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Mitglied im Pflegenetz
Autor: Vincenzo Rätscher
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Herzinsuffizienz

Teil 1 / Teil 2 / Teil 3 / Teil 4

Sich kleiden unselbständig

Problem : kann Kleidung nicht selbständig auswählen , kann sich nicht an-/ auskleiden aufgrund von Desorientiertheit
Ressource :   nimmt Hilfe an
Pflegeziel :   ist Situationsgerecht gekleidet , ist gepflegt und fühlt sich wohl

Pflegemaßnahmen : vollständige Hilfe beim An-/ Auskleiden , Bekleidung ohne den Pflegebedürftigen richten


Ruhen & Schlafen bedingt selbständig

Problem :   leidet unter leichten Schlaf
Ressource : feste Schlafzeiten , kann Schlafstörungen  wahrnehmen und mitteilen , akzeptiert Ratschläge
Pflegeziel :   Störfaktoren sind minimiert , hat einen störungsfreien Schlaf , fühlt  sich sicher

Pflegemaßnahmen : auf das Ruhebedürfnis eingehen , für angenehme  Raumtemperatur  sorgen , situativ  angepaßte Gespräche anbieten und führen


Sich beschäftigen teilweise unselbständig

Problem : beschäftigt sich nicht aus eigener Motivation , kannseinen Tagesablauf nicht selbständig gestalten , Konzentrationsvermögen ist beeinträchtigt , lehnt Anregung ab , verfügt nur über verminderte Handlungsfähigkeit
Ressource : erlebt seinen Tagesablauf als sinnvoll , hat feste Gewohnheiten
Pflegeziel :   ist mit seinen Tagesablauf zufrieden , hat ein Gemeinschaftserlebnis , nimmt Anregung an

Pflegemaßnahmen : Tagesstruktur anbieten , Zeitschriften / Bücher anbieten / vorlesen , Anerkennung vermitteln


Als Man oder Frau fühlen bedingt selbständig

Problem :  lehnt Pflege durch gleichgeschlechtliche Pflegekräfte ab
Ressource : fühlt sich sicher , fühlt sich verstanden , fühlt sich angenommen , kann Wünsche äußern
Pflegeziel :   fühlt sich sicher , fühlt sich angenommen , fühlt sich verstanden , Intimsphäre ist beachtet , kann Gefühle und Bedürfnisse mitteilen , Übergriffe sind vermieden
Pflegemaßnahmen : auf Wunsch eine andersgeschlechtliche Pflegekraft sicherstellen , Wahren der Intimsphäre

Für sichere Umgebung sorgen teilweise unselbständig

Problem : erkennt  Selbstgefährdung nicht es besteht Sturzgefahr durch  ( z.b. Desorientiertheit , Medikamente...) ,es besteht Verletzungsgefahr , gefährdet sich , hat unsicheren Gang , ist unsicher beim Aufstehen kann Gefahr nicht erkennen
Ressource : akzeptiert Hilfsmittel , akzeptiert Sicherheitsmaßnahmen , vertraut Hilfsmittel ,vertraut Mitarbeiter
Pflegeziel :   akzeptiert Hilfsmittel , akzeptiert Sicherheitsmaßnahmen , auslösende Faktoren sind vermieden , Betreuung ist eingerichtet , findet sich zurecht , fühlt sich sicher , Gefahrenquellen  sind beseitigt

Pflegemaßnahmen : Bettgitter zum Selbstschutz mit richterliche Genehmigung anbringen , Medikamentenversorgung nach ärztliche Verordnung sicherstellen

 

Soziale Bereiche sichern bedingt selbständig

Problem :   zeigt kein Interesse an Neuen
Ressource : hat Kontakt zu Vertrauensperson , nimmt am gesellschaftlichen Leben teil , nimmt Hilfestellung und Unterstützung an
Pflegeziel :   hat Kontakt zu Angehörigen , hat Kontakt zu Mitarbeiter , ist integriert , nimmt  am gesellschaftlichen Leben teil

Pflegemaßnahmen : Kontakte anbieten , Kontakte pflegen , zur Teilnahme an Festen und Feiern motivieren

Mit existenzellen Erfahrungen  umgehen teilweise unselbständig

Problem : leidet an Verlust von Eigenständigkeit
Ressource : fühlt sich angenommen , nimmt Hilfe an ,nimmt am Gemeinschaftsleben teil
Pflegeziel :   akzeptiert das Leben , akzeptiert Krankheit / Behinderung , fühlt sich angenommen , hat Vertrauen

Pflegemaßnahmen : aktives Zuhören , Bestätigung und Anerkennung geben , Besuche durch Angehörigen fördern / vermitteln ,körperliche Bewegung ermöglichen

2.8. Tägliche Grundpflege von Herr XXXXXXXXXX.X, Pflegestufe :2 (Maßnahmen, Zeitwert)

Datum :

Uhrzeit :

Maßnahmen :

Zeitwert :

30.11.XXXX

XX:31:

Nachtwache: Inkontinenzversorgung , 2 mal Einreibung mit Dermatika ,4 mal reinschauen

15 min

30.11.XXXX

12:28

Morgentoilette im Bett , Ganzkörpertoilette , Hautpflege , Reinigung der Zahnprothese , Rasur durchgeführt , Bekleidungswechsel ganz  Haare kämmen , Hilfe beim aufstehen , Transfer , Bett richten , Bett beziehen teilweise  , Inkontinenzversorgung , Toilettenstuhl und Toilettengang , Zimmer in Ordnung halten . 2 Pflegekräfte

45 min

30.11.XXXX

12:28

Regelmäßige Frühschicht , Begleitung , Mahlzeiten richten und servieren , Getränke reichen , Zum Trinken auffordern , Toilettengang , 3 mal Inkontinenzversorgung , Tagesstrukturierung und Beschäftigung , Psychosoziale Betreuung , kleine Toilette

20 min

30.11.XXXX

12:28

rophylaxe : TromboPsen Intertrigo

0 min

30.11.XXXX

18:45

Regelmäßige Spätschicht , Transfer , Begleitung , Mahlzeiten richten und servieren , Getränke reichen , Zum Trinken auffordern , 3 mal Inkontinenzversorgung , kleine Toilette , Psychosoziale  Betreuung , Tagesstrukturierung und Beschäftigung

20 min

30.11.XXXX

18:45

Abendtoilette am Waschbecken u. Bett ,Bekleidungswechsel  ganz , Intimpflege , Mundpflege , Zahnpflege , Prothesenpflege , Inkontinenzversorgung , Toilettenstuhl , Transfer , Hilfe beim Zubettgehen , Zimmer in Ordnung halten . 2 Pflegekräfte

25 min

30.11.XXXX

18:45

Prophylaxe : Trombosen Intertrigo

0 min

30.11.XXXX

18:45

 Summe :

125 min


2.9.Tägliche ( Wöchentlich /Monatlich) zusetzliche Pflege von Herrn XXXXXXXXXX.X, Pflegestufe  : 2 (Maßnahmen und Zeitwert).


 Datum :

Uhrzeit :

Maßnahmen :

Zeitwert :

28.12.XXXX
Und
08.04.XXXX

09:45

10:30

1 mal Behandlungspflege :Wund - und Schutzverbände nach ärztliche Anordnung , entzündete Stelle am Kopf mit Beta behandeln u. Leiste mit Mykundex-Salbe.

Täglich :

Datum :

Uhrzeit :

Maßnahmen :

Zeitwert :

28.12.XXXX

09:45

3 mal Behandlungspflege : Medikamente richten und darreichen , siehe Pflegestandards SP1 .
2 mal Prophylaxe : Trombosen Intertrigo.

Täglich

14.11.XXXX

14:15

1 mal Bett beziehen ganz.
1 mal Wochenbox Medikamente richten und verwalten ,siehe Spezielle Pflegestandards SP 1

Wöchent-
lich

07.01.XXXX

08:30

1 mal Behandlungspflege : Gewicht messen.
1 mal Behandlungspflege : Puls messen .
1 mal Behandlungspflege : RR messen .
1 mal Fußpflege : externer medizinische Fußpflege.
1 mal Friseur : Begleitung / Transfer zum Friseur.
1 mal Nachttisch abwaschen und desinfizieren , nach Hygieneplan.
1 mal Pflegebett abwaschen und desinfizieren , nach Hygieneplan.

Monatlich

( Anhang zu den Speziellen Pflegestandards SP 1, Siehe ab Seite:39: und Anhang zum Hygieneplan , siehe ab Seite:40-43).

3.Wie äußert sich das KH-Bild bei diesem Bewohner ( spezielle Beobachtung )

 

3.1 Enstehungsgeschichte ( Entwicklung der Erkrankung beim Bewohner ).

Über die Entstehungsgeschichte der Herzinsuffizienz bei Herrn XXXXXXXXXX.X kann nicht besonders viel berichtet werden, da Herr XXXXXXXXXX.X bei seinen Heimeinzug im Jahre 2003 seinen damaligen Hausarzt wechselte. Die vorigen Diagnosen die Herr XXXXXXXXXX.X vor seinen Heimeinzug hatte fehlten. Sein jetziger Hausarzt konnte mir nur die Angaben geben und zwar: kriegte Herr XXXXXXXXXX.X am 22.12.2001 ( 09:45 Uhr ) einen permanenter (künstlicher) Herzschrittmacher implantiert, wegen eines AV-Block III Grades. Das heißt: das nachgeordneten Erregungszentrum war beim Herrn XXXXXXXXXX.X zu langsam um eine genügende hohe Kammerfrequenz und damit eine ausreichende Durchblutung des Organismus sicherzustellen. Ich versuchte es beim Herrn XXXXXXXXXX.X durch behutsames befragen, aber dies war sehr schwer da der Bewohner unter einer senilen Demenz leidet. Doch eines konnte ich von Herrn XXXXXXXXXX.X rauskriegen und zwar meinte er, er hätte damals ( 1943 ) wo er bei Amerikaner in Gefangenschaft war eine
schwere Mandelentzündung mit sehr hohem Fieber gehabt, das er nicht auskurieren konnte. Dies kann, nach Anfragen bei einem Arzt, durchaus der Grund für eine
Herzinsuffizienz sein. Weil eine verschleppte Mandelentzündung sich im Laufe der Jahre zum einen Herzklappendefekt entwickeln kann.

4.Intervention

4.1.Auswahl eines Pflegeproblems ( bezogen auf das KH-Bild ) und genaue Beschreibung

Herr XXXXXXXXXX.X ist durch seine Herzinsuffizienz nur eingeschränkt belastbar. Das heißt wenn der Bewohner sich über etwas aufregt, kann es zu einem Angina pectoris ( Brustenge durch Koronarinsuffizienz ) Anfall kommen, auch kann es zu einer Dyspnoe (Luftnot ) kommen. Herr XXXXXXXXXX.X sollte sich auch nicht körperlich zu stark belasten, da die sonst genannten Symptomen begünstigt werden

4.2.Überlegung zur Zielformulierung ( Was will ich erreichen ? => Datumsangabe ! )

Ich werde alle Gefahrenquellen erfassen und geeigneten Maßnahmen ergreifen. Und das Wohlbefinden des Bewohners stärken und festigen, so das Herr XXXXXXXXXX.X mit Einklang seiner Erkrankung leben kann (soweit ihm das möglich ist). Das Zieldatum meines ausgesuchten Pflegeproblems setze ich auf dem 30.04.XXXX. Und diese Punkte will ich mir als Ziel setzen :

  • Linderung der Atemnot
  • Unterstützung bei körperlichen Tätigkeiten
  • Notsituationen beherrschen
  • Angst nehmen , Schmerzen lindern
  • Überwindung von Lebensbedrohlichen Situationen
  • Vitalzeichenkontrolle , dadurch Früherkennung von Rhythmusstörungen , Blutungen etc.
  • Remobilisierung

4.3. Sammlung von geeigneten Maßnahmen ( speziell für den hier vorgestellten Bewohner )

Überwachung der Symptome und der medikamentösen Therapie:

  • Bewohner hinsichtlich Wirkung / NW beobachten , bewerten und der Medikamenten aufklären
  • Atmung : Dyspnoe , Stauungsbrochitis , Sputumbeobachtung
  • Blutdruck und Puls in angemessene Abständen messen
  • Flüssigkeitshaushalt. Ödeme ( mobile an unteren Exremitäten , Anasarka = Unterhautödeme ) , Bilanzierung, Nierenfunktion
  • Bewußtseinslage = Orientierung

Pflegerische Maßnahmen:

  • Oberkörper hochlagern ( Schlafen )
  • Beine tief lagern , Verminderung der Vorlast
  • Bettruhe nach AO , keine körperliche Anstrengungen
  • Prophylaxen
  • Hilfe bei Körperpflege , gegebenenfalls bei Nahrungsaufnahme
  • Gewichtskontrolle !!!
  • Flüssigkeitsbilanzierung
  • Überwachung der medikamentösen Therapie
  • Darmtätigkeit anregen , z.B. mit Laktulose oder Weizenkleie
  • Überwachung der Vitalzeichen ( Puls , Blutdruck , Atmung , ZVD.= Zentraler Venendruck od. Zentralvenöser Druck )
  • Hautbeobachtung
  • Schlafregulierung ( Nykturie , Dyspnoe )
  • Lang andauernde Kälteeinwirkung vermeiden , da Kälte zu einer Verengung der peripheren Gefäße führt damit den Widerstand erhöht , gegen den das Herz arbeiten muß
  • Körperliche Schonung ermöglichen , evtl. Bettruhe ( Arztanordnung ) , um den Sauerstoffbedarf zu reduzieren . Besteht keine strenge Bettruhe , darf der Bewohner sich entsprechend seiner Leistungsfähigkeit belasten , je nach seiner Belastbarkeit und Mobilität bei den täglichen Verrichtungen unterstützen , ggf. die entsprechenden Prophylaxen ( wie Thrombose-, Pneumonie- und Dekubitusprophylaxen ) durchführen
  • Bewohner nötigenfalls mit erhöhten Oberkörper lagern ( schlafen ) , optimale Schlafbedingungen schaffen ( frische Luft , angenehme Raumtemperatur , Dunkelheit , Ruhe , keine schwere Mahlzeit vor dem Schlafengehen ) , Dyspnoe und Nykturie den Schlaf des Bewohners schon genug stören
  • Durch Anteilnahme ( Zuhören und Gespräche ) auf die Nöte und Sorgen des Bewohners eingehen und psychisch stützen

Einleitung von Sofortmaßnahmen bei Auftreten eines Lungenödems:

  • Arztinfo
  • o2- Gabe
  • Herzbettlagerung
  • Arme mit Kissen poltern >> Schultergürtel ist entlastet >> Atemhilfsmuskulatur kann arbeiten
  • Kurze , prägnante Basisinfos , z.B. das der Arzt kommt
  • Absauggerät + Intubationbesteck in Reichweite

4.4.Auswahl bestimmter Maßnahmen , die in der kommender Zeit durchgeführt werden

Ich habe mir folgende Maßnahmen überlegt, die ich in der nächsten Zeit durchführen will: die oben aufgeführten Sofortmaßnahmen (komplett) und die Maßnahme zur Überwachung der Symptomen bei der medikamentösen Therapie (auch komplett). Von den pflegerischen Maßnahmen ( Siehe 4.3.) werde ich folgende Maßnahmen durchführen:

  • Prophylaxen (Trombose Interigo, Haut z.B. Dekubitusprohylaxe u. Wundreiben, Vermeidung von Exikose, Obstipation u. Einschlaf- od. Durchschlafstörungen )
  • Hilfe bei Körperpflege ,gegebenenfalls bei der Nahrungsaufnahme
  • Gewichtskontrolle
  • Flüssigkeitsbilanzierung
  • Überwachung der medikamentösen Therapie
  • Überwachung der Vitalzeichen ( Puls , Blutdruck, Atmung , ZVD )
  • Hautbeobachtung
  • Schlafregulierung ( Nykturie , Dyspnoe )
  • Darmtätigkeit anregen , z.B. mit Laktulose oder Weizenkleie
  • Lang andauernde Kälteeinwirkung vermeiden , da Kälte zu einer Verengung der peripheren Gefässe führt damit der den Widerstand erhöht , gegen das Herz arbeiten muss
  • Durch Anteilnahme ( Zuhören und Gespräche ) auf die Nöte und Sorgen des Bewohners eingehen und psychisch stützen

4.5.Vorüberlegung zur Durchführung

Ich werde mich mit dem gesamten Kollegium des Wohnbereichs ( Frühdienst / Spätdienst u.Nachtwache)„Burg Lichteneck“ zusammensitzen (z. Bsp. bei der Übergabe) und mein Vorhaben schildern und erklären. Danach bitte ich sie um Mitarbeit, da die durchzuführende Maßnahmen nur im Team zu lösen sind. Wegen der unterschiedlichen Schichten, muss ein jeder die Maßnahmen im Dokumentensystem richtig dokumentieren.

5.Durchführung der geplanten Maßnahmen ( mit begleitender Dokumentation im Pflegebericht; Tag/Nacht).

Die Prophylaxen (Thrombose Interigo, Haut z.B. Dekubitusprohylaxe u. Wundreiben, Vermeidung von Exikose, Obtipation u. Einschlaf-od. Durchschlafstörungen) werden im Kreissenorenzentrum St.Maximillian Kolbe im Computer abgehackt ( deshalb wird es nicht im unten aufgeführten Pflegebericht erwähnt ).

1.April XX:  Hb hat intakte Haut, Gp durchgeführt, RR 130/60/72.
2.April XX:  Gewichtskontrolle = 74,2 kg. Hb war sehr gut gelaunt, machte ein paar Witze. 
3.April XX:  Hb kriegte ein Klistier, hat abgeführt.Hb lkagte über Schwindel.RR 140/72/80.
4. April:  Bew. Hat gebadet, in der Leistengegend leicht gerötet. Mit Mirfulan eingerieben, bitte beobachten. VW Kopf.
5.April: Bew. klagte über Dsypnö, RR 180/90/96. Auf BA 2 Hub Nitrospray. VW Kopf. Praxis Dr. X informiert. Bitte RR weiterhin kontrollieren.
6.April: Hr.X Zustand ist wieder in Ordnung, RR 130/80/74. Gp durchgeführt. VW Kopf.
7.April: Bew. gerötete Stelle in der Leiste sieht schlimmer aus.VW am Kopf. Praxis Dr. x2 informiert, kommt morgen um 10:00 h zur Visite.
8.April: Visite Dr.x2, HB soll 2 x täglich mit Mykontex-Salbe eingerieben werden (leiste).
9.April. Gp durchgeführt. VW Kopf ( Wunde heilt gut ). Leiste eingerieben.
10.April: Hb hat gebadet, Leiste noch Stark gerötet. VW Kopf.
11.April: Bew. Hat heute Nacht sehr unruhig geschlafen, Nach telefonische Absprache mit Praxis Dr.X darf der Bew . zukünftig 20 ml Melperon auf BA verabreicht werden. Gp durchgeführt. RR 140/80/80. Leiste eingerieben. VW Kopf. Hatte heute Mittag Besuch von seinen Angehörigen.Schwindelanfall, RR 130/60/60.
12.April: Gp durchgeführt. keine Auffälligkeiten Leiste eingerieben u. VW Kopf
13.April: Leiste sieht deutlich besser aus. VW Kopf, Wunde sieht gut aus. Praxis Dr.X informiert,kommt am 15.4.XX um 15:30h zur Visite.
14.April: Herr.X hatte mit mir (x) in Rahmen eines Spieletags einen bunten Nachmittag. Dort wurde ein geschichtliches Ratespiel durchgeführt.
15.April: Leisten eingerieben. VW Kopf. Visite Dr.X ; VW  Kopf abgesetzt.
16.April: Hb war in der Nacht Stark eingenässt, Bitte Inkontinenzeinlage kontrollieren auf passende Stärke. Gp durchgeführt. Leiste eingerieben.
17.April. Bew. Verweigerte das Frühstück und das Trinken. Hb verweigert die Nahrung und das Trinken. Bitte kontrollieren . 1000 ml NaCl s.c. angehängt, nach telefonische Rücksprache mit Praxis Dr.X.

18.April: Leiste sieht besser aus, nur sehr leicht gerötet. HB war heute leicht dessorientiert, wollte ständig mit dem Taxi nach Hause fahren.
19.April: Bew. Leiste ist nicht mehr gerötet, nach tetefonische Absprache Praxis Dr.x2 soll die Mykontex-Salbe abgesetzt werden, weiterhin beobachten. GP durchgeführt.Schwindelattacke, RR 150/85/78.Hb klagte über Schwindel.
20.April: HB war heute Morgen während der Gp sehr freundlich u. kooperativ. Er erzählte mir von seinen Werdegang und seiner Kriegsgefangenschaft.
21.April: HB kriegte ein Klistier, hat abgeführt.
22.April: Bew. war heute bei der Herzschrittmacherkontrolle, keine Beanstandungen. Nächster Termin: XX.09.XXXX, 09:45h.
23.April: Hr.X Hat gebadet, intakte Haut.
24.April: Hr.X war bei der GP sehr schläfrig. Das l.Auge ist gerötet. Praxis Dr.X informiert. RR 130/70/62.Kein Schwindel.
25.April: Grundpflege durchgeführt, l.Auge stark gerötet. Der Bew. klagte über juckender Schmerz. Überweisung zur Augenklinik i Frbg. KH hat angerufen, Bewohner hat im l.Auge ein Herpes; Hr.X bleibt für ca.1 Woche statinonär im KH. Verwaltung informiert.
25-30.April:  KH

6.Reflektion der durchgeführten Interventionen

 

6.1. Habe ich meine Zielsetzung erreicht ? Begründung

Die Ziele die mir für Herrn XXXXXXXXXX.X vorgestellt und geplant habe ( siehe 4.2.), konnte ich mit Unterstützung des Pflegeteams gut in die Tat umsetzen, außer den als 4.Punkt genanntes Ziel: „Angst nehmen, schmerzen lindern“. Dieses Ziel konnte ich nicht erreichen, da Herr Feidrich:X an tägliche Schwindelanfälle leidet, dadurch bekommt er bei sein täglichen Handeln öfters Angstattacken.

6.2.Wirkung der Interventionen auf den Bewohner ?

Nachdem  Herr XXXXXXXXXX.X über mein Vorhaben informiert habe war erst leicht geschockt (vermutlich liegt es an seine senile Demenzerkrankgung, 2.Stadium) aber dies änderte sich in Laufe der durchgeführten Maßnahmen. Das Herr XXXXXXXXXX.X seit dieser Zeit eine andere Ansicht über männliches Pflegepersonal hat. Früher hatte er enorme Schwierigkeiten ( Grund siehe 7.1.). Nach befragen wie es ihm bei der durchgeführten Maßnahmen ergangen ist, beantwortete Herr XXXXXXXXXX.X folgendermaßen: „ Die mir entgegen gebrachte Zeit hat mir sehr gut getan“, aber er schweifte schnell wieder vom Thema ab. Ich glaube diese Frage war Ihm nicht sehr angenehm, doch nach seinen Verhalten gegenüber mir, hat sich die Maßnahmen die ich ausgesucht habe, einen positiven Eindruck hinterlassen.

6.3.Zusammenarbeit im Team / Unterstützung durch das Team

Nachdem ich mein Vorhaben während der Dienstübergabe angesprochen habe, konnte ich eine positive Hilfe von Seiten meinen Arbeitskollegen erfahren. Soweit es denn Arbeitskollegen/innen zeitlich möglich war unterstützten sie mich. Und führten mein Vorhaben auch während meiner Abwesenheit ( Schule etc.) fort. Sie dokumentierten u. gaben nützliche Tips u. Ratschlägen die mir für meiner Ausarbeitung sehr nützlich waren.

7.Reflektion der Jahresarbeit

 

7.1.Wie ist es mir ergangen mit dem Schreiben der Jahresarbeit ? Mit der Themenfindung bzw, Themenwahl

Von Anfang an wollte ich das Thema Herzinsuffizienz nehmen, da ich das Herz für ein geeignetes interessantes Thema finde. Auch paßte es zu dem Krankheitsbild des Herrn XXXXXXXXXX.X.  Über diesen Bewohner wollte ich sowieso in einer Jahresarbeit berichten, da mir der Bewohner von Anfang meiner Ausbildung zum Altenpfleger sympatisch ist. Die Ausarbeitung war sehr Zeitintensiv (ca.40 Std., zum Leidwesen meiner Kinder und meiner Frau) durch die Recherchen im Internet, Fach-/ Sachbücher und bei Angehörigen (Praxisanleiterin, Ärzte usw.), mußte ich mich durch etliche Seiten walzen und Gespräche führen, Biografien erstellen durch befragen der Angehörigen und des Bewohners usw. Die gesammelte Informationen mußte ich wie ein großes Puzzle zusammen puzzlen, das mir sehr viel Spaß bereitete, wenn nicht das mühsame eintippen im Computer nicht wäre (da ich immer noch nur das 3 Fingersystem beherrsche) aber wie sagt man . „ Übung macht den Meister“. Mir wurde durch das nachlesen bereits erlerntes wieder aufgerufen und gefestigt. Auch erhielt ich ein Einblick in der Medikamentation (gelbe Liste) so daß ich mein Grundwissen erweitern konnte. Der Kontakt zum Herrn XXXXXXXXXX.X wurde durch diese Jahresarbeit intensiver, so daß ich den Bewohner jetzt mit anderen Augen sehe (positiv), er akzeptiert mich jetzt (da er früher Probleme hatte sich mit männlichen Pflegepersonal zu verständigen; laut eines Angehörigen rührt dieses Problem von seiner Gefangenschaft im Krieg her).

7.2.Unterstützung durch die Schule / Kollegen Praxisstelle......

Während meiner Ausarbeitung der Jahresarbeit konnte ich die Dozentin/Dozenten der Altenpflegeschule in XXXXXXXXXXX, in einer Fragestunde über das Thema u. der Gliederung der Jahresarbeit fragen. Ich erhielt immer eine kompetente Antwort die mir sehr nützlich war bei der Ausarbeitung. Meine Anleiterin konnte mir auch ein paar
nützliche Tips und Verbesserungsvorschläge geben, die ich in für meine Ausarbeitung sehr hilfreich waren

8.Kurze Reflektion der bisherigen Ausbildungssituation

 

8.1.Kritsche Anmerkung , ggf. konstruktive Vorschläge zur Verbesserung der Situation

Wie schon von Anfang an meiner Ausbildung zum Altenpfleger festgestellt habe, haben die Anleiterinnen/Anleitern sehr wenig Zeit für ihre Schülerin / Schüler da sie voll in der Pflege mitarbeiten müssen. Es wäre sinnvoller die Anleiterinnen / Anleitern nur einen gewissen Teil der sonst üblichen zu versorgenden Bewohner zu pflegen und damit mehr Zeit für die Schülerin / Schüler zu haben. Dann hätte man nicht das Gefühl als „ billige Pflegehilfskraft zu arbeiten, sondern eine fachlich kompetenten Ausbildung zu erhalten. Aber dies ist wahrscheinlich nur ein Wunschdenken von mir , da es aus betriebswirtschaftlichen Gründen nicht möglich ist. Aber vielleicht könnte man Betriebs intern ein Schülerzirkel anbieten, in dem von Fachpersonal die Auszubildende durch Fragen der aktuelle Wissensstand der Schüler geprüft werden kann und bei Problemen mit tatkräftiger Anleitung Verbesserungen erstrebt werden und frisch gelerntes (Schule) in der Praxis unter Anleitung umsetzen. Dies würde bestimmt die Moral und Motivation der Schülerinnen / Schülern erheblich steigern und verbessern.

Herzinsuffizienz

Teil 1 / Teil 2 / Teil 3 / Teil 4

Autor: Vincenzo Rätscher
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