Autor/in: Pflchrissi

Basale Stimulation

basal: unten gelegen, grundlegend
Stimulation: Anregung, Reizung, Erregung
Basale Stimulation wird seit ca.20 Jahren praktiziert
Ursprung: Behinderten- u. Schwerstbehindertenbereich
Weiterentwicklung zur ganzheitl. Förderung Frühgeborener
Altenpflege:

  • Demenzen
  • Alzheimerpat.
  • Langzeitpat.
  • Pat. mit appalischem Syndrom
  • Pat. mit Lähmungserscheinungen

Def:
basale Stimulation ist der Versuch über den Körper, d.h. den Menschen in der Realität, eine ganzheitl. Vermittlung von Erfahrungen und Eindrücken in Gang zu setzen.

Aufgaben:

  • vermittelt elementare, körperl. Anregung und Erfahrung: Körper wird als Ganzheit erfahren
  • hilft das Körperempfinden aufzubauen (Körperidentität):dient der Persönlichkeitsentwicklung
  • somatische, physische u. psychische Defizite werden kompensiert: Orientierung über den eigenen Körper, die unmittelbare Umgebung und die notwendigen Pflegehandlungen
  • Sicherheit und nähe wird vermittelt

Fazit: reduziert Stress und fördert die Stabilisierung der Gesamtbefindlichkeit.

2. Wie verläuft die Basale Stimulation?

  • Ritualisierende Begrüssung
    (Zeit lassen: Einstellung auf Pflegepersonal und Pflegekontakt kann erfolgen)
  • Wasser auf den Rumpf träufeln
    Rumpf: Mittelpunkt/Zentrum des Menschen: von ihm gehen alle Bewegungsaktivitäten aus
  • Ärmchen bis zu den Fingerspitzen
  • Drehung auf Unterlage: Sicherheit!!
  • Rücken
  • Beine bis Zehen
  • Gesichtspflege

3.Wie sollen die Bewegungen bei der Basalen Stimulation durch.-bzw. ausgeführt werden?

  • intensiv, eindeutig, klare Bewegungen
  • stimmige Bewegungsabläufe
  • Berührungen sollen fest, flächig, umfassend und rhytmisch sein
  • Wiederholungen sind langsam und intensiv
  • keine Berührungsunterbrechung

4.Worauf wird besonderen Wert gelegt?

  • Begrüßung und ritualisierende Berührung signalisieren den Begin gemeinsamer Aktivität
  • Abschied ebenfalls ritualisiert vornehmen
  • Ruhe signalisieren – Keine Unterbrechung des Körperkontaktes
  • Zeit lassen: Eigenrhytmus der Empfängnis der Basalen Stimulation beachten
  • Prinzip des Nachspürens

Fazit:
Pflege ist somit kein Stress, sondern wird zu einem gemeinsamen Erlebnis

Die dialogische Begegnung
Die Basale Stimulation orientiert sich an der Individualität = Gesamtpersönlichkeit des Gegenübers (Partner)
Die Erfahrungen und Eindrücke, die der Mensch(in allen Altersstufen)durch die Basale Stimulation erhält, sollen stets seiner individuellen Entwicklung angemessen sein, das setzt eine intensive Auseinandersetzung und Beschäftigung mit dem Partner voraus:

  • Beziehung aufbauen
  • individuelle Zugangswege finden
  • vorhandene Kompetenzen entdecken
  • Vorlieben/Abneigungen wahrnehmen und akzeptieren

Intentionen der Basalen Stimulation:

  • eine sinngebende Verarbeitung von Reizen soll angeregt und in Gang gesetzt werden
  • körperl. Beeinträchtigungen sollen wenn möglich abgemildert werden
  • Über den Aufbau des Körperschemas soll ein positiver Bezug zum eigenen Körper aufgebaut werden
  • Durch gezielte Angebote soll eine Entwicklung der Aktivitäts -u. Erfahrungsmöglichkeiten erreicht werden
  • Durch den Aufbau von individuellen Kommunikationsmöglichkeiten soll eine Öffnung nach außen erfolgen
  • Über den Aufbau von Kommunikation verschiedener Kompetenzen soll einer Isolierung vorgebeugt werden oder eine vorhandene Isolation überwunden werden
    Ziel:
    Der Mensch soll lernen seinen eigenen Körper wahrzunehmen, ihn zu entdecken und über ihn zu verfügen. Und hierdurch befähigt werden, weitere Beziehungen zur sozialen u. materiellen Welt aufzubauen.

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