Autor/in: Petra Däbel

AEDL Pflege Bericht

2. Information über die Bewohnerin

Frau K. ist am 23.07.1919 in Osterholz-Scharmbeck geboren. Sie hat zwei Kinder und ist seit einigen Jahren verwitwet. Seit dem 24.10.2000 lebt sie im Haus Senator in Buschhausen. Sie isst sehr gerne (oft maßlos) und hat dadurch bereits starkes Übergewicht. Frau K. trinkt sehr gerne Apfelschorle und Brühe.

Frau K. benötigt Hilfestellung beim An- und Auskleiden und bei der Körperpflege. Sie benötigt Hilfestellung beim waschen der Beine und des Intimbereiches. Ihre Haut ist sehr trocken und   schuppig und bedarf deswegen besonderer Beobachtung. Auch die Mundpflege übernimmt Frau K. selbständig, ebenso wie das Frisieren ihrer Haare. Beim Toilettengang benötigt Frau K Hilfe. Sie ist gelegentlich Harninkontinent .   Frau K. hat Probleme bei der örtlichen Orientierung und verkennt auch zeitweise vertraute Personen. Sie hat deutliche Konzentrationsschwächen und ihre Bewusstseinslage ist verlangsamt. Bei Frau K. sind Inhalte des Langzeitgedächtnisses bereits verschwommen und auch das Kurzzeitgedächtnis ist bereits gestört. Durch ihre Fettleibigkeit sitzt Frau K. seit einem Jahr im Rollstuhl. Seit ihrem Schlaganfall benötigt Frau K. Medikamente um ihre vitalen Funktionen aufrecht erhalten zu können, die ihr vom Pflegepersonal verabreicht werden.

Frau K. hat die Pflegestufe 3.

Frau K. ist an folgenden Krankheiten erkrankt:

  • Schlaganfall mit einer halbseitiger leichter Lähmung rechts
  • Schüttellähmung
  • Fettleibigkeit
  • Steinbildung in der Gallenblase
  • Koronare Herzkrankheit nach Hinterwandinfarkt
  • Artheriovenöser Bluthochdruck
  • Diabetes mellitus
  • Depressionen

Aufgrund ihrer Erkrankungen muss   Frau K. folgende Medikamente einnehmen:

  • ASS 100
  • Allopurinol 300
  • Sulpirid
  • Triamteren comp .
  • Melperon 25

3. Pflegeprozessplanung

1. Kommunikation

Problem/Ressourcen:

Frau K. ist schwerhörig. Durch lautes und deutliches Sprechen ist eine Verständigung gut möglich.

Ziel:

Erhaltung der noch vorhandenen Hörfähigkeit.

Maßnahme:

Deutliches und langsames Sprechen, dabei Blickkontakt halten.

2. Sich bewegen können

Problem/Ressourcen:

Frau K. kann aufgrund von Kraftlosigkeit nicht alleine gehen und stehen. Sie ist motiviert sich zu bewegen.

Ziel:

Beweglichkeit trotz Schonung für Kreislauf erhalten.

Maßnahme:

Mobilisation -> 2x täglich Gelenke bewegen.

3. Vitale Funktionen des Lebens aufrechterhalten können

Problem/Ressourcen:

Frau K. leidet unter einer koronaren Herzerkrankung. Sie ist kooperativ und nimmt Hilfe an. Sie akzeptiert ihre Einschränkungen.

Ziel:

Vermeidung eines weiteren Infarktes und von Komplikationen.

Maßnahme:

Gesicherte Versorgung besprechen und organisieren -> Verabreichen der Medikamente durch das Pflegepersonal -> 3x täglich, 7x wöchentlich

4. Sich pflegen können

Problem/Ressourcen:

Frau K. kann sich ohne Hilfe nicht die Beine, den Rücken und den Intimbereich waschen. Kann Gesicht und Oberkörper alleine waschen.

Ziel:

Erhaltung der Ressourcen und Vermeidung neuer Defizite.

Maßnahme:

Hilfe beim Waschen durch das Pflegepersonal. Beobachtung des Hautzustandes ->

Täglich

5. Essen und Trinken

Problem/Ressourcen:

Selbstversorgungsdefizit beim Essen. Aufgrund des Händezitterns hat Frau K. Schwierigkeiten das Besteck mit der rechten Hand zu halten. Frau K. ist orientiert und kann sich mitteilen. Sie trinkt und isst je nach Tagesform alleine und benötigt nur gelegentlich Anleitung.

Ziel:

Förderung der Nahrungsaufnahme mit Hilfe eines Hilfsbesteckes.

Maßnahme:

Esshilfen anbieten und dabei anleiten -> 3-5 mal täglich, 7 mal wöchentlich

Zusätzlich das Essen vor dem Auskühlung schützen durch nochmaliges aufwärmen ->    3-5 mal täglich, 7 mal wöchentlich

6. Sich kleiden

Problem/Ressourcen:

Frau K. kann sich nicht ohne Hilfe an- und auskleiden aufgrund der Halbseitenlähmung.

Sie nimmt Hilfe vom Pflegepersonal an.

Ziel:

Sie kann mit Hilfestellung Unterhemd und Bluse alleine anziehen.

Maßnahme:

Anleitung geben, den gesunden Arm beim ausziehen zuerst zu entkleiden und beim anziehen zuerst den gelähmten Arm bekleiden -> täglich

 

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