Atemgeruch

Der Atemgeruch ist abhängig von der Mundhygiene und der Ernährung. Ernährungsbedingte Atemgerüche z.B. nach Zwiebel-/ Knoblauchgenuss auftreten.

Pathologische Veränderungen des Atemgeruchs geben Hinweise auf bestimmte Krankheiten.

» Übler Mundgeruch

1.) durch den bakteriellen Abbau von Nahrungsresten

2.) abgeschilferten Epithelien bei mangelhafter Zahn- und Mundhygiene oder bei Karies verursacht.

3.) Erkrankungen der Mundhöhle

4.) Längere Nahrungskarrenz

» Acetongeruch (Obstgeruch, „wie faule Äpfel“)
tritt begleiten bei Azidose auf, Beispiele:

1.) Infolge eines Komadiabetikum

2.) Langandauernder Hunger

» jauchiger – stinkender Fäulnisgeruch

1.) weist auf eitrige Atemwegserkrankungen hin

2.) weist auf Zerfall des Lungengewebes hin

» Erdiger oder nach frischer Leber riechender Atem

tritt bei schweren Lebererkrankungen mit Parenchymuntergang auf.

» Urinöser Atemgeruch

tritt bei Urämie im Endstadium der Niereninsuffizienz auf.

» Ammoniakgeruch („Wie faule Eier“)

entsteht bei Eiweißzerfall, z.B.

1.) während des Leberkomas

2.) bei Blutungen aus der Speiseröhre