Referat über Mund- und Zahnpflege (normal,
speziell und spezifisch)
» Die normale Mundpflege beinhaltet das Zähneputzen,
so wie die Prothesenpflege und das inspizieren der Mundhöhle.
» Die spezielle Mundpflege ist die prophylaktische Mundpflege, die Krankheiten
vorbeugen soll. Die spezifische Mundpflege wird bei Erkrankungen durchgeführt.
Zuerst stelle ich mir mein Mundpflegetablett zusammen. Es sollte
Nierenschale, Zahnbürste, Zahnbecher, Zahnpasta, Einmalhandschuhe,
Mundspüllösung, eine anatomische Pinzette, eine Peanklemme
mit Tupfer (Kompressen), Fettsalbe für die Lippenpflege, 1 Holzspatel,
eine kleine Leuchte zum Ausleuchten der Mundhöhle, und einen
Abfallbehälter enthalten.
Für die spezielle Mundpflege benötige ich zusätzlich:
Kamillentee, Haushaltsmittel z. B. Zitrone, Würfelzucker, Brotkrusten,
Honig, Kaugummis, Butter, Bonbons. Diese Haushaltsmittel verwendet man,
um die Kautätigkeit und den Speichelfluss anzuregen. Butter nimmt
man z. B. dafür, damit sich die Beläge nicht festsetzen können.
Für die spezifische Mundpflege benötige ich zusätzlich:
1 Petri-Schälchen für mögliche Proben, medizinische Lösungen
wie z. B. Ampho moronal oder Pyoktanin bzw. Wasserstoffsuperoxid.
» Die prophylaktische Mundpflege ist vor dem Essen und zwischendurch nach
Bedarf durchzuführen.
» Die therapeutische Mundpflege ist immer nach dem Essen durchzuführen.
» Die Mundpflegesets sind täglich zu wechseln.
» Die normale Mundpflege:
Nach dem ich das Tablett vorbereitet habe, beginne ich mit der Mundpflege.
Ich gehe wie folgt vor. Zuerst lege ich dem Bewohner/Bewohnerin ein Handtuch
auf die Brust und informiere ihn/sie darüber, das ich nun die Mundpflege
vornehme. Als nächstes ziehe ich mir die Einmalhandschuhe an. Dann
inspiziere ich die Mundhöhle mit Leuchte und Spatel auf mögliche
Beläge oder Erkrankungen. Dann reiche ich dem Bewohner/Bewohnerin
die Zahnbürste und lasse sie die Zähne putzen. Anschließend
reiche ich dem Bewohner/Bewohnerin den Zahnbecher und halte die Nierenschale,
so das der Bewohner/Bewohnerin sich den Mund ausspülen kann. Danach
reiche ich dem Bewohner/Bewohnerin auf Wunsch ein Mundwasser, z. B. Meridol.
Sollte der Bewohner/Bewohnerin nicht in der Lage sein, sich die Zähne
selbst zu putzen, so putze ich die Zähne in kleinen kreisenden Bewegungen
vom Zahnfleisch zum Zahn. Falls der Bewohner/Bewohnerin nicht in der
Lage ist, sich selbst den Mund auszuspülen, nehme ich eine Peanklemme
mit Tupfer und wische dem Bewohner/Bewohnerin die Mundhöhle aus.
Für jeden Wisch nehme ich einen neuen Tupfer. Ist es der Fall, das
der Bewohner/Bewohnerin eine Prothese trägt, dann lasse ich die
Prothese vom Bewohner entfernen bzw. entferne ich die Prothese selber.
Dann lasse ich Wasser ins Waschbecken, falls die Prothese fällt,
damit sie nicht so schnell zerbricht. Anschließend entferne ich
alle Beläge und Haftrückstände unter fließendem
Wasser. Die Prothese sollte möglichst sofort wieder beim Bewohner
eingesetzt werden, wo sie auch über Nacht verbleiben sollte, da
der Kiefer sich schnell verformt und die Prothese ansonsten nicht mehr
passen könnte.
» Bei der speziellen Mundpflege gehe ich zuerst so vor wie ich auch bei
der normalen Mundpflege vorgehe. Falls Beläge vorhanden sind, gehe ich wie
folgt vor:
Zuerst wird ein Tupfer in die Peanklemme eingespannt und mit gewünschter
Lösung beträufelt. Dann wird sorgfältig und gründlich
die Mundhöhle ausgewischt und zwar auch auf der Zunge, unter der
Zunge, auf den Wangeninnenflächen, den Wangentaschen sowie des weichen
und des harten Gaumens immer von vorne nach hinten. Sollten haftende
Beläge vorhanden sein, so werden diese mit Zitronenscheiben, Butter,
Würfelzucker, Wasserstoffsuperoxid oder Honig eingeweicht und entfernt.
Bei der spezifischen Mundpflege ist es immer krankheitsabhängig,
wie man vorgeht und welche Mittel man verwendet.
Als erstes möchte ich da Soor erläutern. Bei Soor handelt es
sich um eine Pilzerkrankung, die vorwiegend im Mund auftritt. Es handelt
sich um einen weißen Belag, der aussieht wie ein plattgedrückter,
weicher Reiskorn. Bei Verdacht auf Soor, sollte man immer Einmalhandschuhe
anziehen und eine Probe in ein Petri-Schälchen legen. Diese beschriften
wir mit Name, Datum und Handzeichen und verständigen den Arzt. Dieser
ordnet dann die weitere Behandlung an z. B. mit Ampho moronal o. Pyoktanin.
Vor jeder Behandlung des Soors müssen wir die alten Reste des Medikamentes
entfernen, sonst kann die neu aufgetragene Tinktur nicht helfen. Soor
ist ansteckend.
Aphthen sind entzündliche, schmerzhafte Schleimhautveränderungen
im Mund, die, wenn sie geplatzt sind aussehen wie Krater und aus denen
Sekret austritt. Bei Aphthen sollte man mit Kamillenlösung behandeln.
Bei Rhaghaden handelt es sich um Einrisse zwischen Haut und Schleimhaut
die durch einen Vitaminmangel entstehen können. Man sollte sie mit
Fettcreme behandeln. Sie kommen am häufigsten an den Mundwinkeln
vor.
Die Stomatitis erkennt man an geröteten, teilweise blutigen Schwellungen,
die manchmal schmerzhaft sind. Zur Behandlung sollte man Kamillenlösung
verwenden.
Die Parotitis erkennt man an geschwollenen dicken Läppchen in der
Nähe des Kauwinkels. Bei Verdacht auf diese Erkrankung sollte man
immer einen Arzt konsultieren. Falls der Zustand des Bewohners/Bewohnerin
es zulässt, sollte man Kaugummi reichen, um die Kautätigkeit
und den Speichelfluss anzuregen. Je nach Anordnung des Arztes sollte
man die Wangentaschen mit Zitronensaft auspinseln, um den Speichelfluss
anzuregen. Gefährdet sind z. B. Sondenträger. Zur Vorbeugung
kann man Haushaltsmittel reichen, wie z. B. Brotkrusten, Kaugummi, Bonbons
etc.
Wirkung von Haushaltsmitteln:
Kamille und Salbei: leicht desinfizierend, beruhigt die Haut, entzündungshemmend
und heilend.
Butter und Würfelzucker: weichen Beläge auf
Zitrone und Honig: weichen Beläge auf und wirken leicht desinfizierend
Brotkrusten, Kaugummi, Bonbons: regen die Kautätigkeit an und den
Speichelfluss.
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