Pflegeplanung
Vorstellung der Bewohnerin
Frau R. wurde am 06.12.1914 in Königsberg- Ost Preußen geboren. Sie lebte mit ihren Eltern und 1 Schwester in Königsberg. Frau R. hatte eine schöne Kindheit, sie besuchte die Volksschule und lernte dann Verkäuferin.
1934 lerne sie ihren Mann kennen, sie heirateten bald darauf und bekamen 1936 eine Tochter namens Gisela.
1945 flohen sie aus Königsberg. Die Flucht war für Frau R. und ihre Tochter sehr unangenehm und sie zog sich durch ganz Deutschland, bis sie in Celle landeten. Ihr Mann Herr B. war im Krieg und verstarb 1953. Darauf hatte die Tochter von Frau R. einen schweren Autounfall, wobei bleibende geistige Schäden hinter blieben.
Sie lernte ihren 2. Mann 1960 kennen und heiratete ihn.
In der Freizeit lass sie gerne Zeitung, spielte gerne Gesellschaftsspiele oder Karten, singt gerne, was bis heute noch so ist. Handarbeit gehörte auch zu ihren Hobbys. Frau R. raucht ganz gerne mal eine Zigarette, für den Nachschub sorgt die Tochter.
Im Jahre 1970 starb ihr Ehemann.
1997 bekamen Mutter und Tochter eine Betreuerin, die es dann auch veranlasste nach ein paar Jahren, dass beide in ein Heim zogen.
Im Dezember 2002 zog Frau R. und ihre Tochter Frau B. in das Altenheim, wo sie sich bis heute recht gut eingelebt haben. Sie haben ein inniges Verhältnis und es ist schwer sie zu trennen. Sie bewohnten bis vor einem Jahr noch ein Apartment im Erdgeschoss, aber nach einem Brand, ausgelöst durch eine Zigarette, zogen sie auf die 1. Etage, wo Frau R. nun in der Wohnküche unter Beobachtung raucht.
Sie erhält leider schon seit Jahren keinen Besuch mehr von den Verwandten, aber es besteht telefonischer Kontakt.
Frau R. hat die Pflegestufe II, sie kann selbstständig essen und trinken.
Bei der Grundpflege benötigt sie Hilfe, sowie beim duschen und besonders bei der Intimpflege. Frau R. nimmt ihre Mahlzeiten in der Wohnküche unter Beobachtung ein, da sie verwirrt ist und gerne ihr trinken stehen lässt. Sie kann noch gut am Rollator gehen, meist wird sie von ihrer Tochter begleitet. Die Bewohnerin ist zeitweise zeitlich und örtlich desorientiert, besonders wenn die Tochter z.B. bei einer Beschäftigungstherapie ist und Frau R. es vergessen hat. Sie fängt dann an ihre Tochter zu suchen und findet z.B. ihr Zimmer nicht mehr. Bei Festen und Feiern wird Frau R. zu den Veranstaltungen von der Tochter oder vom Personal begleitet, wo sie immer sehr viel Freude hat. In der Freizeit liest sie gerne bunte Zeitungen, hört Radio oder schaut fern. Im Sommer geht sie gerne mit ihrer Tochter in den Garten oder zum Plus, gleich gegenüber, einkaufen.
Körperlicher Zustand:
BMI: 30,04
Größe: 148cm
Gewicht: 68,8 kg
Diagnose:
art. Hypertonie
CVJ
Schwindel + Taumeln
KHK, Herzinsuffizienz
Aufgrund ihrer Erkrankungen muss Frau R. folgende Medikamente einnehmen:
Melperon 0 0 0 ½
Binobeta 5 1 0 0 1
Kaliner Mo + Mi + Fr 1 0 0 0
Enabeta comp 10/25 1 0 0 0
Enabeta 10 0 0 1 0
Felodipin 5 1 0 0 0
Haloperidol 1mg ½ 0 0 0
Pflegeplanung von Frau R.
ADEL |
Probleme / Ressourcen |
Ziele |
Maßnahmen |
1. Kommunizieren |
- kann gut kommunizieren
- hat Kontakt zu anderen Menschen |
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2. sich bewegen |
- benutzt zum laufen einen Rollator
und fühlt sich damit wohl |
- Mobilität solange wie
möglich erhalten |
- Begleitung durch das
Pflegepersonal bei
Schwindelgefühl |
3. vitale Funktionen |
- hat Hypertonus und bekommt
Medikamente |
- normaler Blutdruck |
- regelmäßige Gabe der
Medikamente 3x täglich
- RR- Kontrolle 1x morgens
und bei Bedarf |
4. sich Pflegen |
- benötigt bei der Körperpflege
hilfe |
- fühlt sich wohl
- hat gesunde/ gepflegte Haut |
- komplette Übernahme der
Ganzwaschung, Duschen,
Haarpflege, Zahnpflege,
Rasur
- Fußpflege durch med.
Fußpflege |
5. Essen und Trinken |
- kann selbstständig essen & trinken
- isst in der Wohnküche
- hat einen guten Ernährungszustand |
- hat eine ausgewogene
Flüssigkeitsbilanz
- trinkt ausreichend
(1500 ml pro Tag) |
- Getränke anreichen
- Flüssigkeitskontrolle und
Dokumentation
- für angemessene
Flüssigkeitszufuhr sorgen
durch Pflegepersonal |
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6. Ausscheiden |
- ist teilweise Urin und
Stuhlinkontinenz
- äußert keine Probleme beim
Abführen, bekommt bei Problemen
ein Bedarfmedikament |
- fühlt sich sauber und wohl
- regelmäßiger Stuhlgang |
- Hilfsmittel bereitstellen
- Intimpflege
- bei Bedarf alle 4-5 Tage
Abführmittel verabreichen
- individuelles
Inkontinenzprodukt
regelmäßig anlegen |
7. sich kleiden |
- benötigt komplette Hilfe beim
An- und Ausziehen
- hat intaktes Wärme/ Kälte-
empfinden
- wählt Kleidung teilweise
alleine aus |
- ist gepflegt und fühlt sich
wohl
- Unterstützung beim
An- und Auskleiden |
- komplette Hilfe beim
An- und Auskleiden
- Bewohner motivieren bzw.
mobilisieren und um
Mithilfe bitten
- bei der Auswahl geeigneter
Kleidung beraten |
8. Ruhen und Schlafen |
- hat normalen Tag- & Nachtrythmus
- hat keine Einschlafprobleme, durch
½ Tablette Melperon
- akzeptiert Hilfsmittel
(Inkontinenzhilfen) |
- kann mit Schlafstörungen
umgehen
- regelmäßige Gabe des
Medikamentes
- hat keine
Einschlafstörungen |
- bekommt seit 05.07.2005
½ Tablette Melperon
lt. Anordnung des Arztes
vom Pflegepersonal
zur Nacht
- Betreuungsmaßnahmen in
der Nacht durch Pflegekraft,
durch einen Kontrollgang |
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9. sich beschäftigen |
- schaut gern fernsehen &
ließt bunte Illustrierte
- nimmt an Aktivitäten & Festen
im Hause teil
- kann sich selbstständig
beschäftigen
- kann ihre Wünsche, Bedürfnisse
äußern |
- hat Kontakt zu
Mitmenschen
- erlebt ihren Tages-
ablauf als sinnvoll |
- Anerkennung vermitteln
- Einkäufe tätigen durch die
Tochter
- motivieren zur Teilnahme
an Festen & Feiern |
10. sich als Mann / Frau fühlen |
- fühlt sich als Frau
- hat normales Scharmgefühl
- kann Gefühle äußern und zeigen |
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11. sichere Umgebung |
- findet sich in seiner Umgebung
teilweise nicht zurecht
- kann Gefahr nicht erkennen
- ist teilweise unsicher beim
stehen und gehen
- vertraut Mitarbeitern
- lebt mit der Tochter zusammen,
die sie unterstützt
- es besteht Sturzgefahr durch
schwankende Blutdruckwerte |
- fühlt sich sicher
- Sturzgefahr ist minimiert
- findet sich zurecht |
- RR Messung nach
ärztlicher Verordnung
vornehmen
- Gespräche führen |
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12. Soziale Bereiche des Lebens |
- hat Kontakt zu Angehörigen,
Bekannten, Mitbewohnern,
Pflegepersonal
- ist nicht isoliert
- wohnt mit der Tochter zusammen
- hat regelmäßigen telefonischen
Kontakt zu entfernt lebende
Angehörigen |
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13. existentielle Erfahrung |
- kann Ängste zeigen und
ausdrücken
- äußert keine Angst vorm sterben
- hat Angst, ist unsicher vor neuen
Situationen (Kontrollgänge in
der Nacht) |
- hat keine Angst |
- aufklärende Gespräche
führen um die Angst zu
nehmen |
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