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Multiple Sklerose
Multiple Sklerose, kurz MS genannt, gehört zu den häufigsten organischen Nervenerkrankungen.
Es handelt sich um eine entzündliche Erkrankung des ZNS.
Die Ausbreitung erstreckt sich über das Gehirn & Rückenmark.
Es kommt zu diffusen herdförmigen Schädigungen der Markschicht – der Myelinschicht,
die die Axone umkleiden.
Diese Entzündung führt zu sklerotischen, narbigen Veränderungen.
Dadurch wird die Leitfähigkeit der Axone behindert oder sogar aufgehoben (Lähmung).
Ursache:
man vermutet:
- Autoimmunerkrankung
- Virusinfektion
auffällig:
- Erkrankung kommt viel häufiger in den nördlichen Gebieten der Erde vor Als in den südlichen.
Symptome:
- beginn ist schleichend und zunächst uncharakteritisch
- manche Symptome können wieder abklingen
- andere treten auf und schreiten fort
zunächst werden
- Missempfindungen (Paraesthesien) angegeben,
- Kribbeln in den Extremitäten,
- gestörter Tastsinn (Sensibilitätsstörungen),
- Schnür- und Bandgefühl,
- herabgesetzte Empfindlichkeit,
- Berührungsreize werden kaum wahrgenommen
- Typische Symptome Sehstörungen durch Entzündung der Sehnerven
- Bewegungsstörungen an einzelne Gliedmaßen
- es kommt zu spastischen Lähmungen (Paresen) mit deutlicher Tonuserhöhung
- Bauchdeckenreflexe sind erloschen
- Koordinationsstörungen durch Beteiligung des Kleinhirns man spricht von cerebellarer Ataxie (Gleichgewichtsstörungen)
- dazu gehören Zielwackeln (Intensionstremor)
- Gangstörung (torkelnder Gang)
- skandierende Sprache (Sprache undeutlich, schlecht artikuliert)
- Schluckbeschwerden treten auf » Aspiration
(Gefahr der Aspirationspneumonie oder Erstickung) » kann eine Sondenernährung notwendig werden
- Nystagmus (Augenwackeln)
- Blasenstörungen:
- Inkontinenz (Blase kann das Wasser nicht halten)
- Retentionsblase (Zurückhalten) Blase kann nicht vollständig entleert werden, es bleibt Restharn (Gefahr der chronischen Blasenentzündung und zum Nierenbecken aufsteigende Harninfektion) verursacht keine schmerzen » Schrumpfniere
Charakteristische Symptome:
- spastische Lähmung
- Intensionstremor
- Nystagmus
- skandierende Sprache
- Psychische Auffälligkeiten
- Euphorie (können die schwere ihres Krankheitsbildes nicht einschätzen)
- später oft Depression
Krankheitsverlauf:
3 Verschiedene Verlaufsformen in Schüben:
- eine kleine Gruppe, etwa 15%, zeigt nach einem oder mehreren Schüben eine Heilungstendenz.
Krankheitsprozess kommt zum Stillstand, wenige Narben, bzw. Sklerosierungen, führen nur zu geringer Funktionsbeeinträchtigungen.
- Wiederholte Schübe führen zu allgemeiner Verschlechterung
Motorische Störungen – Ataxie, Lähmungen- stehen im Vordergrund
Pflegerische Hilfe notwendig
- Langsame aber kontinuierliche Verschlechterung
Nur noch Leben im Rollstuhl oder ständige Bettlägerigkeit
Gefahr bei allen Dauerliegern:
- Dekubitus (Druckgeschwür)
- Pneumonie
- bei Schluckbeschwerden Gefahr der Aspiration (Aspirationspneumonie » Erstickungstod – in manchen Fällen kann die Ernährung nur durch eine Sonde vorgenommen werden )
- Spastische Kontrakturen an den gelenken (Physiotherapie- Lagerung)
- Bei Inkontinenz der Harnblase kann sich eine chronische Harnblasenentzündung
Entwickeln, bei aufsteigender Infektion über die Harnleiter bis in das Nierenbecken kann sich eine chronische Nierenbeckenentzündung entwickeln, die auf das Harn-Bildende Nierengewebe übergreift.
So entwickelt sich die Schrumpfniere
» Nierenversagen
» Dialyse wird notwendig
Besondere Gefahr sind keine Schmerzen & meist ohne Fieber bei chronischen Entzündungen.
Therapie & Pflege:
Da Ursache unbekannt ist eine gezielte Therapie nicht möglich!
Nur symptomatische Therapie findet Anwendung:
- Kortison …… ACTH (wirkt entzündungshemmend)
- Immunsuppressiva - dämpft die Aktion der Immunkörper
(Verdacht dass Autoimmunkörper diese Krankheit auslösen)
BEACHTE:
- Unterkühlung vermeiden
- bei akuter Phase Bettruhe
- vorsichtige Krankengymnastik – keine körperlichen Anstrengung
- Überforderung vermeiden
- Dekubitus- und Kontrakturenprophylaxe
- Blasentraining
- Gewöhnung an den Rollstuhl
- Psychische Führung – Aufklärung der Angehörigen!!
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