Orthopädie
= Knochenkrankheiten
Die Knochen des Skelettsystems können zu klein sein, das
nennt man Hypoplasie oder ein Knochen ist zu groß,
dies nennt man Hyperplasie.
Dysostosen ist eine Fehlentwicklung der Knochen,
z.B. Schädelformierung oder Verschmelzung von Zehen und Fingern,
Verwachsungen von Elle und Speiche, Schulterblatt Fehlbildung, Phokomelie (Hand
an der Schulter).
Dysplasie = der Körper ist Verkürzt
z.B. der Zwergwuchs, Skoliose (seitliche Verkrümmung der
Wirbelsäule), dadurch ist der Körper verkleinert.
Glasknochenkrankheit (Osteogenesis imperfecta)
Die Langröhrenknochen haben eine verminderte Dichte und brechen
leicht, die vielen Frakturen führen zum Minderwuchs.
Therapie: Eine mechanische Stabilisierung, sonst
ist keine weitere Therapie möglich.
Osteomylitis (Knochenmarksvereiterung)
Dabei ist der Markraum infiziert, z.B. durch offene Verletzungen
(offener Bruch) oder auf dem Blutweg z.B. durch Mandelvereiterung,
Nasennebenhöhlenentzündung usw.
Die Krankheitserreger sind meistens Staphylokokken (gram positiv),
dies ist die unspezifische Osteomylitis. Spezifische
sind u.a. Mykosen, Tuberkolose, Syphilis oder Typhus, dies macht
aber nur etwa 10% aus, der Rest ist durch Staphylokokken. Erkannt
wird die Krankheit durch Symptome wie Rötung am Bein oder
Arm, Schwellung und Überwärmung, Schmerzen, Erkennung
durch Röntgenaufnahmen und der Pat. hat Fieber.
Die Chronische Osteomylitis heilt nie aus und
kann in Knochenkrebs übergehen
Folge - Amputation.
Therapie: Ruhigstellung des Beins oder Arms,
Antibiotika und Ausräumung des Knochenmarks (OP- Spülung
mit Antibiotika) und einen externen Fixateur.
Stoffwechselstörungen
Hyperthyreose (Überfunktion der Schilddrüse),
Diabetes und eine Überfunktion der Nebenschilddrüsen
(produzieren ein Hormon welches Parathormon heißt), dies
alles führt zum verstärkten Knochenabbau (Sekundäre
Osteoporose). Es gibt auch eine Unterfunktion der Nebenschilddrüsen,
da ist der Knochen Kompakter, es kommt zum vermehrten Knochenanbau.
Primäre Osteoporose (wenn die Ursache unbekannt
ist), tritt bei Männern im höheren Lebensalter, bei Frauen
in den Wechseljahren auf.
Therapie: Milch trinken, Muskeltraining, Kalziumbrausetabletten,
Calcitonininjektionen, das fördert die Kalziumeinlagerung
in den Knochen.
Osteomalazie ist die Rachitis des Erwachsenen.
Rachitis:
Bei der Osteomalazie ist die Matrix normal vermehrt, aber die
Knochen haben eine vermehrte weiche, sie sind Biegsamer und weil
zu wenig Kalzium eingebaut wird, z.B. durch Vitamin D Mangel. Vitamin
D fördert die Kalzium Resorption im Darm.
Paget-Erkrankung (vermehrte Knochendichte)
Osteoplasten sind Zellen die den Knochen aufbauen.
Osteoklasten sind Zellen die den Knochen abbauen.
Die Paget - Krankheit ist ein Ungleichgewicht zwischen Osteoplasten
und Osteoklasten. Symptome: z.B. der Schädelumfang nimmt zu.
Es ist keine Therapie möglich.
Marmorknochenkrankheit
Dabei kommt es zu einer Verdichtung der Knochen nahe den Gelenken,
dies führt zu einem Verschleiß der Gelenke. Dieser Verschleiß nennt
man Arthrose.
Die Arthrose führt zu Anlauf und Belastungsschmerzen.
Arthrose ist vorwiegend Altersbedingt und vorwiegend im Knie und
Hüftgelenk.
10.03.2003
Osteochondrose = Knochen - Knorpel - Zurückbildung
Morbus - Scheuermann
Die Osteochondrose der Wirbelsäule tritt im Jugendlichen
Alter auf und heißt Morbus Scheuermann (die
Wirbelkörper bilden sich zurück).
Vorwiegend sind Männer von dieser Krankheit betroffen, sie
haben starke Schmerzen und die Wirbelsäule ist verkrümmt
(Rundrücken).
Typisch für den Morbus Scheuermann, sind die Schmorlchen
Knötchen (Erkennbar auf dem Röntgenbild).
Morbus perthes ist die Osteochondrose des Femurkopfes (Oberschenkelhalskopf)
Morbus Osgood - Schlatter ist
eine Knochenknorpel Osteochondrose des Tibiakopfes (Schienbein).
Köhler - Krankheit ist eine Osteochondrose
des Mittelfußknochens und des Kahnbeins.
Therapie: Antirheumatika (z.B. Diclofenac)
Knochentumore
Knochentumore können überall im Skelett und Knorpel
vorkommen.
Primäre Tumore haben ihren Ursprung im Knochen
selber.
Sekundäre Tumore sind Metastasen von anderen
Organen (z.B. Prostata Ca, Bronchial Ca).
Ein Osteom = ein gutartiges Knochengeschwulst.
Ein Osteosarkom = ein bösartiger
Tumor.
Chondrom = gutartig
Chondrosarkom = bösartig
Arthrose
Arthrose = Gelenkverhärtung, Gelenkverkalkung
Arthrose kommt angeboren vor, aber meistens erworben durch Altersbedingte
Verschleißerscheinungen, aber auch X und O Beine können
dazu führen, oder durch Verletzungen, Blutungen im Gelenk
und Überbelastung.
Meist sind Hüft und Kniegelenk betroffen, aber es kann jedes
Gelenk betreffen.
Symptome: Sind Anlauf und Belastungsschmerzen.
Der Röntgenarzt sieht eine Gelenkspaltverschmälerung,
Subchondrale Sklerosierung, Geröllzysten, Knochenkrachen mit
der Hand fühlbar.
Therapie: Salben z.B. Voltaren, Tabletten z.B.
Diclofenac, KG, Reizstrom, Moorbäder.
Osteochondrosis
dissecans
Ein Knochenknorpelfragment sprengt ab.
Betroffen ist meistens der Ellenbogen und das Kniegelenk, folge
ist: Gelenksperre von Knie- und Ellenbogengelenk.
Therapie: Operative Versorgung.
Rheuma
(Primäre Polyarthritis)
Es kommt sowohl aus einer Arthritis, als auch aus einer Arthrose
vor.
Es kommt besonders bei Frauen vor. Am häufigsten sind die
Grundgelenke der Hände und Füße betroffen. Die
Ursache ist 1. eine Entzündung der Innenhaut der Gelenkkapsel,
2. eine Wucherung. Zerstört sind die Gelenkknorpel, die Knochen,
Sehnen und Bänder.
Diagnose : CRP ist erhöht, BKS (Blutsenkung)
ist erhöht.
Therapie: Tabletten z.B. Diclofenac, Salbe z.B.
Voltaren, Goldpräparate, Zellgifte, Kortison, Moorbäder,
Wärme.
Wenn dies alles nicht hilft, wird die Innenhaut entfernt.
13.03.2003
Arthritis ist eine Entzündung im Gelenk durch Bakterien,
Autoimmunreaktion bei Rheuma. Symptome sind:
Schmerzen, Rötung, Überwärmung, Schwellung, Bewegungseinschränkung. Therapie: Antibiotika
Periarthritis
humero Scapularis
=
Entzündung um das Schulterblatt und des Oberarms
Die sehnen der Muskeln die den Arm heben und senken, nach innen
und nach außen drehen, entzünden. Ferner haben die Sehnen
einen Schleimbeutel.
Der Schleimbeutel kann auch entzündet sein. Die Sehnen bilden
eine Sehnenplatte (Rotatorenmanschette). Diese Rotatorenmanschette
bekommt im Alter Risse und Verursacht starke Schmerzen. Ganz Typisch
ist, das der Arm nicht über die Horizontale gehoben werden
kann, außerdem ist die Innenrotation und Außenrotation
schmerzhaft eingeschränkt.
Therapie: Einreibungen mit Salben (Voltaren,
Bienengiftsalbe), Akkupunktur (am Unterschenkel), Diclofenac Als
Tabletten, dann Steigerungsform wie Zäpfchen, Spritzen, dann
Kortison in Tablettenform bis hin zu Kortisonspritzen ins Gelenk
(unter sehr Sterilen Bedingungen), Frozen Sholder (eingefrorene
Schulter), Vollnarkose (während der Vollnarkose wir der Arm
AKTIV bewegt).
Querschnittslähmung
Die Ursache sind meistens Unfälle, aber auch Tumore und Infekte.
Symptome: Lähmung (schlaffe Lähmung),
später kommt Spastik hinzu, Mastdarmstörung, Blasenstörung
und Sensibilitätsstörungen.
Therapie: KG, und sehr gute Pflege
Spezielle
Orthopädie
Schiefhals (Muskulus Steronocleidomastoideos)
Wenn der Muskel verkürzt ist, liegt ein Schiefhals (angeboren)
vor. Der Kopf ist dann zur Erkrankten Seite geneigt.
Therapie: Operativ muss der Muskel verlängert
werden, und KG
Ein Schiefhals kommt auch durch Blockierung der kleinen Wirbelgelenke
vor. Die Muskulatur ist dann verspannt und fördert dann den
Schiefhals.
Therapie: Muskelentspannende Maßnahmen
durch Medikamente wie z.B. Musaril (Valium Abkömmling), zusätzlich
Salben wie Voltaren. Rotlicht, Diclofenac als Tabletten, Zäpfchen
und Spritzen, Quaddeltherapie (Spritzen von Betäubungsmittel
an mehreren Stellen direkt unter die Haut), Halskrause und Akupunktur.
Haltungsschwäche
Rundrücken, Flachrücken, Hohlrücken
Therapie: Schwimmen, KG, Massage
Haltungsfehler
Skoliose
Dies ist eine Anhaltende und Seitliche Verbiegung der Wirbelsäule
(knöchern).
Ursache ist Unbekannt. Wenn die Ursache Muskulär bedingt
ist, dann spricht man von einer Myopathischer Skoliose. Die Skoliose
kann auch durch Nervenschäden bedingt sein, z.B. bei Kinderlähmung,
dann spricht man von einer Neurophatischer Skoliose. Aus der Skoliose
resultiert auch ein Rippenbuckel, dadurch kann die Herz und Lungenfunktion
eingeschränkt sein.
Therapie: Bei Myolkatischer Skoliose: KG
Bei
Neurophatischer Skoliose: Korsett
Bei
Knöchernen Skoliose: Es wird eine Stange reinoperiert und
mit
Der
Wirbelsäule verbunden
Kyphose
Bei einer Kyphose ist die Wirbelsäule nach hinten gebeugt
(Buckel).
Die Wirbelsäule kann nicht mehr gerade gehalten werden. Die
Wirbel bilden sich zurück. Kommt häufig im Alter vor.
Bei Jungen Leuten heißt es Morbus Scheuermann
Therapie: Massagen, KG, Fango. Bei Osteoporose:
Kalziumzufuhr, Milch trinken
Morbus Bechterew
Eine Krankheit die nicht selten vorkommt, meistens sind Männer
betroffen. Die Krankheit hat einen Chronischen - Entzündlichen
Verlauf. Die Wirbel verknöchern und das vordere Längsband.
Im Extremfall läuft der Patient nach vorne abgeknickt. Für
diesen Krankheitsverlauf gibt es einen einfachen Test: Der Fersendruckschmerz.
Therapie: Cortison, ACTH (wird von der Hypophyse
produziert, kann aber Synthetisch hergestellt werden), KG
Wirbelgleiten
Bei dieser Krankheit gleitet ein Wirbel über den anderen
(sehr schmerzhaft).
Die Ursache ist ein Wirbelbogendefekt, durch Verletzung
oder Entzündung, meistens zwischen dem L5 und S1. Beschwerden
können sehr vielfältig sein, die Nerven die austreten,
können zu Taubheit, Gribbeln und zu schweren Neurologischen
Ausfällen führen. Meist ist es nur ein Zufallsbefund.
Therapie: KG (bei leichten Fällen), Korsett
(verhindert das gleiten), oder eine Operative Stabilisierung (Spongioplastik).
Tuberkulose der Wirbelsäule
Die Tuberkulose ist eine Krankheit, die eigentlich ausgestorben
ist. Früher starb jeder dritte daran. Knochentuberkulose gab
es schon in der Steinzeit. Resistente Stämme gibt es heute
wieder (Dritte Welt). Die TBC - Bakterien ähneln den der Leprabakterien.
Alte Leute und Kinder sind am häufigsten betroffen.
Symptome sind u.a. gestörtes Allgemeinbefinden (schwach,
schlapp, müde, Brustschmerzen), Rückenschmerzen, Bauchschmerzen,
bis zur Ausstrahlung in die Beine. Der Orthopäde Röntgt
und findet Blockwirbel, Wirbel die zusammen sind, der Wirbelkörper
ist zerfressen.
Therapie: Die Wirbelkörper werden ausgeräumt,
Pat. Kommt in eine Liegeschale, bis der Wirbelkörper wieder
ausgeheilt ist. Wird dies nicht gemacht, brechen die Wirbelköper
zusammen und es entwickelt sich ein Gibbus, dieser Gibbus führt
dann zur Querschnittslähmung.
Degenerative Erkrankungen der Wirbelsäule
(Zurück bildende Erkrankungen der WS)
Hierbei geht es um Verschleißerscheinungen. Sie können
die Bandscheibe betreffen (Bandscheibenpuffer zwischen den Wirbeln)
oder den Wirbelkörper,
das nennt man Spondylose. Verschleißerscheinungen
an den Dornfortsätzen und den Zwischenwirbelgelenken nennt
man Spondylarthrose, kommt es zu Verknöcherungen
der Zwischenwirbellöcher, ist dies auf den Röntgenbilder
erkennbar. Man hat dann durch Abquetschung der Nerven, Neurologische
Ausfälle wie Gribbeln, Taubheitsgefühl bis hin zur Lähmung.
Die Nerven sind einem Dermatom (Hautfläche) zugeordnet. Da die
Nervenwurzel auch Ridix heißt, spricht
man dann auch von Radieculehrer Symptomatik .
Pseudoradieculehre Symptomatik
(Schein, keiner Nervenwurzel zugeordnet)
Beschwerden sind keine Sensibilitätsstörungen und Neurologische
Ausfälle. Darunter versteht man das HWS -Syndrom, BWS - Syndrom.
Das LWS - Syndrom nennt man auch Lumbago.
Hexenschuss
Ist eine Radieculehre Symptomatik (es ist nur ein Nerv getroffen).
Plötzlicher nachlassender Schmerz mit Lähmung, spricht
für einen Bandscheibenvorfall (sofort OP). Brust, Hals und
Lendenwirbelbereich ist Pseudoradieculehr. Therapie: Antirheumatika
(Diclofenac, Voltaren usw.) Massagen, Fango, KG, Infiltration mit
Betäubungsmittel
28.03.2003
Erkrankungen
der Beine
Hüftluxation
Kommt bei Säuglingen relativ häufig vor. Die Gelenkpfanne
ist zu klein und der Hüftkopf zu groß. Der Kopf springt
aus der Pfanne und es kommt zur Reizungen und Entzündungen.
Therapie: Spreizhose
Schenkelhalsfehlstellung
1. Coxa vara
Der Schenkelhalswinkel ist nach außen verbogen, wie bei
O-Beinen, aber nicht am Knie, sondern am Oberschenkel, dies führt
zu einem Watschelgang.
Therapie: Operation
2. Coxa valga
Der Schenkelhalswinkel ist nach innen gebogen. Patienten laufen
mit den Knien nach innen (aneinander) gedrückt.
Therapie: Operation
Morbus Perthes
Da liegt eine Osteochondrose des Femurkopfes vor. Der Knochenknorpel
bildet sich zurück, dies verursacht starke Schmerzen. Die
Schmerzen sind im Bein und im Knie.
Therapie: Schienenapparat zur Entlastung des
Schenkels
Hüftkopfnekrose des Erwachsenen
Unter dem Oberschenkelkopfknorpel liegt eine Knochennekrose vor.
Der Betroffene hat Schmerzen in der Leiste (wird häufig mit
einem Leistenbruch verwechselt).
Therapie: Operative Entfernung des abgestorbenen
Knochenteile, die werden durch Knochenbällchen aus dem Becken
ersetzt.
Coxarthrose (Hüftgelenkverschleiß)
Die Hüftgelenkpfanne als auch der Hüftkopf können
verschleißen. Der Betroffene hat Anlauf und Belastungsschmerzen.
Therapie: Badetherapie wie Moorbäder, Rotlicht,
Voltaren Salbe, Diclofenac als Spritzen, Tabletten, oder Zäpfchen,
wenn alles nichts hilft wird Operiert (Total Endo- Prothese TEP
oder Hemi - Endo - Prothese HEP) bei der HEP wird nur der Hüftkopf
ersetzt.
Gonarthrose (Kniegelenkarthrose)
Übermäßige Abweichungen ergeben X oder O Beine,
das führt zum Knorpelverschleiß im Kniegelenk. Der Betroffene
hat Anlauf und Belastungsschmerzen.
Therapie: wie bei Coxarthrose (Künstliches
Kniegelenk)
Bandscheibenerkrankungen
Profusio (Vorwölbung)
Folge sind Ischiasbeschwerden
Therapie: Spritzen, Voltarensalbe usw.
Prolaps (Vorfall)
Folge ist Lähmung, Schmerzlosigkeit
Therapie: sofortige Operation
Hämearthrose (Blut im Gelenk)
Blutungen im Gelenk werden meist durch: Meniskus, Bänder,
Muskel oder Kapselriss verursacht. Die Blutung führt zur Gonarthrose
(Arthrose im Kniegelenk)
Therapie: Operation
Parapatellares Syndrom
In die Partella strahlt die Sehne ein, im Alter wird diese gereizt
(Verschleißerscheinung). Betroffene haben Schmerzen hinter
der Kniescheibe.
Therapie: KG, Elektrotherapie, Infiltration (Spritze
mit Prokain hinter die Kniescheibe)
Rezidivierende Patellaluxation (immer wieder
kehrend)
Die Kniescheibe ist Missgebildet, zu klein oder der Betroffene
hat O - Beine.
Symptome: Die Kniescheibe schert nach leichtem beugen aus.
Therapie: Operation (Verlängerung der Muskeln),
erfolgt keine Operation, kommt es zur Kniegelenksversteifung
Erkrankungen
des Fußes
Sichelfuß
Der Sichelfuß ist angeboren, es muss eine frühzeitige
Therapie eingeleitet werden. Der Vorfuß und der Mittelfuß weichen
zur Körpermitte ab.
Therapie: Den Seitlichen Fußrand mehrmals
täglich bestreichen, dies löst einen Reflex aus. Wird
dies nicht gemacht, wird eine Gipsbehandlung vom Arzt vorgenommen.
Plattfuß
Der Plattfuß hat komplette Bodenhaftung (die Lenkwölbung
fehlt). Der Betroffene hat Schmerzen beim laufen.
Therapie: Gips oder Operation, Spezial Fußeinlagen
für die Schuhe.
02.04.2003
Spitzfuß
Wenn der Patient längere Zeit ans Bett gefesselt war kann
diese Krankheit auftreten, ebenso bei Schädigung von Hirnanteilen,
dann entwickelt sich eine Spastik und die ergibt den Spitzfuß,
kommt auch bei Nervenschädigung vor.
Therapie: Lagerung rechtwinklig zum Unterschenkel,
Operativ
Hohlfuß
Das Fußlängsgewölbe ist erhöht, der Gang
erfolgt über Ferse und Zehen.
Therapie: Spezielle Orthopädische
Schuhe
Hackenfuß
Dabei ist die Hacke betont, durch ein steil aufgerichtetes Fersenbein
(Calcaneus). Die Missbildung entsteht meist im Uterus (Gebärmutter)
und reguliert sich meist von selbst.
Spreizfuß
Dabei stellt man eine Absenkung des Fußquergewölbes
fest. Die Mittelfußknochen weichen auseinander. Der Vorfuß ist
verbreitert, dies führt zur Belastung des 2 und 3 Mittelfußköpfchen
mit der Entwicklung von Schwielen. Der Spreizfuß geht oft
mit Hammerzehen und einem Hallux valgus einher.
Therapie: Fußgymnastik, und spezielle Einlagen.
Hallux valgus (Großzehe die nach innen
gebogen ist)
Dabei weicht die Großzehe nach der Kleinzehe hinab.
Therapie: Operation
Klumpfuß
Der Klumpfuß besteht aus einem Spitzfuß, eine supination (nach
innen) des Fersenbeins, einem Hohlfuß und einem Sichelfuß.
Therapie: Gips und Nachtschiene, ohne Operation
müssen lebenslang Orthopäthische Schuhe getragen werden.
Fersensporn
Er wird auch Calcaneussporn genannt, es ist ein Knochenvorsprung
an der Ferse, in Höhe des Ansatzes der Achillessehne. Diese
Veränderung bereitet Schmerzen.
Therapie: Locheinlage
04.04.2003
Habituelle
Schulterluxation
Bei dieser Erkrankung springt der Humeruskopf immer wieder aus
der Gelenkpfanne und dies führt zur Einsteifung des Gelenks
und damit zur Arthrose. Therapie: Operation
Progressive Muskeldystrophie (ist Erblich)
Dabei gehen die Vorderhornzellen zugrunde. Bei dieser Krankheit
ist die Beckenbodenmuskulatur betroffen, folge: Harn- und Stuhlinkontinenz.
Auch die Hand- und Schulterarmmuskulatur ist betroffen. Die genannten
Muskeln Athrophieren. Therapie: Pflege
Myasthenia Gravis
Diese Krankheit ist nicht Erblich, sie wird erworben. Die Muskeln
Athrophieren nicht, die Quergestreifte Muskulatur wird schnell
müde. Der Grund ist, das die Acetylcholinrezeptoren durch
Antikörper blockiert werden. Acetylcholinin ist der Überträgerstoff
vom Nerv zum Muskel. Wenn dieser blockiert ist, kommt es zur Lähmung
der gesamten Muskulatur. Dies nennt man Autoimmunreaktion.
Therapie: Cortison oder Cortison ähnliche
Substanzen.
09.04.2003
Häufige
Erkrankungen
Sehnenscheidenentzündung (Tendovaginitis)
Die Sehne schwillt an und ist überlastet. Es entsteht ein Überlastungsschmerz. Besonders
im Handgelenk ist die Beugung und Streckung besonders schmerzhaft
eingeschränkt. Therapie: wie bei Rheuma
+ Ruhigstellung
Tennisarm: (Epicondylitis)
Die Strecker (Muskeln) des Handgelenks sind entzündet.
Therapie: Rheumatabletten und Ruhigstellung
Überbein (Ganglion)
Dies ist ein rundes pralles Gebilde, es geht von der Gelenkkapsel
oder Sehnscheide aus. Der Inhalt ist eine Gallertartige Masse.
Therapie: Operative Entfernung , oder man spritzt
ein Enzym ein, welches die Gallertartige Masse auflöst.
Erkrankung des Schleimbeutels (Bursa)
Die Reibung zwischen Knochen und Sehnenansätzen sind sehr
groß, deshalb sind dazwischen Schleimbeutel eingeschaltet,
diese bestehen aus Bindegewebe. Sie können bei Überlastung
anschwellen und rot werden. Dann spricht man von Bursitis. Betroffen
ist der Schleimbeutel vor der Kniescheibe, oder der Schleimbeutel über
der Ellenbogenspitze.
Therapie: Operative Entfernung des Schleimbeutels
oder den Inhalt absaugen (mit einer dicken Kanüle), dann Cortison
und Lidocain einspritzen und Ruhigstellung
Muskelschwund (Muskelatrophie)
Dabei handelt es sich um eine Abnahme der Muskelzellen oder um
eine Schrumpfung der Muskelzellen. Auf jeden Fall nimmt die Muskelmasse
ab. Man spricht dann von Muskelatrophie.
Ursachen: 1. Bewegungsmangel, 2. Aminosäurenmangel,
3. Durchblutungsstörungen, 4. Nervenschäden, 5.Erbliche
Krankheit, Progressive (fortschreitend) Muskeldystrophie
Therapie: Veränderung der Ernährung
usw.
Muskelverletzung
Muskelzerrung
Ist eine Erkrankung von Jungen Leuten, vorwiegend bei Sportlern.
Die Muskeln sind dabei Verkrampft und Verhärtet, sie Schmerzen
recht häufig.
Therapie: Die Betroffene Extremität hoch
lagern und mit Eis einreiben oder stark durchblutungsfördernde
Salben.
Muskelfaserriss
Ursachen: Nicht aufgewärmt z.B. vom warmen
ins kalte.
Die Muskulatur ist eingerissen, dabei wird eine Eindellung sichtbar,
es kann sogar zu Einblutungen kommen.
Therapie: Hoch Lagern, Eis einreiben, Salbenverbände
Muskelverknöcherung
Besonders häufig nach Verletzungen und Operationen, Dauerbelastung,
Spastik (Querschnittslähmung, Hirnverletzungen)
Therapie: Operative Entfernung
Muskelschmerz (Myalgien)
Ursachen: Überanstrengung (Muskelkater),Grippaler
Infekt, Verbiegung der Wirbelsäule (Fehlstatik)
Therapie: Massage, Fango, KG
Erkrankungen des Nervensystems
Sind durch Verletzungen bedingt, durch Infektionen, durch Stoffwechselstörungen
(z.B. Diabetes) oder Tumore. Dabei nennt man eine Vollständige
Lähmung Paralyse. Eine unvollständige Lähmung nennt
man Parese. Bei einer Zentrallähmung ist das Hirn oder Rückenmark
getroffen (ZNS), da ist die Lähmung zumeist erst schlaff,
später ist eine Spastik. Eine Periphere Lähmung (wenn
der Nerv direkt getroffen ist) ist immer schlaff. Man unterscheidet
die Monoplegie, wenn eine Extremität betroffen ist. Paraplegie,
wenn beide Beine gelähmt sind. Tetraplegie, wenn alle vier
Extremitäten (Arme und Beine) gelähmt sind. Hemiplegie
ist die halbseitige Lähmung.
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