Autor/in: Christine K.

Die Wundversorgung

Einverständniserklärung Ort, Datum

Hiermit erkläre ich mich einverstanden,
das die Pflegeschülerin ……………………… die Daten und Bilder von meinem Vater Hr. ……………… für schulische Zwecke verwenden darf.

1.2. Bewohnervorstellung
Name: Herr …………….. Alter: …… Jahre
Geburtsdatum: __.__.19** Geschlecht: …………..
Staatsangehörigkeit: Deutsch Religion: r.k
Familienstand: verwitwet Angehörige: z. B. Tochter u. Sohn
Gewicht: **,* kg. Größe: *** cm.
Einzugstermin: __.__.2005 Pflegestufe: z. B. 2

Hr. *. wird am Vormittag und am Nachmittag mobilisiert. Wobei dieses sich schwierig gestaltet, weil Hr. *. sich im Pflegerollstuhl od. Sessel sehr steif macht und dadurch Sturzgefährdet ist (Gefahr des herausrutschen). Hr. *. wird in der Nacht gelagert, soweit er es toleriert. Das lagern auf der li. Seite ist kaum möglich, Hr. *. dreht sich von selber auf den Rücken oder auf die re. Seite, auch über Lagerungskissen hinweg. Hr. *. kann sich nicht mehr sprachlich mitteilen.

1.3. Arzt Diagnosen (mit kurzer Erklärung)

  • Z 95.0 Pacemaker (impl. Herzschrittmacher) : ist ein med. elektrisches Gerät, das den Herzmuskel bei zu langsamem Herzschlag regelmäßig stimuliert und zur Kontraktion anregt.
  • F 01.0 Vaskuläre Demenz mit akutem Beginn : ist eine durch Gefäßveränderungen hervorgerufene Erkrankung des Gehirns , die Gehirnbereiche unterhalb der Großhirnrinde (Cortex) betrifft
  • E 86 Hypovolämie (Volumenmangel ): bezeichnet man die Verminderung der zirkulierenden, also sich im Blutkreislauf befindlichen Menge Blut.
  • N 18.83 Chronische Niereninsuffizienz (chron. Nierenversagen) ; Stadium III (Nierenkrankheit mit moderater Nierenfunktionseinschränkung): handelt es sich um einen langsamen, über Monate oder Jahre voranschreitenden Verlust der Nierenfunktion.
  • I 50.12 Linksherzinsuffinzienz (Unvermögen des Herzens); mit Beschwerden bei stärker Belastung : sie zeigt sich durch Rückstau des Blutes in die Lungengefäße, durch Atemnot und Lungenstauung bis hin zum Lungenödem. Die eingeschränkte Pumpleistung führt zu verminderter Belastbarkeit und evtl. niedrigem Blutdruck.
  • I 25.13 Atherosklerotische Herzkrankheit (Arterienverkalkung d.Herzkranzgefässe) Drei-Gefäßerkrankung : einer Verengung der Herzkranzgefäße. Die Folge ist eine Unterversorgung des Herzmuskels mit Sauerstoff.
  • K 91.1 Syndrome des operierten Magens : hier kann es zu bakterieller Überwucherung kommen, was Schleimhautreizungen und Verdauungsstörungen zur Folge hat.
  • R 15 Stuhlinkontinenz : die Unfähigkeit, seinen Stuhlabgang willkürlich zurück- zuhalten.
  • R 32 Harninkontinenz ; (nicht näher bezeichnet): bezeichnet den Verlust der Fähigkeit, Urin sicher zu speichern und an gewolltem Ort zu einer selbstbestimmten Zeit auszuscheiden.
  • Trikuspidalklappeninsuffizienz : ist die Bezeichnung für eine Undichtigkeit der Trikuspidalklappe des Herzens, die während der Auswurfphase zu einem Rückfluss von Blut aus der re. Herzkammer in den re. Vorhof führt.
  • cerebrovaskuläre Insuffizienz mit Parkinson : ist ein zusammenfassender Begriff für Störungen der zerebralen Blutzirkulation durch Gefäßläsionen (Stenosen, Obliterationen, Gefäßschlängelungen) im Bereich der hirnzuführenden oder der zerebralen Gefäße, insbesondere bei der arteriosklerotischenGrehirnerkrankungen des älteren Menschen.
  • pulmonale Hypertonie : Sammelbezeichnungen für Krankheiten, die durch einem zunehmenden Anstieg des Gefäßwiderstandes und des Blutdrucks im Lungenkreislauf gekennzeichnet sind. Man leidet unter stark eingeschränkter körperlichen Leistungsfähigkeit, Kreislaufstörungen und Müdigkeit.

1.4. Medikamentenverordnungen (einschl. Bedarfsmedikation) mit Mengen- und Zeitangaben

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Vorbereitung:2.1 Vorbereitung zur Wundversorgung

  • Patienten informieren
  • Fenster schließen und eventuell Heizung anstellen
  • Für genügend Licht sorgen
  • Arbeitsfläche (Bewohnerklapptisch am Nachtschrank) desinfizieren und Materialien vorbereiten; sterile Materialien bewohnerfern legen, mit sterilen Tuch bis Arbeitsbeginn abdecken und unsterile Materialien bewohnernah legen (somit werden keine unsterilen Materialien über sterile genommen)
  • Abwurfbehälter arbeitstechnisch günstig aufstellen (event. neben Bewohnerbett)
  • Bett auf Arbeitshöhe einstellen und gegebenenfalls Kopf- und Fußteil senken
  • Patienten nach Bedarf entkleiden , Bettschutz unterlegen und vor Blicken schützen
  • Patienten bequem lagern

2.2 Wundversorgungsdurchführung

Beim Verbandswechsel ist auf die Verordnung, Notwendigkeit, die Verweildauer der jeweils verwendeten Wundauflagen, der Exsudation und des Wundzustandes zu achten. Unnötiges wechseln des WV kann eine erneute Schädigung der Epithelschicht und des umliegenden Hautgewebes verursachen.

Abkürzungsverzeichnis:
WV = Wundverband
Ggf. = gegebenenfalls

2.2.1 Entfernung des alten Wundverbandes

Eine Pflegefachkraft arbeitet unter Anwendung des „Non-Touch-Prinzips“ und sterilen Bedingung. Eine Wunde wird niemals mit bloßen Händen berührt. Einen schwierigen Verbandswechsel immer zu zweit durchführen.

  • Schutzkleidung falls erforderlich ist, anziehen
  • Hygienische Händedesinfektion
  • Einmalhandschuhe anziehen
  • Vorsichtiges Lösen des alten Wundverbandes
  • Wundverband zum Lösen mit NACL anfeuchten
  • Inspektion des alten Verbandes
  • Alten Verband fachgerecht entsorgen
  • Zusätzliche Wundauflagen entfernen und entsorgen
  • Einmalhandschuhe fachgerecht verwerfen

2.2.2 Anlegen eines neuen Verbandsystems

Durchführung:

  • Hygienische Händedesinfektion
  • Einmalhandschuhwechsel ; im Idealfall sterile Einmalhandschuhe anziehen
  • Haltbarkeit der Spüllösung überprüfen (Ringer- und NaCl-Lösung direkt nach Anbruch verwerfen; Polyhexanid 1-8 Wochen; Octenisept 1Jahr)
  • Anwärmen der Spüllösung auf Körpertemperatur, (Wundheilung findet erst ab 28°C statt, kalte Spüllösungen verzögert einen Wundheilungsvorgang)
  • Wunde mittels einer Spritze mit Ringerlösung, NACL oder Octenisept spülen (NACL und Octenisept sind nicht wundheilungshemmend, breit gefächertes Wirkspektrum, keine Kontaktallergien, Ringerlösung enthält Elektrolyte welches die Wundheilung begünstigt)
  • Die Reinigung des Wundrandes und der Wundumgebung erfolgt mit sterilen Tupfern/Kompressen (mit Spüllösung) durch Wischen (nicht Tupfen), pro Wischgang eine neuen Tupfer/Kompresse verwenden
  • Aseptische Wunden von innen nach außen reinigen (verhindert die Kontamination der Wunde)
  • Septische Wunde von außen nach innen reinigen (verhindert die Kontamination der Wundumgebung)
  • Die Wundränder/-umgebung mit sterilen Kompressen trocken wischen und bei Bedarf mit Hautschutz versorgen
  • Inspektion der gereinigten Wunde und bei Veränderungen ggf. Arzt informieren
  • Ggf. Fotodokumentation (sollte im 14tägigen Abstand erfolgen und bei jeder Wundveränderung erfolgen) Auf Einverständniserklärung des Bewohners achten!!
  • Versorgen der Wunde nach ärztlicher Verordnung
  • Wundversorgung bei Hr. * : Intrasite Gel nach Gebrauchsanweisung auftragen und Allevyn Plus Verband anlegen (WV von unten nach oben aufkleben, er muss sicher und geschlossen fixiert werden, damit keine Mikroorganismen eindringen können).
  • Wundverband muss anatomisch aufliegen (z.B. die Haut leicht straffen, damit ein WV nicht über eine Hautfalte geklebt werden kann)
  • Wundverband soll nicht faltig sein (Falten begünstigen neue Druckstellen)

2.2.3Aufräum- und Nacharbeiten

Nachbereitung:

  • Einmalhandschuhe, ggf. Schutzkleidung und Abfall fachgerecht entsorgen
  • Hygienische Händedesinfektion, ggf. auch die Unterarme
  • Arbeitsflächen aufräumen und desinfizieren
  • Gebrauchte Instrumente in geeignete Behälter bis zur Sterilisation aufbewahren
  • Unsteriles Aufbewahren von Wundauflage oder angebrochenen Materialien / Wundauflagen ist nach dem Medizinproduktgesetz nicht zulässig
  • Betroffenen bequem lagern
  • Event. Fenster öffnen (chron. Wunden können einen unangenehmen Geruch haben)
  • Hygienische Händedesinfektion
  • Wunddokumentation (Wundversorgung und Wundheilung)

2.3 Wundbeschreibung ; Wundverlauf und Fotodokumentation

  • Wundart: Dekubitus (Grad) II – III
  • Wundgröße: 0,8 cm x 0,8 cm ; kreisrund Wundtiefe: 0,3 cm
  • Wundrand rot mit stark geröteter Wundumgebung
  • Wunde sondert viel gelbliches Exsudat aus

 Dekubitus (Grad) II – III

  • Wundgröße: 0,6 cm x 0,6 cm ; kreisrund Wundtiefe: 0,1 cm
  • Wundrand kaum noch gerötet mit rosiger Wundumgebung
  • Wunde sondert kein Exsudat mehr aus
  • Wundgrund mit Fibrinbelag

 Dekubitus (Grad) II

Kopie der Wunddokumentation einfügen.

3.3 Quellennachweis

Kerstin Protz ; Moderne Wundversorgung;
Elsevier ( Urban u. Fischer Verlag) 2. Auflage ; ISBN 3-437-27209-8

Ilka Köther ; Altenpflege professionell ;
Thieme Verlag 2.Auflage ; ISBN 978-3-13-139132-2

3.3.1 Orginalitätsangabe

Hiermit versichere ich, dass ich die vorliegende Hausarbeit selbstständig verfasst und keine anderen als die angegebenen Hilfsmittel benutzt habe.

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