Informationssammlung über eine Bewohnerin
(nach den AEDL`s)
1.0 Einleitung
1.1 Was ist eine Informationssammlung?
1.2 Erster Schritt einer Informationssammlung
1.3 Warum ist eine Informationssammlung notwendig?
1.4 Ressourcen die von Bedeutung sind
1.5 Fragen die von Bedeutung sind
2.0 Thema
2.1
Kurzbiographie
2.2 Informationssammlung (nach M. Krohwinkel
AEDL´s )
3.0 Fazit
3.1
Was bringt mir die Informationssammlung?
1. Einleitung
1.1 Was ist eine Informationssammlung?
Informationssammlung ist die Grundlage, auf der die anderen Schritte
des Pflegeprozesses aufbauen. Der Pflegeprozess setzt sich aus
mehreren Einzelschritte zusammen (Regelkreis) er dient zur Unterstützung
des Bewohners und zur Lösung seiner Probleme und Ressourcen.
Die Vorgehensweise entspricht einer systematischen, Bewohner orientierten
und geplanten Pflege. Sie ist der erste und wichtigste Schritt,
gewinnt einen ersten Eindruck und stellt die Einschätzung
der Bewohnersituation dar. Dieser beginnt mit der Pflegeanamnese
und begründet sich auf eine ganzheitliche Sichtweise des Menschen.
Die Informationssammlung (Biografie) ist eine individuelle Beschreibung
der Lebensgeschichte eines jeden Menschen. Ihren Verlauf lässt
sich in positiver und negative biografische Linien darstellen die
wiederum in Lebensphasen (Kindheit, Jugend, Erwachsenenalter, Alter)
und Passagen (Zeugung, Geburt, Pubertät) Jugendalter, Klimakterium,
Tod) einen Einfluss auf den Lebensverlauf im negativen wie im positiven
nehmen können, was wiederum Auswirkungen auf Berufs- und Beziehungsbiografie
u.s.w . haben kann. Sie prägen somit die individuelle Identität
eines jeden Menschen. Auch die Zeitgeschichte spielt eine große
Rolle. Sie kann auf die Entwicklung eines jeden Menschen in positiver
sowie negativer Richtung Einfluss nehmen.
Da die Arbeit mit und an der Lebensgeschichte eines Bewohners
bei der stationären Betreuung in sehr unterschiedlichen Ausmaßen
erforderlich sein kann, ist es wichtig eine Biografie (Informationssammlung)
zu erstellen. Es sollten Gewohnheiten, Neigungen und Fähigkeiten
im Bereiche der AEDL`s beobachtet und hinterfragt werden. Der individuelle
Umgang mit dem Alter und der Krankheit sowie die soziale Situation
haben ebenso Relevanz für die pflegerische Betreuung. Nur
wenn wir Neigungen und Gewohnheiten kennen, können wir optimal
pflegen und betreuen. Ziel einer Informationssammlung ist es, so
viel wie möglich über den neuen Bewohner zu erfahren,
damit er uns nicht "fremd" ist.
1.2 Erster Schritt der Informationssammlung
- Aufnahmegespräch (Mittelpunkt der Informationssammlung)
erster Kontakt
- spontane Äußerungen des Bewohners und der Angehörigen
im Gesprächsaustausch
- gezieltes Befragen des Bewohners und der Angehörigen
- Messen körperlicher Funktionen
- Arztberichte, Einweisungspapier, Akten, Befunde
1.3 Warum ist einer Informationssammlung notwendig?
Informationen beeinflussen maßgeblich unser planen und handeln.
Es werden Lebensgewohnheiten und Bedürfnisse erfasst, ohne
diese keine geplante Pflege möglich. Pflegedokumentation,
Organisation und Wohnungen scheint seine Pflegedokumentation Koordination
bilden den Rahmen für die direkte Pflege was aus arbeitsorganisatorischer
Sicht in der Pflege als fordernder Beziehung und Entwicklungsprozess
gestalten lässt. Pflege gelingt umso besser, je mehr ich den
Pflegebedürftigen fördere, was wiederum nur gelingen
kann wenn man ein Konzept wie das von M.KROHWINKEL anwendet und
die Vorzüge dessen versteht, wie z.B. praxisorientiert Lebens-
und sich das zu Erfahrungsbereiche des einzelnen Bewohners orientiert
(individuell) . Die Ressourcen
hierbei spielen eine große Rolle. Ziel ist das, dass der
Mensch seine Bedürfnisse entwickeln kann und weiß wie
er mit seinen Fähigkeiten (noch vorhandenen) umzugehen hat.
Erst wenn der Mensch es nicht mehr kann, übernimmt es die
Pflegekraft als Verantwortung, um stellvertretend das zu tun, was
der hilfsbedürftige Mensch selbst tun würde, hätte
er noch das Wissen,
den Willen oder die Kraft dazu. Deshalb ist es sehr wichtig gut
zu beobachten und genau hinhören, damit alle die am Pflegeprozess
beteiligt sind die Beziehungen sichern und gestalten, die Lebensaktivitäten
realisieren und mit existenziellen Erfahrungen umgehen und sich
dadurch entwickeln können.
das Aufnahmegespräch, der Mittelpunkt der Informationssammlung,
soll Ängste vermindern (Infos an den Bewohner bezüglich
pflegerischer Betreuung und Gelegenheit zur Vertrauensbasis). Es
soll eine Sicherheit vermittelt werden, eine Möglichkeit zur
Fragenstellung, Vorbeugung der Missverständnisse und ein gegenseitiges
Kennen lernen (Pflegekräfte, Räumlichkeiten, Abläufe)
1.4. Ressourcen und Probleme
Definition: Ressourcen
sie sind individuelle Kräfte, Fähigkeiten um Möglichkeiten,
die den Bewohner zur Förderung seines Heilungsprozesses oder
zur Lebenskrisenbewältigung zur Verfügung stehen. Dies
ist sehr wichtig für die Problembewältigung. Werte wie
Motivation, Einsicht, Erkenntnis spielen dabei eine wichtige Rolle.
Äußere Ressourcen : Hilfsmittel, pflegegerechte
Räume, positiver Beziehungen zu Menschen, Umgebung, Finanzen.
Innere Ressourcen : Lebenskraft, Werte wie Hoffnung,
Humor, Kreativität, körperlicher, geistige, psychische
Gesundheit .
Probleme:
Definition.: Beeinträchtigung oder Behinderung des Bewohners
die man beseitigen oder lindern kann.
den Bereich beschreibend, indem das Defizit vorliegt, welche Beeinträchtigung
vorliegt, wie sie sich äußert. Die Beeinträchtigung
der Unabhängigkeit des Bewohners beschreibend: sachlich, verständlich.
Aktuelle : erkennbar, durch Fragen und Beobachtungen
der Pflegekraft . Bewohner äußert es selbst. wichtig
für Maßnahmen, sofort handeln, leicht festzustellen.
Potenzielle: mögliche Probleme, erkennen braucht
Fachwissen, (Prophylaxe) können verhindert werden, leicht
festzustellen.
Vermutete/verdeckte : vermutbar, durch Verhalten des
Bewohners (Gefühlswelt, Biografie) schwierig zu erkennen.
Generelle: typische voraussehbare Probleme, die für
alle unter gleichen Bedingungen Gefahr bedeuten.
1.5 Fragen die von Bedeutung sind
Die Informationssammlung hat starken Einfluss auf Zielsetzung
und Pflegemaßnahmen. Die Informationssammlung wird fortwährend
aktualisiert über den gesamten Aufenthalt. Sie setzt sich
zusammen aus objektiven und subjektiven Daten.
Subjektive Daten : persönliche Gewohnheiten, Vorlieben,
Abneigungen, fremd und Selbsteinschätzung, individuelle Gefühle.
Objektive Daten : Krankheitsverlauf, biografische Daten,
Vitalzeichen, Größe,
Gewicht (messbar)
Lebensgeschichtliche Ereignisse, Beziehungen, Krisen. Was beeinflusste
das Befinden positiv oder negativ. Was konnte im Leben verwirklicht
werden. Soziales Umfeld, Hobbys, Fähigkeiten. Einschneidende
Ereignisse (erfreuliche, bereichernde) Lebenskrisen (Trauer) Heimsituation,
jetzige Befinden, Selbstbestimmung, Wünsche des alten Menschen
an die Pflegeeinrichtungen.
Aus einer vernünftigen Informationssammlung kann eine professionelle
Altenpflege aufgebaut werden, die aus Betreuung, Beratung, Begleitung
und Dienstleistung besteht
2.0 Thema
2.1 Kurzbiographie ( Offenbarung des ganzen Leben)
Frau K. wurde am 27.4.22 als jüngstes Kind von zweien in
Breslau, Schlesien, geboren. Ihr sechs Jahre älterer Bruder,
mit dem Frau K. bis 1985 viele Reisen unternahm , verstarb 1985
an Krebs. Ihr Vater war Tischler ihre Mutter Hausfrau. Im Alter
von fünf Jahren wanderte Frau K .` s Familie nach Brasilien
aus. Doch für den Vater erfüllten sich die beruflichen
Vorstellungen nicht den 1931 verstarb der Vater in Brasilien, Frau
K. waren gerade mal neun Jahre alt als die Familie nach Deutschland
zurückkehrte.Frau K. musste wegen dem frühen Tod des
Vaters schon früh zum Lebensunterhalt der Familie mit beitragen.
Im Jahre 1941 mit 19 Jahren heiratete Frau K. einen Bauarbeiter
mit dem sie drei Kinder bekam. Ihr erstes Kind, eine Tochter verstarb
schon mit sieben Monaten. Ihr zweites Kind Ihr Sohn Harald verstarb
1985 an Speiseröhrenkrebs. Ihr dritter und jüngster Sohn,
ist ihr einzigstes noch verbliebenes Kind, zudem Frau K. und dessen
Familie sieeinen guten Bezug heute noch hat. Frau K. musste in
ihrer Ehe auch wiederum zum Lebensunterhalt beitragen, was sie
30 jahrelang in einer Maschinenfabrik auch tat. Deswegen hatte
sie wenig Zeit für Familie und Freizeitaktivitäten. Sie
liebte das Tanzen und ihren kleinen Schrebergarten, wenn ihr dafür
Zeit übrig blieb . Auch strickte und häkelte Sie gerne.
Frau K. hatte eine schwere Kindheit und auch in der Familie einige
Schicksalsschläge zu verkraften. Im Jahre 1976 unterzog sie
sich einer Hüftoperation , 1991 stürzte sie schwer wobei
sie sich einen Bruch der oberen Hüftschale zuzog und seitdem
auf eine Gehilfe angewiesen ist. Im Jahre 2000 wurde sie an einem
Blasenkarzinom operiert und auch ihr Mann verstarb mit 82 Jahren.
Darauf folgte die Amputation des rechten Kleinzeh`s 2002, die erste
Augenoperation am 8.4.03 und am anderen Auge (Grauer Star) am 6.10.
03
Im Februar 2003 zog Frau K. auf Grund ihrer Gehbehinderungen in
das Altenheim Mina Sattler, wo sie sich bis heute noch nicht eingelebt
hat. Die einzige Freude die Frau K. hat sind ihre beiden Enkel
und die drei Urenkel.
Ärztliche Diagnosen |
Pflegerische Diagnosen |
| Linksherzdekompensation |
Harninkontinent |
| Hypertensive Entgleisung |
zeitliche Orientierungsstörung |
| Hypertonie |
Benennungenstörungen |
| coronare Herzkrankheit |
|
Amputation
re. Kleinzeh |
|
| Diabetische Neuropathie |
|
| Blasenkarzinom |
|
| Diabetes mellitus Typ 2 |
|
2.2 INFORMATIONSSAMMLUNG (nach M.Krohwinkel AEDL`s)
Kommunizieren können
Ressourcen
Rege Teilnahme am Weltgeschehen durch Fernsehen und Rundfunk ,:
nimmt an Beschäftigungstherapien Teil, hat einen guten Kontakt
zu ihrer Familie, ebenso zu Zimmernachbarin regelt den Tagesablauf
selbstständig, Schmerzen und Unwohlsein teilt Frau K. uneingeschränkt
mit,
Probleme
Frau K. zeigt zeitweise Wortfindungsstörungen und teilweise
zeitlich desorientiert, füllt sich noch nicht heimisch und
angenommen was sich in der Gesprächsführung wozu sie
immer wieder eingeleitet werden muss, bemerkbar macht und auch
ab und zu den Mitbewohnern aggressiv gegenübertritt
Sich bewegen können
Ressourcen
Frau K. kann zu Ruhezeiten ihre Lageveränderungen selbstständig
vornehmen, sie nimmt an Beschäftigungstherapien teil, sie
ist mobil mit Rollator, An-und Auskleiden sowie Körperpflege
und Toilettengänge führt Frau K. Selbstständig aus
Probleme
Amputation des rechten Kleinzeh`s tragen von Spezialschuhen, sturzgefährdet
(grauer Star, HüftÒP ,langsamer Gang
Vitale Funktionen aufrechterhalten können
Ressourcen
Frau K. Kann ihre Körpertemperatur selbstständig regeln,
da sie ihre Kleidung wettermässig in selbstständig aussucht.
Sie kann ihre Medikamente selbstständig einnehmen und versteht
deren Notwendigkeit. Kennt ihre Grenzen der Belastbarkeit, selbstständige
RR. Messung
Probleme
Durch die Atemnot (Linksherzdekompensation und Lungenödem)
Einschränkungen in den Belastungen. Schwindel, Nykturie (nächtliches
Wasserlassen) Hypertensive Entgleisung, Hypertonie ,KHK , Diabetes
mellitus2 Diabetische Neuropathie.
Essen und trinken können
Ressourcen
Ernährungszustand ist in Ordnung, Frau K. hat guten Appetit,
kann selbstständig ohne Schluckbeschwerden Essen und trinken,
kann sich mit ihrer Diätkost abfinden, sucht selbstständig
den Speisesaal zu den Mahlzeiten auf,
Probleme
Der Ort de sie brauchten nur weinend wuschen Unterstützung
s Speisen löst bei Frau K Unbehagen aus (eigener Aussage)
Nykturie,
Sich pflegen können
Ressourcen
Frau K. legt großen Wert auf Äußeres , sie
braucht nur beim Duschen Unterstützung, waschen und kleiden
kann sie selbstständig, äußert ihrer Schwiegertochter
wann sie die Haare geschnitten haben möchte. Frau K. erkennt
selbstständig veränderte Hautdefekte.
ihnen schon in
Probleme
Einschränkungen in den Bewegungsabläufen, schlechte
Sicht, Sturzgefahr, Schwindel, Atemnot
Ausscheiden können
Ressourcen
Frau K. kann selbstständig Inkontinenzmaterial wechseln und
Toilettengänge durchführen, Frau k. ist Stuhlkontinent,
kann ihre Körpertemperatur gut regeln (schwitzen)
Probleme
Frau K ist Harninkontinent (Blasenkarzinom) Nykturie,
Sich kleiden können
Ressourcen
Frau K kann sich selbstständig wettermässig anziehen,
legt Wert auf gepflegte Garderobe
Probleme
Das alleinige ankleiden nimmt Zeit in Anspruch
Ruhen und schlafen können
Ressourcen
Frau K. kennt ihren Schlafrhythmus, steht gern früh auf,
um pünktlich ihr Frühstück einzunehmen.
Probleme
Frau K`s Schlafrhythmus ist durch die nächtliche Nykturie
gestört, durch ihre Atemnot kann sie nur bei geöffnetem
Fenster schlafen, muss ihre Grenzen der Belastbarkeit erkennen
und ist deswegen eingeschränkt in ihren geregelten Tagesablauf.
Sich beschäftigen können
Ressourcen
Frau K nimmt an der Sitzgymnastik, Gedächtnistraining und
Singkreis teil, handarbeitet gerne, gestaltet sich ihren Tagesrhythmus
und Ablauf bedingt selbstständig sie schaut gern fern oder
hört Radio. Mit ihrer Zimmernachbarin spielt sie Karten
Probleme
Sie hat Einschränkungen bei den Handarbeiten und Fernsehen
(grauer Star)
Sich als Mann oder Frau fühlen können
Ressourcen
Frau K legt Wert auf ein gepflegtes Äußeres und lässt
sich regelmäßig die Haare von ihrer Schwiegertochter
machen
Probleme
Stimmungsschwankungen
Für eine sichere Umgebung sorgen können
Ressourcen
Frau K fühlt sich mit ihrer Hilfe (Rollator) sicher. Ihre
Spezialschuhe geben ihr Halt. Sie versteht die Notwendigkeit der
Einnahmen von Medikamenten sowie Insulinspritzen, ihre Familie
gibt ihre Sicherheit (Sohn eine Vorsorgevollmacht erteilt)
Probleme
Zeitweise zeitlich desorientiert, Wortfindungsstörungen zeitweise,
Augenerkrankung aufgrund Diabetes mellitus, sturzgefährdet
Soziale Bereiche des Lebens sichern können
Ressourcen
Gute Kontakte zu Sohn, Schwiegertochter, geht öfters außer
Haus mit ihrer Familie essen, nimmt ihre Mahlzeiten im Speiseraum
ein, spielt mit Zimmernachbarin Karten
Probleme
Hat sich mit der jetzigen Lebenssituation noch nicht abgefunden,
körperliche und psychische Befindlichkeiten haben ein Klacks
bekommen
Mit existentiellen Erfahrungen des Lebens umgehen können
Ressourcen
Frau K muss eine riesige Stärke in sich tragen, um so viel
Leid Schicksalsschläge Tod und Trauer zu ertragen , wobei
manch anderer Mensch daran zerbrochen wäre.
Probleme
Durch die schwere Kindheit selbst, der frühen Tod des Vaters,
viele Kinderkrankheiten (z.B. TBC) den Verlust eigener zwei Kinder
des Bruders und Ehemannes und die eigenen Krankheiten viel Wut
und Ärger aufgestaut, was sich teilweise in Aggression oder
eine tiefe Traurigkeit bemerkbar macht
3.0 FAZIT
Als Pflegekraft bekomme ich so einen richtigen Zugang zu den alten
Menschen und ihrer Lebensgeschichte.
Menschen und ihrer Lebensgeschichte. Das wiederum hilft mir, jeden
einzelnen alten Menschen so verstehen und anzunehmen. Als Altenpfleger
kann man die biografischen Daten nutzen, um die Ressourcen und
Probleme, Defizite und Kompetenzen besser auszuwerten zu können
und in der individuellen Betreuung und Pflege berücksichtigen.
Ohne Informationen keine geplante Pflege. Das gegenseitiges Kennenlernen
wird erleichtert, Ängste werden vermindert, es wird eine Vertrauensbasis
aufgebaut. Es gibt ein Gefühl von Sicherheit, man kann Missverständnissen
vorbeugen. Die Informationssammlung ist eine Orientierung für
die Pflegekraft. Man kann die Bewohner adäquater und individueller
pflegen. Persönliche Lebensgewohnheiten, Abneigungen und Vorlieben
kann man besser berücksichtigen. Bedürfnisse und Rituale
kann man einhalten und weiterhin ermöglichen. Man verringert
dadurch Probleme im Pflegeverlauf wie z. B. Einschlafstörungen
(warum sind sie vorhanden ) . Eine korrekte dokumentierte Informationssammlung
bedeutet Zeitersparnis und ermöglicht eine geplante nachweisbare
Pflege für den Bewohner und Pflegekraft. Es wird die Ist-Situation
transparenter, man gewinnt einen schnelleren Überblick und
man kann geplanter pflegen, wenn man weiß, wo Probleme und
Ressourcen liegen. Wobei die Ressourcen eine große Rolle
spielen, um die Eigenständigkeit zu erhalten und fördern.
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