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Mitglied im Pflegenetz
Autor: EL Hombre
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Gefäßerkrankungen

  • Varizen = Krampfadern
  • Varikosis = Krampfaderleiden

Wer bekommt Krampfadern?

Jeder Mensch kann Krampfadern bekommen. Häufig fängt es schon in der Jugend oder im frühen Erwachsenenalter an. Bei Frauen kommt es häufig während der Schwangerschaft zu einer deutlichen Zunahme der Beschwerden.

Welche Formen von Varizen unterscheidet man?

  • Besenreiservarizen
  • Seitenastvarizen
  • Stammvarizen

Welche Beschwerden verursachen Varizen?

  • Kosmetische Beeinträchtigung
  • Schweregefühl in den Beinen
  • Schwellung der Beine vor allem im Knöchelbereich
  • Nächtliche Wadenkrämpfe
  • Beschwerden nehmen  prämenstruell und im Sommer zu
  • Entzündung von Krampfadern = Varikophlebitis

Warum kann eine Varikosis ein Beinödem verursachen?

Aufgrund des Rückstaus des Blutes und dem damit verbundenen erhöhten Druck im venösen System kommt es im Bereich der Unterschenkel zu Hautschädigung und Ansammlung von Gewebswasser (=Ödeme).
Blutflüssigkeit wird ins Gewebe gedrückt.

Welche Komplikationen können auftreten?

  • Tiefe Beinvenenthrombose
  • Lungenembolie
  • Verhärtung der Venenwand (Phlebosklerose)
  • Schrumpfungs- und Vernarbungsprozesse
  • Beingeschwüre
  • Vernarbung der Haut, Entzündungen und ekzemartige Hautveränderung
  • Phlebothrombose = bei Stammvarizen
  • Postthrombotisches Syndrom
  • Chronische – venöse Insuffizienz
  • Ulcus cursis

Wie werden Varizen therapiert?

  • Kommpression als Basistherapie
  • Verödungstherapie
  • „Stripping“ – Operation
  • Bewegung

Begründen sie, warum Frau W aufgrund ihrer Varikose in den letzten Jahren mehrfach eine Thrombophlebitis bekommen hat?

Varikose = Venenentzündung = Venenklappeninsuffizienz = gestörter Blutrückfluss = Bildung von (Mikro)Thromben und Entzündung der Venenwand (Thrombophlebitis)

Venöse Rückflussmechanismen:

  • Venenklappen
  • Venenmuskelpumpe
  • Sogwirkung zum Herzen und „Zwerchfellpumpe“  (Ansaugen des venösen Blutes aus den Hohlvenen während der Diastole & Ansaugen des venösen Blutes aus den Bauchkorbvenen während der Einatmung)
  • Arterienpumpe

Thrombophlebitis:

Entzündung oberflächlich verlaufender Venen

Ursachen:

  • Abakterielle Thrombophlebitis Gerinnselbildung in oberflächlichen Venen durch Veneklappeninsuffizienz und Krampfadern
  • Bakterielle Thrombophlebitis folge einer Infektion oder venöse Zugänge
Symptome:

Abakterielle Thrombophlebitis

  • Druckschmerzhafter Venenstrang
  • Umgebung gerötet und überwärmt evtl. Schwellung

Bakterielle Thrombophlebitis

  • Fieber
  • Schüttelfrost
  • Eitrige Einschmelzung des Entzündungsherdes

Komplikation:

  • Homatogene Aussaat der Bakterien (Verteilung der Bakterien im Blut)
  • Bei häufiger Thrombophlebitis Ausbreitung in tieferen Venen
Therapie/Pflege:
  • Keine Bettruhe = Kommpressionsverband und laufen
  • Nachts gewickelt lassen und Bein hoch lagern
  • Alkoholumschläge und Heparinsalben
  • Antikoagulantiengabe bei Bettlägerigkeit

Phlebothrombose:

 

Ursachen:

 

Virchow – Trias

  • Veränderung der Blutströmung
  • Gefäßwandschädigung
  • Veränderte Blutzusammensetzung
Symptome:
  • Läuft häufig Symptomfrei ab und wird erst bei einer Lungenembolie diagnostiziert
  • Schwere und Spannungsgefühl am betroffenen Bein
  • Belastungsabhängiger Fußsohlen oder Wadenschmerz
  • Ziehende Schmerzen entlang der Venen
  • Allgemein unwohl
  • Hohes Fieber
  • Ödembildung
  • Verfärbung der Haut (bläulich- rot)
Komplikation:
  • Lungenembolie
  • Chronisch – venöse Insuffizienz
  • Thrombose – Rezidive
  • Postthrombotisches Syndrom
Therapie/Pflege:
  • 7-10 Tage Bettruhe
  • Antikoagulantien oder Lysetherapie
  • Keine abrupte Bewegungen
  • Betroffene Extremität wird mit Schiene und Binde hochgelagert
  • Hilfe bei Körperpflege und Nahrungsaufnahme
  • Obstipationprophylaxe
  • Hautkontrolle

Erkennen einer Lungenembolie:

 

Mikroembolien, bei denen kleine Äste der Lungenarterien verlegt werden, können unbemerkt oder mit nur geringer Symptomatik ablaufen. Größere Embolien können eine ausgeprägte Symptomatik hervorrufen. Leider wird häufig eine symptomarm verlaufende tiefe Bein- und Beckenvenenthrombose erst durch die Lungenembolie erkannt.
Je nach Größe des Embolus wird die nachfolgende Symptomatik mehr oder weniger ausgeprägt auftreten:

Symptome                                                                    Beobachtungskriterien

Plötzlich auftretender Thoraxschmerz,                       Schmerzäußerungen
meist atemabhängig; evtl. Schonatmung                        (Mimik, Atemtiefe)

Tachykardie, kleiner Puls                                              Pulsüberwachung:
                                                                                     Frequenz, Qualität

Atemnot, Luftnot; Angst; Todesangst                          Atemtiefe/ Atemdauer/
Kurze, flache und beschleunigte Atem-                        Atemfrequenz / Gesichts-
züge                                                                             ausdruck

Zyanose, zunächst an den Akren                                  Hautfarbe (Fingernägel,
                                                                                     Lippen)

Einflussstauung, prall gefüllte                                     Füllungszustand der Hals-
Halsvenen                                                                    venen

Schock: Blutdruckabfall, Puls-                                    Puls nach Frequenz und
Beschleunigung, Hautblässe/ -                                    Qualität beobachten, RR,
zyanose                                                                       Hautbeobachtung

nach 2-3 Tagen: Husten mit blutigem                         Husten / Sputum - Menge
Auswurf, rötlich – schaumiges Sekret

Pflegerische Sofortmaßnahmen bei Verdacht auf eine Lungenembolie sind:

  • Benachrichtigung des Arztes
  • Oberkörperhochlagerung ( Ausnahme: Schock)
  • Beruhigung des Kranken (bei ihm bleiben)
  • Nasale Sauerstoffzufuhr (2-3 Liter / Minute)

Antikoagulantien – Wirkungsweise im Gerinnungsprozess:

  • Blutmenge in den betroffenen Venenabschnitten nimmt zu = Gefäßinnendruck steigt
  • Abpressen von Blutflüssigkeit in das umliegende Gewebe
  • Behinderung der Rückresorption von Flüssigkeiten aus dem Gewebe in den venösen Kapillaranteil
  • O2 – und Nährstoffmangel im umliegenden Gewebe durch Blutrückstau über den venösen Kapillaranteil in den arteriellen Kapillaranteil
  • Behinderter Abtransport von Stoffwechselprodukten aus dem umliegenden Gewebe = Schädigung der Gewebszellen

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CVI (chronisch- venöse – Insuffizienz)


Autor: EL Hombre
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