Vorbereitung zur Injektion
Vor der Verabreichung jedes Medikamentes gilt die 5-R-Regel:
- Richtiges Medikament?
- Richtige Dosis?
- Richtiger Zeitpunkt?
- Richtiger Bewohner?
- Richtige Injektionsart (Lokalisation und Applikation des Medikamentes)?
Merke:
Diese 5-R`s müssen vom Arzt schriftlich dokumentiert werden
und von der Pflegekraft gewissenhaft kontrolliert werden.
Weitere Vorbereitungen:
- Händehygiene vor dem Richten der Injektionslösung, sowie
vor + nach der Injektion!
- HB muß über die Maßnahme informiert werden!
- Richten des Spritzentabletts (SIEHE INFOBLATT)!
- Das zu injizierende Medikament muß überprüft werden
auf:
-Verfalldatum
-Trübungen, Ausflockungen, Verfärbungen
-Unversehrtheit der Ampulle
Merke:
Das Aufziehen einer Injektion muß unter aseptischen Bedingungen
geschehen. D.h., der sterile Spritzenkonus, sowie die Kanülen
und die Gummiekappe einer Stechampulle dürfen nicht mit den
Händen berührt werden!
Wichtiges vor der Injektion:
Merke:
Injektionen werden von manchen Personen als schmerzhaft empfunden;
häufig ist Angst ein Hauptgrund dafür.
Schmerzstillende Maßnahmen:
- Desinfektionsmittel eintrocknen lassen, damit es nicht in den Stichkanal
gelangt!
- Injektionsstelle vor dem Einstich kurz kneifen oder klopfen!
- Medikamente körperwarm injizieren!
- Injektionen größerer Mengen langsam vornehmen!
- Körperkontakt herstellen. Injektionsstelle nicht zaghaft anfassen,
sondern HB das Gefühl geben, sicher im Umgang mit Injektionen
zu sein (ängstliches Personal weckt Angst im HB)!
- Große Medikamentenmengen, besser auf linke + rechte Gesäßseite
(oder andere geeignete Injektionsorte) verteilen. Jeweils mit gesonderter
Kanüle!
Merke:
- Keine i.m. Injektionen bei Personen mit Antikoagulantientherapie
(Marcumar, Heparin, Liquemin) sowie bei Personen mit Hämophilie
(Bluter)!
- Keine Injektionen in Wunden, erkrankte Haut oder Ödeme!
- Keine Injektionen ins Gewebe bei Kreislaufschock!
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