| Autor: Sebastian Schleinitz |
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Erstellen sie einen Behandlungsplan zur Mobilisation eines
Pflegebedürftigen
nach einem Schlaganfall!
Welche aktiven und passiven Bewegungsübungen können Sie
durchführen?
Bedenken Sie dabei auch die Lagerungsmöglichkeiten eines Apoplektikers
!
Als aller erstes steht die Planung der Mobilisation im Vordergrund,
eine gezielte Informationsammlung ist hier von zentraler Bedeutung
. Denn je nach grad der Durchblutungsstörungen , nach Ausmaß und
Lokalisation der geschädigten Hirnareale treten die Symptome
einzeln oder kombiniert auf, sie können unterschiedlich
stark ausgeprägt sein.
Grundlegende Prinzipien
- Alles was man tut geht immer von der Kranken Seite aus.
- Man sollte schon bald nach dem Schadenfall mit der Mobilisation
beginnen.
- Die Umgebung an den Patienten anpassen.
- einheitliches Vorgehen aller Personen die an der Pflege beteiligt
sind.
- Information und Aufklärung des Patienten, dabei muß eine
Sprach bzw. Sprechstörungen berücksichtigt werden
- Motivation, Leistungsbereitschaft und das lernen durch sinnvolle
Aufgaben fördern; der Patient mus etwas tun bzw. tun wollen.
- Die Anforderungen orientieren sich an der Belastbarkeit; die
Befindlichkeit kann sich täglich ändern, Überforderung
ist unbedingt zu vermeiden.
- dem Patient zum ausführen einer Aktivität genügend
Zeit geben und Sicherheit vermitteln, Schmerzen immer berücksichtigen
- Dem Patienten anleiten, Handlungen selbständig zu übernehmen.
Ständiges Kontrollieren der Vitalwerte und eine genaue Krankenbeobachtung
sind hier von zentraler Bedeutung.
Die Planung:
1. Informationssammlung
2. Festlegung eines Ziel der Mobilisation
3. Art der Maßnahme zur Mobilisation
4. Durchführung.
5. Zielkontrolle
Hilfsmittel:
•
höhenverstellbares Bett
• Rollstuhl mit höhenverstellbaren, und herauszunehmbaren
Seitenteilen, Fußstütze, fester und ausreichend hoher
Rückenlehne.
• Gehilfe : Stock, Rollator
Durchführen der Mobilisation:
Mobilisation kann erreicht werden durch:
• Bewegungsübungen im Bett
• Aufsetzen im Bett
• Transfer vom Bett in dem Rollstuhl / Stuhl.
Ziel: Selbständigkeit beim Bewegen im Bett, bei Transfer
und bei der Fortbewegung.
Vorgehen bei Bewegenübungen im Bett:
• in Rückenlage nach oben oder unten bewegen.
- den Patienten kinästhetisch “ rollen” .
- oder der Patient stellt seine Beine auf, hebt das Becken hoch
und stößt sich mit den Füßen ab, während
die Pflegekraft sein paretisches Schulterblatt unterstützt
und ihm nach oben schiebt, der paretische Fuß ist dabei von
der Pflegekraft zu fixieren.
- beim rutschen nach unten drückt die Pflegekraft das Knie
des paretischen Beines über den Fuß , unterstützt
das paretische Schulterblatt und zieht dadurch den Patienten nach
unten.
- bei schweren Patienten ist das bett in eine schiefe Ebene zu
bringen .
• in Rückenlage zur Seite rutschen
- der Patient stellt die Beine an, hebt das Gesäß und
bewegt das Becken in die gewünschte Richtung, er ist auf der
paretischen Seite ggf. zu unterstützen.
- der Patient spannt dann die Bauchmuskulatur an , um seinen Oberkörper
anzuheben und ihn in die gewünscht Richtung zu schieben; ggf.
unterstützt die Pflegekraft den Patienten, in dem sie unter
das paretische Schulterblatt greift.
• Drehen im Bett.
- der Patient dreht sich mit nach oben gestreckten, zusammengenommenen
Händen, auf diese Weise zieht er das Schulterblatt hervor
so das die Schulter in die Seitenlage frei liegt.
- das Drehen erfolgt mit angestellten Beinen, um einschließende
Spastiken zu vermeiden.
• Aufsetzen auf die Bettkante.
- der Patient dreht sich mit angesellten Beinen auf die paretische
Seite
- er stützt sich mit der gesunden Hand auf der Matratze ab
und bringt den Oberkörper hoch, gleichzeitig gleiten die Beine
aus dem Bett.
- die Pflegekraft unterstützt den Oberkörper des Patienten
und fängt die Beine ab.
• Von der Bettkante ins Bett legen.
- die gesunde Hand des Patienten stützt unter dem paretischen
Arm den Oberkörper ab, der Patient legt sich über die
Seite auf das bett.
- der Patient hebt das gesunde Bein selbst auf das Bett, das paretische
Bein wird, um eine Spastik zu verhindern, von der Pflegekraft auf
das Bett gehoben.
Vorgehen bei Transfer.
• bei allen Transfers:
- jeder transfer ( Ausnahme “Pusher “ ) erfolgt über
die betroffene Seite
- der Rollstuhl wird im rechten Winkel zum Stuhl oder bett positioniert
- der Patient verlagert den Körperschwerpunkt nach vorne,
in dem er an die Stuhlkante rutscht: er neigt den Oberkörper
nach vorne,hebt das Becken abwechseln links und rechts an und wandert
auf der Sitzfläche nach vorne ( Schinkengang) ; das Gewicht
muß dabei ganz auf die jeweilige Seite genommen werden.
- die Hände liegen im Schoß des Patienten.
- die Pflegekraft unterstützt bei anheben des Beckens auf
der paretischen Seite und hält die Patienten evtl. in der
Oberkörperbeugung.
- der Patient rutscht soweit an die Stuhlkante, daß beide
Füße ganz auf dem Boden stehen.
- er bringt seine Füße in hüftbereite Schrittstellung,
beide Füße müssen hinter den Knien stehen.
Wichtig!!!!
Um den Patienten Sicherheit zu geben, sollten Transfers im Frühstadium
immer nach gleichen Schema erfolgen. Im Spätenstadium können
verschiedene Transfers zur Anwendung kommen, der Patient lernt
davon, in unterschiedlichen Situationen zurechtzukommen.
Die Entscheidung der Transfervariationen ist davon abhängig,
ob der Patient Gewicht auf die betroffene Seite übernehmen
kann. Bei Transfer über den Stand ist Gewichtsübernahme
erforderlich.
Der Patient kommt nicht zum stand.
• die Pflegekraft steht vor dem Patienten
• die Füße des Patienten stehen hinter seinen Knien
• die Pflegekraft fixiert das betroffene Knie des Patienten mit
ihrem eigenen Knie
• der Patient beugt sich nach vorne, seine Hände liegen in
seinem Schoß
• die Pflegekraft greift über den Patienten hinweg unter dessen
Gesäß oder dessen Schulterblätter
• auf Kommando hebt der Patient sein Gesäß an gleichzeitig
verlagert die Pflegekraft ihr eigenes Körpergewicht nach hinten “ hebelt
so den Patienten hoch” und dreht ihn gleichzeitig über
seine betroffene Seite.
Transfer über den Stand.
• die Pflegekraft steht seitlich vom Patienten und fixiert seine
betroffenes Bein mit ihrer Hand oder ihrem Knie
• der Patient läßt beide Arme hängen oder streckt
sie nach vorne, die gesunde Hand führt dabei über die
betroffen Seite
• die Pflegekraft stützt den Patienten unter dem Gesäß oder
der Schulter
• die Pflegekraft verlagert ihr gewicht nach hinten, dadurch steht
der Patient auf
• der Patient dreht sich, in dem er kleine Schritte macht
• er setzt sich durch Vorneigen des Oberkörpers und beugen
in der Hüfte.
Das gehen
• feste Schuhe anziehen ( Lassen)
Führen des Patienten von vorne ( der Patient geht
ohne Hilfsmittel)
• die Pflegekraft geht rückwärts vor dem Patienten
• der Patient hat beide Arme auf die Schulter der Pflegekraft gelegt,
• bei Schulter Schmerzen läßt er die betroffene Seite
Hängen
• die Pflegekraft führt den Patienten am Becken, indem sie
seine Schrittwechsel nach unten drückt und somit dem Patienten
hilft, Gewicht auf das betroffene Bein zu übernehmen.
Führen des Patienten von hinten.( der patient geht
frei mit Stock oder Rollator)
• die Pflegekraft geht hinter dem Patienten und führt ihm
am Becken, beim Vorwärtsschritt schiebt sie das Becken des
Patienten von sich weg.
Lagerung nach Bobath :
Richtlinien gelten für alle Lagerungsarten:
• das bett flach stellen, auf Wunsch des Patienten achten .
• bei der Lagerung ist folgende Reihenfolge zu beachten Kopf- Rumpf
- Arme - Beine
• die Lagerung ist dem Patienten anzupassen ; sie muss bequem und
schmerzfrei sein.
• dem Patienten die möglichkeit sich daran zu gewöhnen
erst kurze und dann immer längere Lagerungszeiten anwenden.
Aktive Seitenlagerung.
Anwendungsbereich:
- Lagerung zur Wahrnehmungsförderung der betroffenen Seite
Vorgehen:
- dickes Kissen unter dem Kopf, die Unterlagerung entlastet die
Schulter
- Schulterblatt mit der flachen Hand untergreifen und vorholen,
mit der anderen Hand am Brustbein abstützen
- den betroffenen arm gestreckt in Schulterhöhe lagern, die
Hand ist unterzulagern, wenn sie über die Bettkante ragt.
- den Rumpf gegen ein Rückenkissen lagern und leicht dagegen
drehen bzw. das Becken vorholen
- das betroffene Bein gestreckt lagern, oberes Bein in Beugung
auf das Kissen. ( das Kissen verhindert die Beugung des Betroffenen
Beines)
| Autor: Sebastian Schleinitz |
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