Herzinsuffizienz
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Glyceroltrinitrat) lässt sich eine Gefäßweitstellung im venösen Gefäßsystem erzielen, wodurch das Herz zusätzlich druckentlastet wird. Ferner bewirken die Nitrate eine
Verbesserung der Koronardurchblutung. Bei einem medikamentös therapierefrakteren Lungenödem besteht als ultima ratio die Indikation zur Hämofiltration, einem
Dialyseverfahren zum Flüssigkeitsentzug. Über den Beginn einer künstlichen Beatmung sollte
nach Abwägung der prognostischen Perspektiven entschieden werden. Bei einem unklaren und schnell einlaufenden therapierefrakteren Lungenödem ist eine rechtzeitige maschinelle Beatmung erforderlich.
Resynchronisationstherapie In einer Reihe von Fällen bei dieser Herzerkrankung liegt eine bestimmte Störung der elektrischen Reizausbreitung vor, ein so genannter Linksschenkelblock
Zu dessen Behebung ist eine zweite Elektrode eines Herzschrittmachers erforderlich, die in die linke Herzkammer geschoben wird. Bekanntermaßen liegen die Elektroden von Herzschrittmachern zur elektrischen Stimulation des Herzens üblicherweise in der rechten Kammer. Die Behebung dieser Reizleitungsstörung führt in der Regel zu einer Verbesserung der Pumpleistung des Herzens.
1.5.Komplikationen
Eine schwerwiegende Komplikation stellt die akute Dekompensation der Herzinsuffizienz bis hin zum kardiogenen Schock mit Blutdruckabfall, Kreislauf- und Multiorganversagen dar. Eine temporäre Minderdurchblutung der Nieren kann zum akuten Nierenversagen führen, welches die Prognose maßgeblich verschlechtert. Die akute Dekompensation kann dabei durch ein plötzliches Pumpversagen, z.B. infolge eines akuten Myokardinfarktes oder einer Myokarditis, aber auch durch Herzrhythmusstörungen ausgelöst werden. Häufig ist die akute Dekompensation der unabdingbare Endpunkt einer austherapierten chronischen Herzinsuffizienz. Andere Ursachen sind hochgradige Herzklappeninsuffizienzen (z.B. bei Papillarmuskelabriss, Klappenzerstörung bei Endokarditis, Aorteninsuffizienz bei Aortendissektion) oder massive Füllungsbehinderungen der Herzkammern, so z.B. eine Perikardtamponade bei einer Perikarditis. Der kardiogene Schock hat, wenn nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, eine schlechte Prognose.
Wie bereits erwähnt, erleiden etwa 50% der Patienten, die unmittelbar an den Folgen der Herzinsuffizienz versterben einen plötzlichen Herztod. Zumeist wird dieser durch kritische Herzrhythmusstörungen wie Kammer- oder Vorhoftachykardien oder Asystolien ausgelöst. Aufgrund der häufigeren kardialen Thrombenbildung und körperlichen Immobilität versterben viele Patienten an den Folgen thromb-embolischer Ereignisse wie einer Lungenembolie oder einem Hirninfarkt.
1.6.Prognose
Etwa 50% der Patienten, die unmittelbar an den Folgen der Herzinsuffizienz versterben, erleiden einen plötzlichen Herztod, die andere Hälfte ein akutes Pumpversagen, z.B. als Folge eines akuten Myokardinfarktes. Die NYHA-Schweregradeinteilung lässt relativ
genaue prognostische Aussagen zu. In älteren großen epidemiologischen Studien, z.B. der Framingham-Studie, in
denen moderne medikamentöse Therapieansätze wie ACE-Hemmer noch nicht berücksichtigt werden konnten, wurde zusammen für alle vier NYHA-Stadien eine 5 Jahresmortalität von 50
ermittelt. Im Falle eines NYHA-Stadium III waren nach 12 Monaten 30-40%, beim Stadium IV sogar 40-50% der Patienten verstorben. Die Daten verdeutlichen, dass die Prognose der Herzinsuffizienz mit der einer bösartigen Tumorerkrankung vergleichbar ist. In neueren Therapiestudien mit Einsatz von ACE-Hemmern konnte eine signifikante Reduktion der Sterblichkeit erzielt werden, die Prognose ist jedoch insgesamt weiterhin schlecht.
Eine Herzinsuffizienz auf dem Boden einer koronaren/ischämischen Herzerkrankung wird prognostisch ungünstiger eingestuft als eine Herzinsuffizienz bei dilatativer Kardiomyopathie. Weitere negative Prognosemarker sind eine erniedrigte kardiale Auswurffraktion (sog. Ejektionsfraktion), das gleichzeitige Vorhandensein eines Diabetes mellitus oder eines Vorhofflimmerns sowie ein hohes Alter der Patienten. Bei Vorhofflimmern (ca. 20% bei NYHA II und 50% bei NYHA IV) wird die Entstehung von kardialen Thromben, d.h. Blutgerinnseln begünstigt. Dabei kann thrombotisches Material in den Körperkreislauf, z.B. in die Hirnarterien gelangen, was häufig mit einem Schlaganfall einhergeht.
1.7.Ursachen
Praktisch jede Herzerkrankung kann in eine Herzinsuffizienz münden. Als häufigste Ursache wird heute jedoch die koronare Herzkrankheit (bis 70%) angesehen, gefolgt von den dilatativen Kardiomyopathien und den hypertensiven Herzerkrankungen. Seltenere Ursachen sind entzündliche Herzerkrankungen, angeborene und erworbene Herzfehler sowie Herzklappenerkrankungen. Bei der koronaren Herzkrankheit verursachen Verschlüsse der arteriosklerotisch veränderten Herzkranzgefäße einen Myokardinfarkt. Wird der Infarkt überlebt, wird abgestorbenes Herzmuskelgewebe durch kontraktionsunfähiges Narbengewebe ersetzt.
Häufigste Ursachen der Herzinsuffizienz:
- Koronare Herzkrankheit (bis 70%)
- Dilatative Kardiomyopathie
- Hypertone Herzerkrankung
- Myokarditis
- Herzklappenerkrankungen
- Herzrhythmusstörungen
- Pulmonale Hypertonie
- Angeborene und erworbene Herzfehler
- Perikarditis
- Anämie
Des Weiteren sind verschiedene Risikofaktoren mit der späteren Entwicklung einer Herzinsuffizienz assoziiert. Die Faktoren begünstigen u.a. die Entstehung der koronaren Herzkrankheit, der häufigsten Herzinsuffizienzursache. Ferner wird ein gesteigerter
Alkoholkonsum neben genetischen Faktoren für bis zu 75% aller dilatativen Kardiomyopathien verantwortlich gemacht.
Risikofaktoren für eine Herzinsuffizienz:
- Bluthochdruck, Arterielle Hypertonie
- Diabetes mellitus
- Nikotin- und Alkoholmissbrauch
- Übergewicht (= Adipositas)
1.8.Häufigkeit
Angaben über die Häufigkeit variieren in der Literatur aufgrund der unterschiedlichen Definitionen der Herzinsuffizienz. In der Regel werden nur die NYHA-Stadien II-IV erfasst, da das klinisch stumme NYHA-Stadium I bestenfalls echokardiografisch erkannt werden kann.
Unter diesen Voraussetzungen wird die Anzahl der an Herzinsuffizienz erkrankten Bevölkerung in Deutschland auf 7 pro 1.000 Einwohner geschätzt (etwa 0,5 -1 % der Gesamtbevölkerung), wobei der prozentuale Anteil in der älteren Bevölkerung deutlich höher liegt. Die Anzahl der jährlich neudiagnostizierten Fälle beträgt bei über 75-Jährigen mehr als 30 pro 1.000 Einwohner. Der hohe Anteil der Herzinsuffizienz im Alter ist durch das häufigere Vorkommen von koronarer Herzkrankheit und Bluthochdruck bedingt. Männer sind häufiger betroffen, da eine koronare Herzkrankheit bei ihnen dreimal häufiger als bei Frauen vorkommt und zugleich die Hauptursache der Herzinsuffizienz ist. Durch die Überalterung der Bevölkerung wird die Häufigkeit der Herzinsuffizienz in Zukunft weiter zunehmen.
1.9.Symptome
Das Leitsymptom der Herzinsuffizienz ist die Luftnot (sog. Dyspnoe), die sich auch in der NYHA-Stadieneinteilung widerspiegelt. Besteht die Luftnot nur bei schweren Belastungen, z.B. beim Treppensteigen, spricht man von einer Belastungsdyspnoe. Bei fortgeschrittener Herzinsuffizienz kann die Luftnot bereits bei geringsten Belastungen
oder in Ruhe (sog. Ruhedyspnoe) auftreten. Luftnot ist insbesondere ein Leitsymptom der Linksherzinsuffizienz, d.h. einer Pumpschwäche der linken Herzkammer. Eine anhaltende Linksherzschwäche kann zu einer Lungenstauung bis hin zum akutem Lungenödem führen. Ursache des Lungenödems ist eine Volumenbelastung des Lungenkreislaufs mit Flüssigkeitsaustritt in das Lungengewebe. Bereits bei leichteren Fällen sind die Patienten nicht in der Lage, ohne Beklemmungsgefühl flach zu liegen. Bei einer akuten Linksherzinsuffizienz besteht neben einer hochgradigen Luftnot
häufig eine beschleunigte Atemfrequenz (sog. Tachypnoe), sowie Hustenreiz und psychomotorische Unruhe. Die Patienten sitzen aufrecht im Bett, um besser Luft zu bekommen
und sind kaltschweißig. Bereits ohne Einsatz eines Stethoskopes sind Rasselgeräusche der Lunge zu hören. Die klinische Symptomatik wird auch als Asthma cardiale bezeichnet:
Leitsymptome der Linksherzinsuffizienz:
- Luftnot (= Dyspnoe)
- Lungenstauung/Lungenödem
- beschleunigte Atemfrequenz (= Tachypnoe)
- Hustenreiz
- Unruhe
Richtungsweisend für eine Rechtsherzinsuffizienz sind beidseitige Ödeme im Bereich der Knöchel und der Schienbeine. Nachts wird das eingelagerte Wasser aufgrund der Hochlagerung wieder ausgeschieden, was sich durch häufiges nächtliches Wasserlassen (sog. Nykturie) äußert. Bei einer ausgeprägten Rechtsherzinsuffizienz können sich Hautödeme (sog. Anasarka) im Bereich der Flanken, der Genitale und des Gesäßes bilden. Da sich bei der Rechtsherzinsuffizienz das Blut vor dem rechten Herzen staut, ist eine Halsvenenstauung und eine abnorm gesteigerte venöse Blutfüllung von bestimmten Organen die Folge. Im Falle der Leber kann dies eine Organvergrößerung (sog. Stauungsleber) und Bauchwassersucht (sog. Aszites) nach sich ziehen. Gelegentlich findet sich wegen einer Stauung der Magenvenen eine Stauungsgastritis mit Appetitlosigkeit und Völlegefühl.
Leitsymptome der Rechtsherzinsuffizienz:
- Bein- und Hautödeme
- nächtliches Wasserlassen, Nykturie
- Halsvenenstauung
- Lebervergrößerung und Wassersucht, Aszites
- Appetitlosigkeit
Selten treten die Symptome einer Links- oder Rechtsherzinsuffizienz isoliert auf. Meist ist das Bild einer globalen Herzinsuffizienz mit gemischten klinischen Symptomen anzutreffen. Ursachen einer isolierten Rechtsherzinsuffizienz können Erkrankungen der Atmungsorgane, so z.B. chronisch obstruktive Lungenerkrankungen oder bei akuten Verläufen eine Lungenarterienembolie sein. Eine akute Linksherzinsuffizienz ist zumeist Folge eines akuten Myokardinfarktes, einer Herzrhythmusstörung oder einer hypertensiven Krise.
1.9.1 Diagnose
Liegt eine Herzinsuffizienz vor, ist immer eine umfangreiche Diagnostik einzuleiten, da sich, je nach Ursache, verschiedenste Therapiestrategien ableiten. Die wichtigsten diagnostischen Informationen lassen sich bereits durch die Anamnese, also eine Patientenbefragung, und eine
körperliche Untersuchung gewinnen. Durch eine Röntgenaufnahme des Brustkorbes kann insbesondere in Notfallsituationen schnell eine dekompensierte Herzinsuffizienz erkannt werden.
Richtungsweisend sind eine Lungenstauung, Pleuraergüsse oder eine Herzvergrößerung. Bei gleichzeitigem Auftreten von massiver Luftnot und röntgenologischen Zeichen der Lungenstauung spricht man von einem akutem Lungenödem. Das EKG gibt zusätzliche Hinweise auf die der Herzinsuffizienz zugrundeliegende Erkrankung.
 
Bei der Unterscheidung der Herzinsuffizienzursachen leistet die Echokardiographie, nicht mit dem EKG zu verwechseln, gute Dienste. Bei einer Herzinsuffizienz infolge einer koronaren Herzkrankheit finden sich umschriebene lokale Kontraktionsstörungen. Globale Kontraktionsstörungen sprechen für eine dilatative Kardiomyopathie oder Myokarditis. Ferner lässt sich echokardiographisch die Klappenfunktion beurteilen sowie die Auswurffraktion und kardiale Druck- bzw. Volumenparameter bestimmen. Als weiteres diagnostisches Verfahren liefert die Herzkatheteruntersuchung Informationen über die Entstehung der Herzinsuffizienz. Die Kontrastmitteluntersuchung von Herzhöhlen und Herzkranzgefäßen ist zur definitiven Beurteilung invasiver (z.B. Koronargefäßdehnung mittels Ballonkatheter) oder operativer Therapieoptionen, z.B. einer koronaren Bypassoperation oder eines Klappenersatzes unerlässlich.
( Medizinische Fachbegriffe siehe in Anlage: Fachworterklärung auf Seite: 34-36 u. Erklärung über Indikation und Wirkstoff des Medikaments siehe auf Seite:36-38, Arzneimittelerklärung)
2.Vorstellung des zu betreuenden Bewohner mit o. vorgestellten Krankheitsbild
2.1.Allgemeine Angaben
- Name: Herr X
- Alter. XX Jahre
- Geburtsdatum: XXXXXXX,XXXXXX.XXXXXXXX 19XX
- Geburtsort: XXXXXXXXXXXXXX
- Geschlecht: männlich
- Staatsangehörigkeit: deutsch
- Religion: evangelisch
- Familienstand: verwitwet
- Gewicht: XX,X kg
- Größe: XXX cm
- Einzugstermin: XXXXXXX,XX.XXXXXXX XXXX
- Pflegestufe: 2
2.2.Medizinische Diagnosen
- Herzinsuffizienz
- COPD
- Senile Demenz
- Normaldruckhydrocephalus
- Arterielle Hypertonie
- Fettstoffwechselstörungen
- Parox absolute Arrhytmie
- Koronare Herzkrankheit
- Hinterwandinfarkt
- Schrittmachertherapie wegen AV-Block
- Vestibuläre Schwindel
- Carotisstenose 60 % interna links
( Medizinische Fachworterklärung siehe in Anlage: Fachworterklärung auf Seite: 34-.36).
2.3.Aktuelle Medikation
Verordnung : |
Medikament: |
Morgens: |
Mittags: |
Abends: |
Nachts: |
XX.11.XXXX |
Magnesium Verla |
1.Tablette. |
1.Tablette. |
1.Tablette. |
|
XX.01.XXXX |
Simvahehal 2020 |
|
|
1.Tablette. |
|
XX.01.XXXX |
Enalpril 10mg,Tabl.5 |
|
|
½.Tablette |
|
XX.01.XXXX |
Bisoprolol |
½.Tablette. |
|
|
|
XX.01.XXXX |
Omep Kasp.20mg |
|
|
1.Kapsel. |
|
XX.01.XXXX |
Melperon Saft |
|
|
10.ml |
|
XX.07.XXXX |
Novalgin Tropfen |
25.Tropfen |
25.Tropfen |
25.Tropfen |
25.Tropfen |
XX.09.XXXX |
Lactulose |
10.ml |
|
10.ml |
|
XX.04.XX |
Mykundex.salbe |
1 x dünn |
|
1 x dünn |
|
( Erklärung über Indikation und Wirkstoff des Medikaments siehe auf Seite:36-38, Arzneimittelerklärung )
2.4.( Kurz ) Biografie
Herr XXXXXX X wurde am Sonntag den XX.XXXXX XXX als drittes Kind des Ehepaares XXXXXXXX u. XXXXXXXX.X geb.X im ehem. Krankenhaus in XXXXXXXXXXXXXXXXXXX geboren. Er hatte 2. Schwestern und einen Bruder, die leider schon verstorben sind. Seine Jugend verbrachte Herr XXXXXXXX.X in der Rheingemeinde: XXXXXXXXXXXXXX (XXXXXXXXXX), wo er auch die Volksschule besuchte. Diese beendete er im Jahre XXXX mit Abschluß. Danach absolvierte Herr.XXXXXXXX.X eine Lehre zum Zigarrendreher in einer Zigarrenfabrik in Herbolzheim, die er als Innungsbester XXXX erfolgreich beendete. Von XXXX bis XXXX besuchte er die Meisterschule um anschließend als Schichtführender Meister wieder in der Fabrik zu arbeiten.
Der Krieg zog durchs Land und Herr.XXXXXXXX.X wurde im Herbst XXXX von den Amerikaner als Kriegsgefangener nach Texas ( Amerika ) verschleppt. Da wurde er gefoltert und mißhandelt. An diese Zeit erinnert er sich nur ungern, da es nach seinen Angaben:„ Die schlimmsten Jahren seines Lebens waren“. Als im Jahre XXXX die Engländer ein Teil der deutschen Gefangene von den Amerikaner bekamen, war auch Herr.XXXXXXXX.X dabei. Nun kamen für Herr.XXXXXXXX.X ein paar erträgliche Jahren in englischer Gefangenschaft, denn die Engländer waren „menschlicher“ zu den Gefangen, als die Amerikaner. Die Jahren der Gefangenschaft waren im Jahre XXXX endlich vorbei. Herr.XXXXXXXX.X kam aus der Gefangenschaft zurück nach Deutschland. Nun fand Her.XXXXXXXX.X in der Zigarrenfabrik wo er vor der Gefangenschaft arbeitete , wieder eine Stelle als Schichtführender Meister. Das Leben meinte es jetzt gut mit ihm. Er lernte seine Frau bei einem Tanz kennen und heiratete diese im Sommer XXXX.Dasfolgende Jahr (XXXX) war für Herr.XXXXXXXX.X ein freudiges Ereignis. Seine
Frau gebar ihm ein Sohn, es folgten im Jahre XXXX eine Tochter und im Jahre XXXX gebar
seine Frau ihm noch einen Sohn, der aber gleich nach der Geburt verstarb. Das schmerzt Herr XXXXXXXX.X immer noch nach all den vergangenen Jahre sehr. So gingen die Jahre
ins Lande und Herr XXXXXXXX .X machte beruflich Karriere bis im Jahre XXXX die Zigarrenfabrik schließen mußte, weil die Konkurenz immer größer wurde .Doch Herr XXXXXXXX .X hatte Glück im Unglück. Das Finanzamt in XXXXXXXXXXX übernahm seinerseits ein größten Teil der ehem. Belegschaft der Zigarrenfabrik. Nun mußte Herr XXXXXXXX.X nochmals die Schulbank drücken um das Steuer-/Finanzrecht zu lernen. Dies war für ihn eine Herausforderung, die er sich damals gerne stellte. Auf dem Finanzamt arbeitete Herr XXXXXXXX.X bis zu seiner Pensionierung am 31.Dezember XXX. Das Rentnerleben genoß Herr XXXXXXXX.X nun mit seiner allzu geliebten Ehefrau in vollen Zügen. Sie konnten reisen und andere Länder sehen, daß was ihnen während ihren Berufsjahren nicht möglich war. Auch konnte er sein geliebtes Hobby nachgehen, das Kreuzwort lösen. Doch das Schicksal meinte es mit HerrXXXXXXXX.X nicht gut. Im Jahre XXXX verstarb plötzlich und unerwartet seine geliebte Frau an einen Herzschlag, auch gesundheitlich ging es Herr XXXXXXXX.X immer schlechter. Es häuften sich die Krankheitsbilder so daß er zu seiner eigene Sicherheit am XX.XXXXXXX XXXX in das XXXXXXXXXXXXXXX XXX.XXXXXX.XXXXXXXXXXXXXX XX XXXXXXXXXX einzog. Dort bewohnt Herr XXXXXXXX.X mit einem anderen männlichen Bewohner ein Doppelzimmer.
2.5.Begründung zur Auswahl des Bewohners
Da ich Herrn XXXXXXXX.X, seit ich im XXXXXXXXXXXXXXX XXX.XXXXXX.XXXXXXXXXXXXXX XX XXXXXXXXXX meine Ausbildung zum examinierten Altenpfleger begonnen habe, als ein fröhlichen Menschen kenne, trotz seiner vielen Erkrankungen. Auch wenn er durch seine senile Demenz wieder einmal verwirrt ist, so kann man sich durch behutsames Einreden mit Herr XXXXXXXX.X gut unterhalten .Er erzählt auch gerne von seinen beruflichen Erfolge, die mein starkes Interesse weckte und natürlich interessiere ich mich über Herr XXXXXXXXs vielen Erkrankungen und deren Verlauf.
2.6.Aktueller IST-Zustand
Herr XXXXXXXX.X momentaner Zustand sieht folgender maßen aus: er kann sich nicht mehr selbständig pflegen (ankleiden/auskleiden, Beschäftigung, bewegen und soziale Kontakte knüpfen), ist auf Hilfe angewiesen. Auch sieht er die Notwendigkeit von Essen und Trinken nicht ein, so daß dies nur mit behutsamen Einreden möglich ist. Herr XXXXXXXX.X ist durch seine Erkrankung extrem Sturzgefährdet, so daß er nur mit Begleitung laufen kann (kann sehr kurze Wege mit den Rollator laufen). Herr XXXXXXXX.X qäulen mehrmals täglich Schwindelataken. Seine Vitalwerte schwanken zwischen ( RR ) 120 (systl.) / 70 ( diastol.) und 140 ( Systol.) / 90 (diastol.). Der Puls auch leicht schwankend zwischen 68 und 74 ( Die Vitalwerten sind fast immer gleich, nur leicht schwankend weil der Hb ein Herzschrittmacher implantiert
gekriegt hat).Ansonsten hat Herr XXXXXXXX.X kein Übergewicht (XX,X kg) und sieht für sein Alter recht jung aus. Laut NYHA leidet Herr XXXXXXXX.X am III u. IV Stadium.
2.7.Aktueller Pflegeplan :Probleme / Ressourcen- Pflegeziele-Maßnahmen anhand der Atl /Aedl`s
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Kommunikation / Orientierung teilweise unselbständig
Problem : Hat eingeschränktes Sehvermögen . Sprachstörungen ( stottern, stammeln , Wortfindungstörungen ) .Zeitlich teilweise orientiert ,Persönlich teilweise orientiert , situativ zeitweise orientiert
Ressource : benutzt Sehhilfe . kann gesprochenes verstehen . nimmt Hilfestellung an . akzeptiert Erklärungen , Einwände und Hinweise
Pflegeziel : fühlt sich verstanden . hat seinen Tag strukturiert . Sozialkontakte des Pflegebedürftigen sind erhalten
Pflegemaßnahmen : Brille aufsetzen . Situation erklären . Bei der Unterhaltung auf langsame und deutliche Aussprache achten .Zeit lassen
Sich Bewegen teilweise unselbständig
Problem : geht unsicher und hat Angst zu stürzen . Jeglicher Transfer ist nur mit Unterstützung und Begleitung möglich, krankheitsbedingte Bewegungseinschränkung
Ressource : Kann mit Begleitung und Rollator kurze Wege gehen , nimmt Hilfestellung an
Pflegeziel : vorhandene Mobilität erhalten, geht mit Hilfe
Pflegemaßnahmen : Hilfestellung beim Stehen, Hilfestellung beim Gehen, aktive Bewegungsübungen durchführen. Begleitung zur Toilette
_______-_______________________________________________________________
Vitale Funktionen des Lebens aufrechterhalten bedingt selbständig
Problem : eingeschränkte Belastbarkeitr durch Herzinsuffizienz, fehlende Einsicht für angemessene Kleidung
Ressource : ist kooperativ nimmt Hilfestellung an, kann sich mitteilen
Pflegeziel : Komplikationen sind frühzeitig erkannt / vorgebeugt, fühlt sicher, Fähigkeiten sind erhalten
Pflegemaßnahmen : für Frischluft sorgen, langsam gehen und Pausen einlegen, regelmäßig RR und Puls- Kontrollen durchführen, verordnete Medikation
Sich pflegen unselbständig
Problem : Kann sich nicht alleine waschen Ständige personelle Hilfe erforderlich . kann Mund / Zahnpflege nicht selbständig durchführen , kann Rasur / Bartpflege nicht selbständig durchführen
Ressource : ist kooperativ , Kann sich Gesicht mit Anleitung selbständig waschen
Pflegeziel : Fähigkeit sind erhalten , fühlt sich sicher , fühlt sich wohl , gepflegtes Erscheinungsbild
Pflegemaßnahmen : komplette Übernahme der Ganzwaschung im Bett , komplette Übernahme beim Baden ,komplette Übernahme der Mund- / Zahnpflege , komplette Übernahme beim Haare kämmen
Essen und Trinken bedingt selbständig
Problem : Nahrung muß mundgerecht vorbereitet sein , sieht die Notwendigkeit von Trinken nicht ein
Ressource : kann essen
Pflegeziel : hat eine ausgewogene Flüssigkeitsbilanz , isst selbständig , trinkt selbständig
Pflegemaßnahmen : Anleitung geben zum Essen und Trinken , Essen und Getränke servieren , Flüssigkeitsbilanzierung für eine angemessene Flüssigkeitszufuhr sorgen , zum Trinken auffordern , zum Essen auffordern
Ausscheiden können unselbständig
Problem : braucht Ausscheidungshilfsmittel , braucht Inkontinenzhilfsmittel , kann Toilette nicht selbständig benutzen , leidet unter Blaseninkontinenz , leidet unter Darminkontinenz
Ressource : akzeptiert Hilfsmittel , akzeptiert Pflegemaßnahmen , trinkt ausreichend
Pflegeziel : akzeptiert Hilfestellung von Mitarbeiter , akzeptiert Hilfsmittel , akzeptiert Pflegemaßnahmen , fühlt sich sauber und wohl , hat einen ausgeglichenen Flüssigkeitshaus , hat ausreichende Bewegung
Pflegemaßnahmen : beobachten und dokumentieren der Ausscheidung , für ausreichend Flüssigkeitszufuhr sorgen , Gewicht kontrollieren , Laxantien / Klistier verabreichen nach ärztlichen Verordnung , Hilfestellung beim benutzen der Toilette / Begleitung , individuelles Inkontinenzprodukt regelmäßig anlegen , pathologische Veränderungen erkennen und abklären
Herzinsuffizienz
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