Autor/in: Anja

„Medikamentöse Therapie des
Asthma bronchiale“

Definition Asthma Bronchiale

Asthma Bronchiale ist eine akut anfallsartige Verengung der Atemwege
mit dem Hauptsymptom Atemnot.

2. Kennzeichen und ihre Folgen

  • Entzündung der Bronchialschleimhaut. » Abhusten ist schmerzhaft
  • Schwellung der Bronchialschleimhaut (Ödembildung) » Abhusten erschwert.
  • Produktion eines zähen Schleims » es kann nicht abgehustet werden, zu zäh.
  • Verkrampfung der Bronchialmuskulatur » Bronchialmuskulatur wird enger.

3. Therapie bei Entzündung und Schwellung der Bronchialschleimhaut

  • Antiphlogistika (Glukokortikoide)
  • Wirkung =
    antiphlogistisch (entzündungshemmend), antiallergisch
  • Wirkstoff =
    Budesonid in Pulmicort®, zu erkennen an -ason, -oson, -olon
  • Anwendung =
    Dosieraerosol (Pulmicort®), oral, Supp. oder Injektion
  • Nebenwirkungen =
    Dosieraerosol keine, sonst alle NW der Glukokortikoide
  • (Hypertonie,
    Steroiddiabetes, Ödeme, Osteoporose, etc.)

Die Therapie ist eine Basisbehandlung, nicht für den akuten Asthmaanfall geeignet.

4. Therapie bei Produktion eines zähen Schleims

Expektorantien = Mukolytika = Sekretolytika

Wirkstoff =
Chemisch (Ambroxol, z.B. in Mucosolvan® ), gut verträglich

Acetylcystein, (ACC®), NW = Magen-/Darmbeschwerden

5. Therapie bei Verkrampfung der Bronchialmuskulatur

Bronchospasmolytika

Beta-Sympathomimetika » Lösen
die Verkrampfung der glatten Bronchial-Muskulatur, verstärken die Wirkung des Sympathikus (Berotec®),
Akutbehandlung, Wirkungseintritt sofort, NW: Tachykardie, Zittern,

Theophylline » Lösen
die Verkrampfung, (Euphyllin®, Bronchoretard®),Wirkungseintritt langsamer, aber länger anhaltend, Achtung
bei KHK und Hyperthyreose, Gefahr der Überdosierung » Geringe therapeutische
Breite

6. Maßnahmen im Asthmaanfall » Pat.
aufrecht hinsetzen, beruhigen, Medikament (Bronchospasmolytikum)
als Dosieraerosol, Frischluftzufuhr, Vitalzeichenkontrolle,

7. Handhabung eines Dosieraerosols » Verschlusskappe
entfernen, Dosieraerosol schütteln,
Behälter mit der Öffnung senkrecht nach unten halten, Deutlich
ausatmen, Lippen
fest um das Mundstück schließen, Auslösen des Sprühstoßes
und gleichzeitig langsam
und tief einatmen, 5 Sekunden den Atem anhalten, Cortisonhaltig =
trinken

Definition Asthma Bronchiale

Asthma Bronchiale ist eine akut anfallsartige Verengung der Atemwege
mit dem Hauptsymptom Atemnot.

Kennzeichen und ihre Folgen

  • Entzündung der Bronchialschleimhaut. » Abhusten ist schmerzhaft
  • Schwellung der Bronchialschleimhaut (Ödembildung) » Abhusten erschwert.
  • Produktion eines zähen Schleims » es kann nicht abgehustet werden, zu zäh.
  • Verkrampfung der Bronchialmuskulatur » Bronchialmuskulatur wird enger.

1. Therapie bei Entzündung und Schwellung der Bronchialschl.

Antiphlogistika (Glukokortikoide)

Wirkung

  • antiphlogistisch » entzündungshemmend
  • antiallergisch » abschwellend
    auf die Schleimhaut

Wirkstoff

  • Budesonid in Pulmicort®
  • Zu erkennen an den Endungen -ason, -oson, -alon, -olon

Anwendung

  • Dosieraerosol » Sanasthyml®,
    Pulmicort®
  • oral, Supp. oder Injektion » Deltacortril®,
    Rectodelt®

Nebenwirkungen

  • Als Dosieraerosol keine, evtl. Pilzinfektion im Mund (Mund ausspülen!!!).
  • Als Tablette, Supp. oder Injektion alle Nebenwirkungen der Glukokortikoide.
  • Hypertonie
  • Cushing-Syndrom = Vollmondgesicht, Büffelnacken, Stammfettsucht
  • Steroiddiabetes = BZ-Erhöhung
  • Osteoporose = Entkalkung des Knochens.
  • Magen-Darmgeschwüre
  • Ödeme
  • Psychische Veränderungen (Depressionen, Labilität).
  • Infektanfälligkeit durch immunsuppressive Wirkung.
  • Schrumpfung der Nebennierenrinde = verringerte Cortisonbildung.

Die Therapie mit Cortison ist eine Basisbehandlung, nicht für den akuten Asthmaanfall geeignet.

2. Therapie bei Produktion eines zähen Schleims

Expektorantien » Mukolytika » Sekretolytika

Wirkstoff

  • Chemisch » · Ambroxol,
    z.B. in Mucosolvan®

Nebenwirkungen » gut
verträglich

· Acetylcystein,
z.B. ACC®
als Brausetablette oder Kapsel.

Nebenwirkungen » Magen-/Darmbeschwerden

3. Therapie bei Verkrampfung der Bronchialmuskulatur

Bronchospasmolytika

I. Beta-Sympathomimetika

Wirkung

  • Lösen die Verkrampfung der glatten Bronchialmuskulatur » verstärken
    die Wirkung des Sympathikus.

Wirkstoffe

  • Fenoterol in Berotec®.

Anwendung

  • Als Dosieraerosol oder Inhalationslösung zur Akutbehandlung.

Wirkungseintritt

  • Sofort, deshalb geeignet zur sofortigen Entspannung
    der Bronchialmuskulatur im Anfall.

Nebenwirkungen

  • Tachykardie
  • Zittern
  • Kopfschmerzen
  • Herzrhythmusstörungen

Achtung

  • Bei KHK, Hyperthyreose

Kombinationspräparat

  • Spasmo-Mucosolvan® (= Expektorans- und Bronchospasmolytikum)
II. Theophylline

Wirkung

  • Lösen die Verkrampfung der glatten Bronchialmuskulatur » verstärken
    die Wirkung des Sympathikus.

Präparate und Anwendung

  • Als Tropfen Euphyllin® Wirkungseintritt » sofort
  • Als Retardformen Bronchoretard®

Wirkungseintritt » langsamer,
aber länger anhaltend.

Achtung

Bei Hyperthyreose, KHK (gleiche Nebenwirkungen wie
unter I. Beta-Sympathomimetika).

Gefahr der Überdosierung
wegen „geringer
therapeutischer Breite“
. Besonders
bei Nichtretardformen » Todesfälle
nach zu schneller i.v. Injektion.

Für Asthmatiker » Vorsicht
bei anderen Arzneimitteln

  • Acetylsalicylsäure z.B. in ASS® und Aspirin® als Schmerzmittel oder blutverdünnende Arzneimittel kann Asthmaanfall auslösen » Patienten beobachten.
  • Morphin und morphinähnliche Arzneimittel sowie manche Antitussiva können Atemdepression auslösen » Patienten beobachten.

Maßnahmen im Asthmaanfall

  • Patient aufrecht hinsetzen lassen.
  • Patienten beruhigen (Sprechverbot).
  • Medikament (Bronchospasmolytikum) als Dosieraerosol verabreichen,evtl. nach einigen Minuten wiederholen.
  • Frischluftzufuhr
  • Vitalzeichen beobachten (z.B. Zyanose).
  • Arzt verständigen.

Handhabung eines Dosieraerosols

  1. Verschlusskappe entfernen.
  2. Dosieraerosol Schütteln.
  3. Behälter mit der Öffnung senkrecht nach unten halten.
  4. Deutlich ausatmen.
  5. Lippen fest um das Mundstück schließen.
  6. Auslösen des Sprühstoßes und gleichzeitig
    langsam und tief einatmen.
  7. Wenn möglich 5 Sekunden den Atem anhalten.
  8. Bei cortisonhaltigen Dosieraerosolen etwas nachtrinken.

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