Autor/in: Elfi

Demenz

Aber nichts und niemand,auch kein scheinbar noch so “ würdeloses “ Verhalten des Erkrankten,wie es in späteren Krankheitsphasen auftritt,kann ihm die Gipfelerlebnisse seines Lebens nehmen.

Er wird den ganzen Reichtum seiner Empfindungen lange mit sich tragen und vom Gipfel des Berges mitnehmen.Bei diesem Abstieg   werden ihm Empfindungen und Erinnerungen verloren gehen.

Deshalb soll der Abstieg verz ögert werden,so oft als m ö glich Rast zum Erinnern und Anschauen des Hier und Jetzt eingelegt werden.Die Rast soll dauern solange es nur geht,denn es kann sein,dass an jedem Rastquartier etwas zur ü ckgelassen oder aufgegeben werden muss.

Ihrgendwann wird der Kranke mit weniger Gep ä ck das Tal des Lebens durchwandern.

Gut,wenn ihm seine “ Bergkameraden “ erhalten geblieben sind,so dass sein Kopf zwar “ leer “ ist,nicht aber sein Herz und seine H ä nde,an denen er gehalten und gef ü hrt wird.

Berghoff I.Das Selbst-Erhaltungs-Therapie Konzept(1999)

Ich fand diese Worte so treffend

Vielen Dank für Ihre Hilfe

Passen Sie gut auf sich und ihren Mann auf, er ist es wert

Einführung:

Herr Theodor R.ist 66 Jahre alt.Sein Gewicht beträgt 72 kg bei einer Körpergrösse von

1,69 m.Herr R.ist normalgewichtig;er hat eine aufrechte Körperhaltung.

Sein Gesichtausdruck wechselt je nach Stimmungslage von freundlich entspannt,verschmitzt,angestrengt bis besorgt.

Persönliche Anamnese:

Herr R.orientiert sich meines Erachtens sehr stark an seiner Frau,es fällt auf,daß er während des Aufenthalts in der Tagespflege sehr oft nach ihr fragt bzw. sie sucht.

lt.Aussage von Frau R.mit der er seit 39 Jahren verheiratet ist,begannen die ersten Auffälligkeiten vor 6 Jahren:sie war mit ihrer Tante in Mexiko und während dieses Aufenthalts hat ihr Mann sie wiederholt angerufen,selbst mitten in der Nacht.

Zu Beginn der Erkrankung hat er sich selbst freiverkäufliche Medikamente(Vitamin E,

Ginkgo-biloba)besorgt.

Wenn ihm Worte,Namen oder Begebenheiten nicht mehr eingefallen sind hat er dies scherzhaft überspielt.

Ihrgendwann kannte er sich dann in ehemals vertrauten Gegenden nicht mehr aus,fand die Wege nicht mehr und seine Frau stellte entsetzt fest,daß wenn sie ihn jetzt aus den Augen verlieren würde,er den Weg zurück nicht mehr finden würde.

Heute kann es durchaus vorkommen,daß er beim morgendlichen Ankleiden vergißt den Schlafanzug auszuziehen.

Auch ist ihm nicht bekannt was ein Brötchen ist,was damit gemeint ist ein Brot zu schmieren,und was ist Käse,was ist Aufschnitt?

Wenn man die Dinge vormacht kann er sie weiterführen.

Derzeit nimmt er vom Arzt verschriebene Medikamente s.medikamentöse Therapie.

Herr R.ist seit Oktober 2004 in Pflegestufe I eingestuft,seit Anfang Januar 2005 besucht er,auch auf Anraten der Pflegefachkraft Fr.Grewing die Frau R. persönlich kennt,Montags und Mittwochs von 9.00-13.00Uhr die Tagespflege in Geseke um ihn zu fördern und die Ehefrau zu entlasten.

Herr R.ist der Ältere von 2 Brüdern,sein Bruder Wolfgang wohnt in der Nähe von München.

Sein Großvater war Zimmerer,dessen Spitzname“Festemeter“;dieser Spitzname wird zum Teil heute noch für Herrn R.verwandt.

Sein Vater,von Beruf Schlosser,ist im Winter 1944 gefallen,da war Herr R. 5 Jahre alt.

In den Jahren 1959-1961 hat er zusammen mit seiner Mutter mit wenig Geld und sehr viel Eigenleistung ein Haus gebaut.

Seine Mutter hat zusammen mit den Kindern ,einem Großvater und einem Onkel (die sie zum Teil versorgt hat)in ihrem Elternhaus gewohnt;sie ist 80 Jahre alt geworden.

Die Mutter litt unter Depressionen.

Herr R.ist als eheliches Kind“normal“geboren,bei seiner Geburt wog er über 5 kg.

Herr R.hat vor der Schule den Kindergarten besucht.

Er war 8 Jahre in der Volksschule ,seine Noten waren guter Durchschnitt.

Er machte gerne Streiche;mit einigen Klassenkameraden ist er heute noch befreundet.

Nach der Schule hat er eine 3-jährige Lehre als Schlosser und Dreher gemacht und in dieser Firma bis 1969 gearbeitet.

Am 01.01.1969 ist er zur Bundesbahn gewechselt,hier hat er im technischen Dienst,als Betriebsinspektor Stellwerke,Schranken und Signale betreut.Er war sehr ergeizig und hat die Abendschule in Paderborn und Wuppertal besucht um beamtet zu werden.

Dann hat er im mittleren Dienst im technischen Bereich gearbeitet.

1996 ist er im Alter von 57 Jahren ausgeschieden.

Herr R. ist Vater zweier Töchter,die älteste zieht im März diesen Jahres mit ihrem Mann zu den Eltern.Die 2-jährige Enkelin lebt   schon Montags und Dienstags bei ihren Großeltern wenn ihre Mutter in Arolsen arbeitet.

Die jüngste Tochter lebt mit ihrem Freund in Essen,sie besuchen ihre Eltern fast jedes Wochenende.

Herr R.`Hobbys haben sich im Laufe der Zeit geändert:

früher hat er sehr erfolgreich Fußball gespielt,seine Mannschaft war bis zur Bezirksliga aufgestiegen.1988 hatte er dann einen Sportunfall und wurde am Knie operiert,seither spielt er nicht mehr.

Musik war sein zweites Hobby,er fast fast 50 Jahre im Spielmannszug.Hier hat er Querflöte und später Becken gespielt.

Im Jahr 2004 hat er nicht mehr gespielt….

heute wandert er gern,fährt Fahrrad,schwimmt,fährt Inliner und macht mit Bekannten und seiner Frau Ausflüge.

Für den Sommer haben die Eheleute R. mit ihren Freunden eine Radtour ins Altmühltal geplant,und einen Wanderurlaub in Südtirol.

Herr R. war bis auf den Sportunfall vor 17 Jahren und einem geplatztem Blinddarm vor ca.20 Jahren nie ernsthaft krank.

Ursachen:

Die Ursache der Alzheimer-Krankheit ist bisher nicht bekannt, es werden aber eine Reihe von Hypothesen diskutiert, die genetische, toxische, infektiöse und immunologische Faktoren berücksichtigen. Es war das Verdienst Alzheimers, die zu fortschreitendem Gedächtnis- und Persönlichkeitsverlust führenden Hirnveränderungen mikroskopisch zu beschreiben. Der Gehirnschwund ist neuropathologisch durch Nervenzelluntergänge, den nach Alzheimer benannten Fibrillenveränderungen und pathologischen Ablagerungen in der Hirnrinde gekennzeichnet. Alzheimer bezeichnete die kugelförmigen Proteinablagerungen, die die Hirnrinde der Erkrankten durchsetzen und ihre hochkomplizierte Mikro-Architektur zerstören, als „Senile Plaques“. Die biochemische Natur dieser auch als Amyloid bezeichneten Ablagerungen konnten erst 1985 entschlüsselt werden. Der Hauptbestandteil der senilen Plaques ist ein aus 42 Aminosäuren bestehendes Eiweißmolekül, welches heute beta-A4 oder beta-amyloid genannt wird. Ein weiteres, für die Entstehung von Alzheimer wichtiges Eiweißmolekül ist das APP (Amyloid Precursor Protein). Dies wurde 1987 entdeckt. Es ist heute unbestritten, dass APP und beta-A4 eine zentrale Rolle in der Pathogenese der Alzheimerschen Krankheit spielen. Ein Teil der Alzheimer-Fälle ist dominant erblich und wird durch eine Mutation im APP-Gen, welches auf dem Chromosom 21 liegt, auf die Nachkommen übertragen. Die familiären Erkrankungen, also die genetisch bedingten, haben einen besonders frühen Krankheitsbeginn. Nachdem im Zentrum der senilen Plaques hohe Konzentrationen von Aluminiumsilicat nachgewiesen wurden, kommt Aluminium für eine Form des toxisch ausgelösten Alzheimer in Frage. Als Folge der Aluminiumintoxikationen kommt es zu Neurofibrillenveränderungen. Ein Beispiel für äußere, die Krankheit fördernde Einflüsse sind Schädel-Hirn-Traumen, die, auch wenn sie Jahre zurückliegen, das Risiko, an Alzheimer zu erkranken erhöhen. Boxer entwickeln frühzeitig beta-A4-Ablagerungen als Ursache der so genannten „Dementia pugilistica“.

Tierexperimentelle Studien belegen, dass Hirnverletzungen eine vermehrte Produktion von APP bewirken.Die Krankheit beginnt meist schon mehrere Jahrzehnte, bevor die ersten Symptome auftreten. Dabei entstehen im Gehirn Ablagerungen aus Eiweißbruchstücken, so genannte Amyloide. Forscher unterscheiden bei den Amyloiden mikroskopisch kleine Fasern, die Fibrillen, und kugelförmige Ablagerungen, die Plaques. Diese Ablagerungen verhindern offenbar, dass die Nervenzellen sich untereinander verständigen können. Im Laufe der Zeit sterben dann die Nervenzellen in den Regionen des Gehirns ab, die an der Entwicklung von Gedächtnis, Sprache und Denkfähigkeit beteiligt sind. Ob sie allerdings die Ursache oder eine Begleiterscheinung des Zelltodes darstellen, ist bisher nicht geklärt. Ebenso ist die eigentliche Ursache des Leidens noch immer unbekannt. Vieles deutet darauf hin, dass es mehrere Auslöser gibt. Nur in Ausnahmefällen wird die Krankheit durch Genveränderungen ausgelöst und bricht dann schon in jüngerem Alter aus. Dies kann zum Beispiel passieren, wenn die Erbinformation des Amyloid-Vorläufer-Proteins (APP) geschädigt ist. Es bilden sich vermehrt schädliche Spaltprodukte von APP, die den wichtigsten Bestandteil der Plaques bilden. Ähnlich wirken sich Veränderungen anderer Gene aus, der Präseniline. Sie erhöhen die Aktivität von Schneidemolekülen, die das APP zerlegen, und beschleunigen deshalb ebenfalls die Klumpenbildung im Gehirn. Der wichtigste genetische Risikofaktor ist ein Molekül (ApoE), welches am Transport von Cholesterin im Blut beteiligt ist. Die Erbinformation für ApoE kommt in drei Varianten vor. Eine Variante (ApoE4) erhöht das Krankheitsrisiko im statistischen Durchschnitt um das Vier- bis Fünffache, eine andere Variante (ApoE2) senkt das Risiko. Ein Bluttest kann zwar klären, welche dieser Genvarianten Sie tragen. Ärzte- und Patientenverbände empfehlen diesen Test jedoch nur im Rahmen ärztlicher Untersuchungen, um die Sicherheit der Diagnose zu erhöhen.

Quelle: http://www.alzheimer-info.de

Stadien:

Alzheimer ist eine langsam fortschreitende Krankheit. Nachdem ein Patient die endgültige Diagnose erhalten hat, lebt er durchschnittlich noch sieben – mitunter aber auch noch 20 Jahre Es gibt einige vorhersagbare Krankheitsstadien, die jeder Patient durchlebt, wobei jeder einzelne sie in unterschiedlichem Tempo durchschreitet. Besonders im frühen Stadium der Krankheit sind sich die Patienten der Veränderung bewusst und müssen sich ständig neu anpassen. „Es ist, als ob man eine Gliedmaße verliert. Ständig muss man neu lernen, auf eine andere Weise zu leben“, so beschreibt ein Patient seinen Umgang mit der Krankheit. Medizinisch wird der Verlauf der Krankheit in drei Stadien unterteilt. Der Verlauf der Krankheit unterscheidet sich von Fall zu Fall. Das Alter, die Lebensumstände und der gesundheitliche Allgemeinzustand spielen eine grosse Rolle. Im Durchschnitt entwickelt sich Alzheimer über zehn Jahre. Am Anfang braucht der Betroffene nur punktuelle Hilfe. Ihm bereiten erst kompliziertere Tätigkeiten Mühe, zum Beispiel die Abwicklung der der monatlichen Zahlungen oder das Organisieren einer Reise. Nach und nach wird auch Alltägliches zum Problem, zum Beispiel beim Einkaufen oder bei der Morgentoilette. Das Zeitempfinden geht verloren, und selbst im eigenen Wohnquartier wird die Orientierung unmöglich. Der Patient braucht Begleitung und Präsenz Tag und Nacht. Im fortgeschrittenen Stadium sind rund um die Uhr Betreuung und Aufsicht erforderlich. Der Patient kann weder alleine essen, noch sich anziehen oder sich waschen. Seine Sprache reduziert sich auf wenige Worte oder geht ganz verloren. Die Symptome können am besten im Zusammenhang mit einer Stadieneinteilung verstanden werden – frühes, mittleres und spätes Stadium:

frühes Stadium:

Die ersten Anzeichen einer Alzheimer-Erkrankung sind je nach Patient unterschiedlich, weil die Krankheit von verschiedenen Regionen des Gehirns ausgehen kann. Die meisten Alzheimer-Kranken bemerken zuerst die Vergesslichkeit – besonders wenn es um Dinge geht, die noch nicht lange zurückliegen (Kurzzeitgedächtnis). Unterhaltungen werden schwieriger: Namen von Menschen, gerade geführte Gespräche oder der eben gefasste Gedanke sind einfach vergessen. Bei einigen Menschen führen schon kleine Veränderungen in der gewohnten Umgebung zu Orientierungslosigkeit: zum Beispiel Schmutz auf der Windschutzscheibe des Autos, ein sich bewölkender Himmel oder das Zwielicht der Dämmerung. Die Betroffenen finden Ihren Heimweg nicht mehr. Möglich sind auch plötzliche Veränderungen der Persönlichkeit: Einige Charakterzüge verändern sich, verschwinden oder treten übertrieben zutage. Etwa wenn sparsame Personen auf einmal verschwenderisch und sorglos mit Geld umgehen. Starke Stimmungsschwankungen begleiten oft die Veränderungen der Persönlichkeit. Einerseits kann das betroffene Gehirn die turbulenten Gefühle verursachen. Andererseits sind dies natürliche Reaktionen auf den Stress, der durch Verwirrung, Unsicherheit und Frustration entsteht. Die Gedächtnisprobleme treten mehr und mehr in den Vordergrund. Bücher, Zeitungen oder Fernsehsendungen werden nicht mehr verstanden. Das Urteilsvermögen der Patienten ist beeinträchtigt. So kann es kommen, dass ein Alzheimer-Kranker im Hochsommer zum Wintermantel greift.

Vergesslichkeit

Die Vergesslichkeit betrifft vor allem das Speichern von neuen Informationen. Abmachungen werden nicht eingehalten, Gesagtes bleibt nicht im Gedächtnis. Bei entsprechenden Hinweisen reagiert der Demenzkranke verletzt, aufgebracht oder misstrauisch.

Wortfindungsstörungen

Auffallend sind umständliche sprachliche Formulierungen, Umschreibungen von Gegenständen, deren Namen entfallen sind, Sätze, die nicht zu Ende gesprochen werden. Es gibt Demenzkranke, die bereits in diesem Stadium sehr wortkarg werden.

Örtliche Desorientierung

Die örtliche Desorientierung wirkt sich vor allem in einer nicht vertrauten Umgebung aus, z.B. in den Ferien. Das Hotelzimmer wird nicht mehr gefunden oder der Demenzkranke kann sich anhand eines Stadtplanes nicht mehr orientieren.

Zeitliche Desorientierung

Die zeitliche Desorientierung betrifft vor allem Datum und Uhrzeit. Dies führt zu Verwechslungen. Termine werden nicht eingehalten, zur falschen Zeit oder mehrmals wahrgenommen.   Als Folge dieser Symptome fallen viele Demenzkranke in eine geistige Passivität. Sie zeigen kein Interesse mehr, resignieren und verlieren Initiative und Motivation, sie leiden unter Ängsten und/oder    Depressionen. Andere schimpfen mit ihren Nächsten, schieben diesen die Schuld zu.

Die körperliche Aktivität hingegen nimmt zu: Demenzkranke werden unruhig, können nirgends lange sitzen bleiben, müssen dauernd etwas tun und in Bewegung sein. Will man ihren Bewegungsdrang eindämmen, lehnen sie sich dagegen auf.

Mittleres Stadium:

Konnte bisher die Krankheit immer wieder ignoriert werden, ist dies nun nicht mehr möglich. Von diesem Zeitpunkt an werden die meisten Kranken bei fast allen Tätigkeiten im Alltag Hilfe brauchen. Das selbstständige Erledigen alltäglicher Aufgaben wie Baden und Anziehen wird schwierig. Die Patienten vergessen zum Beispiel die richtige Reihenfolge von Abläufen oder erledigen Aufgaben nur noch unvollständig. In dieser Phase wird häufig eine emotionale Instabilität mit plötzlichen Stimmungswechseln einschließlich Weinkrämpfen oder wechselnden Gedächtnisleistungen durchlebt. Diese Stimmungsschwankungen von Minute zu Minute sind sowohl seelischer (Angst, Frustration und Traurigkeit) als auch neurologischer Natur. Außerdem können in diesem Stadium zwanghafte Verhaltensweisen auftreten. Manche Betroffenen räumen zum Beispiel ununterbrochen einen Schrank ein und dann wieder aus. Menschen in dieser Phase fühlen sich oftmals rastlos und in Aufruhr. Sie entwickeln etwa den Hang, nachts umherzuwandern. Gegen Ende der zweiten Phase leiden Alzheimer-Kranke häufig an Paranoia und Wahnvorstellungen. Später treten Koordinationsprobleme in den Vordergrund. Gehen, Baden, Anziehen oder Essen werden zunehmend schwieriger. Einige Patienten nehmen deutlich ab, weil sie nicht mehr selbstständig essen können. Andere wiederum essen zwanghaft und nehmen an Gewicht zu. Ab einem bestimmten Punkt scheinen die meisten Anforderungen so erdrückend, dass die Patienten mit Gewalt reagieren. Überreaktionen, bis hin zu Schlägen, können die Folge sein. Die Krankheit schreitet fort, und die Situation für den kranken Menschen wird auffallender und einschränkender.

Vergesslichkeit

Die Vergesslichkeit betrifft nun auch Namen vertrauter Personen und Ereignisse aus der Gegenwart. Der Kranke vergisst zum Beispiel, ob er gegessen oder sich gewaschen hat, oder ob ihn jemand besucht hat.

Sprache

Die sprachlichen Schwierigkeiten nehmen zu; sich verständlich auszudrücken wird immer weniger möglich, und es kommen Schwierigkeiten beim Sprachverständnis hinzu. Das führt dazu, dass ein Demenzkranker eine Anweisung zwar hört, aber nicht versteht, was die gesagten Worte bedeuten.

Praktische Fähigkeiten

Alltagsverrichtungen wie sich Waschen, Ankleiden, Essen usw. können nur noch im Beisein der Pflegenden und unter Anleitung ausgeführt werden. Dies geht aber nur, solange der Kranke die Anleitung versteht.

Örtliche Desorientierung

Die örtliche Desorientierung betrifft nun auch die vertraute Umgebung. Das bedeutet, dass der Kranke sich verirrt und in der Wohnung z.B. die Toilette nicht mehr findet.

Zeitliche Desorientierung

Zu Datum und Uhrzeit kommt nun auch die zeitliche Desorientierung bei der Jahreszeit hinzu.

Viele Demenzkranke werden in dieser Zeit von Wahnvorstellungen und Halluzinationen geplagt, d. h. sie sehen Menschen, die nicht anwesend sind, oder hören Stimmen und Geräusche. Die Unruhe kann sich in ziellosem Umherirren äussern, viele Demenzkranke verlassen ihr Zuhause und finden den Heimweg nicht mehr. Das mittlere Stadium ist gemäss Aussagen von pflegenden Angehörigen in punkto Dauer und körperlicher Belastung am schwierigsten zu bewältigen.

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