Depression - Prävention
1. Was ist Prävention?
Vorbeugung von Krankheiten; man unterscheidet:
| - Primäre Prävention: |
Ausschaltung schädigender Faktoren noch vor einer
Erkrankung (z.B.
Rauchen aufgeben, Aktivitäten aufnehmen wie z.B.: Basteln,
neue / alte soziale Kontakte pflegen / aufnehmen, Freunde
usw.). |
| - Sekundäre Prävention : |
Möglichst frühzeitige Diagnose und Therapie
von Krankheiten (Vorsorgeuntersuchungen).
Aber auch die genaue Beobachtung und Wahrnehmung
früher Krankheitssymptome (bei z.B. : Depression, Demenz
, Koronare-Herzerkrankungen). |
| - Tertiärer Prävention: |
Bekämpfung der Krankheitsfolgen und Verhinderung
von Rückfällen
durch Rehabilitationsmaßnahmen. |
| - Vereinfacht gesagt: |
Einmal haben wir noch die Chance eine drohende Depression
abzuwehren / bzw. zu vermeiden helfen, im anderen Fall können
wir nur
helfen, die Depression zu heilen oder zu mindestens kleine
Heilerfolge zu erreichen. |
Wichtig für erfolgreiche Präventionsmaßnahmen
ist, alle Verhaltensauffälligkeiten und Symptome einer drohenden
oder bestehenden Depression zu kennen, frühzeitig wahrzunehmen
und zu dokumentieren um sie anschließend objektiv zu analysieren.
Im Anschluss daran wird aus den Ergebnissen
ein klar strukturierter Therapie- und Pflegeplan entwickelt.
Um die präventive Maßnahmen erarbeiten zu können,
befassen wir uns erst kurz mit wichtigen Grundlagen zur Depression,
um in Folge präventive Maßnahmen
aufzuzeigen. Diese Vorgehensweise ist wichtig um die präventiven
/ vorbeugenden Maßnahmen zu verstehen.
Die folgend genanten Punkte und Maßnahmen sind bis auf kleine
Einschränkungen für die im Arbeitsauftrag benannten Personengruppen
gleich und müssen
beachtet werden.
2. Was sind häufige / Was können
Motive für Depressionen (auch im Alter) sein?
- Vereinsamung - soziale Isolation. Kontaktmangel
durch Verlust des Ehepartners. Kontaktverlust zu früheren
Freunden / Bekannten.
- Verlust der Selbstständigkeit
durch somatische Erkrankungen, körperliche Behinderungen und
psychischen Störungen.
- Inaktivität infolge Pflichtenlehre.
Mangel an neuen Zielsetzungen. Fehlen von Aufgaben.
- Entwurzelung durch Umzug in kleinere
Wohnungen, in fremde Umgebung. Eintritt ins Alters Pflegeheim.
- Verlust der Arbeit durch Rentenalter,
von Ansehen und Macht. Finanzielle Sorgen. Verlust religiöser Bindungen
oder alten religiösen Ruhepunkten des gewohnten Umfelds
- Frühkindliche Trennungs- und andere
Negativerfahrungen des Lebens, die sich in Verbindung mit anderen
Motiven zum Depressionsauslöser
addieren.
- Frühere Unselbstständigkeit
in der Ehe und die nach Partnerverlust jetzt bestehende Selbstständigkeitsforderung.
- Mischmotive, d.h. Das Zusammenkommen
/ Die Addition mehrerer Ereignisse
3. Symptomatik
Aufgrund der genannten Motive / Ereignisse
können bei Betroffenen in Altenheimen oder bei möglichen
Betroffenen depressive Verhaltensauffälligkeiten oder die
Neigung zur Depression festgestellt werden.
Grundsätzlich gilt : Leichte
Depressionen sind schwer zu erkennen und im Gegensatz zu vielen
anderen Krankheiten hat die Depression keine „typischen Zeichen”.
Depression kann sich hinter vielen Krankheitsbildern verstecken.
| Auftretende Zeichen: |
-Körperlichen Beschwerden : |
Schlafstörung, nervliches Mißempfinden |
| (Beispiele) |
- Denken und Fühlen : |
- gedrückte Grundstimmung, Rückzug, Suizidgefahr, |
| |
- Verhalten : |
- verminderte Leistungsfähigkeit, Kein Interesse
an Freunden, menschenscheu liegt
viel im Bett, ist lichtscheu |
| |
- Auftreten : |
- Massive äußere Veränderungen
und Vernachlässigung,
eingefrorener Gesichtsausdruck, |
Wichtig für die Prävention!
Niemals
treten alle Symptome und Verhaltensauffälligkeiten gleich
auf. Sie können umfangreicher als genannt und sehr vielschichtig
sein.
4. Die Prävention (Oder wie mache ich
es)?
- Jeder Tag ohne Therapie der drohenden
oder bestehenden Depression ist ein verlorener Tag!
- Erwarte kein sofortige Wunderheilung.
- Nehmen Sie z.B. die Aussage des Bewohners „Ich
kann ja nichts mehr, meine Kinder wollten das ich in ein Altenheim
ziehe, eigentlich in ich ja selbst schuld das ich häufig gefallen
bin, und ich bin ja auch nichts
und nur eine Last, ich habe auch keine Lust mehr” sehr ernst.
- Dazu kommt die charakteristische Einstellung
vieler Depressiver alter Menschen:
- Hilflosigkeit: „Ich
kann nichts daran ändern”
- Hoffnungslosigkeit: „Nichts
wird sich zu positiven ändern. Jetzt bin ich hier allein im
Heim”
- Das sind - kurzgefasst - die
psychologischen Grundpfeiler depressiven Leids und gleichzeitig
die psychotherapeutische Richtung, mit der versucht werden muss,
diese Krankheit, die psychosozialen Folgen oder
gar den Suizid zu vermeiden.
Was können Ärzte
und Pflegekräfte tun?
Nachfolgend eine Kurzfassung der bekannten
Grundregeln und Empfehlungen
- Zuhören ,
sich Zeit nehmen, vor allem dem Depressiven Zeit lassen. Aber
nicht zuviel Zeit.
- Bedingungsfrei akzeptieren ,
was und wie es von ihm dargestellt wird, auch wenn es dem eigenen
Verständnis
mitunter zuwider läuft.
- Freundlich-zugewandtes
Annehmen
des ganzen kranken Menschen und nicht
nur das Interesse für einzelne
Problemkreise wie bestimmte Krankheitszeichen, zwischenmenschliche
Auslöser usw. . Seien
Sie dem Betroffenen eine feste Bezugsperson (Stichw.: Bezugspflege).
- Vorbehaltloses Verständnis
Für
die Leidenssituation. Diese nicht einfach zu erfüllende Einstellung
gegenüber
dem Bewohner soll frei von Vorbedingungen, wie sie ansonsten den
zwischenmenschlichen Kontakt zwischen Gesunden regeln. D.h. die
emotionale Zuwendung und das Gefühl des Annehmens
ist an keinerlei Bedingungen oder Leistungen gebunden. Der Bewohner
/ Patient muss entgegen seiner Befürchtungen sicher sein,
dass er mit der gleichen Wärme und Hilfe rechnen
kann, auch wenn er sich krankheitsbedingt mal nicht an Absprachen
zu halten vermag. Zeigen Sie ihm aber hier auch seinen Grenzbereich
wieweit sie vorbehaltliches Verständnis
gewähren.
- Positive Verhaltensweisen
und Äusserungen verstärken .
d.h.
Nehmen Sie nicht nur das depressives Verhalten war.
Greifen Sie es gezielt auf und verstärken Sie es behutsam.
Der Patient soll trotz aller
Mühsal -zunehmend aktiviert und zu konsequenter Eigeninitiative
aufgefordert werden. - d.h.
Im Alltag bedeutet dies, das jene Äußerungen und Verhaltensweisen,
Wünsche,
und Vorstellungen verstärkt werden sollen, die einen positiven
Aspekt beinhalten. Damit wird das Vertrauen in eigene Fähigkeiten
auf- und ausgebaut. Mit der Zeit erkennt der Betroffene
verlorene positive Ressourcen wieder und versucht sie zu nutzen.
Lassen Sie ihn und verstärken Sie ihn sich aus der Depression
heraus zu bewegen oder es gar nicht so weit
kommen zu lassen. Er wird seine Fähigkeiten mit ihrer Unterstützung
mehr und mehr auf- und ausbauen. Das heißt aber auch, dass
ein klar definierter und strukturierte Tages- und
Wochenplan aufgestellt wird. Generell ist für Betroffene im
Altenheim oder für den allein
lebenden betroffenen Menschen die geordnete Tagesstruktur sehr
wichtig. Bestimmte positive Aktivitäten,
die gern gemacht werden oder auch mal der kontrollierte Rückzug
als Ruhepunkt helfen z.B. Depressionssymptome wie „den ganzen Tag
teilnahmslos im Bett liegen” zurück
zu dämmen und durch neue Aktivitäten zu ersetzen.
- Oberflächlich wirkenden
Versprechungen vermeiden
d.h. Dazu gehören
gut gemeinte, aber den tief verunsicherten
u. ratlosen Kranken wenig hilfreiche Aufmunterungen wie „ Das Leiden
werden wir schon heilen” oder „Dazu
braucht man nur die notwendigen Medikamente”.
- Ein ausreichendes Maß an
Anforderungen / Aufgaben organisieren und festlegen
Das nicht in Überforderung,
vor allem aber nicht in Unterforderung münden darf. Wichtig
ist der gezielte und klar definierte
Aufforderungscharakter für den Depressiven selber. Bewerten
Sie daher auch kleine Erfolge
positiv und verstärken Sie diese. Die kann insbesondere für
die häusliche und Altenheimsituation
durchaus erfolgreich arangiert werden. (Blumenpflege im Wohnbereich,
Falten von Patienten- oder Stationswäsche, Mithilfe beim Abend-Tischdecken,
Gartenarbeit, Malen, Basteln, Soziale Kontakte, Besuch einer Gaststätte,
regelm. Skatabend Spaziergang in der Sonne mit anschließender
Beschreibung der z.B. gesehenen Blätter
usw.)
- Gemeinsam ein therapeutisches
Ziel setzen. Positives Denken weiter verstärken .
Wichtig sind kleine überschaubare
und erreichbare Zwischenziele, die in kleinen Schritten erreicht
werden können.
Verstärken Sie erreichte Ziele. Machen Sie z.B. einen Bildkalender,
wo erreichte Ziele aufgeschrieben werden. Das hilft das positive
Denken zu verstärken. Trotz allem können typische
Ermüdungserscheinungen / Einwände auftreten, die in ihrer
Beharrlichkeit entmutigen: „Ich
kann nicht mehr”; „Ich will nicht mehr” ; „Was soll das alles”; „Ich
habe keine Kraft mehr”;
Für wen tue ich das überhaupt”. Das soll man nicht als
Widerstand oder Faulheit abtun, den Mattigkeit, Erschöpfung,
Kraftlosigkeit, und Elendigkeitsgefühl
sind typische Depressionszeichen. Man kann und soll den kranken
Menschen aber auch nicht seiner Apathie überlassen. Trotz
aller Nachsicht müssen
deshalb Verbindlichkeiten eingehalten werden, die diesem Trainingsverlust
entgegenwirken und dem Leben zumindestens äußerlich
den Eindruck von Normalität vermitteln:
wie z.B.: rechtzeitiges Aufstehen, Selbständiger Gang zum
Frühstück in den
Speisesaal (und nicht im Rollstuhl, weil „man” ja so schlecht laufen
kann), große Selbständigkeit
bei der Grundpflege und dabei ein hygienisches Mindestmaß einhaltend,
Kontakt-, Bastel- und Hobbyaktivitäten, den tägliche
Spaziergang „Gesundmarsch” mit anderen
Bewohnern bei Tageslicht. Einfach die kleinen Aktivitäten
und vielen kleinen therapeutischen
Schritten.
- Pflegeplanung mit dem Bezug
zur Depression / Person und Umfeld erstellen.
(Quelle: „Praktische psychiatrische
Pflege” 2. Auflage Psychiatrie Verlag) Erstellen Sie einen
detailierten, nach Symptomatik und Maßnahmen geordneten Pflegeplan.
Prüfen Sie die erstellte
oder noch zu erstellende Biographie auf mögliche die Depression
auslösende Ereignisse.
Stellen Sie dem Betroffenen behutsam Fragen zu Unklarheiten in
der Biographie. Definieren Sie erreichbare Ziele und nicht unrealistische
um bei der Pflegedienstleitung gut da
zu stehen. Diese und der Betroffene werden es möglicherweise
bei Nichterreichen des Zieles
mit Misstrauen danken. Überprüfen Sie die Planung regelmäßig
und pflegen Sie diese. Sorgen Sie, für eine Bezugspflege.
Das ist mit das wichtigste für
die erfolgreiche Präventionsmaßnahme.
- Geduld aufbringen
Man
will den Betroffenen sicher aufheitern oder ablenken, also schlagen
wir ihm gemeinsame Besuche eines Kaffee's, Kino, Theater, Bastelkursen, Öffentlichen
Veranstaltungen usw. vor, alles unter dem Motto: „Das hat ihnen
/ dir früher
doch immer so viel Spaß gemacht!” Setzen
sie ihn aber nicht einer positiven Reizüberflutung aus. Wenn
der, der in eine Depression ab zu gleiten droht, oder der
bereits Depressive mit einer künstlichen Heiterkeit
konfrontiert wird wirkt sich das auf alle Präventivmaßnahmen
negativ aus. d.h. Geduld bewahren.
Der Heilungsprozess ist sehr langwierig. Manchmal geht es auch
wieder einen Schritt zurück.
Der Betroffene signalisiert seine Bereitschaft zu den genannten
Besuchen meist zwischen den Zeilen. Und ohne Geduld überhört
man das leicht.
- Positives Denken
Menschen
mit Ängsten denken negativ. Denkmuster wie diese sind die
Regel: „Ich schaffe das
nicht” ; „Ich muss hier weg” ; „Ich bin dem hier nicht gewachsen”.
Zur Bewältigung muss
der Betroffene erst wieder lernen positiv zu denken. Vertrauen
zur Pflegekraft oder Therapeuten
und das Vorbild sind hier gute Ansatzpunkte.
- Bewegung / Mobilisation
/ Aktivität
Diese uralte und einfache
aber oft erstaunlich wirksame Regel / Methode
hilft Depressionen / Angst usw. abzubauen. Körperliche Aktivität
/ Bewegungstrainig stärkt
immer das Selbstwertgefühl und die Bereitschaft sich Angst
und Depression zu stellen. Das
ist ein wichtiger Schritt zur Bewältigung und Vorbeugung.
- Mit dem Arzt eine unterstützende
medikamentöse Therapie einleiten und betreuen . Er
wird nach Fallbeurteilung
und je nach Ausprägung und Ursachen, der Lebenssitiuation
des Depressiven sowie aufgrund
seiner Erfahrung entscheiden, welches Antidepressivum sinnvoll
und einsetzbar ist. Dabei stehen ihm heute neben den alten bekannten
Medikamenten wie Johanneskraut, Lithium-Präparate,
Momooxidasehemmer (MAO-Hemmer) auch neue selektive Antidepressiva
wie die selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer zur Verfügung. Verstärkt
wird heute auch im Altenpflegebereich wie in anderen Bereichen
die Lichttherapie eingesetzt.
- Wahl und Unterstützung
durch andere präventive Maßnahmen sind z.B.:
| - Verhaltenstherapie |
d.h. Lernen mit belastenden Situationen umzugehen. Also
das Lernen der
Verhaltensänderung |
| - Gesprächstherapie |
d.h. mit der Pflegekraft / dem Therapeuten über belastenden
Situationen reden und nach Auslösern und Möglichkeiten der
positiven Veränderung
zu suchen |
| - Ergotherapie |
d.h. sogenannte Beschäftigungstherapie widmet sich
vor allem bei stationären
Aufenthalt - dem lernen von neuen musischen, künstlerischen
oder handwerklichen Tätigkeiten. Diese werden aktiv
betreut. Überlastung
soll vermieden werden. Der alte und junge Depressive
lernt so völlig neue Ressourcen bei sich kennen, die
er positiv
nutzten kann. |
| - Sozialberatung |
d.h. Mithilfe und Beratung bei der Lösung von Lebenssituationen,
Wohn- und Rehabilitationsproblemen. Manchmal auch nur der
kleine Tipp. |
| - Psychotherapie |
d.h. Geistig- seelische Therapie / Stützung und Weiterführung. |
5. Was kann der Betroffene für sich selbst
tun? Was können wir ihm raten?
Folgende nennen wir einige sich selbst
erklärende Punkte zu dem was er selbst tun kann, um nicht
in eine Depression abzugleiten, bzw. die Therapie bei einer bereits
bestehenden Depression zu unterstützen:
| - Sich wertschätzen |
- Sich als depressiv zu akzeptieren |
| - Sich Entlastung gönnen |
- Seine Wirkung auf andere beobachten |
| - Sich bewegen / Gymnastik betreiben |
- Soziale Kontakte beibehalten und aufbauen |
| - Verantwortung für sich übernehmen |
- Sich ärztliche u. therapeutische Hilfe gönnen |
| - Geduldig sein |
- Gesünder und positiv denken |
| - Aktiv werden statt abwarten |
- Probleme an- und aussprechen |
| - Nicht nur andere machen lassen |
- Offener auf andere Menschen zugehen |
| - Freunde haben und Freundschaft erhalten |
- Auch mal nein zu sagen |
6. Falsche Ratschläge / Oder was kann
mir die ganze Prävention verderben?
Es ist wichtig, im Umgang mit Depressiven
einige immer wieder beobachtete Ratschläge zu vermeiden, die
zwar gut gemeint, aber ggf. von ungünstiger oder verheerender
Wirkung sein können. Diese kommen sowohl von
Angehörigen wie vom Pflegepersonal und Therapeuten. Nachfolgend
ein Auszug aus den wichtigsten Fehlerquellen:
- Appelle:
Es
ist falsch ihn aufzufordern er solle sich doch zusammenreißen,
sich nicht so gehen zu lassen, Er solle
doch Haltung bewahren, Er solle sich durchbeißen usw. Das
verstärkt den Kranken
um so mehr. Er wird sich weiter zurückziehen.
- Überredungsversuche:
Es
ist falsch, dem Bewohner / Patienten einzureden, es gehe ihm
im Grund doch gut. Wenn es ihm
gut geht, dann ist er nicht mehr depressiv und kann das das selbst empfinden.
Es ist zwar richtig behutsam Erfolge und Ziel (also das Gutgehen)
zu zeigen, aber niemals den
Betroffenen zu etwas falschem überreden.
- Unrichtige Versprechungen:
Man
sollte nichts versprechen was auch nicht einhalten kann. Das
ist sehr wichtig, denn der Bewohner verlässt sich auf den
Therapeuten in diesem Punkt. Das sehr wichtige Vertrauen
in der Therapie wird damit möglicherweise verspielt und damit
der Erfolg der Prävention.
- Entscheidungen in der Depression
fällen lassen .
Es ist falsch, während
einer Depression wichtige Entscheidungen vom
Betroffenen fällen zu lassen. Auch wenn z.B. Angehörige
im Moment dieses vielleicht
wollen und darauf drängen. Häufig geht es um tiefgreifende
Entscheidungen, die den Bewohner / Patienten überfordern können.
- Wahnideen nicht ausreden
Es
ist falsch, mögliche Wahnideen in der Prävention ausreden
zu wollen. Dieses betrifft z.b. Aussagen, wie z.b. „Mein Leiden
ist unheilbar. - Sie können machen was sie wollen, hier
werde ich noch wahnsinnig. Usw.). Der Depressive ist auch
mit logischen Argumenten oder
Gegenbeweisen in dieser Situation nicht zu korrigieren oder überzeugbar.
Also warten Sie auf einen passenden Moment der günstig und
frei von Wahn ist. Denn lässt man
sich auf nutzlose Auseinandersetzungen ein, läuft man Gefahr,
das Wahnsystem zu vertiefen.
Auch kann ein solches Misstrauen des Therapeuten oder der Pflegekraft
das Vertrauensverhältnis gegenüber
dem Betroffenen untergraben.
Quellen:
- (Quellen: „Depression / Krankheit
verstehen” Broschüre der Pfizer Pharma GmbH
- „Depressionen
erkennen und helfen lernen” Prof. V. Faust Hoffmann La-Roche
AG)
- „Depression Wege
aus der Krankheit” Hexal-Ratgeber
- „Wege
aus der Depression” Dr. Dr. H. Mück Psychotherapeutische
Uni-Klinik, Köln)
- „Bilder
einer Depression” Kreuz-Verlag
- „„Praktische
psychiatrische Pflege” Psychiatrie-Verlag
- „Knaurs
Großes Gesundheitslexikon” Dr. med. K. Pollak Verlag
Weltbild
- „Unsere
eigenen Kenntnisse und Erfahrungen”
- „ Geriatrie
- Kohlhammer-Krankenpflege” Füssgen / Summa 3.
Auflage
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