Autor/in: Andrea P.

Dekubitusprophylaxe

1.) Angaben zur pflegebedürftigen Person

1.1 ) Kurzübersicht

Name:Frau B.
Geschlecht:Weiblich
Geburtsdatum:09.März XXXX
Geburtsort:XXXXXX
Familienstand:Witwe
Konfession:Katholisch
Ehemann:XXXXXXXXXXX ( verstorben )
Kinder:1 Kind
Hausarzt:Dr. XXXXXX. XXXXXXXX
Pflegestufe:2
Zeitpunkt der Heimaufnahme:23. August XXXX
Betreuende Person:Generalvollmacht Tochter Elke L.
Freiheits-
entziehende Maßnahmen:
Bettgitter

2.) Medizinische Informationen

2.1 ) Aktuelle Diagnosen

1.) Arterielle Hypertonie( derzeit keine Probleme )
2.) Belastungs-
inkontinenz
( dauerhaft Inkontinent )
3.) Distale PAVK ( beidseits )( wird im Rollstuhl bewegt daher nicht bemerkbar )
4.) Reaktive Depression( weint oft, kann nicht sagen warum )
5.) Schließmuskel-
schwäche
( kleinere und größere Stuhlabgänge – Durchfall )
6.) Schwerhörigkeit ( beidseits )( trägt Hörgeräte beidseits )
7.) Vaculäre Encephalophatie( Krankheit steht nicht im Vordergrund )
8.) Z.n Hüft – TEP rechts( Bewegungsschmerz )
9.) Vitalzeichen( verursacht keine Beschwerden )

2.2 ) Fachliche Erklärung der Diagnosen

1.) Arterielle Hypertonie

Die Arterielle Hypertonie, oft auch Hypertonie, Hypertonus, Hypertension oder Bluthochdruck genannt ist ein Krankheitsbild bei dem der Blutdruck des arteriellen Gefäßsystems chronisch erhöht ist. Ursache der arteriellen Hypertonie sind Störungen des Hormonsystems, des Herz -Kreislaufsystems sowie Nierenschäden. Dem großen Teil der Erkrankung liegen jedoch weitgehend unbekannte Ursachen zu Grunde.

2.) Belastungsinkontinenz

Bei der Belastungsinkontinenz löst der erhöhte Bauchinnendruck, Pressen aus den verschiedenstenGründen ( Lachen, Husten, Niesen ) den mehr oder weniger ausgeprägten Harnverlust aus.

3 Schweregrade werden unterschieden:

  • 1 Grad < Inkontinenz bei Husten und Niesen
  • 2 Grad < Abrupte Körperbewegungen ( Aufstehen, Hinsetzten )
  • 3 Grad < Unangestrengte Bewegungen, im Liegen

Die Belastungsinkontinenz hat die Überdehnung und Erschlaffung von Haltebändern im Becken – boden zur folge. Sie kann bei erhöhtem Bauchinnendruck diesen Druck nicht mehr als Verschluß –

druck an die Harnröhre weiterleiten, wohl aber noch in voller Stärke an die Harnblase.

3.) Distale PAVK ( beidseits )

Bei der PAVK auch Schaufensterkrankheit genannt handelt es sich um eine Störung der arteriellen Durchblutung der Exträmitäten. Sie entsteht durch Einengung ( Stenose ) oder durch Verschluß ( Okklusion ) der Hauptschlagader ( Aorta ) oder der die Exträmitäten versorgenden Arterien.Die Hauptursache ist mit etwa 95 % die Arterienverkalkung ( Arteriosklerose ). Daneben sind es zu einem geringen Anteil entzündliche Gefäßkrankheiten,die eine arterielle Verschlußkrfankheit hervorrufen können. Die Erkrankung gehört zu den chronischen Gefäßkrankheiten der Arterien und anderen chronischen durch Arteriosklerose hervorgerufenen Erkrankungen wie z.B. die Koronare Herzkrankheit wird sie daher auch als chronischer Verschluß bezeichnet.

3.) Reaktive Depression

Die älteren Bezeichnung unterscheidet man Endogene Depressionen ( von innen entstanden )

infolge veränderter Stoffwechselvorgänge im Gehirn, die ohne erkennbare Ursache auftritt. Reaktive Depression als Reaktion auf ein aktuell belastendes Ereignis. Die schwere der Depession wird mit leicht, mittel und schwer eingestuft sowie schwere depressive Episodenmit psychotischen Symtomen.

4.) Schließmuskelschwäche

Bei der muskulären Schließmuskelschwäche ist der Analsphinkter geschädigt, die sensiblen Wahrnehmungen durch die Analschleimhaut ist dabei intakt, dies ist die häufigste Ursache für die Schädigung des Schließmuskel Apperates. Weiterhin können komplette Schädigungen durch eine unzureichende Funktionsfähigkeit der Beckenbodedenmuskulatur bei der sog. Beckenboden -insuffizienz sein. Häufig zeigt sich eine Kombination mit einem Rektumprolaps, vor allem bei älterenFrauen. Aber auch Fisteln können Teilweise oder vollständige Zerstörung des Ringmuskels zur folge haben. Eine narbige Ausheilung des Defektes führt zwar nicht zum vollständigen Verlust derSphinkterkraft jedoch durch die Erweiterung des Ringmuskels die Kraft herabgesetzt. Im höheren Lebensalter kann sich dann bei Nachlassen der Gewebeelastizität eine Stuhinkontinenz ausbilden.

5.) Vasculäre Encephalophatie

Ist durch viele Infakte in Kombination mit einer vasculären Demyelinisierung des Marklagers ( eine abnahme der Nervenfasern die die Großhirnrinder mit der Hirnstruktur verbindet ). Diese Ischämie scheint erst durch Veränderungen der Gefäßwand kleinere im tieferen Gehirn liegende Arterien verursacht zu werden. Bei Patienten mit einer vasculären Encephalophatie lassen sich häufig arterielle Hypertonie in verschiedenen Hirnregionen finden.

6.) Schwerhörigkeit ( beidseits )

Unter Schwerhörgkeit versteht man eine Minderung des Hörvermögens. Die Ausprägung der Störung kann von leicht bis zur ganzen Gehörlosigkeit reichen und vielfältige Ursachen haben.Mit einer fortgeschrittenen Schwerhörigkeit ist man im Alltag eingeschränkt und leidet an einer Behinderung.

7.) Hüftgelengsarthrose

Die Knorpelschicht des Gelenks wird abgerieben und dadurch dünner. Der unter dem Knorpel gelegene Knochen wird vermehrt mechanisch Beanspruchungen ausgesetzt und reagiert mit einer Verdünnung seiner Binnenstruktur. Auf dem Röntgenbild vergleicht man den Hüftkopf mit einem Auge, die Druckauffangzone der Hüftpfanne im Beckenknochen liegt an der Stelle der Augenbraue.Verdichtet sich diese Druckauffangzone sieht es so aus würde die Augenbraue deutlicher.

8.) Vitalzeichen

Vitalzeichenkontrolle bedeutet die Kontrolle lebenswichtiger Körperfunktionen ( Vitalfunktionen ).Dabei festgestellte Messwerte etwa den Blutdruck, die Atemfrequenz, die Sauerstoffsättigung nennt man Vitalwert. Weitere Vitalfunktionen sind der Wasser – Elektrolyt – Haushalt, der Säure -Base – Haushalt und der Stoffwechsel.

3.) Medikamente

3.1) Laufende Medikamente

laufende Medikamente

3.2 ) Bedarfsmedikament

Bedarfsmedikamente

3.3) Beschreibung der Medikamente

( Anwendungsgebiet, Wirkungsmechanismus, Stoffgruppe )

Captoril 50/25mg 1A Pharma

Anwendungsgebiet:

Bluthochdruck, Herzmuskelschwäche, Gestörte Pumpfunktion des Herzens nach Infarkten, durch Zuckerkrankheit vorgeschädigte Niere

Wirkungsmechanismus:

Captopril führt als Inhibitor des Angiotensin Converting Enzyms zu einer verminderten Bildung von Antiotensin II aus Antiotensin I. Diese verminderte Bildung von Antiotensin II bedingt die Abnahme des Tonus der Blutgefäße und zur Abnahme des Blutgdrucks.

Stoffgruppe:

Stoffgruppe der AEC – Hemmer

Omep 20mg

Anwendungsgebiet:

Behandlung von Zwölffingerdarmgeschwüren, Magengeschwüren, Rückfluß des Magensaftes ( Refluxösophagus ), Kombinationstherapie von Helicopakter pylon Infektionen.

Wirkungsmechanismus:

Omep wird an seinem Wirkungsort den säureproduzierenden Belegzellen des Magens in den eigentlichen Metaboliden umgewandelt, der die Protonen Kalium AT Phase ( Protonenpumpe ) in diesen Zellen irreversiebel hemmt. Dadurch kommt es zu einer Verminderung der Säure -produktion im Magen, der PH – Wert des Magensaftes steigt an.

Stoffgruppe:

Stoffgruppe Kaliumsparendes Diuretikum

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