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Mitglied im Pflegenetz
Autor: Cordula
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Urologische Pflege
Teil 1 / Teil 2

Steinleiden


Lokalisation:                                                                     

  • Blasensteine
  • Uretersteine
  • Nierenbeckensteine
  • Nierenbeckenkelch- Ausgusstein (Korallenstein)
  • Nierenkelchstein

Steinarten:

  • Kalziumphosphatsteine
  • Harnsäuresteine
  • Kalziumoxalatsteine
  • Zystinsteine
  • Xanthinsteine
  • Kalziumsteine (sind am häufigsten)

Harnsteinleiden


Definition:

Die Steinbildung in den Harnwegen ist die sicht- und spürbare Folge verschiedener Veränderungen des Urins und der Urintransportwege.

Ursachen für Steinbildungen:

Übersättigung des Urins mit steinbildenden Bestandteilen.

•  Prärenale Ursachen: Ernährung, Knochentumore, Imobilisation, Gicht

•  Renale Ursachen: Stenosen in der Niere, Stoffwechselstörung, Hyperkaliurie

•  Postrenale Ursachen: Harnabflussstörung, Infekte

Begünstigende Faktoren:

Physikalische Faktoren:

Dehydratation (z.B. durch Fieber, zu wenig trinken, Diarrhoe, Erbrechen         oder Medis wie Lasix); dadurch kommt es zur vermehrten Ausscheidung von steinbildungshemmenden   Harninhaltsstoffen => der Harn neigt dann verstärkt zur Kristallisation

Anatomische Faktoren:

Harnabflussstörungen, z.B. durch Vernarbungen der Harnleiter nach Ent-

zündungen oder Verletzungen oder durch Prostatahypertrophie; der entstehende Harnstau begünstigt die Steinbildung

Metabolische Faktoren:

Stoffwechselstörungen, die z.B. eine vermehrte Kalziumausscheidung zur       Folge haben wie die Überfunktion der Nebenschilddrüse, begünstigen die      Entstehung von Kalziumsteinen. Auch Knochentumore oder Knochenbrüche       können zur Hyperkalzurie führen

Bakteriologische Faktoren:

Stoffwechselprodukte von Bakterien können im Rahmen von bakteriologischen  

Infektionen die Harnsteinbildung fördern

Lebensstil:

Bewegungsarmut und einseitige Ernährung mit viel tierischem Eiweiß (Purine) fördert das Steinwachstum.

Steinarten:

Man unterscheidet 2 Gruppen von Steinerkrankungen:

1. Gruppe:         => entstehen durch anorganisches Kalzium = anorganische Steine

                        => Kalziumoxalatsteine

                        => Kalziumphosphatsteine (entstehen meist durch Infektionen)

2. Gruppe:         => entstehen durch organische Substanzen = organische Steine

                        => Harnsäure (Zystin)

Symptome:

  • Flankenschmerz
  • Wellen-/ wehenartiger Schmerz (Kolikschmerz)
  • Dauer: von min. bis zu mehreren Tagen
  • Übelkeit, Blässe. bis Schocksymptomatik
  • Bewegungsdrang durch die Schmerzen
  • Gekrümmte Haltung => Schonhaltung
  • Schmerz kann je nach Stein bis in die Genitalregion und der Oberschenkel-innenseite hineinziehen
  • Nierenklopfschmerz
  • Vernichtungsangst
  • Harnverhalt, blutiger Urin, schmerzhaftes Urintröpfeln (Pollakisurie)
  • Geblähter Bauch, Darmatonie
  • Fieber, Schüttelfrost

Komplikationen:

  • Kreislaufkollaps (durch die großen Flüssigkeitsmengen)
  • Blähungen, aufgetriebenes Abdomen bis zur Darmatonie
  • Harnverhalt

Diagnostik:

  • Anamnese
  • Fam. Disposition
  • Trinkverhalten
  • Häufige Harnwegsinfekte
  • Vorerkrankungen
  • Körperliche Untersuchung

Urinuntersuchung

  • Mittelstrahlurin mit Keimzahl und Resistenzbestimmung
  • Sediment
  • 24 h- Urin: wird auf Farbe und Menge kontrolliert; der pH- Wert wird bestimmt; das spez. Gewicht sollte unter 1012 - 1015 liegen
  • Harn filtern

Blutuntersuchung

  • Harnsäure
  • Kreatinin
  • Harnstoff
  • Gerinnungsparameter (-> evtl. Verletzungen durch Steine)
  • CT (ist hilfreich bei Uratkonkrementen)
  • Ultraschalluntersuchung

Röntgen

  • Abdomen Leeraufnahme (=> Abfluss muss gewährleistet sein)

Therapie:

In ca. 80 % der Fälle handelt es sich um abgangsfähige Konkremente, die konservativ behandelt werden.

Konservative Therapie:

Ziel der Behandlung sind der spontane Steinabgang sowie die Behandlung der   

Kolik. Förderlich sind dabei:                                                                           

  • Analgetika, Spasmolytika, Antiphlogistika, Diuretika
  • Stuhlregulation (damit sich beim Pressen nicht wieder ein Stein löst)
  • Wechselinfusionen mit Buscopan/ Lasix
  • Bewegung, Treppensteigen
  • Lokale Wärmeapplikation (z.B. auch ein warmes Bad)
  • Trinkstöße

Invasive Therapie:

Bei nicht spontan abgangsfähigen Steinen können verschiedene Behandlungs-methoden eingesetzt werden:

Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL):

  • Dabei werden auf verschiedene Weisen Stoßwellen erzeugt, die auf den Stein gebündelt werden und so den Stein "zerplatzen" lassen
  • Übrig bleiben viel kleine Steinfragmente, die über den Harnleiter abgehen und dabei Koliken auslösen können

Perkutane Nephrolitholapaxie (PNL) = perkutane Nephrolithotomie:    

  • sonographische Punktion des Nierenbeckens sowie Endoskopie, Zertrümmerung des Steins mit Laserstrahlen oder Steinentfernung

Operative Steinentfernung (offene OP):

  • sehr selten, in etwa 5 % der Fälle

Ureteroskopie

  • Z.B. zur Entfernung eines Uretersteines

Ureterpyeloskopie

  • Z.B. zur Entfernung eines Nierenbeckenkelchsteines

Schlingenextraktion:

  • tief sitzender, prävesikaler Stein, der "schlingengerecht" ist (bis Bohnengröße); Methode verliert zunehmend an Bedeutung

Endourologische Verfahren  

  • Bei diesem Verfahren wird der Harnleiter gespiegelt (Ureterorenoskopie) und zwar entweder durch die Blase (retrograd) oder nach einer Punktion der Niere (antegrad).
  • Verschiedene Instrumente (Schlinge, Körbchen, Ultraschallsonde), die über diesen Zugangsweg an den Stein herangebracht werden können, dienen entweder zur Steinbergung, Zertrümmerung oder zum Rücktransport des Steines zum Nierenbecken. Letzteres macht eine Zerstörung
  • Steinentfernung im unteren Teil des Ureters
  • Steinentfernung im oberen Teil des Ureters
  • Medikamentöse Steinauflösung nur bei Harnsäuresteinen, z.B. mit Allopurinol
  • OP mit Eröffnung des Nierenbeckens

Pflegerische Aufgaben:

  • Hilfe in der Akutphase
  • Ernährungsberatung
  • Gesundheitsberatung
  • Hilfe/ Mitwirken bei Diagnostik und Therapie
  • Patientenvorbereitung bei diagnostischen Eingriffen

Hilfe in der Akutphase:


Situation

Pflegerische Hilfen

Begründung

Pat. hat Schmerzen

  • - Wärmeanwendung (auch feuchte
  •   Wärme)
  • - Analgetika/ Spasmolytika (AO)
  • - Überwachung der Einnahme
  • - Schonhaltung unterstützen
  • - wirkt entkrampfend
  • - Effektivität der Analgetika überwachen
  • - Analgetika können Übelkeit erzeugen  

Anstrengende

Diagnostik

  • - Pat. - Info
  • - guter organisatorischer Ablauf
  • - Pat. Erholungsphasen gönnen
  • - Wohlbefinden steigt
  • - Überforderung des Pat. vermeiden

Patient fühlt sich

krank => akutes

Krankheitsbild

  • - Verständnis für die Situation des
  •   Pat. zeigen
  • - Pat.- Info, z.B. über Blut im Urin
  • - Vitalzeichenkontrolle
  • - Ausscheidung, Trinkmenge
  •   beachten
  • - Komplikationen früh- zeitig erkennen
  • - Harnverhalt erkennen

Pat. hat Übelkeit

  • - Antiemetika nach AO
  • - Spasmolytika nach AO
  • - kein Essen anbieten (evtl. nicht
  •   trinken)
  • - verringert die Übelkeit
  • - ihm ist sowieso schon schlecht

Hilfe/ Mitwirken bei Diagnostik und Therapie:


ATL

Problem

Maßnahmen

Begründung

Ausscheiden

(Pat. sollte

1,5 Liter auf

24h

ausscheiden)

- drohender Steinverlust

- Steine bilden sich

  aufgrund zu sauren Urins

- erhöhte Kristallkonzen-

  tration

- Gefahr der Überwässerung

- Obstipationsgefahr durch

  Schmerzen und Atonie

Urin:

- Bereitstellen eines Siebes

- pH- Messung

- spez. Gewicht

- Bilanzierung

Stuhl:

- Regulierung durch Abführ-

   mittel, ballaststoffreiche

  reiche Ernährung (kein

  Pressen)

- Abgang von Steinen beim

  Wasserlassen => Steinanalyse

- zur Diagnostik 3x tgl.

    Therapie: Medis und Trinkmenge

  richten sich nach pH- Wert

- Therapie anpassen

- Erkennen der Überwässerung

- Pat. hat Schmerzen und versucht

   nicht zu pressen

Essen und

Trinken

- Steinbildung

- Eiweißreiche Kost und

  saure Ernährung fördern

    die Steinbildung, falsche

  Ernährung und viele

  tierische EW fördern die

  Steinbildung

- Urinverdünnung

- Mischkost, basische

  Ernährung

- Stein/ Sediment löst sich und wird

  ausgeschwemmt

- Ballaststoffe, weniger Purine =>

  weniger Harnsäure

- EW- Bedarf über Milchprodukte

  (Fisch, Fleisch) regeln

Für Sicher-

heit sorgen

- Pat. hat Schmerzen, Angst

  

- Gefahr des Kreislauf-

   kollaps

- Veränderter U- Status

- Pat. ist nicht ausreichend

  informiert

- Pat. trinkt zu wenig =>

  muss über Trinkmenge

  informiert werden

- Urin sauer, dadurch Stein-

  bildung

- Gefahr der Infektion, Pat.-

  Info über Infektionszeichen

- Pat. hat Angst, da er nicht

  weiß was auf ihn zukommt

- Schmerzbeobachtung-   

  Therapie

- VZ- Kontrolle

- Untersuchung auf Steine,

  Blutungen, pH, Sediment,

  spez. Gewicht, Erreger

Pat.- Info über:

- Wichtigkeit der Stein-

  analyse

- Bewegung

- Ernährung (alkalische   

  Kost), incl. Trinken

- 3x tgl. pH- Messung

- Infektionszeichen

- Diagnostische Eingriffe

  und Aufklärung

- frühzeitiges Erkennen und beheben

   von Schmerzen

- Gefahr des Kreislaufkollaps

  (durch Hypervolämie)

- Veränderungen des Urins erkennen

  

- Compliance erhöhen

- Stein kann sonst nicht analysiert

  werden

- bei Besserung der Situation hilft

  Bewegung zur Steinlösung

- Steinlösend, Entstehungs-

  hemmend

- Med. Therapie richtet sich nach der

  pH- Messung

- frühzeitige Antibiotikagabe

  (Gefahr der Schrumpfniere)

- Reduziert die Angst vor dem

  Eingriff

- z.B. soll der Pat. bei einer

  Cystoskopie versuchen die Harn-

  Röhre zu " öffnen" wie beim

  Wasserlassen. Dadurch wird die

  Beckenbodenmuskulatur ent-

  spannt => weniger Schmerzen

Sich bewegen

- Stein sitzt fest, dadurch

  hat Pat. Schmerzen

- Hüpfen, Bewegung

- anfangs in Begleitung

  (Pat. hat anfangs Angst,

  weil sich durch die

  Bewegung wieder ein

  Stein lösen könnte

  => Kolik

- Stein löst sich bei Bewegung

  einfacher

- Pat. hat Bewegungsdrang

- Obstipationsprophylaxe

Regulation der Körper-

temperatur

- Infektionsgefahr

- regelmäßige Temperatur-

   kontrolle

- Temp.- Erhöhung rechtzeitig

   erkennen

- Infektionen frühzeitig erkennen

- Therapie kann frühzeitig einsetzen

Spezielle Maßnahmen

Beim Kalziumoxalatstein

•  Flüssigkeit:             => reichlich Tee, Mineralwasser

                                   => ¾ Liter Milch pro Tag (Milch bindet Oxalat im Darm, dadurch

                                       steht das Oxalat dem Körper nicht mehr zur Verfügung)

•  Diät:                       => Spinat, Schokolade einschränken

•  Medikamente:          => Phosphat, Thiazide, Allopurinol . nach AO

Beim Kalzium- Ammonium- Phosphat- Stein

•  Flüssigkeit:             => reichlich Tee, Mineralwasseer und Milch

•  Diät:                       => Zitrusfrüchte einschränken

•  Medikamente:          => Harnsäuerung, Infektbehandlung

Beim Harnsäurestein

•  Flüssigkeit:             => reichlich Tee und Mineralwasser

•  Diät:                       => Verbot einer purinreichen Nahrung wie Gehirn, Leber, Niere,

                                       Sardellen, Sardinen, Heringe, Hülsenfrüchte, Kohl, Pilze,

                                       Schwarzbrot (tgl. nur bis 200 mg Purin)

•  Medikamente:          => Uralyt- U : das pH- Wert- Optimum soll zwischen 6,2 und 6,8

                                       Liegen, nie über pH 7

                                       Allopurinol : bei Erhöhung des Harnsäurespiegels

Merke:

•  Leitsymptom des Steinleidens ist ein krampfartiger Schmerz => die Steinkolik

•  Alle Harnsteinpatienten müssen reichlich trinken: In 24 Std. sollten sie mindestens 1,5 l ausscheiden. Zur Kontrolle sollten in regelmäßigen Abständen die Menge, ggf. auch das spezifische Gewicht bestimmt werden, da der Flüssigkeitsverlust über die Haut und die Lungen unterschiedlich ist. Bei Saunabesuch oder schwerer körperlicher Arbeit muss der Flüssigkeitsverlust ausgeglichen werden.

•  Jeder abgegangene oder entfernte Stein ist zu analysieren.

Ernährungsberatung:

•  3 - 4 Liter/ 24 Std. trinken => 1,5 Liter Ausscheidung

•  Bilanzierung

•  Regulierung des Stuhlgangs

GUT:

  • Viel trinken
  • Kalziumarme Kost
  • Vitamin- D arme Kost
  • Mischkost

SCHLECHT:

  • Alkohol
  • Fleisch, Eier, Innereien
  • Hülsenfrüchte, Pilze
  • Heringe
  • Genussmittel
  • Spinat, Kakao, Mandeln

Pat.- Info über Vorbereitung zu diagnostischen Untersuchungen:

  • Blasenentleerung
  • Ggf. transurethralen Blasenkatheter entfernen (z.B. vor einer Zystoskopie)
  • Genitalbereich waschen
  • Prämedikation nach AO
  • Angst und Unsicherheit durch Gespräche und Aufklärung durch den Arzt versuchen zu reduzieren
  • Pat. den Untersuchungsablauf schildern => Pat. ist sonst evtl. viel zu verkrampft
  • Pat.- Info, dass er locker bleibt und versucht die Harnröhre zu " öffnen" wie beim Wasserlassen => dadurch entspannt sich die Beckenbodenmuskulatur, die Manipulation durch die Geräte bereitet dann weniger Schmerzen

Rezidivprophylaxe:

Folgende Maßnahmen dienen der Vorbeugung von Harnsteinen bzw. Rezidiven:

  • Gewichtsreduktion, weniger tierische Eiweiße, purinarme Kost
  • Erhöhte Flüssigkeitszufuhr 3 - 4 Liter/ Tag (lt. Innere Buch 2-3 Liter) nach AO

=> konzentrierter Urin fördert die Steinbildung; wichtig ist daher auch 0,5 Liter vor dem Schlafengehen zu trinken; bei übermäßigem Schwitzen (Sport, Sauna) rascher Flüssigkeitsersatz; meiden von natrium- und kalziumreichen Mineralwässern bzw. Milchprodukten

  • Beeinflussung des Urin- pH: Alkalisieren bei Urat, Ansäuern bei Phosphatsteinen
  • Medikamentöse Therapie: Allopurinol bei Harnsäuresteinen
  • Beseitigung und Verhinderung von Harnwegsinfekten
  • Bei Kalziumoxalatsteinen senkt Allopurinol die Rezidivrate
  • Bewegung / Sport treiben
  • Wärme
  • Ballaststoffreiche Kost/ Mischkost
  • Behandlung von bestehenden Harnwegsinfekten

Harnableitungen:

•  Ableitungsarten

  • werden nach Lage unterschieden

Ableitungsformen:

  • Drainagen
  • Katheter:         

1. Blase

  • Blasenkatheter
  • Suprapubische Katheter
  • Spülkatheter

2. Harnleiter (=Ureterkatheter)

  • Innerer Splint
  • Äußerer Splint (meist zusätzlich ein transurethraler Katheter)

3. Niere (=Nephrostomiekatheter, Nierenfistel)

  • Operativ angelegte Fistel
  • Perkutan angelegte Fistel

Sonderform

  • Urostoma (als Harmumleitung) nach Cystektomie
  • Inkontinente Ableitung
  • Kontinente Ableitung

Harnableitende Katheter/ Drainagen


Allgemeines:

Die Wartung und Sicherung der Harnableitung ist in der Urologie ein zentrales Thema. (Besonders bei Eingriffen an den Nieren oder ableitenden Harnwegen).

Ein sofortiges und vollständiges Ableiten von Harn und Wundsekret ist für den Erfolg der

einzelnen OP´s unbedingt notwendig! => Gefahr der Wundphlegmone und unerwünschte Narbenbildung.

Formen der Ableitung (Indikation)

Drainagen

  • Kurz- oder Langdrainage (Robinsondrainage)
  • Liegt neben Blase, Ureter oder Niere zum Ableiten von Harn und Wundwasser
  • Achtung: Drainagen, die im Gewebe liegen dürfen nie angespült werden!!!
  • Der Ablauf geht in einen Beute

Katheter

•  Harnableitung aus der Blase:

  • mittels DK, EK, Spülkatheter, SPK

Harnableitung am Harnleiter (Ureterkatheter):

  • Ziel: ist die Harnableitung aus dem Nierenbecken
  • Indikation: => nach OP´s am Nierenbecken, Harnleiter, Blase

=> bei Stenosen, Verlegungen am Harnleiter

=> leiten den Harnleiter in eine neu angelegte Blase

=> als Palliativmaßnahme bei raumfordernden Tumoren

=> zur Diagnostik, z.B. zur retrograden Füllung und Darstellung der Nieren und Harnleiter

  • Ureterenkatheter sind Katheter, die den Harnleiter von innen schienen und     somit den Urinabfluss gewährleisten.
  • Sie können intraoperativ oder über eine Zystoskopie eingelegt werden.
  • Man unterscheidet:             => Splint, innerer oder äußerer

=> Schienungsdrainage

=> Ureterschienung

Innerer Splint (Pigtail):

  • Leitet Urin aus der Niere in die Blase
  • Dient der Schienung des Harnleiters
  • Sind äußerlich nicht sichtbar
  • Wird meist als "doppelter Pigtail- Katheter" verwendet
  • Besonders pflegerische Maßnahmen sind nicht zu beachten
  • Gefahr einer aufsteigenden Infektion, da die Ventilfunktion der Blase aufgehoben ist

Äußerer Splint:

  • Der Katheter wird vom Ureter über die Blase nach außen geleitet.
  • Meist liegt außerdem ein transurethraler Katheter (=> die zweite Niere             

produziert auch Urin)

  • Der Splint wird dann meist an dem transurethralen Katheter fixiert und an

einen gesonderten Beutel angeschlossen.

  • Gefahr einer aufsteigenden Infektion!
  • Eine Verlegung des Splints hat schwere Folgen für die Nieren => zum

Beispiel: Stauungsnieren

Teil 1 / Teil 2

Autor: Cordula
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