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Mitglied im Pflegenetz
Autor: Janina Kruck
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Ganzkörperwaschung im Bett


Vorbereitung:

  • Waschschüssel mit Wasser
  • 2 Handtücher
  • 2 Waschlappen
  • Abwurfkorb
  • neue Tena
  • Einmalhandschuhe für den Intimbereich und für die Versorgung von einer PEG
  • Waschlotion oder Seife
  • Desinfektionsspray
  • Hautpflegemittel wie Bodylotion
  • Utensilien zur Mund- und Zahnpflege (Zungenbürste, Zahnbecher, Nierenschalen, Mundgel)
  • Bürste oder Kamm
  • Frische Bettwäsche
  • Frische Bekleidung (Nachthemd, Socken)
  • PEG Verbandmaterial und Salbe
  • Prüfen, ob die Zimmertemperatur angenehm ist
  • Anwesenheitslampe anmachen
  • Zimmertüre schließen

Durchführung:

Sobald ich mit meinen Kolleginnen abgesprochen habe, wen ich waschen soll, lege ich meinen Schmuck ab, binde mir die Haare zusammen, wasche und desinfiziere meine Hände gründlich. Dann suche ich mir meine Utensilien zusammen, die ich für Frau X benötige und betrete das Zimmer. Ich schalte das Anwesenheitslicht und die Zimmerbeleuchtung ein, trete ans Bett und wünsche Frau X einen guten morgen. Ich erkläre Ihr, das ich gekommen bin, um Sie zu waschen und beobachte ihrer Reaktion und ihren heutigen Gesamtzustand (wie Hautfarbe, Atmung, Bewusstsein). Frau X kann leider nicht äußern, ob Sie einverstanden ist, so das ich selbst beurteilen muss, ob ihr Befinden die Maßnahme zulässt. Ich finde, das die Situation es zulässt und fahre mit meinen Vorbereitungen fort.
Ich schließe das Fenster und lasse die Vorhänge als Sichtschutz zu. Dann stelle ich die Heizung etwas höher, damit Frau X es gemütlich warm hat. Währendessen stelle ich ein eine Waschschüssel mit warmen Wasser, zwei Handtücher, zwei Waschlappen, Einmalhandschuhe, Waschlotion, Bodylotion, Zungenbürste, Zahnbecher, Nierenschale, Mundgel, Bürste, PEG Verbandmaterial und Creme, Abwurfbehälter, neues Nachthemd, neue Bettwäsche, eine Tena und neue Socken auf dem Nachttisch und dem Stuhl bereit. Daneben stelle ich noch einen Stuhl als Ablage für Kissen und Bettdecke sowie Mülleimer und eine Abwurfkorb.
Ich fahre das Bett auf Rückenschonende Arbeitshöhe und das Kopfteil so hoch, das Frau X einen Überblick über das Geschehen hat. Frau X hat keine Zähne und auch keine Zahnprothese. Ich ziehe mir Handschuhe an, nehme eine Kompresse, wickle sie mir um den Finger und säubere den Mund- und die Wangenhöhlen. Mit einer Zungenbürste, bürste ich Ihr leicht die Zunge von Belegen ab und tauche dann eine Kompresse in Wasser (Zahnbecher) ein um den Mund zu reinigen. Frau X beginnt an der getränkten Kompresse zu saugen, das mir die Gelegenheit gibt, durch sanften Druck die Zunge, die Wangeninnenseiten und den Kiefer von Belägen zu befreien. Danach nehme ich eine neue Kompresse mit etwas Mundgel und reibe damit ihre Zunge und die Wangen ein. Ich trockne den Mund ab und creme mit etwas Kakaobutter die Lippen ein.
Nun lege ich die Bettdecke bis zu den Oberschenkeln von Frau X zurück und ziehe Ihr das Nachthemd aus womit ich Ihren Oberkörper bedecke. Damit Sie nicht erschreckt, informiere ich Frau X, das ich Ihr nun das Gesicht waschen werde. Ich beginne mit der Augenpartie – von außen nach innen, danach die Ohren, die Nase und den Hals mit dem dafür vorgesehenen Waschlappen. Mit einem bereitliegendem Handtuch das ich ihr vorher auf die Brust gelegt habe, trockne ich gründlich ab. Ich nehme die Lagerungskissen aus dem Bett und lege Sie auf den bereitgestellten Stuhl und senke das Kopfteil ab. Ich gebe Waschlotion ins Wasser, lege ein Handtuch unter den von mir zupflegenden Arm von Frau X und wasche diesen. Da Frau X starke Frakturen an den Händen hat muss ich ihre Handinnenflächen sehr gut waschen. Ich sage Ihr das Sie Ihre Finger schön locker lassen soll, damit ich gut zu der Handinnenfläche zum waschen komm. Das klappt auch ganz gut, denn wenn sie locker lässt komm ich schön dahin. Ich trockne wieder gründlich ab und verfahre mit dem anderen Arm und der Hand genau so. Ich nehme das Nachthemd weg und werfe es in den Abwurfkorb. Ich wasche nun den Oberkörper, die Achselhöhlen, den Bauch und den Nabel. Dieses mache ich nach Art der belebenden Waschung mit deutlichem Druck, immer zum Herzen hin um den Kreislauf anzuregen und die Wahrnehmung zu fördern. Nachher trockne ich alles gründlich ab, besonders die Achselhöhlen und unter der Brust. Ich informiere Frau X das ich Sie nun zur Seite drehen muss, um Ihr den Rücken zu waschen. Nachdem ich den Rücken gewaschen habe, creme ich ihn mit Hautlotion ein. Nun drehe ich Frau X wieder zurück und creme Ihr Gesicht, Hals, Oberkörper, Arme und Hände (wobei ich gleich die Länge der Fingernägel überprüfe) ein. Nun ziehe ich der Bewohnerin das bereitgelegte, frische Nachthemd an. Ich nehme die Bettdecke ganz vom Bett und lege sie zu den Lagerungskissen auf den Stuhl. Ich bedecke mit einem Handtuch die Genitalien, lege ein Handtuch unter das von mir zupflegende Bein und wasche das es beginnend am Fuß in Richtung Herz, wobei ich den Zehenzwischenräumen beim Abtrocknen besondere Aufmerksamkeit widme um Fußpilz zu vermeiden. Mit dem zweiten Bein verfahre ich ebenso, wobei ich, so wie bei den Armen, die Extremitäten als Kontrakturenprophylaxe bewege. Dieses lässt sich beim waschen, Abtrocknen sowie besonders beim eincremen gut bewerkstelligen. Ich creme die Beine und besonders gut die Knöchel und Fersen ein (Dekubitusprophylaxe). Damit Frau X keine kalten Füße bekommt, ziehe ich ihr Socken an, um ihr Wohlgefühl zu steigern. Ich hole aus dem Bad frisches Wasser mit Waschlotion, nehme einen neuen Waschlappen, ziehe mir Handschuhe an und entferne die Tena von vorne nach hinten zum Laken hin. Da Frau X nicht eingekotet ist, benötige ich kein Zellstoff und keinen Pflegeschaum um den Intimbereich vorzusäubern. Ich informiere die Bewohnerin, das ich ihr jetzt den Intimbereich waschen werde. Ich bitte Sie die Beine leicht zu spreizen und fange an die äußeren Schamlippen von vorne nach hinten Richtung Anus und danach das innere der Scheide ebenso zu waschen, um das Eindringen von Bakterien zu vermeiden, die bei umgekehrter Richtung Bakterien in die Scheide gelangen könnten. Ich trockne mit einem neuen Handtuch gut ab. Ich erkläre Frau X, das ich sie noch einmal drehen werde, damit ich ihr Gesäß waschen kann. Ich drehe Sie an Schulter und Hüfte und entferne die nasse Tena, werfe sie in den Müllsack ab, und lege ein Handtuch unter das Gesäß. Ich wasche es von vorne nach hinten, trockne alles gut ab und lege die neue Tena unter das Gesäß. Ich creme die Anusfalte und das Steißbein zur Vorbeugung gegen Dekubitus und Intertrigo mit Mirfulansalbe und den Rücken mit Bodylotion ein. Ich richte die Tena faltenfrei aus nachdem ich mich überzeugt habe, das Bett- und Stecklaken sauber sind, keine Falten werfen und sich keine Krümel im Bett befinden. Ich drehe die Bewohnerin wieder auf den Rücken. Ich richte die Tena im Schambereich und hebe Frau X Richtung Kopfteil um ihr wieder bequemeres liegen zu ermöglichen. Ich werfe die Handschuhe in den Mülleimer, ziehe mir neue an und versorge die PEG Eintrittstelle neu mit Creme und neuem Pflaster. Dazu benötige ich Desinfektionsspray, eine Nierenschale, Fixomull, eine Verbandschere, sterile Kompressen und Schlitzkompressen. Ich entferne den alten Verband und werfe ihn die Nierenschale. Dann hebe ich vorsichtig die Sondenfixierung und die Fixierplatte an der Bauchdecke an und untersuche die Eintrittsstelle auf Entzündungszeichen. Es ist keine Entzündung zu sehen und ich verbinde die Eintrittsstelle neu mit 2 Schlitzkompressen und mit einer normalen Kompresse oben auf und fixiere diese mit Fixomull. Nun werfe ich auch dieses Paar Handschuhe in den Mülleimer, überzeuge mich, dass das Nachthemd faltenfrei unter Rücken und Gesäß von Frau X liegt und richte die Lagerungskissen nach Lagerungsplan, der sich im Zimmer befindet. Das heißt ein kleines Kissen unter die Füße, wobei die Fersen frei liegen müssen und zwei große Kissen links und rechts des Körpers, da Frau X in Rückenlage verbleibt. Ich fahre das Kopfteil ein wenig nach oben, bürste ihr die Haare und richte das Kopfkissen und die Bettdecke. Anschließend schließe ich die Sonde an, die Sie jetzt Zeitgemäß nach Sondenplan bekommt. Abschließend frage ich die Bewohnerin, ob sie auch gut liegt und sich wohl fühlt. Sie lächelt, woraus ich erkennen kann, das sie sich wohl fühlt und es ihr gut geht.

Nachbereitung:

  • Ich räume die Pflegeutensilien weg
  • Schütte das Wasser in die Toilette
  • Desinfiziere meine Hände
  • Desinfiziere den Nachttisch
  • Stelle Zellstoff und Pflegeschaum bereit
  • Lege eine neue Tena auf den Stuhl
  • Öffne die Vorhänge
  • Stelle die Heizung etwas runter
  • Kippe für ein paar Minuten das Fenster zum Lüften
  • Trage mein Handzeichen in den Lagerungs- und Sondenplan ein
  • Schalte das Anwesenheitslich aus
  • verabschiede mich von der Bewohnerin
  • schließe die Zimmertüre
Autor: Janina Kruck
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