Autor/in: Andi

Katheterismus der Harnblase

  • Ärztliche Anordnung und Tätigkeit.
  • Suprapubische Blasenpunktion / Suprapubische Fistel (SPF)   »   ausschließlich

ärztliche Tätigkeit.

  • Transurethraler Katheter   »   darf vom Arzt delegiert werden.

Indikation

Diagnostische Zwecke           »   Restharnbestimmung

  • Bakteriologische Untersuchungen.

Therapeutische Zwecke         »   Blasenentleerungsschwierigkeiten

  • Spül- bzw. Instillationsbehandlungen

(Instillation = Einbringen eines Medikaments)

Anforderungen an den Katheter

  • Besteht aus Spitze, Schaft, Ableitungstrichter (PVC).
  • Verweilkatheter hat einen auffüllbaren Ballon.
  • Aus Latex   ®   Liegezeit max. 5 Tage
  • Aus Silikon-Latex   ® Liegezeit 7 – 10 Tage.
  • Einmalkatheter, Verweil- oder Dauerkatheter (2 Wege), Spülkatheter (3 Wege).
  • Melatonkatheter (beide Geschlechter).
  • Tiemankatheter (Mann).
  • Auswahl der Katheter richtet sich nach dem Zweck.
  • Durchmesser des Katheters wird in Charriere (ch) gemessen, 3 ch = 1 mm.
  • Bei Frauen   ®   12 – 14 ch
  • Bei Männern   ®   16 – 18 ch

Anforderungen an den Auffangbeutel

  • graduiert (Gradeinteilung)
  • Einfacher Beutel bei jedem Wechsel erneuern   »   sehr infektionsanfällig
  • Geschlossenes System mit Ablaufvorrichtung und Rücklaufventil
  • Unter Balsenniveau halten.

Legen eines transurethralen Dauerkatheters

  • Aseptische Bedingungen
  • Geschlechtsspezifisch arbeiten.
  • Schaffen einer entsprechenden Arbeitsfläche

Material   »

  • Katheterset
  • 2 Katheter
  • Ablaufsystem
  • Material für die Intimtoilette

Durchführung bei der Frau

  • Information
  • Durchführung mit 2 Pflegekräften.
  • Wahrung der Intimsphäre.
  • Intimpflege durchführen (lassen).
  • Richtig positionierte, ausreichend große Arbeitfläche schaffen.
  • Händedesinfektion
  • Sterile Arbeitsfläche schaffen.
  • Patientin liegt auf dem Rücken, evtl. Kissen unter das Becken legen.
  • Beine aufstellen und spreizen (lassen).
  • Schutzunterlage unter das Gesäß legen.
  • Mit Lochtuch abdecken (Vagina gut sichtbar und zugänglich).
  • Handschuhe anziehen.
  • Katheter mit Auffangsystem verbinden.
  • Auffangschale auf Unterlegtuch abstellen.
  • Katheterhülle als Auffangbeutel benutzen.
  • Tupfer mit Desinfektionsmittel tränken.
  • Große und kleine Schamlippen von ventral nach dorsal mit jeweils 1 Tupfer desinfizieren (Schamlippen bleiben gespreizt bis Katheter eingeführt ist).
  • Harnröhrenöffnung desinfizieren.
  • Einen Tupfer auf die Vaginalöffnung legen.
  • Einwirkzeit beachten (Betaisadonna = 1 Minute).
  • Katheter einführen bis Urin fließt
  • Ca. 2 cm weiter einführen.
  • Blocken des Katheters mit Aqua dest.
  • Katheter auf Blasengrund zurückziehen (Verschluss der Harnröhre).

Nachsorge

  • Intimbereich reinigen und trocknen.
  • Bequeme Lagerung, nach Befinden und Wünschen den Bewohner fragen.
  • Material entsorgen, aufräumen.
  • Dokumentation: wann, welcher Katheter, nächster Wechsel (mit Datum), Urinmenge

bei Einmalkatheterismus dokumentieren.

Katheterwechsel

  • Händedesinfektion und Handschuhe anziehen.
  • Ballon mit 20 ml. Spitze entblocken.
  • Zellstoff in eine Hand nehmen.
  • Katheter vorsichtig ziehen.
  • Katheterspitze mit Zellstoff umwickeln.
  • Handschuh drüber stülpen
  • Katheter und Urinauffangsystem entsorgen.
  • Keine Gewalt anwenden.

Pflege bei liegenden transurethralen Katheter

  • Dauerkatheter auf Durchgängigkeit prüfen.
  • Vor Pflegemaßnahmen Händedesinfektion.
  • Zur normalen Intimpflege 2 mal täglich Harnröhreneingang und Katheter mit

Schleimhautdesinfektionsmittel desinfizieren.

Hygienischer Umgang mit Urinableitungssystem.

  • Handschuhe tragen.
  • Ablassschlauch immer in die Halterung stecken.
  • System nie auf den Fußboden legen.
  • Katheter und Ablaufsystem nicht trennen.
  • Abknickung, Zug und Kompression auf das System vermeiden.

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