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Mitglied im Pflegenetz
Autor: Bach
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Schmerzen

  1. An welchen Körperstellen werden keine Schmerzen verspürt?

  • Haar, oberhalb der Wurzel
  • Gehirn
  1. Schmerzen haben auch eine positive Funktion, - wieso?

Die positive Funktion dient dem Schutz und Erhaltung der Gesundheit. Sie fördert die Heilung bei Schäden durch eine Schonhaltung bzw. Ruhigstellung des erkrankten Körperteils.

  1. Nervenendigungen, die Schmerzen registrieren, heißen: ....

    • Nozizeptoren
  1. Wann spricht man von einer drohenden Chronifizierung der Schmerzen?

Eine Chronifizierung der Schmerzen gibt es sobald Schmerzen länger als 3 Monate anhalten bzw. bei einigen Erkrankungen schon nach 1 Monat.

  1. Wann wird der Ausdruck „chronische Schmerzen „ verwendet?

Bei Schmerzen, die länger als ½ Jahr bleiben oder binnen Jahresfrist mehrmals wieder aufgetreten sind.

  1. Chronische Schmerzen stellen einen Teufelskreislauf für die Betroffenen / den Betroffenen dar. Erläutern Sie diese Feststellung!

Es besteht eine akute Schmerzsituation, die das gesunde Gleichgewicht stört. Dabei schaukelt sich der Schmerz weiter auf. Dies ist sehr deutlich bei Rückenerkrankungen zu sehen. Durch den ständigen Schmerz wird eine Schonhaltung eingenommen. Durch diese Haltung entsteht eine Fehlbelastung im Körper und der Schmerz wird stärker. Nicht nur, dass der Betroffene dann in ein Teufelskreislauf gelangt, sondern seine Lebensqualität wird stark eingeschränkt. Der Betroffene erhält zusätzlich depressive Verstimmungen, Isolation von der Gesellschaft, gestörtes Schlafverhalten, Leistungsfähigkeit sinkt und das Sexualverhalten wird zunehmend eingeschränkt.

Schmerz Kreislauf

  1. Schmerz hat einen sozialen Anteil. Schildern Sie den Zusammenhang zwischen Schmerzempfindung und Erziehung ( Sozialisation) an einem Beispiel!

Bsp: Kleinkinder in Naturvölkern erhalten in der Gesellschaft keine Zuwendung, wenn sie ihren Schmerz zum Ausdruck bringen. Sie werden gelobt, wenn mit dem Schmerz zurechtkommen. Die Schmerzempfindlichkeit sinkt. Die Schmerzbewältigung hat für die Angehörigen der Naturvölker also einen hohen Stellenwert. Für Sie ist es ein Zeichen von Stärke, wenn sie den Schmerz aushalten.
Das Gegenteil hingegen ist in den Industrieländern. Hier liegt die Aufmerksamkeit auf dem Ausdruck des Schmerzes. Jedoch gibt es auch hier Gesellschaften, die ihre männlichen Kinder dazu erziehen, den Schmerz den sie fühlen nicht zum Ausdruck zu bringen. Dies würde als ein Zeichen von Schwäche angesehen und mit Missachtung bestraft. Des weiteren wird vielen Jungs gesagt wenn sie Schmerz verspüren „ Ein Indianer kennt kein Schmerz“.

  1. Erläutern Sie den Zusammenhang zwischen Schmerzstärke und „ Frequenz“!

Wie schon zuvor erwähnt, gibt es deutliche Unterschiede in der Schmerzwahrnehmung. Je stärker die Schmerzstärke ist, desto schneller ist die Frequenz der einzelnen Aktionspotentiale ( AP). Ist es ein geringfügiger Auslöser, wie ein oberflächlicher Schnitt in die Haut verstreicht viel Zeit zwischen den einzelnen AP. Ist der Auslöser stark, wie ein tieferer Schnitt wird die Übertragung der einzelnen AP schneller übertragen. Dies wird so lange vom Körper ausgesendet bis die Ursache behoben ist.

  1. Schmerz kann nicht nur durch mechanische Beeinflussungen ausgelöst werden, sondern auch durch chemische Reize. Geben Sie drei Beispiele an und deren Auswirkungen!

Bestimmte chemische Reize können die Nozizeptoren erregen. Wie das Haar der Brennnessel, Bienengift und Mückenspeichel ( Histamin). Ist dies in die Haut eingedrungen geben die Nozizeptoren Schmerzsignale ans Gehirn, zusätzlich entstehen Entzündungen mit Hautrötungen und Schwellungen.

  1. Nozizeptoren reagieren manchmal auch auf Stoffe, für die Sie ursprünglich nicht empfindlich waren. Geben sie ein Beispiel an!

Halten Entzündungen lange an, werden diese chronisch! Die Reizung der Nozizeptoren durch die Entzündungsstoffe und andere Subtanzen bleiben bestehen. Unentwegt wandert AP in Richtung Gehirn. Die Entzündungsstoffe lassen Nozizeptoren auch für andere Reize empfindlich werden. Sie reagieren dann etwa bei Gelenkentzündungen auf normale Bewegung, die ein gesunder Mensch nicht als unangenehm wahrnimmt. Folge kann sich ein Kranker nur unter Schmerzen bewegen und nimmt eine unwillkürliche Schonhaltung ein.
Es entsteht eine Überempfindlichkeit der Nozizeptoren.

  1. Welche Körperreaktionen setzen ein, wenn ein Schmerzsignal vom Rückenmark kommend im Gehirn angekommen ist?

Lösen Reaktionen aus, die im Zusammenhang mit Schmerz entstehen. So steigt der RR an, die Atmung wird schneller, die Aufmerksamkeit legt sich auf den Ort des Schmerzes. Fluchtverhalten wie auch zielgerichtetes Handeln zählt ebenso dazu.
Bsp: Schmerz gibt Anlas:

    • Schwere Gegenstände fallen zu lassen
    • Wärme / Kälte zu suchen
    • Verband anzulegen
    • Tbl. Einzunehmen
    • Arzt aufzusuchen
    • Hand / Fuß wegziehen
  1. Geben Sie drei körpereigene Stoffe an, die Schmerzen dämpfen können!

  • Morphine
  • Serotonin
  • Noradrenalin
  1. Wie werden heute „ Phantomschmerzen“ erklärt?

Es ist eine besondere Art von Nervenschmerzen. Die ursprüngliche Nervenverletzungen bei Amputationen, haben ein Autonomes Zentrum im ZNS gebildet. Dort erzeugen Neuronen ständige Erregung, obwohl keine AP aus dem peripheren NS ausgeht. Solche Autonomen Zentren bilden dann das „ Schmerzgedächtnis“ des ZNS, das sich hinter dem Phantomschmerz verbirgt.


Autor: Bach
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