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Mitglied im Pflegenetz
Autor: Cordula
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Krankenbeobachtung: Atmung

  • Atemzeitvolumen (ca. 7l) = Atemzugvolumen (500ml) x Atemfrequenz (14/min)
  • Maximales Atemzeitvolumen : 120l/min (Steigerung des Atemzugvolumen und der Atemfrequenz)
  • Sinkt das Atemzugvolumen unter 200 ml wird nur der Totraum ventiliert (kein Gasaustausch)

Ventilationszustände

  • Normoventilation
  • Hyper- oder Hypoventilation: Steigerung oder Abfall der alveolären Ventilation
  • Tachypnoe: Zunahme der Atemfrequenz
  • Apnoe: Atemstillstand
  • Dyspnoe: erschwerte Atmung mit dem subjektiven Gefühl der Atemnot

Beobachtung der Atemfrequenz

  • Normalwerte
  • Neugeborenes: 40 – 45 Atemzüge /pro Minute
  • Kleinkind : 25 – 30 Atemzüge /Minute
  • Erwachsener: 10 – 20 AZ/min
  • Eupnoe: normale Atmung

Tachypnoe: beschleunigte Atmung

  • Kompensationsmechanismus, Sauerstoffversorgung wird aufrechterhalten
  • Pneumonie --) Tachypnoe --) Lungenfläche verkleinert
  • Fieber --) Tachypnoe --) Körpertemperatur steigt--) Körper braucht mehr Energie --) Körper braucht mehr Sauerstoff --) schnellere Atmung
  • Anämie (Mangel an roten Blutkörperchen (Erythrozyten) oder Mangel an rotem Blutfarbstoff (Hämoglobin) --) Transportproblem--) rote Blutkörperchen enthalten Blutfarbstoff

Brachypnoe: Verlangsamte Atmung:

Physiologische Veränderungen:


Tachypnoe:

  • Körperliche Anstrengung,
  • Streß
  • Unter Umständen: Hitze

Bradypnoe:

  • Schlaf, tiefe Entspannung

Pathologische Veränderungen


Tachypnoe:

  • Lungenerkrankungen
  • Herzerkrankungen
  • Fieber
  • (Ausgeprägte) Anämie

Bradypnoe

  • Schädigungen des zentralen Nervensystem, z. Bsp.: SHT (Schädelhirntrauma)
  • Vergiftungen (Intoxikationen) z. Bsp.: Schlafmittel
  • (Massive Unterkühlung) Hypothermie

Dyspnoe: Atemnot : subjektiv empfunden, sagt nichts über die Ursache aus = Ausdruck einer respiratorischen Insuffizienz mit unterschiedlichen Ursachen

  • Pulmonale Ursachen (Lunge): z. Bsp Pneumonie (Lungenentzündung), Asthma bronchiale, chronische Bronchitis
  • Kardiale Ursachen (Herz): Mangelnde Pumpleistung des Herzens (Herzinsuffienz) --) vermehrter Austritt von Flüssigkeit in der Lunge = Lungenödem --) Atemfläche stark verkleinert
  • Andere Ursachen
  • Störungen der Atemtechnik, (Thorax, gebrochene Rippen, Rippenfraktur...)
  • Kollabierung der Lungen, wenn Luft von außen in die Lunge kommt; Unterdruck weg

Begleiterscheinungen

  • Puls und RR Veränderungen (steigen meistens an)
  • Kalt, schwitzen stark
  • Hautfarbe: Lippen, Fingerspitzen bläulich
  • Unruhig, heftige motorische Unruhe
  • Angst, Panik

Schweregrade

    • Grad 1: Atemnot nur bei körperlichen Anstrengungen (schnelles Gehen auf ebener Strecke, Bergaufgehen oder Treppensteigen)
    • Grad 2: Atemnot schon bei mäßigen Anstrengungen (langsames Gehen auf ebener Strecke)
    • Grad 3: Atemnot bei geringen körperlichen Anstrengungen (An- /Ausziehen oder leichten Verrichtungen im Haushalt)
    • Grad 4: Ruhedispnoe: Atemnot auch in Ruhe

Ortopnoe: schwerste Form der Atemnot, nur ertragbar im Sitzen mit Hilfenahme der Atemhilfsmuskulatur

Apnoe: Atemstillstand, Störungen im Atemzentrum, Lähmungen der Atemmuskulatur --) akute Lebensgefahr

Maßnahmen bei Atemnot

  • Frische Luft
  • Hilfe besorgen (Patienten nicht mehr alleine lassen)
  • Oberkörper hochlagern
  • Beengende Kleider öffnen, entfernen
  • Beruhigend auf Patienten einwirken
  • Atmung einleiten
  • Lippenbremse: beim Ausatmen Luft nur durch einen kleinen Schlitz --) lange Ausatmung
  • Bewußtseinslage kontrollieren (RR, Hautfarbe, Puls)

Atemgeräusche

  • Stridor: Notfallzeichen, pfeifendes Atemgeräusch, entsteht bei verengten Atemwege
  • Inspiratorisches Stridor: Verengung oder Verlegung der oberen Atemwege (massive Schleimproduktion, Fremdkörper, Verlegung der Stimmritze durch Anschwellen der Schleimhäute (Besonders bei Kindern))
  • Expiratorischer Stridor: Folge von verengten Bronchien, Asthmatikern (Lippenbremse), chronisch obstruktiver (verengter) Bronchitis
  • Rasselgeräusche
  • Trockene Rasselgeräusche: Asthma, chronische Bronchitis (nur mit Stethoskop hörbar)
  • Feuchte Rasselgeräusche: durch Flüssigkeits- oder Sekretansammlung in den Luftwegen (besonders in den Alveolen), hört man mit bloßem Ohr, Symptome für ein Lungenödem: (Oberkörper hoch lagern, Beine runter --) Arzt) schaumiges kommt aus dem Mund

Atemgeruch

  • Ammoniakgeruch: Beeinträchtigungen der Leber, so daß der Ammoniak nicht mehr verarbeitet werden kann
  • Eitergeruch (süß, fad): bakterielle Infektionen (Mandelentzündung, eitrige Bronchitis)
  • Fäulnisgeruch (faulig): weist auf Zerfallprozeß in den Atemwegen (Bronchialkarzinom)
  • Acetongeruch (fruchtig, obstig): diabetisches Koma (coma diabeticum), tagelanger Hungerzustand (durch Abbau von Fettreserven)
  • Foetor urämicus: Uringruch: Endstadium bei Nierenversagen

Atemqualität und Tiefe


Pathologische Atmungstypen

  • Hypoventilation ( weniger Atmung): führt zum Abfall von Sauerstoff und Anstieg von Kohlendioxid)

Gründe: Behinderung der Atmung durch Störungen des Atemzentrums

  • Hyperventilation: gesteigertes Atemminutenvolumen, vermehrte Abgabe von Kohlendioxid, schnelle oberflächliche Atmung
  • Pfötchenstellung
  • Plastiktüte

Gründe: Organische Ursachen, Meist psychische Gründe: starke Erregung, Angst

Autor: Cordula
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