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Körpertemperatur
Teil 1 / Teil 2
Beschreiben Sie die einzelnen Fiebertypen!
Kontinuierliches (gleich bleibendes) Fieber
Temperatur ist gleich bleibend hoch, max. Schwankung ist 1°C
Vorkommen: z.B. Viruspneumonien, Scharlach, Pneumonien, Erysipel, Typhus abdominalis
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Remittierendes Fieber
Maximale Temperaturschwankungen 1,5°C, Temperatur ist abends höher als morgens
Vorkommen ist z.B. eine Nierenbeckenentzündung, Tuberkulose, Sepsis, akutes rheumatisches Fieber
Intermittierendes Fieber
Im Tagesverlauf wechseln hohe Temperaturen mit fieberfreien Intervallen, Temperaturschwankungen > 1,5°C. Bei schnellen Fieberanstieg evtl. Schüttelfrost
Vorkommen z.B. Sepsis, Pleuritis, Pyelitis
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Rekurrierendes Fieber (Rückfallfieber, Periodisches Fieber)
Fieberschübe über mehrere Tage wechselnd mit 2- bis 15-tägigen fieberfreien Intervallen
Vorkommen z.B. Gallenblasenentzündung, Malaria, Cholamgitis, Cholzystitis, Borreliosen
Undulierendes Fieber
Wellenförmiger Temperaturverlauf mit langsamen Anstieg, hohem Fieber über einige Tage, langsamen Fieberabfall und fieberfreien Intervall über mehrere Tage. Dann Wiederholung
Vorkommen: z.B. Tumoren, Morbus Hodkin, Brucellosen
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Biphasisches Fieber
Temperatur-Erhöhung in zwei Phasen. Zweigipflige Fieberkurve frühers mit dem Umriß eines Dromedars bezeichnet.
Vorkommen z.B. Viruserkrankungen wie Hepatitis und Masern, Meningokokkensepsis
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Beschreiben Sie die Fieberphasen und die Pflege in der jeweiligen Phase!
- => Fieberanstieg: schnell oder langsam; ein schneller Anstieg ist meist mit Schüttelfrost verbunden, sehr anstrengend für den Organismus und kann für alte Menschen lebensgefährlich sein.
- => Fieberhöhe: höchste erreichbare Temperatur
- => Fieberabfall:
Krisis: schnell, innerhalb von Stunden, kann lebensbedrohlich sein,
starker Schweißausbruch, evtl. kleinperlig, kalt, blässe,
Zyanose, Tachykardie, Kollapsgefahr, Sorgfältige und eng-
maschige Überwachung nötig.
Lysis: langsam, innerhalb von Tagen, Organismus kann sich
allmählich umstellen, weniger Belastung.
- => Erschöpfungsphase: Bewohner ist erschöpft nach Strapaze
Bei alten Menschen verläuft Fieber häufig weniger dramatisch, z.B. kein Schüttelfrost, eher subferbrile Temperaturen, auch bei ernsthaften Infektionen, aber Gefahr von Kreislaufkollaps und Ateminsuffizienz und weiteren Komplikationen ist erhöht.
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Komplikationen
- Schüttelfrost => unwillkürliches schnelles Muskelzittern zum Anheben der Körpertemperatur z.B. bei Pneumonie oder Sepsis
- Fieberdelir => Verwirrtheit, Halluzinationen bei lang anhaltenden hohen Fieber, verursacht z.B. durch Stoffwechselprodukte von Bakterien
- Kreislaufkollaps, Ateminsuffizienz, Exikkose, Nierenversagen, Thrombose
- Stoffwechselentgleisungen bei Diabetikern: Hypo- oder Hyperglykämie
- Verlängerte Rekonvaleszenz: lang anhaltende Schwäche, Mattigkeit, Leistungsverminderung
Pflege bei Fieber
Ziele:
- Wohlbefinden (psychisch, physisch)
- Regulierung der Körpertemperatur
- Vermeidung von Komplikationen
Grundsätzlich: Patienten fragen, ob ihn warm (Temperaturabfall) oder kalt (Temperaturanstieg) ist, dementsprechend die Pflegemaßnahmen anwenden
Krankenzimmer
- evtl. Zimmer abdunkeln
- Gut gelüftet aber Zugluft vermeiden
- Für Ruhe sorgen
- Getränke in die Nähe stellen
- Raumtemperatur ca. 17 – 19°C
- Je nach Stadium: 2. Decke bzw. nur Lacken
Körperpflege
- Kühle Abwaschng nach Bedarf z.B. mit Pfefferminztee
- Frische, trockene Wäsche
- Patienten eincremen (Haut hat viel Flüssigkeit verloren)
- Mund und Lippenpflege anbieten
- Ganzkörperwaschungen mind.1 täglich
- Unterstützung von Pflegeperson je nach Bedarf
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Prophylaxen
- Dekubitusprophylaxe (Grund: Flüssigkeitsverlust der Haut, Bewegungseinschränkung, erhöhter Zellstoffwechsel führt zu erhöhtem Energie- und O2-Bedarf)
- Pneumonieprophylaxe (Grund: Immobilität, flache Atmung, zäher Schleim durch Flüssigkeitsmangel, erhöhter Infektionsgefährdung)
- Thromboseprophylaxe (Grund: Viskosität des Blutes steigt an durch Flüssigkeitsverlust, Immobilität)
- Soor- und Parotitisprophylaxe (Grund: Austrocknung durch Flüssigkeitsverlust, bei Antibiotikabehandlung)
- Obstipationsprophylaxe (Grund: Eindickung des Stuhls durch Immobilität, Flüssigkeitsmangel und mangelnde Ernährung)
Beobachten und Überwachung
(bezieht sich auf das Aussehen und die Veränderungen, sowie die Vitalzeichen)
- Puls anfangs: schnell, fadenförmig in der 3. Phase: Pulsfrequenz sinkt
- Atemfrequenz: Sinkt in der 3. Phase
- RR
- Temperaturkontrolle => Welcher Fiebertyp?
- Bewusstseinslage => Delirium?
- Hautzustand => blaß, rosig, Schweiß?
- Mimik, Gestik
- Aussehen
- Flüssigkeitsbilanz
- Ausscheidungskontrolle => konzentrierter Urin, evtl. Hauttugor
Mobilisation
- Keine Mobilisation
- Ruhe, Schlaf
Psychische Betreuung
- Beruhigen
- Auf Patienten eingehen
- Evtl. in Ruhe lassen, schlafen lassen
- Information
Ernährung
- Je nach Stadium: kühle bzw. heisse Getränke
- FLÜSSIGKEITSZUFUHR
- Leicht verdaulich => fettarm, eiweißreich, vitaminreich (v.a. Vitamin C), kohlenhydratreich, kochsalzreich
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Fiebersenkung
Physikalische Maßnahmen
- Wadenwickel
- Mit Pfefferminztee abwaschen
- Ätherische Öle
- „absteigendes“ Bad
- Stirn kühlen
- Kühle Abwaschungen
Medikamentöse Maßnahmen
- Fiebersenkende Mittel (Antipyretika): Paracetamol; ASS, Ben-u-ron
- Behandlung der Grundkrankheit z.B. Antibiotika
Pflanzliche Mittel
- Lindenblütentee
- Stechpalmentee
Pflege in 4 Phasen
1. Phase: Temperaturanstieg
- Wärmezufuhr durch Decken oder Wärmflasche
- Benachrichtigen des Arztes
- Temperatur & RR kontrollieren
- Dokumentation
- Beruhigung
- Kranken nicht alleine lassen
- Heiße Getränke anbieten
Bei Schüttelfrost sollte man den Bewohner zusätzlich vor Verletzungen schützen.
2. Phase: Fieberhöhe
- Wärmespender entfernen
- Häufig Vitalzeichen sowie Temperatur kontrollieren
- Beruhigung
- Zuwendung
- Reichlich kühle Getränke
- Lauwarme Abwaschungen
- Wäschewechsel
- Auf Zeichen einer Exsikkose/Dehydratation achten
- Flüssigkeitsbilanz
- Leicht verdauliche und vitaminreiche Kost
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- Obstipationsgefahr => Prophylaxe
- Wadenwickel
3. Phase: Entfieberung:
- Sorgfältige Beobachtung von Vitalzeichen und Tempertur
- Beobachten der Bewusstseinslage
- Beruhigung
- Zuwendung
- Kühle Getränke
- Lauwarme Abwaschungen
- Wäschewechsel
- Dekubitus und Intertrigoprophylaxe
4. Phase: Erschöpfungsschlaf
- Wäschewechsel
- Patienten erfrischen eincremen
- schlafen lassen
- für Ruhe sorgen
Körpertemperatur
Teil 1 / Teil 2
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