Autor/in: Chrissi

Zeitbombe Zucker 

Diabetes

Was ist Diabetes?

Diabetes ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, wobei der Kohlenhydratstoffwechsel gestört ist. Da entstehen zwei Arten von Diabetes einmal Diabetes Typ 1 das ist der absolute Insulinmangel und Typ 2 wird der relative Insulinmangel bezeichnet.

Anatomie

Insulin ist ein Hormon das in den Langerhansen – Inseln des Pankreas gebildet wird. Durch Insulin wird die Glukosemenge im Blut reduziert, indem Glukose in den Leberzellen zu Glykogen umgebaut wird. Glukose wird in den Muskelzellen aufgenommen und in Energie umgewandelt. Die Hormonproduktion wird durch Glukosekonzentration im Blut geregelt. Viel Glukose im Blut ->   viel Insulin wird ausgeschüttet. Insulin wird schnell in der Leber abgebaut, sobald der Glukosespiegel im Blut gesunken ist.

In der Bauchspeicheldrüse wird neben Insulin auch der Gegenspieler Glukagon produziert und gespeichert – ein Hormon, das zur Freisetzung von Zucker aus der Leber führt.

Das Insulin hat auch Einfluss auf den Kohlenhydratstoffwechsel und auch Einfluss auf den Fettstoffwechsel.

Kohlenhydratstoffwechsel: regt die Aufnahme von Traubenzucker in Muskelgewebe und Fettgewebe an, zum anderen hemmt es die Glukosefreisetzung aus der Leber. Der Aufgenommene Zucker wird zur Energiegewinnung verbrannt oder als Glykogen (Reservezucker) im Muskel oder Leber gespeichert.

Der Fettstoffwechsel: wird vom Insulin angegriffen. Die Bildung von Fett unterstützt er aber er unterdrückt den abbau von Fett. Mit wachsender Menge an Körperfett umso höher wird der Insulinspiegel. Dadurch kann der relative Insulinmangel entstehen.

Die Folgen des Insulinmangels

Die Leber kann die Glukose nicht in die Speicherform Glykogen umwandeln.

Glukose kann nicht in die Muskelzellen aufgenommen werden.

Anstelle von Glukose werden im Muskel, Eiweiß und Fett verarbeitet, um Energie zu gewinnen.

  • Azeton als Abbauprodukt der Fettsäuren entstehen, der Azetongehalt des Blutes steigt
  • Säuregehalt des Blutes steigt

Da die Zuckerverwertung gestört ist nimmt der Glukosegehalt des Blutes zu

  • Zuckerspiegel im Blut steigt über normal (> 120 mg/dl) Hyperglykämie
  • Überschüssige Glukose wird im Urin ausgeschieden   Glukosurie

Mehr Flüssigkeit wird ausgeschieden

  • Harnmenge stark erhöht Polyurie
  • Starker Durst

Die Rolle der Vererbung

Hinsichtlich der Erblichkeit müssen beide Hauptformen, nämlich Typ1 und Typ 2 Diabetes, gesondert betrachtet werden, es existiert aber auch gewisse Zusammenhänge zwischen diesen beiden Diabetestypen. Untersuchungen haben gezeigt, dass Kinder und Enkelkinder von Typ 2 Diabetikern auch ein erhöhtes Risiko haben, einen Typ 1 Diabetes zu entwickeln.

Diabetes wird in zwei arten eingeteilt. Einmal in den absoluten Insulinmangel und einmal in den relativen Insulinmangel .

Absoluter Insulinmangel

Der absolute Insulinmangel tritt in Kindes oder Erwachsenalter auf aber noch vor dem 30.Lebensjahr. Besonders in den nördlichen Ländern tritt Typ 1 Diabetes häufiger auf als in den südlichen Ländern. Weitere Umweltfaktoren werden in der Ernährung (kurze Stilldauer, früher Einsatz von Kuhmilch) vermutet.

Die Entstehung des Typ 1 Diabetes haben sich im vergangenen Jahrzehnt die Hinweise verdichtet, dass es sich hierbei um eine Autoimmunkrankheit handelt.

Das bei frisch erkrankten Diabetespatienten, findet man im Blut verschiedene Antikörper, die fälschlicherweise gegen Körpereigene und Substanzen gerichtet sind, zum Beispiel die Insulin herstellenden Gewebe in der Bauchspeicheldrüse (sog. Inselzellantikörper) und sogar gegen das Insulin selbst (Insulinautoantikörper)   Gleichzeitig die Langerhansen – Inseln eine (Immun-) Entzündung (Insulitis) mit aus dem Blut eingedrungenen speziellen weißen Blutkörperchen.

Ferner glaubt man in letzter Zeit Hinweise entdeckt zu haben, dass Typ1 Diabetes speziell bei Menschen auftritt die überschießend auf UV Licht reagieren und deren Immunsystem Besonderheiten aufweist. Der absolute Insulinmangel entsteht durch Medikamente, Alkohol.

Ursache

Autoimmunprozess, der durch eine Vireninfektion in Gang gesetzt wird:

  • Diese Autoimmunreaktion wird für die Zerstörung der B – Zellen der Langenhans – Inseln des Pankreas verantwortlich gemacht (Insulitis)
  • Durch die Zerstörung der Zellen kommt es zum völligen erliegen der körpereigenen Insulinproduktion

Symptome

Typ1 Diabetes manifestiert sich meist innerhalb kurzer Zeit und zeigt deutliche Symptome.

  • Gewichtsverlust
  • Schwäche, Schwindel, Müdigkeit
  • Bewusstseinsstörungen -> Koma
  • Erhöhte Zuckerausscheidung mit dem Urin
  • Großer Durst, der trotz vielen trinken nicht zu stillen ist -> Exsikose entsteht
  • Erhöhter Blutzuckerspiegel Werte über 120mg/dl
  • Übersäuerung des Blutes

Therapie

  • Diät
  • Bewegung
  • Insulintherapie: Mischung aus einer kleinen Menge Normalinsulin und einer größeren Menge Depotinsulin (1 der 2 gespritzt am Tage) Vorteil: einfache Handhabung; Nachteil: Personen müssen ihren Tagesablauf und Mahlzeiten einen Plan unterwerfen
  • Es wird zur Basis ein Depotinsulin gespritzt, was morgens und abends verabreicht wird. Zu den Mahlzeiten wird ein entsprechendes, dem Bewohner   angepasstes Normalinsulin verabreicht in dem man ihn das mit dem Pen spritzt. Vorteil:   Essen und Tagesablauf ist individuell wählbar; Nachteil: muss gut informiert und geschult sein

Relativer Insulinmangel

Der relative Insulinmangel wird als Volkskrankheit eingestuft. Da sich die Altersstruktur verschiebt nimmt man an, das die Mehrheit der ältern Menschen an Diabetes mellitus Typ II erkranken. Bei den über 70 jährigen sind es schon 20% Diabetiker

Das Insulin und die Glukose sind in der Blutbahn. Sie fließen an den Zellen vorbei bis Glukose von den Rezeptoren auf genommen werden kann. Sobald die Glukose aufgenommen ist wird sie auch gleich in den Zellen verarbeitet in Energie. Das Insulin fließt weiter in der Blutbahn. Wenn die Langerhansen – Inseln zu unelastisch sind können sie nicht richtig Insulin produzieren, weil im alter alles unelastisch wird.

Risikofaktoren

  • Äußere Faktoren spielen auch eine gewisse Rolle und bei allen voran spielt Übergewicht, Fettsucht und Bewegungsmangel die entscheidende Rolle.

Ursachen

  • Stress
  • Medikamente
  • Adipositas

Symptome

  • Typisch sind langsame Entwicklung der Symptome, die über mehre Stufen eingestuft werden und nicht bemerkt werden.
  • Juckreiz
  • Sehstörungen
  • Schwäche
  • Harnwegsinfekte
  • Bei Harnzucker
  • – Durst
  • – große Urinmenge
  • – Hunger, Schwindel

Therapie

Die Therapieformen werden nach Schweregrad des Typ II Diabetes eingestuft.

  • Diät allein
  • Diät + Metformin (Medikament was zu den Biguandide gehört)
  • Diät + Acarbose (Medikament was zu den α Glukosidase – Hemmstoffe)/Metformin + Glibenclamid (Medikament was zu den Sulfonylharstoffe)
  • Diät + Insulin ( 1 Injektion täglich) + Glibenclamid oder Acarbose oder Metformin
  • Diät + Insulin ( mehrfache Injektion täglich)

Der unterschied zwischen Typ I Diabetiker und Typ II Diabetiker

Beim Typ I Diabetiker sind die Patienten meist schlank. Bei einen Typ I Diabetiker kann auch kein Insulin mehr produziert werden, weil keine   Langerhansen – Inseln vorhanden oder beschädigt sind. Die Patienten des Typ II Diabetiker sind zum Typ I Diabetiker meist Adipositas. Die Langerhansen – Inseln können noch ein wenig Insulin produzieren.

Gemeinsamkeiten zwischen Typ I und Typ II Diabetiker

Sie müssen sich beide spritzen mit einem Pen. Das Sie beide sich an eine Diät halten müssen oder halt aufpassen sollten was sie essen.

Medikamente

Orale Antidiabetika

  • Biguanide :   Mittel 1. Wahl bei übergewichtigen Typ II Diabetikern, die auf Grund ihres Übergewichts meistens eine Hyerinsulinämie ( zu viel Insulin im Blut) aufweisen. Metformin ist nicht insulinotrop, d.h. stimuliert   nicht die Insulinausschüttung

Wirkung: Metformin vermindert die interstinale Glukoseabsorption und die Glukoneogenese und stimuliert die peripheren Glukoseaufnahme.

Nebenwirkung: Gastrointestinale Beschwerden, Gefahr von Laktatzidose -> nicht bei niereninsuffizierten Patienten, Alkoholismus, schwere Lebererkrankung

Beispiele: Metformin: Glucophage, Mescorit

  • Αlpha – Glukosidase – Hemmstoffe : Stickstoffhaltige Kohlenhydrate, Aufgrund des nicht insulinotropen   Wirkprinzips kommen diese Präparate vornehmlich bei übergewichtigen Typ II Diabetikern in Frage.

Wirkung: Acarbose konkurriert im Dünndarm mit den Oligosacchariden um das Enzym   α Glukosidase -> verlangsamte Freisetzung der aufgenommenen Zuckerstoffe ins Blut.

Nebenwirkung: gesteigerte Gärung im Darm,

Beispiele: Acarbose: Glucobay; Miglitol: Diastobol

  • Sulfonylharnstoffe:   Wirkung: greifen an den Insulinproduzierenden Zellen an und bilden an einen spezifischen Rezeptor. -> Erhöhung der Insulinsekretion. Die Wirkstoffe weisen deutliche Unterschiede hinsichtlich Wirkdauer und Wirkstärke auf.

Nebenwirkung: Auslösung von Hypoglykämien, deshalb   Essen auch auf 6 Mahlzeiten einteilen

Beispiele: schwächer wirkende Medikamente: Tolbutamid: Rastinon; Glipizid: Glibenese;

stärker wirkende Medikamente: Gilbenclamid: Euglucon; Glimepirid: Amaryl; Gliborunurid: Glutril

  • Kurzwirksame Glukoseregulatoren: Wirkung: Sie steigern die Insulinsekretion durch eine kurze anhaltende, aber schnelle anflutende Stimulation der Betazellen(insulininotrop). Da sie direkt zu den Mahlzeiten genommen und relativ schnell wieder unwirksam werden, sind kaum Hypoglykämien zu befürchten.

Beispiel: Repaglinide: Novo Norm

  • Andere orale Antidiabetika

Guar (Glucotard) pflanzlicher nicht resorbierbarer Ballaststoff: verzögert die   intestinale Glukoseresorption

  • Insuline

Insulin senkt den Blutzuckerspiegel, indem es die ….

  • Aufnahme von Glukose in die Zelle verbessert
  • den Glukoseabbau steigert
  • die Glykogenbildung fördert
  • den Glykogenabbau hemmt
  • die Bildung von Fett und Eiweiß aus Glukose fördert

Insulin wird vom Magensaft zerstört, daher nur parenterale Applikation (durch die Haut gegeben werden) möglich.

  • Humaninsulin

Humaninsulin wird meist gentechnisch aus Schweineinsulin hergestellt.

Die Wirkeigenschaften können durch verschiedene Zusatzstoffe beeinflusst werden, wie lange ein Insulin anhält.

Normalinsulin: wirkt rasch, kurzzeitig blutzuckersenkend

Nach der Applikation muss ein Spritz – Ess – Abstand von ca. 20 min eingehalten werden. Das Insulin wirkt ca. 4 Stunden -> Zwischenmahlzeiten für den Insulinübergang sind nötig.

Langzeitinsulin: wirkt langsam, aber lange Zeit blutzuckersenkend (bis ca. 30 Stunden)

  • Insulinanaloga

Diese Substanzen entstehen durch strukturelle Abwandlung des Insulinmoleküls. Es wurde Aminosäuren vertauscht und ein Derivat ist entstanden. Das wesentlich schneller, stärker und kurzer wirkt als das Humaninsulin. Das Insulinanlogum kann unmittelbar vor den Mahlzeiten angewendet werden und ist bereits nach ca. 2 Stunden so weit abgebaut, dass physiologische Wirkung nicht mehr nachweisbar. Die Lebensqualität der Patient steigt, weil sie flexibler sind.

Beispiele: Lispro: Humalog; Insulin – Aspart :NovoRapid

Die Folgeerkrankungen eines Diabetikers

Im Laufe der Jahre hat Diabetes vor allem Schäden der Blutgefäße, der Nerven und der Nieren zur Folge.

Durch unzureichende Blutzuckereinstellung und Abweichungen der vorgeschriebenen Diät kann es zu Einschränkungen der Lebensqualität kommen und sogar auch lebensverkürzend auswirken. Die Schädigung an großen Gefäßen nennt man Makroangiopathie. Der ganze Organismus ist davon betroffen, besonders die großen Gefäße, wo eine Mangelversorgung der Zellen vorliegt. Die gefürchteten und häufig auftretenden   Folgeerkrankungen sind Schlaganfall (Apoplex)   und Herzinfarkt. Die Schädigung an kleinen Gefäßen nennt man Mikroangiopathie.

Die häufigsten möglichen Störungen sind:

  • Retinopathie: Ist eine Netzhautablösung, Sehstörungen auch schon im frühen alter auftreten kann bei Diabetikern was auch bis hin zur Erblindung führen kann.
  • Neuropathie:   Schädigung an den Nerven kommt es zu Missempfindung an den Beinen und Taubheitsgefühl in den Extremitäten
  • Nephropathie: mit zu nehmender Nierenfunktionsstörungen und Eiweißausscheidung. Die Hälfte der Dialysepatienten sind heute Diabetiker, dieses führt durch Nierenversagen dazu.
  • Infektionen: Hautveränderung, schlechte Durchblutung, ein zu hoher Zuckergehalt im Gewebe und im Urin begünstigen den Wachstum von Pilz und Bakterien. Es entsteht eine eitrige Hautveränderung. Tritt häufig im Anal und Genitalbereich auf und Frauen leiden oft an Harnwegserkrankungen
  • Diabetische Gangrän: Entsteht meist durch eine Kombination von Sesibilitätsstörungen, Durchblutungsstörungen und erhöhte Infektionsanfälligkeit. Langfristig führt es zu Gewebszerstörungen, Nekrosen, infizierten Wunden im Bereich der Füße (in schweren kann es zu Amputationen führen).

Diabetischer Fuß

Aufgaben des Arztes

Die Beratung beugt vor Schäden

Eine der wichtigsten Maßnahmen bei Diabetes ist die Information und Beratung der Erkrankten und deren Angehörigen. Viele schwerwiegende Folgen bei diabetischen Füßen könnten vermieden werden

Wenn die Patienten oder Bewohner frühzeitig Aufgeklärt werden, würden die Spätfolgen nicht so früh eintreten wie sie es jetzt tun. Dabei stellen sich einige Ärzte auf die Behandlung der Spätfolgen ein und klären erst dann ihre Patienten (Bewohner) auf.

Bei den Untersuchungen sollten auf Hautveränderung, Fußmotorik geachtet werden. Es sollten auch die Funktionsfähigkeiten der Nerven geprüft werden, dies erfolgt mit einer Stimmgabel. Die Untersuchung macht der Arzt natürlich und der sollte noch kontrollieren ob sie die den Unterschied zwischen warm und kalt noch merken.

Ursachen sind:

Eine solche Krankheit wird in die Mikroangiopathie eingestuft.

Diabetische Polyneuropathie (Die Zeichen einer Polyneuropathie lassen sich in allen Anteilen des Nervensystems nachweisen, in sensiblen, motorischen und auch in den vegetativen Fasern)

Ausfall des Schmerzempfindens und deshalb gestörte Schutzreflexe für Druckentlastung

Krallenzeh durch Muskelatrophie

Verstärkte Druckbelastung des Vorderfußes durch nicht richtige Abrollbewegung der Zehe

Gestörte Mikrozirkulation durch krankhaft erweiterte Kappilargefäße

Verminderte bis fehlende Schweißsekretion (fördert Rhagaden)

Infektionen

Trotz guter Blutzuckereinstellung kann es beim Diabetiker besonders nach jahrelanger Erkrankung durch mangelnde Durchblutung oder durch schlechte Nervenversorgung zu krankhaften Veränderungen an den Füßen kommen. Hier sind genaueste Untersuchungen des Fußes erforderlich, um dem Patienten durch Einlagen und diabetische Schuhversorgung zu  helfen.  Auslöser können sein falsches Schuhwerk . Deshalb sollten Sportler immer ihr Schuhwerk gut aussuchen, er soll nicht nur gut sitzen, sondern es muss auch aufs Material geachtet werden. (Material sollte aus Leder sein und die Fußsohlen sollten gepolstert sein, weil Gummischuhe und Turnschuhe die Neigung zum Fußschweiß steigern.

Bagatellverletzungen sind kleine Verletzungen der Haut zum Beispiel kleine Kratzer

Die richtige pflege beim den Füßen ist wichtig. Deshalb sollte darauf geachtet werden, wenn man zur Fußpflege geht das sie eine Zusatzausbildung für diabetische Füße haben. Es sollte auch nicht mit scharfen Instrumenten sowie Schere an den Fußnägeln geschnitten werden. Man benutzt   nur eine Nagelpfeile.

Wenn sie Hühneraugen oder Warzen haben sollten sie nie eine Selbstbehandlung machen    weil die Haut dadurch sehr schwer geschädigt werden kann. Lieber gleich zum Arzt gehen.

Symptome

Schwere Gewebsschäden

Oft Schmerzlosigkeit wegen gleichzeitiger Nervenschäden

Therapie

Konsequente Druckentlastung: durch orthopädisches Schuhwerk; Bettruhe bei größeren Nekrosen und Abszess

lokale Therapie:   Abtragung der Nekrosen in 3 Phasen (enzymatisch abbauend, granulationsfördernd, epithelaufbauend)

systematische Antibiotika Therapie

Blutzuckereinstellung optimieren

Bei reduzierter Durchblutung: Dilatation, Bypass – Operation

Amputation

Prophylaxe

Keine heißen sonder warme Bäder

Vorsichtig beim Nägelschneiden

Nicht Barfuss gehen

Passendes Schuhwerk

Keine Eigenbehandlung an Hühneraugen

Regelmäßige Fußbäder ca. 5 min, die Haut soll nicht aufgeweicht werden

Vollelektronische Fußdruckmessung per Computer

Maßschuhversorgung (orthopädische Diabetikerschuhe)

Diabetes-Prophylaxe-Schuhversorgung

Einlagenversorgung

Aber Vorsicht:

Achten Sie zu Hause auf am Boden liegende Gegenstände z.B. Geldstücke, Knöpfe, Nadeln etc. und in der Natur auf spitze Steine, Glassplitter und im Gras zusätzlich auf Bienen und Wespen !

Am sichersten ist es, wenn Sie im Haus und draußen leichte Schuhe tragen !

Allgemeine Prophylaxen die man beachten sollte

  • Nicht zu heiß oder zu kalt waschen, weil die Empfindungsrezeptoren geschädigt sind
  • Auf seine Ernährung achten
  • Regelmäßige Kontrolle der Füße (im Spiegel anschauen weil wenn Veränderungen auftreten das sie ihren Arzt bescheid sagen können)
  •   Regelmäßig Sport   treiben (Ausdauersport) dazu bequeme Schuhe anziehen
  • bei Sehstörungen sollten stolper gefahren vermieden werden und Orientierungshilfen angebracht werden (z, Bsp. Keine kleinen Gegenstände mitten im Raum liegen lassen, bekannte Gegenstände die sie anfassen und wissen in welchen Bereich sie sich befinden)
  • trockene Haut eincremen so dass keine Risse entstehen

Der Einstieg in die Insulintherapie

Eindeutige Anzeichen für eine Insulintherapie sind:

  • Verfehlen des Blutzucker- und HbA – Ziels
  • Unbeabsichtige Gewichtsabnahme
  • Broca – Normalgewicht ( Körpergröße in cm minus 100 = Broca – Normalgewicht;   Körpergröße von 1,75 = 75Kg )
  • Auftreten von Aceton im Urin (bei gleichzeitig deutlicher Harnzuckerausscheidung)
  • Weitere Zeichen sind Müdigkeit Infekanfälligkeit, Nerven schmerzen

Eine Faustregel besagt: Je jünger und je dünner, desto eher ein fall für Insulin

Verschiedenen Insulinarten

Es gibt ein Kurzeitinsulin auch Normalinsulin genannt. Dieses Insulin verwendet man vorwiegend zur Ersteinstellung bei absolutern Insulinmangel und bei diabetischen Koma   Dieses Insulin enthält keine weitern Substanzen womit die Wirkung verzögert werden könnte. Ihr erfolgt der Wirkungseintritt rasch, das heißt nach ca. 15 – 30 min. Die stärkste Wirkung des Insulin ist nach ca. 2 Stunden und insgesamt beträgt die Wirkungsdauer 4 – 6 Stunden. Es ist eine klare Flüssigkeit   in saurer oder neutraler Lösung in Form von Schweine-, Rinder- oder Humaninsulin erhältlich. Bei Normalinsulin sollte ein Spritz -Ess – Abstand eingehalten werden, der die Zeit von 10 – 20 min   beträgt. Natürlich bei einer Unterzuckerung muss kein Spritz – Ess – Abstand eingehalten werden. Wenn der Blutzucker aber über 200mmg/dl beträgt sollte der Abstand 30 min sein. Gespritzt wir bei dieser Insulin art Actrapid.

Das Verzögerungsinsulin enthält zum Normalinsulin die Zusatzsubstanzen (neutrales Protamin Hagedorn). Die Substanzen lassen das Insulin langsamer aus dem Unterhautfettgewebe in die Blutbahn übertreten. Dadurch dass es nicht gleich in die Blutbahn geht verzögert sich auch der Wirkungseintritt. Je nach Dosis wirkt das Verzögerungsinsulin unterschiedlich lang, aber in der Regel brauchen sie sich nur noch 2 mal täglich spritzen. Die morgendliche Dosis sollte ca. 2/3 und die abendliche Dosis 1/3 des Gesamtinsulin betragen. Die Wirkung beträgt in der Regel 8 – 12 Stunden, aber bis maximal 24 Stunden. Den Wirkungsbeginn kann erst nach 1 – 2 Stunden feststellen und die maximale Wirkung kann man ihr nach 4 – 6 Stunden erst beobachten. Ihr sollte der Spritz – Ess – Abstand 30 – 45 min betragen. Bei diesen Insulin wird Protaphane gespritzt.

Das Mischinsulin wird deshalb so genannt, weil es aus Altinsulin und Verzögerungsinsulin hergestellt wird. Es gibt es schon gemischt im Handel, aber man kann es auch selber mischen so kann die Insulin Therapie individuell angepasst werden an den Menschen. Das Mischinsulin muss vor den spritzen 10 mal hin und her geschwenkt werden. So das sich Altinsulin und Verzögerungsinsulin miteinander vermischt, wenn es nicht gemacht wird ist das Mischverhältnis nicht richtig und so kann es passieren das er nicht die richtige Dosis des Insulins bekommt. Durch das Altinsulin hat es einen schnell Wirkungseintritt und durch das Verzögerungsinsulin ist die Wirkungsdauer genauso lang wie bei einen Verzögerungsinsulin. Der Spritz – Ess – Abstand kann durch das Altinsulin 30 min. betragen. Hier wird Actraphane gespritzt.

Das 24 Stunden wirkendes Insulin – Analog . Dieses Insulin braucht man nur einmal vor dem schlafen gehen spritzen und es hält 24 Stunden an. Es hat immer eine gleiche Wirkung. Bei den Insulin wird Lantus gespritzt.

Protrahiert wirkende Insuline haben einen sehr langsamen Wirkungseintritt und eine sehr lange Wirkungsdauer. Sie werden am nur einmal am Tag gespritzt. Es ist für ältere Menschen besser die einmal von einer Pflegekraft besucht werden. Hier wird das Basal – H verwendet.

Hier kann man sehen wie lange die ganzen verschiedenen Insuline anhalten die ich soeben erklärt habe.

Man spritzt hier ein Normalinsulin und ein Verzögerungsinsulin. Man kann sehen wie sie wirken. Das Normalinsulin steigt schnell   in die Höhe und fällt auch wieder ganz schnell. Das Verzögerungsinsulin steigt langsam an und fällt auch langsam. Ein Kurzzeitinsulin (Normalinsulin) muss öfters gespritzt werden als das Verzögerungsinsulin. B

Was ist bei jeder Injektion mit dem Pen zu beachten

  • Vor jeder Injektion seine Funktionstüchtigkeit mit 1 – 2 Einheiten machen, indem man sie abspritzen tut.
  • Den Pen mit Verzögerungsinsulin vor jeder Injektion mindesten 20 mal hin und her kippen, so dass die verschiedenen Insulin gemischt werden.
  • Evtl. Luftblasen in der Penpatrone entfernen. Pen senkrecht mit der Nadelspitze nach oben halten, gegen die Patrone klopfen, so dass die Luftblase nach oben steigt, und die Luftblase mit einigen Einheiten aus der Patrone spritzen.
  • Sollte der Pen nicht mehr funktionieren, sollte man für den Notfall immer eine U – 100 spritze haben ( es ist eine Einmalspritze womit man Dosierung richtig hinbekommt, AUFPASSEN das man keine U – 40 Spritze nimmt den ist die Dosierung nicht richtig)

Wie und wohin soll ich spritzen?

Es wird in das Fett Gewebe unter die Haut gespritzt, nicht in einen Muskel. Wenn man im Bauch spritzt, spritzt man immer zwei Finger unterm Bauchnabel. Dann macht man sich eine Bauchfalte, die Bauchfalte desinfiziert man. Mit einer kurzen Nadel spritzt man senkrecht (11mm)   bei einer längeren schräg. Wenn gespritzt wurde wartet der jenige 10 Sekunden so dass das restliche Insulin auch in die Blutbahn gelangt. Nach dem spritzen nicht mehr die Kappe auf die Nadel machen, weil das große Verletzungsgefahr ist. Deshalb die Nadel nach jedem spritzen abdrehen.

Nebenwirkungen von Insulin

  • Die einzigste ernsthafte Gefährdung   ist die Unterzuckerung die auch Hypoglykämie genannt wird.
  • Eine von den harmlosen Störungen ist das Sehvermögen. Das hängt wieder zusammen mit dem veränderten Quellungszustand der Augenlinse, der aber für die Besserung der Stoffwechselsituation typisch ist. Diese Nebenwirkung ist harmlos und auch nur vorübergehend, sie hat aber nichts mit der Sehstörung zutun, die bei einen Diabetiker so gefürchtet wird.
  • Schwellungen in den Beinen treten nach Insulinbehandlungen manchmal bei jungen Frauen und Mädchen auf, aber sie verschwinden nach einigen Tagen
  • Allergien sind ebenso wie eine (Antikörperbedingte) Insulinresistenz und sehr selten geworden,   durch den Wechsel auf Humaninsulin zu behandeln.
  • Einem Fettgewebsschwund oder der Bildung von Fettgewebsschwülsten an den Injektionsstellen kann durch richtige Spritztechnik vorgebeugt werden.

Sport und Bewegung

Auch wenn es immer gesagt wird zu einen Diabetiker er soll abnehmen, sollte er sich immer einer ärztlichen Untersuchung über sich ergehen lassen. Der Arzt würde sie auch vom Sport abraten wenn sie schon fortschreitende Folgeschäden habe, bei Blutzuckerentgleisungen, bei nicht ausreichend kontrolliertem Bluthochdruck, sowie bei einer Koronaren Herzerkrankung.

Also alle Sportarten die das Herz – Kreislauf – System und die Lunge in Anspruch nehmen sind gut. Da wären die geeigneten Sportarten: Wandern, Schwimmen, Skilanglauf, und Joggen.

Ernährung für einen Diabetiker

Der Körper holt sich täglich aus der zugeführten Nahrung das, was er zum Aufbau und Betrieb oder besser gesagt, zur Energiegewinnung braucht. Die drei Grundnährstoffe sind dazu nötig: Kohlenhydrate; Fette; Eiweiß.

Kohlenhydrate sind Energiespender Nr1ihr Anteil an der Nahrung sollte 50 – 55 % betragen aber wichtig ist die richtige Auswahl.

Da Fett bei übermäßiger Zufuhr in Form von Depotfett im Körper gespeichert wird, sollte sein Anteil an der Nahrung nur 30 – 35 % betragen.

Bei Eiweiß reichen nur 10 – 15 % der Gesamtenergiemenge aus.

Es gibt auch eine ärztlich verordnete Diättherapie, die großen Einfluss auf den Verlauf der Krankheit mit ihren Komplikationen. Die Diät wird aus dem Körpergewicht der körperlichen Betätigung und   davon wird der Kalorienbedarf berechnet. Es richtet sich auch nach der des Diabetes Typs und der schwere der Krankheit. Ein älterer Mensch hat besondere Essgewohnheiten auf die sollte Rücksicht genommen werden, aber wenn möglich eine vorsichtige Umstellung durchgeführt werden.

Auch wenn gesagt wird ein Diabetiker darf keinen Zucker essen, derjenige liegt verkehrt in seiner Aussage. Ein Diabetiker darf Zucker essen bloß in geringen Maßen. Er   sollte dabei trotzdem auf seinen Blutzuckerspiegel achten.

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