Autor/in: Christiane B.

Demenz Portfolio

Biographie..

  • Persönliche Daten
  • Name : Herr B.
  • Geb.: Am 25.11.1918 in XXXXXXXXXXXXX (Kreis XXXXXXXXXXXXXX)
  • Geschwister : 1 älteren Bruder der noch lebt und 2 Schwestern die beide schon verstorben sind
  • Ehepartner: Frau B. die ihn regelmäßig alle zwei Tage Besucht
  • Kinder: 1 Stief Sohn
  • Schule/ Beruf: Über die Schulbildung ist uns nichts bekannt nur über den Beruf. Er ist im Alter von 14J. in die Lehre zum Herrenschneider gegangen und hat diese auch beendet.
  • Eltern / Beruf: Vater = kannte er nur krank ( Krebs)
  • (über den Beruf haben wir keine Information bekommen) Mutter = verdiente ihr Geld durchs nähen
  • Herr B. Zuletzt gearbeitet als Betriebsleiter in einer Textilfirma
  • (Die Informationen haben wir von der Akte des Hauses entnommen)
  • Glückliche Ereignisse

  • Hochzeit
  • Der Kauf seines Wochenendhauses, wo er auch jedes Wochenende war.
  • (Diese Auskunft haben wir von der Ehefrau, Sie wollte sich nicht weiter dazu äußern, da es für sie zu Intim wurde und es zu weit in die Privatsphäre ging
  • Belastende Ereignisse

  • im 2.Weltkrieg 4 Jahre in der russischen Gefangenschaft
  • Er erlebte eine sehr strenge Zeit. Und wurde dabei auch viel ausgenutzt, was ihn heute noch sehr belastet!
  • 1998 hat Herrn B. einen Suizidversuch unternommen
  • ( Diese Informationen haben wir aus der Akte des Hauses entnommen, wir haben die Frau zu diesen Ereignissen nicht befragt, da sie die anderen Fragen schon sehr intim fand, und es zu sehr in die Privatsphäre gehen würde, wofür wir auch volles Verständnis hatten.)
  • Lebensthema

  • Selbstständigkeit im Beruf

Er war sein ganzes Leben immer in einer Verantwortlichen Stellung und musst er über alles die Kontrolle haben, deswegen will er auch noch heute über alles die Kontrolle haben.

  • Wochenendhaus

Darauf war er am meisten stolz und es war ihm auch sehr wichtig. Für ihn war es immer ein Ort der Erholung und des Wohlfühlens

  • Schlüsselwörter

  • Selbstständigkeit im Beruf

  • Fleiß
  • Eigenständiges arbeiten „ich bin mein eigener Herr“
  • Verantwortung tragen
  • Endabnahme
  • Ordentlichkeit
  • Gutes Benehmen

2.Wocheendhaus

  • Freizeit
  • Gemütlichkeit
  • Wohlfühlen
  • Frau
  • Beisammensein
  • Ruhe/ Abschalten
  • Kein Stress

Essen & Trinken Feiern

  • Rituale / Gewohnheiten auf Körperpflege, Essen und Trinken, Schlafen, Tagesstruktur

  • Rituale :

  • Körperpflege:

Herr B. ist früher grundsätzlich nach dem aufstehen immer zuerst ins Bad gegangen um sich zu waschen und anzuziehen, das wird auch heute noch so durchgeführt. Die Zähne zu putzen war ihm immer sehr wichtig. Die Zähne werden grundsätzlich morgens und abends geputzt, dies hat er früher so getan und es wird auch heute noch so durchgeführt. Zu den Ritualen gehört auch der Tägliche Toilettengang der später in der Pflegerischen Situation noch ausführlich beschrieben ist. Auch das Rasieren ist ihm wichtig, es muss täglich durchgeführt werden, da er sich sonst nicht wohl fühlt. Er sagt au,ch immer bei der Grundpflege: „ich muss noch rasiert werden“

  • Schlafen:

Herr B. hört jeden Abend, bevor er zu Bett geht bzw. wenn er im Bett liegt grundsätzlich Krimis. Früher hat Herrn B. auch immer noch im Bett gelesen, bevor er schlief, dies tut er heute nicht mehr, da er nur noch ganz schlecht sehen kann dafür wurde aber der Ersatz des Hörspiels genommen.

  • Essen und trinken:

Das Essen und Trinken war Hr. B. immer sehr wichtig am liebsten mochte er die Hausmannskost.
Essen gegangen ist er nur selten. Auch das Kaffee trinken ist für ihn sehr wichtig, dieses merkt man auch heute noch das es ihm wichtig ist, da er oft fragt „ gibt es was zu Essen „.
Hr. B. bekommt seine vier Mahlzeiten (Frühstück, Mittagessen, Kaffe und Abendbrot) jeden Tag in seinem Zimmer an seinem Tisch, nach Möglichkeit auch immer um die gleiche Uhrzeit.
Vor dem Essen wird ihm ein Essensschutz umgehängt, die Mahlzeiten werden zubereitet auf einem Tablett serviert.
Da er zurzeit nur den linken Arm benutzen kann, wird das Essen schon mundgerecht zubereitet (d.h. Frühstück und Abendbrot)hier werden die Brote fertig geschmiert und Mittagessen, wenn Fleisch vorhanden ist klein geschnitten.
Ihm werden Getränke immer bereit gestellt, wenn eine Pflegekraft in das Zimmer geht, wird auch immer darauf geachtet.

  • Tagesstruktur:

Hr. B. wird zu allen Aktivitäten eingeladen, er nimmt auch gerne teil, er hat allerdings eine Sehschwäche und Schwierigkeiten etwas zu erkennen, zusätzlich kommt zur Belastung das er gestürzt ist und zurzeit seinen rechten Arm nur eingeschränkt bewegen kann, da er noch im Gips ist und er eigentlich rechts Händer ist.
Herr B. sitzt am liebsten tagsüber in seinem Sessel, wo er aus dem Fenster schauen kann, zusätzlich steht sein Cd-Player neben ihm, sodass er dran kommt und die Möglichkeit hat seine Krimis oder Radio zu hören.
Jeden Tag nach dem Mittagessen macht er einen Mittagsschlaf.
Bewegung bekommt er 6x täglich, wenn der Toilettengang durchgeführt wird.

  • Sozial Kontakte, Angehörige

  • Frau die ihn alle zwei Tage besucht und einen Sohn der gelegentlich mit kommt. Außerdem hat er die Möglichkeit bei Angeboten und im Literatur Kreis Kontakte zu knüpfen
  • Hobbys :

  • Malen, Tischlern, Wochenendhaus pflegen, Kreuzwort Rätsel und Krimis hören
  • Hr. B. hat die Möglichkeit seinen Hobbys nach zu gehen, seine Frau macht bei fast jedem Besuch mit ihm Kreuzwort Rätsel, der Cd-Player wird ihm immer bereit gestellt damit er die Möglichkeit hat seine Krimis zu hören, das malen geht zurzeit schlecht, da er seinen rechten Arm in einem Gips hat.
  • Das Wochenendhaus pflegen und Tischlern ist nicht möglich.
  • (Diese Informationen bestehen teilweise aus dem eigenen Wissen und von seiner Frau, weiteres haben wir leider nicht erfahren können)

Krankheitsbild

Diagnosen:

  • Herrn B. hat eine Alzheimer-Demenz. Aufgrund dessen ist es uns nicht bekannt, warum er die Krankheit bekommen hat. Über das Diagnoseverfahren haben wir keinerlei Informationen bekommen.
  • Die Alzheimer- Demenz verläuft bei ihm stetig, langsam und fortschreitend.
  • Er zeigt Störungen im: Langzeitgedächtnis, Kurzzeitgedächtnis, und eine kognitive Störung (Apraxie): Störung von Handlungsabläufen.

Dies erkennt man am:

  • Langzeitgedächtnis, da er sich an seinen Einzug ins Heim nicht mehr erinnern kann.
  • Kurzzeitgedächtnis, da er sich an die Geschehnisse seit seinem Einzug ins Heim nicht mehr erinnern kann.
  • Die Apraxie erkennt man z.B. daran, dass er ein volles Glas, das vor ihm steht, nicht trinken kann.

Dazu hat er noch eine Hypertonie, Depressionen und Diabetes mellitus 2. Dies verschlimmert die Krankheit wenn es nicht behandelt wird.

Krankheitserleben

Herrn B. bedrückt es sehr, dass er nicht mehr selbstständig ist und keine Beschäftigung mehr hat. Er fühlt sich zeitweise sehr ausgeschlossen und blickt sehr missmutig in die Zukunft. Wie wissen das es ihn sehr bedrückt, dass er sich nicht mehr um seine Frau kümmern kann. Mehr hat er uns darüber nicht erzählt, weil er es nicht nach außen tragen will. Seine Frau hat uns noch dazu gesagt, dass sie nicht mehr darüber weiß wie Herr B. mit der Krankheit umgeht da sie sich nicht traut nach zu Fragen, weil sie angst davor hat wie er reagieren würde.

Kommentar
Als Verbesserungsvorschlag haben wir uns überlegt, dass er sich tagsüber in den Rollstuhl setzt und damit seine Mobilität erweitert . Des weiteren sollte er wieder im Gemeinschaftsraum essen um mehr Kontakte zu anderen Bewohnern zu bekommen um seiner Einsamkeit und Reizarmut vorzubeugen.
Medikamente:

medikamente

Ramipril:

Ramipril ist ein Arzneistoff der Gruppe der ACE-Hemmer, der zur Behandlung der arteriellen Hypertonie(Bluthochdruck) und der Herzinsuffizienz und zur Vorbeugung des Herzinfarktes eingesetzt wird. Ramipril selbst ist ein inaktives Prodrug. Sein Wirkprinzip beruht nach Aktivierung zum Ramiprilat auf der Hemmung des Angiotensin Converting Enzyms (ACE). In Deutschland ist Ramipril als Ramigamma®, Delix® und Vesdil® sowie in Form zahlreicher Generika auf dem Markt.

Wirkmechanismus :

Ramipril führt als Inhibitor des Angiotensin Converting Enzyms zu einer verminderten Bildung von Angiotensin II aus Angiotensin I. Diese verminderte Bildung von Angiotensin II bedingt eine Abnahme des Tonuses der Blutgefäße und damit eine Abnahme des Blutdrucks. Ebenfalls führt die Abnahme des Angiotensin-II-Spiegels zu einer Verringerung der Aldosteron-Freisetzung aus der Nebennierenrinde und somit zu einer Beeinflussung des Wasserhaushalts (siehe auch Renin-Angiotensin-Aldosteron-System).

Nebenwirkungen :

Die meisten Nebenwirkungen von Ramipril werden mit einem durch ACE-Hemmer bedingten verlangsamten Abbau und Kumulation von Bradykinin in Verbindung gebracht. Dazu zählen Hautreaktionen, wie z.B. Exantheme und Nesselsucht, ferner auch angioneurotische Ödeme. Schwere allergische Hautreaktionen werden hingegen nur sehr selten beobachtet.
Zu den Nebenwirkungen auf die Atemwege zählen trockener Husten, Heiserkeit und Halsschmerz. Asthmaanfälle und Atemnot können ebenfalls, wenn auch selten, auftreten.
Als Folge der Hauptwirkung von Ramipril kann es zu einer zu starken Bludrucksenkung kommen. In Folge dessen können gelegentlich Schwindel, Kopfschmerz und Benommenheit beobachtet werden. Von schweren Herz-Kreislaufereignissen, wie Brustenge, Herzinfarkt und Synkope, wurde nur in Einzelfällen berichtet.
Durch Eingriff in den Wasser- und Elektrolythaushalt können gelegentlich funktionelle Nierenfunktionsstörungen beobachtet werden. Eine Proteinurie (Ausscheidung von Protinen im Harn) wurde hingegen nur selten beobachtet.

Da Ramipril in der Schwangerschaft u.a. Wachstums- und Knochenbildungsstörungen beim Kind verbunden mit einer erhöhten Sterblichkeit hervorrufen kann, darf Ramipril in dieser Zeit nicht

 

eingenommen werden und sollten durch andere geeignete therapeutische Maßnahmen ersetzt werden.

Wechselwirkungen :

Ramipril verstärkt die blutzuckersenkende Wirkung von Insulin und oralen Antidiabetika, sowie die blutbildverändernden Wirkungen von Immunsuppressiva.
Durch einen Eingriff in den Wasser- und Elektrolyhaushalt kann die Ausscheidung von Elektrolyten verlangsamt werden, wodurch sich diese im Körper anreichern. Dies sollte insbesondere bei einer Therapie mit Lithium oder kaliumsparenden Diuretika beachtet werden, da durch die gleichzeitige Anwendung von Ramipril die Plasmaspiegel von Lithium bzw. Kalium kritisch steigen können.
Bei Kombination mit anderen blutdrucksenkenden Arzneimitteln sollte eine verstärkte Blutdrucksenkung berücksichtigt werden.

Edronax :

Reboxetin wird zur Behandlung depressiver Erkrankungen angewendet.Im Gegensatz zu alltäglichen Stimmungsschwankungen handelt es sich bei der Depression um eine häufige und schwere Erkrankung. Bis heute ist die Ursache nicht bekannt. Vieles deutet darauf hin, dass das Zusammenspiel der verschiedenen Neurotransmitter – chemische Stoffe, die Nervensignale übertragen – im Gehirn gestört ist. Denn die Beschwerden lassen sich durch Medikamente bessern, die die Wirkung mancher Neurotransmitter verstärken – hier sind vor allem die Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin zu nennen.

Reboxetin ist ein Selektiver-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer (NARI): Er blockiert Transportstoffe, die Noradrenalin nach erfolgter Signalübertragung wieder in die Speicherplätze zurückbefördern. Noradrenalin verbleibt länger am Wirkort, und seine Wirksamkeit steigt.

Reboxetin wirkt stimmungsaufhellend bei leichten bis mittelschweren Depressionen. Es kann vor allem bei Antriebslosigkeit, Schwierigkeiten bei der Bewältigung des Alltags und fehlenden gesellschaftlichen Kontakten helfen.

Anwendungsgebiete

  • Depressionen

Warnhinweise!

  • Diese Nebenwirkungen treten meistens nur zu Beginn auf, verbessern sich aber im Lauf der Behandlung wieder. Halten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt, wenn Sie solche Nebenwirkungen bei sich bemerken und die Medikamenteneinnahme selbstständig abbrechen wollen. Ein plötzliches Absetzen des Medikaments kann eine Verschlechterung des Gesundheitszustands zur Folge haben.
  • Vorsicht bei Patienten mit bekannten Krampfanfällen in der Vorgeschichte
  • Obwohl dieses Medikament keine Veränderung des Reaktionsvermögens bewirkt, sollte dennoch, wie bei allen die Hirnfunktion beeinflussenden Medikamenten, beim Bedienen von Maschinen und der Teilnahme am Straßenverkehr Vorsicht geboten sein.

Wann ist das Medikament nicht für Sie geeignet (Gegenanzeigen)?

  • Erhöhter Augeninnendruck
  • Gleichzeitige Einnahme von Medikamenten zur Behandlung der Depression aus der Arzneimittelgruppe der MAO-Hemmer
  • Herzerkrankung
  • Schwierigkeiten beim Wasserlassen (Blasenentleerungsstörungen)
  • Vorsicht ist geboten bei Kindern und älteren Patienten, da noch keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.

Nebenwirkungen :

Aufgelistet sind die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen. Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht.

Manchmal reagieren Menschen allergisch auf Medikamente. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion verspüren, informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker.

  • Mundtrockenheit
  • Störungen beim Wasserlassen (Miktionsstörungen)
  • Schwindel
  • Vermehrtes Schwitzen
  • Schlafstörungen
  • Sexuelle Funktionsstörungen

Wechselwirkungen:

Die Kombination mit stimmungsaufhellenden Substanzen vom Typ der MAO-Hemmer sollte vermieden werden.
Das Medikament verstärkt möglicherweise die Wirkung von blutdrucksenkenden Medikamenten.

Das Präparat kann die Wirkung weiterer Medikamente verstärken oder abschwächen oder selbst verstärkt oder abgeschwächt werden. Halten Sie in jedem Fall Rücksprache mit ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie noch andere Medikamente einnehmen.

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