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Mitglied im Pflegenetz
Autor: B. Pafel
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Rheumatoide Arthritis = Polyarthritis


Ist die häufigste entzündlich- rheumatische Erkrankung. Betrifft überwiegend die Gelenke aber auch Schleimbeutel, Sehnenscheiden und innere Organe.
Wird zu den Autoimmunerkrankungen gezählt. Es werden Autoantikörper gebildet die sich gegen die Gelenkinnenhaut richten. Diese schwillt an und zerstört den Gelenkknorpel und umgebende Sehnen und Bänder.

Haupterkrankungsalter:

  • 20 bis 45 Jahre
  • Frauen sind 3 bis 4 mal häufiger betroffen

Auslöser können sein:

  • Körperliche und seelische Belastungen
  • Geburten
  • Infekte
  • Witterungseinflüsse
  • Die Krankheit kommt familiär gehäuft vor

Symptome:
Beginnt mit Allgemeinsymptomen wie:

  • Müdigkeit
  • Schwäche
  • Gewichtsverlust
  • Nervosität
  • Zunehmende Neigung zum Schwitzen vor allen an den Händen und Nachts
  • Flüchtige Kiefergelenkschmerzen
  • Gefühl des Eingeschlafenseins und Kälte sowie Steifigkeit in den Händen vor allen Morgens
  • Leicht erhöhte Temperatur
  • Sehnenscheidenentzündungen ohne Grund
  • Zunehmend Druckschmerzen in den Fingermittelgelenken beim Händedruck
  • Zunehmende teigige Schwellungen der Findergrundgelenke und später auch der Findermittelgelenke
  • Die Hände werden kraftlos
  • Später Bildung von Rheumaknoten
  • Zunehmend Bewegungseinschränkung
  • Zunehmend Gelenkfehlstellungen
  • Meistens sind zuerst die kleinen Gelenke betroffen, das heißt die Finger- und Zehengelenke.
  • Die Beschwerden sind meist symmetrisch. Das heißt z.B. wenn das rechte Ellenbogengelenk

betroffen ist, ist meist auch das rechte betroffen.

  • Die Wirbelsäule ist nicht betroffen, außer der HWS- Bereich.
  • Rheumaknoten sind subcutane Gewebsveränderungen die unverschieblich sind.

Diagnostik:

  • Im Blut Bestimmung von:
  • Rheumafaktoren (meist positiv)
  • Blutsenkung
  • Blutbild (meist Eisenmangelanämie)
  • Röntgen der betroffenen Gelenke

Komplikationen:

  • Kontrakturen
  • Osteoporose
  • Herzentzündungen

Therapie:

  • Medikamente:

Nicht steroidale Antirheumatika:

Gibt man im akuten Schub gegen Schmerzen und Entzündungen

  • ASS®
  • Voltaren®
  • Amuno®

Basistherapeutika:

Zur Langzeitbehandlung um neuen Schüben vorzubeugen. Haben viele Nebenwirkungen und müssen deshalb oft abgesetzt werden.

  • Goldpräparate
  • D- Penicillamin
  • Resochin®
  • Zytostika

Glucocorticoide

wirken gegen Schmerzen und Entzündungen, oft auch zur Langzeitbehandlung eingesetzt.
  • Physikalische Maßnahmen:
  • Meist Kälteanwendungen
  • Krankengymnastik
  • Ergotherapie
  • Lokale Anwendungen
  • Einreibungen z.B. mit kühlenden Gel
  • Operative Maßnahmen:
  • Entfernung der Gelenkinnenhaut oder
  • künstliche Gelenke oder
  • künstliche Gelenkversteifung (Arthodese)

Autor: B. Pafel
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