.Bsp. hemiplegischen Seite selbständig waschen. Den Mund selbständig spülen), legt Wert auf gepflegtes Äußeres
Pflegeziel:Fühlt sich wohl und gut gepflegt. Vorhandene Fähigkeiten erhalten. Eigene Bedürfnisse werden eingegangen.
Pflege-
maßnahmen:
Hilfestellung bei der Ganzwaschung am Waschbecken (Hb. 2 x tgl. informieren, Waschutensilien richten u. den Hb reichen. die unteren und teil oberen Extremitäten mit dem Duschgel „Betty- Barkley“ waschen und mit der Körperlotion „frei- Öl“ einreiben) Komplette Übernahme der Intimpflege im Bett, beim Baden (jede zweite Woche, Fingernägel schneiden). Hilfestellung beim Haare kämmen

Essen und Trinken können
Bedingt selbständig

Problem:Nahrung muss mundgerecht zubereitet vorbereitet sein. Hb. sieht aufgrund gestörtes Essverhalten durch Fehleinschätzung der Menge, die Notwendigkeit einer Diät nicht ein und ist deswegen sehr adipös
Ressource:Kann selbständig essen und trinken, ist sich ihrer Gewichtsprobleme bewusst
Pflegeziel:Erkennt die Notwendigkeit einer Diät. Hat angemessenes Körpergewicht.
Pflege-
maßnahmen:
Zur Ernährung der Diätkost motivieren durch Aufklärung. Mahlzeiten mundgerecht zubereiten. Diätplan erstellen.

Ausscheiden können
Unselbständig

Problem:Kann Toilette nicht selbständig benutzen, aufgrund der körperlichen Einschränkung (Hemiplegie). Leidet nachts unter Blaseninkontinenz. Hb. neigt zur Opstipation.
Ressource:Spürt Drang und teil Bedürfnis mit. Akzeptiert Hilfsmittel.
Pflegeziel:Fühlt sich sauber und wohl, hat intakte Haut, Kontinenz bleibt erhalten. Trinkt ausreichend.
Pflege-
maßnahmen:
Hilfestellung beim benutzen des Toilettenstuhls. Hilfestellung beim benutzen der Toilette/Begleitung. Individuelles Inkontinenzprodukt regelmäßig anlegen. Intimpflege. Toiletteneimer entleeren, reinigen und desinfizieren. Stuhl und Urin beobachten (z. Bsp. ob Stuhlgang weicher wird). Toilettentraining. Getränke anbieten.

Sich kleiden können
Unselbständig

Problem:Kann sich nicht selbständig an-/auskleiden aufgrund Hemiplegie
Ressource:Legt Wert auf gepflegtes Äußeres, kann Kleidungswünsche äußern
Pflegeziel:Ist situationsgerecht gekleidet, ist gepflegt und fühlt sich wohl
Pflege-
maßnahmen:
Vollständige Hilfe beim An-/auskleiden. Bekleidung mit Pflegebedürftigen richten

Ruhen und Schlafen können
Teilweise unselbständig

Problem:Hat zeitweise Schlafstörungen wegen psychische Störungen- Depressionen (z. Bsp. v. Angst, Trauer…)
Ressource:Hat feste Schlafrituale, fester Rhythmus.
Pflegeziel:Hat einen erholsamen / beschwerdefreien Schlaf.
Pflege-
maßnahmen:
Betreuungs- maßnahmen in der Nacht. Lagern nach Standard ( zur Druckentlastung 30° Lagerung, mit zwei Kissen, zweistündiger Wechsel). Verordnete Medikation verabreichen (1 Tabl. Teveten 600 ® u. 1 Tabl. Depressan 25 ®). . Situativ angepasste Gespräche anbieten und führen. Schlafverhalten beobachten und dokumentieren, falls Veränderung. Rituale einhalten.

Sich beschäftigen können
Teilweise unselbständig

Problem:Kann ihren Tagesablauf nicht selbständig gestalten, aufgrund von körperlichen Behinderung
Ressource:Beschäftigt sich ihrer Fähigkeiten entsprechend. Erlebt ihren Tagesablauf als sinnvoll. Hat feste Gewohnheiten, ist für Anregung offen. Nimmt an Therapie- u. Gymnastikgruppe des Heimes teil. Sie singt gerne, mit anderen HBs. Ist kontaktfreudig.
Pflegeziel:Ist mit ihrem Tagesablauf zufrieden. Hat Gemeinschafts- erlebnisse, hat ein Erfolgserlebnis. Nimmt an Spazierfahrten / Veranstaltungen teil. Kontakte ermöglichen.
Pflege-
maßnahmen:
Anerkennung vermitteln, auf Spaziergänge begleiten. Zu Veranstaltungen begleiten. TV/Radio einschalten u Zeitschriften/Bücher anbieten/vorlesen (Beschäftigungs- möglichkeiten anbieten)

Als Mann od. Frau fühlen
Teilweise unselbständig

Problem:Kein Problem vorhanden.
Ressource:Akzeptiert männliche und weibliche Pflegekräfte. Kann Distanz wahren, akzeptiert die Regel des Zusammenlebens. Kann ihre Wünsche äußern
Pflegeziel:Fühlt sich angenommen, fühlt sich als Frau akzeptiert.
Pflege-
maßnahmen:
Situationsbedingte Gespräche führen, Distanz wahren

Für sichere Umgebung sorgen
Unselbständig

Problem:Ist wegen Hemiplegie unsicher beim Aufstehen und beim stehen
Ressource:Akzeptiert Hilfsmittel. Akzeptiert Sicherheitsmaßnahmen. Ist räumlich orientiert. Ist zeitlich orientiert. Ist zur Situation orientiert. Ist zur Person orientiert, Kann Bedürfnisse äußern, kann Hilfe anfordern. Kann Gefahren erkennen.
Pflegeziel:Fühlt sich sicher. Kann sich sicher in ihrer Umgebung bewegen. Vorhandenen Ressourcen gefördert/erhalten.
Pflege-
maßnahmen:
Bettseidenschutz zum Selbstschutz nach richterlicher Verfügung anbringen. Aufstehen, stehen und Transfer erfolgt nur durch Hilfestellung von 1-2 Pflegekräfte. Gefahrenquellen erkennen und soweit wie möglich- ausschalten

Soziale Bereiche
Bedingt selbständig

Problem:Kann Einschränkungen durch körperliche Einschränkung (Hemiplegie) nicht akzeptieren.
Ressource:Pflegt telefonischer Kontakt zu den Angehörigen. Hat Interesse am Neuem und ihren sozialen Umfeld. Freut sich über Kontakt.
Pflegeziel:Akzeptiert bestimmte Einschränkungen. Vorhanden Kontakt stärken und erhalten. Interesse ermöglichen.
Pflege-
maßnahmen:
Situationsbedingte Gespräche führen. Zur Teilnahme an Aktivitäten (Feste) motivieren. Hilfe bei der Planung des Kontakts zu den Angehörigen.

Mit existenziellen Erfahrungen umgehen
Teilweise unselbständig

Problem:Hat Angst vor Einsamkeit, empfindet einen Verlust an Lebensqualität. Da an Verlust von Eigenständigkeit. leidet unter der Trennung vom Partner/Bezugsperson. Fühlt sich abgeschoben. Leidet unter dem Verlust des bisherigen Umfelds
Ressource:Formuliert seine Gefühle und Ängste. Nimmt am Gemeinschaftsleben teil. Ist interessiert am Neuen. Geht auf die Leute zu.
Pflegeziel:Nimmt Verlust/Trennung an, fühlt sich angenommen und verstanden.
Pflege-
maßnahmen:
Aktives Zuhören, Angehörigen miteinbeziehen. Situationsbedingte Gespräche führen

(Medizinische Fachworterklärung siehe Anlage: Fachworterklärung auf Seite: und Die Erklärung über Indikation und Wirkstoff des Medikaments siehe auf Seite: , Arzneimittelerklärung)

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