Autor/in: B. Pafel

Herpes zoster = Gürtelrose

Ist die Zweiterkrankung von Windpocken. Bei einer Windpockeninfektion bleiben in der Regel immer einige Viren im Organismus zurück und verbleiben meistens in sogenannten Ganglienzellen.

Bei Immunschwächung können diese Viren auch noch nach Jahrzehnten wieder aktiv werden. Sie breiten sich dann meist einseitig entlang des Nervenverlaufs aus und führen zu den typischen Hauterscheinungen.

Erreger:

  • ist der Windpockenerreger = Varizellenerreger

Inkubationszeit:

  • 7 bis 14 Tage

Abheilung:

  • meist innerhalb 2 bis 3 Wochen

Symptome:

  • Zunächst heftig brennende Schmerzen entlang des Verlaufs des befallenen Nervs. Dies klingt evtl. folgenlos ab.
  • Dann tritt der Hautausschlag auf: Kleine Wasserbläschen die eintrüben, austrocknen und Krusten bilden. Nach Abfall der Krusten sieht man kleine weiße Narben oder bräunliche Pigmentverschiebungen.
  • Kein Juckreiz, statt dessen brennende Schmerzen. Diese Schmerzen können noch Wochen bis Monate anhalten.
  • Lymphknotenvergrößerung
  • Sensibilitätsstörungen
  • Evtl. Einblutungen in die Bläschen
  • Ulzeration
  • Nekrosen

Diagnose:

  • Blickdiagnose

Komplikationen:

  • Dauerhafte Schmerzzustände
  • Lähmungen
  • Meningitis
  • Enzephalitis
  • Rückenmarksentzündung
  • Reduziertes Schwitzen
  • Pupillenverklebungen und Hornhautveränderungen bei Mitbefall des Auges
  • Hörstörungen bei zoster im Ohrbereich

Therapie:

  • Bettruhe nur in Ausnahmefällen
  • Evtl. lokal Wundpuder
  • Schmerz- und Beruhigungsmittel
  • In Anfangsstadium Virostatikum
  • Bei Augenbeteiligung: Pupillenerweiternde Augentropfen um Pupillenverklebungen zu vermeiden, warme Augenbäder nur mit klaren Wasser ohne jeden Zusatz

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