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Mitglied im Pflegenetz
Autor: Simone Häußer
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Thrombose

Thrombos (griech. Klumpen) ist ein Blutgerinnsel innerhalb eines Blutgefäßes, verschließt dieser eine Vene ganz oder teilweise, spricht man von einer Thrombose (Blutpfropfbildung), eine lokale intravitale (während des Lebens auftretende) Gerinnung in einem Blutgefäß.

Am häufigsten treten diese in den Beinen auf.

Bei einer Entzündung im Bereich der oberflächlichen Vene, spricht man von einer Thromophlebitis. Die entzündete Stelle ist gerötet, fühlt sich warm an und  hat eine leichte Schwellung, die auf Druck schmerzhaft. Als folge kann sich in der betroffenen Vene ein Blutgerinnsel bilden.

Thrombosen in den tieferen Venen sind hingegen gefährlicher weil Teile des Thrombus viel leichter vom Blutstrom mitgerissen werden und zu neuen Gefäßverschlüssen in anderen Organen führen können.

Thrombosen können verschiedene Auslöser haben:

 

Verlangsamter Blutfluss

  1. Bettlägerigkeit
  2. Lähmung
  3. Gipsverband oder Schienenlagerung
  4. Schmerzbedingter Schonhaltung
  5. Hochgradigem Flüssigkeitsmangel oder -verlust
  6. Pathologischer Zellvermehrung
  7. Herzinsuffizienz, Schock
  8. Chronisch venöser Insuffizienz

(Ausfall der Muskel-Venen-Pumpe oder arbeitet kaum)

Veränderungen an den Wänden der Gefäße

  1. Traumatisch: Verletzungen, Quetschungen, Operationen
  2. Degenerativ: Altersbedingte Veränderungen der Beinvenen, Varikosis
  3. Entzündlich: Durch Venenentzündung (Phlebsitis)

Erhöhte Blutgerinnungsneigung (Thrombophilie)

  1. Vererbbar
  2. Krebserkrankung
  3. Medikamente (Ovulationshemmer, Kortison)

Weitere Faktoren:

  1. Hohes Lebenalter >65
  2. Hohes Körpergewicht
  3. Schwangerschaft
  4. Rauchen
  5. Sepsis oder andere schwere Infektionskrankheiten

(Mangel an Gerinnungshemmender oder Überschuss Gerinnungsfördernder Faktoren können zu einer Thrombose führen wie nach großen OP`s, Verletzungen mit großer Gewebszerstörung, Verbrennungen)

Folgen

 

Lungenembolie

Wird ein Blutgerinnsel (Bein- und Beckenvenen (meist))gelöst kann diese mit dem Blutstorm durchs Herz bis in die Lunge gespült werden. Die Hauptsymptome der lebensgefährlichen Krankheit sind Schmerzen in der Brust und Atemnot.

Postthrombtisches Syndrom

Wird eine Thrombose zu spät oder gar nicht behandelt kann dieser oder der Blutstau die Vene so sehr beeinträchtigen das auf Dauer der Blutfluss beeinträchtigt wird. Krampfadern, Schwellneigungen und Hautveränderungen treten auf.
Verschlimmern sich die Symptome kommt es zu Unterschenkelgeschwüren, Patienten sprechen meist von offenen Beinen (Ärzte Ulcus cruris venosum)

Prophylaxe

Ziele
Den venösen Rückfluss zu steigern
Venenwandschäden vorzubeugen
Die Gerinnungsbereitschaft zu senken

Durchführung

  • Mobilisation
  • Lagerung (Beine 20 Grad, nicht bei Durchblutungsstörungen)
  • Ausstreichen der Venen (Beine herzwärts, sanft und gleichmäßiges Tempo)
  • Venenkompression durch ATS und Kompressionsverbände Kompressionsverbände: Kurzzugbinde und Langzugbinde (von unten nach oben)
  • Rückstromfördernde Gymnastik (Aktivierung der Muskel-Venen-Pumpe) (Bettradfahren, Fußkreisen, Füße am Bettende drücken und Wadenmuskel anspannnen)
  • Heperanisierung
Autor: Simone Häußer
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