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Mitglied im Pflegenetz
Autor: Cordula
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Pflege nach Amputationen

Amputation      =          Abtrennen einer Gliedmaße im knöchernen Bereich

Exartikualtion   =         Abtrennen einer Gliedmaße in Höhe der Gelenkspalte

                                   » weniger traumatisierend, da keine Knochenzersplitterung erfolgt

Indikationen:

  • 70 % Durchblutungsstörungen bei Diabetes mellitus, pAVK )
  • traumatisch bedingt
  • Tumore
  • Deformitäten

Prae OP   Allg. Praeoperativen Massnahmen

  • Labor
  • Röntgen
  • EKG
  • Mittags: LVK
  • Ab 22 Uhr nüchtern lassen, mind. 6-8 h vor OP
  • Rasur
  • Darmentleerung: Laxativum

Post OP


Psychische Betreuung

  • Gespräche über ggf. vorübergehende sportl . /berufl. Veränderungen
  • Seelsorger
  • Selbsthilfegruppen
  • Psychologe

Überwachung

  • Vitalzeichen
  • Sensibilität
  • Temperatur
  • Hautfarbe
  • Abbinde-Schlauch bereithalten wegen Nachblutungsgefahr!!!

Wundgebiet

Auf Entzündungszeichen achten

  • Rötung
  • Schwellung
  • Schmerzen
  • Funktionseinschränkung
  • Überwärmung
  • Sekret

» kontinuierliche Doku !!!

Lagerung

Ziel : Vermeidung von Kontrakturen !!

  • Die ersten 24h mit einem kleinem Kissen hochlagern (Wundödem)
  • bei AVK ggf. Stumpfende horizontal oder etwas tiefer lagern!!!
  • Bei ausgedehnten Schwellungen den Stumpf stundenweise auf 30° anheben
  • Sonst immer Streckstellung
  • Gefahr der Beugekontraktur (Beuger sind stärker als die Strecker) » ggf. Sandsack drauflegen

Speziell bei Oberschenkelamputation:

  • Stumpf nicht übers Bett hängen lassen (Gefahr der Ödembildung)
  • Stumpf nicht anwickeln (Gefahr der Beugekontraktur ) » Sandsack drauf legen
  • Nicht mit gebeugtem Stumpf im Rollstuhl sitzen (Gefahr der Beugekontraktur )
  • Kein Kissen ins Kreuz legen ( » Gefahr der Hohlkreuzbildung)
  • Kein Kissen unter Hüfte oder Knie legen (Gefahr der Ödembildung, Beugekontraktur )
  • Nicht mit angezogenen Knien daliegen (Gefahr der Beugekontraktur , Ödembildung)
  • Kein Kissen zwischen die Beine legen (Gefahr der Abduktionskontraktur )

Wickeln des Stumpfes

  • Breite der zu verwendenden Kurzzugbinden entspricht dem Durchmesser des zu verbindenden Körperteils ( » leichteres Wickeln, weniger Falten, besserer Sitz)
  • Beginn an der Stumpfspitze
  • Mit abnehmenden Druck von Distal nach proximal (Ödemprophylaxe, bessere Gewebsverteilung, konische Stumpfform)
  • In Achtertouren, nie zirkulär (würde abschnüren)
  • Das nächsthöhere Gelenk mit einbinden (bessere Fixierung, geringeres Verrutschen des Verbandes)
  • Vorsprünge abpolstern (Druckstellen vorbeugen)
  • 2 x d wickeln mit 10 min Pause (Hautbeobachtung, Druckentlastung)
  • Oberschenkelstumpf am besten im Stehen anwickeln (geringere Gefahr das Stumpf in Beugestellung fixiert wird)
  • Für mind. 4 Wochen wird gewickelt

Stumpfhaut-pflege

Problem:

» Haut ist nicht für diese Belastung geschaffen

» übermäßige Schweißdrüsenabsonderung

Ziel: reizfreie Haut

Hautbeobachtung:

  • 2 mal täglich
  • auf Verfärbung (Rötung, Nekrosen)
  • offene Stellen, Narbenbildung
  • Stumpfödem (Umfang messen)

Hauthygiene:

  • tägl. Waschen des Stumpfes mit Wasser und milder Seife
  • warmes Wasser erleichtert das Entfernen von Ausscheidungen der Talgdrüsen
  • ggf. hydrophile Präparate verwenden (wegen Schweißabsonderung), z.B.: Kieselgur
  • dünne Strümpfe anziehen
  • warmes Stumpfbad mit kalten Güssen » Gefäßtraining
  • sorgfältiges Abspülen der Seifenrückstände
  • sorgfältiges Trocknen der Stumpfhaut

Stumpfhautabhärtung:

  • kräftiges Abfrottieren nach dem Waschen
  • Einwirken lassen von Lust und Licht
  • Bürstenmassage oder Abreiben des Stumpfes mit einem rauem Waschhandschuh
  • Nach abgeschlossener Wundheilung: Narbenpflege mit pH-neutraler , unparfümierter Salbe
  • Wechselbäder
  • Abklatschen des Stumpfes mit einem nassen Waschlappen
  • Stumpfbewegungen in Materialien wie Erbsen, Reis oder spezielle Knetmasse

Mobilisation

Problem: Gleichgewichtsstörung

  • 3 Punkt Gang Prä-OP einüben
  • Mobilisation an Bettkante, ggf. vor´s Bett stellen ( mit 2 Pflegepersonen)
  • Weitere Mobilisation mit pflegerischen Tätigkeiten verbinden
  • Prothesenanpassung so früh wie möglich
  • Ggf. Übergangsprothese

Schmerzen

Phantomschmerzen

» Nervenstimulation (TENS = transkutane elektrische     Nervenstimulation), Akupunktur, Psychotherapie

Wundschmerzen

» Analgetika

Muskelschmerzen (vermehrte Belastung)

» Magnesium, Calcium Ausgleich

Seelische Schmerzen

» Seelsorger, Selbsthilfegruppen, Gespräche mit dem Pflegepersonal

Rehabilitation

  • Psychologisches Trainingsprogramm » Steigerung des Selbstwertgefühls
  • Sozialdienst (Hilfsmittel, geeignete Wohnung, berufl. Umgestaltung)

2 Säulen der Kontrakturprophylaxe :

a) Bewegen:

  • frühzeitig
  • Gleichgewichtsprobleme
  • Oberkörpertraining (wichtig wegen Gehen an Oberarmgehstützen)

b) Lagern

            » vorwiegend in Streckstellung

Ödemprophylaxe:

            » Bewegen

            » Wickeln

Autor: Cordula
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