Autor/in: Mel

Leinsamen – Wickel

Die Leinsamen stammen von der Kulturpflanze „Leim“ ab, bei uns auch flachs genannt.
Die Fasern werden zur Herstellung von Leinen verwendet.
Aus den stark ölhaltigen, braunen bis rötlichbraunen Samen wird das kostbare Leinöl gewonnen.
Die Samen werden innerlich und äußerlich als Arniemittel angewendet.

» Wirkungsweise:
Leinsamenanwendungen sind reine Wärmebehandlungen mit der Wirkung der feuchten Wärme. Die Erhitzten Leinsamen dienen dabei als Wärmespender. Sie geben milde wärme ab, machen die Haut geschmeidig und wirken aufweichend. Sie werden als Brustwickel bei Husten angewendet, und bringen eitrige Entzündungen zur Entleerung.

» Anwendungsbereich:

  • Schnupfen
  • Stirn- und Kieferhöhlenentzündungen
  • Husten / Bronchitis
  • Lebererkrankungen
  • „Gerstenkorn“
  • Furunkel (oberflächlich)

Nasen und Stirnkompresse mit Leinsamen

» Wirkungsweise:

Bei Nasennebenhöhlenentzündung sind Leinsamenkompressen sehr hilfreich, weil es den normalen Abfluss des Schleims und Eiters beschleunigt, durch das durchgängig werden der feinen Abflusskanäle.
Dies ist eine Vorraussetzung für die Heilung. Als sofortige Wirkung ist eine Schmerzlinderung und Schmerzfreiheit, bei warmer Kompresse bekannt. Die Behandlung ist eine Wohltat.

» Material:

  • 300 g Leinsamen (ganz, geschrotet oder gemahlen) für 8 Kompressen
  • 6 – 8 kleine, dünne Tücher oder Teefilter
  • evtl. 1 Woll- oder Seidentuch
  • 2 Wärmflaschen

» Wichtig: Leinsamenmehl wird schnell ranzig. Es soll kurz vor der Anwendung gemahlen werden und nicht länger als einigen Wochen aufbewahrt werden.

» Zubereitung:
Die Leinsamen mit etwas Wasser ( 1 Teil Leinsamen, knapp 2 Teile Wasser) zum Kochen bringen
Dann den heißen Brei Fingerdick auf das Tuch geben und als Kompresse falten.
So warm wie möglich auf die gewünschte stelle legen.(Nase, Kieferhöhle oder Stirn), evtl. mit Woll- und Seidentüchern bedecken um die Wirkung zu verstärken.
Bei Abkühlung eine frische Kompresse nehmen, da sie eine größere Heilwirkung hat.
Warmhalten kann man die Kompresse zwischen zwei Wärmflaschen.

» Einwirkungsdauer:
Die Kompressen häufiger wechseln, da sie nur gut tut solange sie warm ist ( 4 – 5 Min). Insgesamt wechselt man die Kompresse während ½ – 1 Stunde. Der Kopf soll nicht zu lange warm behandelt werden. Anschließend mind. ½ – 1 Std. im Bett bleiben ( Zugluft vermeiden = Erkältungsgefahr)

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