Autor/in: Cordula

Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde

Ohr

Anatomie

Übersicht

•  Das Hörorgan liegt zusammen mit dem Gleichgewichtsorgan gut geschützt in der Felsenbeinpyramide des Schläfenbeins

•  Beide Organe sind in verschiedenen Strukturen des Innenohrs lokalisiert und haben verschiedene Funktionen

•  Das Gehör dient zur Aufnahme von Schallreizen, seine Sinneszellen sind in der Schnecke enthalten

•  Das Gleichgewichtsorgan registriert Körperlage und -bewegung im   Raum ; seine Sinneszellen befinden sich im Vorhof und in den Bodengängen

•  Die Informationen aus beiden Organen werden über den Nervus vestibulocochlearis (VIII. Hirnnerv) an das Gehirn übermittelt

•  Dieser Nerv verläuft zusammen mit den ohrversorgenden Blutgefäßen vom Innenohr durch den inneren Gehörgang in das Schädelinnere

Hörorgan

Einteilung

  • Äußeres Ohr
  • Mittelohr
  • Innenohr

Äußere Ohr

  • knorplige Ohrmuschel
  • äußere Gehörgang:
  • knorpelig und knöchern
  • zieht sich leicht abgewinkelt von der Ohrmuschel bis zum Trommelfell
  • enthält Drüsen, die das Ohrenschmalz ( Cerumen ) bilden und einzelne Haare, die vor eindringenden Fremdkörpern schützen
  • Trommelfell membrana tympani
  • eine bindegewebige dünne Membran
  • Grenze zwischen äußeren Ohr und Mittelohr
  • Bei der Ohrenspiegelung ( Otoskopie ) kann es direkt eingesehen und beurteilt werden
  • Eingeteilt in Pars tensa (gespannter Anteil) und Pars flaccida (nicht gespannter Anteil)
  • Und eingeteilt in 4 Quadranten

Mittelohr

  • liegt in der Paukenhöhle ( Cavum tympani ): kleinen luftgefüllte Knochenhöhle im Felsenbein, die mit Epithel ausgekleidet ist und sich vom Trommelfell bis zu einer knöchernen Wand des Innenohres erstreckt
  • Einteilung in
  • Recessus epitympanicus (Kuppelraum)
  • Mesotympanum
  • Recessus hypotympanicus
  • In der knöchernen Wand des Innenohres befinden sich zwei membranverschlossene Knochenfenster – das ovale und das runde Fenster -, die eine Verbindung mit dem Innenohr herstellen.
  • Im obersten Anteil der Paukenhöhle besteht Kontakt mit den Hohlräumen des Warzenfortsatzes ( Processus mastoideus, Mastoid
  • Ohrtrompete ( Eustachische Röhre/Tuba auditiva )
  • stellt die Verbindung zwischen Mittelohr und oberen Rachenraum her
  • bewirkt einen Luftdruckausgleich zwischen diesen beiden Räumen, indem sie bei jedem Schluckakt automatisch geöffnet wird
  • es können jedoch auch Keime des Nasenrachenraumes in die Paukenhöhle gelangen, wo sie eine akute Mittelohrentzündung ( Otitis media ) hervorrufen
  • die drei Gehörknöchelchen ( Ossicula auditus ) Hammer ( Malleus ), Amboss ( Incus ) und Steigbügel ( Stapes )
  • Liegen in der Paukenhöhle, genauer gesagt im Recessus epitympanicus und Mesotympanum
  • Der Hammergriff ist fest mit dem Trommelfell verbunden/angewachsen
  • Sein kürzerer Fortsatz ist gelenkig mit dem Amboss und dieser ist wiederum mit dem Steigbügel verbunden
  • Der Steigbügel ist mit seiner „Fußplatte“ in dem ovalen Fenster befestigt
  • Die Gehörknöchelchen übertragen die auf das Trommelfell treffenden Schallwellen verlustarm auf das ovale Fenster und dämpfen zu starke Trommelfellschwingungen, damit das Innenohr nicht durch extreme Vibrationen oder Lärm geschädigt wird
  • Die Spannung der Gehörknöchelchenkette wird reguliert durch zwei Muskeln
  • M tensor tympani
  • M stapedius
  • Im Knochen eingebettet verläuft im sogenannten Fazialiskanal der Nervus facialis (VII. Hirnnerv bzw. Gesichtsnerv) an der Paukenhöhle vorbei und gibt folgende Äste ab
  • N. petrosus major (zur Tränendrüse und Drüsen der Nasenschleimhaut)
  • N. stapedius (Innervation der M. stapedius)
  • Chorda tympani (Geschmacksempfindung der vorderen 2/3 der Zunge)
  • Durch die Paukenhöhle zieht hinter dem Trommelfell die Chorda tympani (aus dem Nervus facialis) im weiteren Verlauf bis zur Zunge

Innenohr

  • enthält die Sinnesrezeptoren für das Gehör und den Gleichgewichtssinn und liegt in einem komplizierten Hohlraumsystem, dem knöchernen Labyrinth (Labyrinthkapsel) des Felsenbeins
  • besteht aus Vorhof, Bogengängen und Schnecke und ist mit einer liquorähnlichen Flüsssigkeit, der Perilymphe , gefüllt.
  • Im Vorhof und in den Bogengängen liegen die Sinnesrezeptoren des Gleichgewichtsorgan.
  • Die Schnecke enthält die Sinnesrezeptoren für das Gehör

Schnecke

  • knöcherne Schnecke ( Cochlea ) ist in spiralig gewundener Knochenraum, der mit der oben erwähnten Perilymphe gefüllt ist.
  • Eine Zwischenwand teilt die Schnecke in zwei Etagen:
  • die obere Scala vestibuli (Vorhoftreppe) beginnt am ovalen Fenster und geht an der Schneckenspitze (nach 2 ½ Windungen im Helikotrema )
  • in die unten gelgende Scala tympanie (Paukentreppe) über, die am runden Fenster endet
  • Diese knöcherne Schnecke umgibt die häutige Schnecke ( Ductus cochlearis ), einen membranösen Schlauch, der ebenfalls mit Lymphe, die sogenannte Endolymphe (ähnelt der Intrazellularflüssigkeit) , gefüllt ist
  • In der häutigen Schnecke befindet sich die Basilarmembran, auf der das Corti-Organ mit den Sinneszellen liegt
  • Die Sinneszellen für das Gehör heißen Haarzellen , da sie am freien Ende feien Härchen tragen, die in die Endolymphe des häutigen Schneckenganges ragen und mit einer gallertigen Membran ( Membrana tectoria ) in Verbindung stehen
  • An ihrer Basis werden die Haarzellen von Fasern des VIII. Hirnnerven ( Nervus vestibulocochlearis ) umfasst

Hörfunktion

  • Schallwellen sind Luftschwingungen, die sich wellenförmig ausbreiten
  • Auf das Ohr eintreffende Schallwellen werden von der Ohrmuschel aufgenommen und durch den äußeren Gehörgang zum Trommelfell geleitet
  • Das Trommelfell wird durch die Schallwellen in Schwingungen versetzt, die sich auf die Gehörknöchelchenkette übertragen und schließlich das ovale Fenster erreichen
  • Die Steigbügelschwingungen am ovalen Fenster versetzen die Perilymphe der Scala vestibuli in Schwingungen, laufen als Wanderwellen bis zur Schneckenspitze und von dort die Scala tympani hinab bis zum runden Fenster, wo sie verebben.
  • Die Wanderwellen in der Perilymphe versetzen auch die Basilarmembran in der häutigen Schnecke in Schwingungen
  • Dadurch werden zwischen den Haarzellen auf die Basilarmembran und der gallertigen Membrana tectoria Scherbewegungen erzeugt, die dazu führen, daß die Härchen der Sinnesellen verbogen werden
  • Aufgrund dieser mechanischen Biegungsreizes werden die Haarzellen erregt, die ihre Reize an die basal gelegenen Nervenfasern weitergeben
  • Diese Nervenfasern vereinigen sich später zusammen mit den Nervenfasern des Gleichgewichtsorgans zum Nervus vestibulocochlearis und ziehen zum Hörzentrum im Großhirnschläfenlappen
  • Frequenzspektrum: 18 – 20.000 Hz
  • Tonotopie
  • Wanderwellen
  • Hohe Frequenzen in den basalen Schneckenbindungen

Gleichgewichtsorgan

  • Der Gleichgewichtssinn dient zusammen mit anderen Sinnesorganen (Augen, Tiefensensibiltät) der Orientierung im Raum und   der Aufrechterhaltung von Kopf- und Körperhaltung in Ruhe und bei Bewegungen
  • Zum Gleichgewichtsorgan ( Vestibularapparat ) gehören der Vorhof ( Vestibulum ) und die drei Bogengänge
  • Sie liegen zusammen mit dem Hörorgan im knöchernen Labyrinth des Felsenbeins    

Vorhof

  • Vom Vorhof (Vestibulum ), dem Zentrum des knöchernen Labyrinths, gehen nach hinten (dorsal) die drei Bogengänge und nach vorn (ventral) die Schnecke ab
  • Wie das gesamte knöcherne Labyrinth ist auch der Vorhof mit Perilymphe gefüllt
  • Zusätzlich enthält er membranöse Strukturen, die mit Endolymphe gefüllt sind:
  • Das große Vorhofsäckchen ( Utriculus ) und das

Kleine Vorhofsäckchen ( Sacculus )

  • Sie sind durch zwei feine Gänge miteinander verbunden
  • Der Utriculus und der Sacculus enthalten in ihrer Wand jeweils ein Sinnesfeld ( Makula ), das   im Utriculus in horizontaler Ebene, im Sacculus vertikal liegt
  • Diese Sinnesfelder sind – ähnlich wie im Hörorgan – aus Sinneszellen und Stützzellen aufgebaut
  • Die Sinneszellen sind Haarzellen, deren Härchen in eine gallertartige Membran hineinragen
  • Diese Membran ( Statolithenmembran ) bedeckt das gesamte Sinnesfeld und hat an ihrer Oberfläche feine Kalziumkarbonatkristalle (Statolithen) eingelagert
  • Die Sinneszellen der Makulae reagieren auf Schwerkraft und Beschleunigung in vertikaler und horizontaler Ebene

•  Reaktion auf Schwerkraft und Beschleunigung

  • Die Sinneszellen der Maculae reagieren auf Schwerkraft und Beschleunigung in vertikaler und horizontaler Ebene (zuständig für Linearbeschleunigung nach Doc)
  • Dadurch ändert sich der Druck und die Sinneshärchen verbiegen sich und werden erregt
  • Das ZNS verarbeitet diese Signale zu bewussten Empfindungen wie „Fallen, bremsen oder Steigen“
  • Dies wiederum führt reflektorisch zur Anpassung von Tonus und Bewegung der Körpermuskulatur

Bogengänge

  • Die drei Bogengänge stehen etwa im rechten Winkel zueinander in den drei Raumebenen
  • Es gibt einen vorderen und hinteren vertikalen und einen seitlichen horizontalen Bogengang
  • Sie beginnen und enden alle im Vorhofbereich, so dass sie zusammen mit diesem einen Ring bilden
  • In den knöchernen Bogengängen verlaufen die membranösen, mit Endolymphe gefüllten häutigen Bogengängen
  • Jeder Bogengang ist am Ende zu einer Ampulle erweitert
  • Dort befinden sich die Sinneszellen des Bogengangsystems
  • Es handelt sich um Haarzellen, die von den Stützzellen umgeben sind, und deren Härchen in eine gallertartige, kuppelförmige Masse ( Cupula ) ragen

Sinnesfunktion der Bogengänge

  • Die Sinneszellen der Bogengänge reagieren auf Drehbewegungen (Winkelbeschleunigung nach Doc)
  • Hierbei kommt es zu einer identischen Bewegungen der Cupula, was – da die träge Endolymphe nicht so schnell folgen kann – wiederum zu einem Zug an den darin gebetteten Härchen führt und den entsprechenden Reiz für die Sinneszellen darstellt
  • Die Nervenimpulse aus den Haarzellen führen im ZNS zur bewussten Empfindung von Drehbewegung und zur reflektorischen Anpassung der Körperhaltung an die Erfordernisse der Situation
  • Da sich die Endolymphe und Cupula nach einiger Zeit aber „mitdrehen“, führen nur zu Änderungen der Drehbewegungen – also Drehbeschleunigungen- zur Reizung des Bogengangsystems

Leitungsbahnen des Gleichgewichtsorgans

  • Von den Haarzellen des Gleichgewichtsorgans werden die Erregungsimpulse zunächst an Nervenzellen weitergeleitet, die im inneren Gehörgang liegen
  • Ihre Fasern bilden den vestibulären Anteil des Nervus vestibulocochlearis, der ihre Informationen an zahlreiche Gehirngebiete (Rückenmark, Kleinhirn, Formatio reticularis, Thalamus und Hirnnervenkerne) weitergeleitet
  • Über diese Verbindungen werden die Erregungen des Gleichgewichtsapparates mit dem motorischen System verknüpft, so dass die Muskelbewegung für eine normale Stellung des Kopfes, des Körpers und der Augen reflektorisch entsprechend den jeweiligen Erfordernissen in Ruhe, bei Lagewechsel oder Bewegung gesteuert werden können
  • In der Großhirnrinde findet die bewusste Wahrnehmung von Körpersituationen und Stellungsänderungen statt
  • Wird dabei eine ungünstige Körperposition bemerkt, reagiert das Individuum über die motorische Großhirnrinde mit entsprechenden Stellungsänderungen

Diagnostik

•  Anamnese

  • Symptomatik
  • Allgemeinerkrankungen
  • HNO-Erkrankungen in der Familie …
  • Inspektion: anschauen: Veränderung der Ohrmuschelform, Rötung, Schwellung, Absonderungen aus dem Gehörgang, etc.
  • Palpation: Abtasten: Schwellung, Druckschmerz
  • Otoskopie: Beurteilung vom äußeren Gehörgang und Trommelfell: Metalltrichter wird in den äußeren Gehörgang geführt
  • Ohrmikroskopie???
  • Röntgenuntersuchung
  • Aufnahme nach Schüller : stellt die Warzenfortsatzzellen und den Gehörgang dar
  • CT

Hörprüfung

  • Versuch nach Weber und Rinne: eine angeschlagene Stimmgabel wird in der Scheitelmittel bzw. auf den Warzenfortsatz des Patienten aufgesetzt. Ermöglicht grobe Prüfung des Hörvermögens im Seitenvergleich und erste Aussagen über die Ursache einer Schwerhörigkeit

Audiometrie

  • Hörfunktionsüberprüfung
  • wird mit dem Audiometer durchgeführt, das Töne bestimmter Frequenz (gemessen in Hertz)=Hz) und Intensität (gemessen in Dezibel=dB) erzeugen kann
  • So können individuelle Hörschwellen ermittelt werden, das heißt die minimalen Schallintensitäten, mit denen Töne bestimmter Frequenz gerade gehört werden können
  • Bein einer Schwerhörigkeit sind die Hörschwellen erhöht

Tonaudiometrie

  • Wichtigste Hörprüfung zum Nachweis einer Hörstörung
  • Der Untersucher stellt im Audiometer Töne einer bestimmten Frequenz (Tonhöhe) ein, deren Lautstärke langsam zunimmt. Der Patient gibt an, wann er den Ton erstmalig hört

Sprachaudiometrie

  • Untersuchung der Signalverbreitung des Gehörs: Hörweitenprüfung und Sprachtests
  • Tympanometrie???
  • Stapediusmetrie ???
  • ERA (Hirnstammaudiometrie z. B. BERA) ????
  • Objektive Hörprüfung durch Ableitung der elektrischen Nervenaktivität
  • OAE’s (otoakustische Emissionen)???

Gleichgewichtsprüfung

  • Pat wird aufgefordert, meist mit geschlossenen Augen, bestimmte Anweisungen auszuführen (Auf der Stelle treten, Geradeausgehen. Anhand seiner Reaktion lässt sich in vielen Fällen der Ursprung der Störung lokalisieren

Nystagmusprüfung

•  Definition: (Augenzittern): unwillkürliche, rhythmische Augenbewegungen. Diese können sowohl physiologisch als auch pathologisch sein

•  Physiologischer Nystagmus:

•  Nervenimpulse werden gleichmäßig vom rechten und linken Gleichgewichtsorgan zu den Gleichgewichtszentren im Gehirn (vestibuläre Kerngebiete ) geleitet, die in Verbindung mit den Augenmuskelkernen stehen

•  Liegt eine Störung des Gleichgewichtsorgans vor, z. B. durch einseitigen Ausfall eines Gleichgewichtsorgans, führt diese Seitendifferenz der Nervenimpulse durch die Verschaltung der vestibulären Kerngebiete mit den Augenmuskelnkernen zu unwillkürlichen, rhythmischen Augenbewehungen

•  Physiologisch: während oder nach Drehbeschleunigungen, durch Wärme oder Kältereize auf das Gleichgewichtsorgan

•  Spontannystagmus:: tritt ohne äußere Reize auf, meist pathologisch

•  Rucknystagmus: Augen bewegen sich erst langsam zu einer Seite, dann ruckartig und stärker sichtbar zur anderen Seite

•  Nystagmus kann durch verschiedene Provokationen ausgelöst werden

•  Lageprüfung : Nystagmus wird ausgelöst, dadurch dass der auf den rückenliegenden Patient nacheinander in die linke und nach zwischenzeitlicher erneuter Rückenlage in die rechte Seitenlage gedreht wird

•  Lagerungsprüfung: Pat sitzt zu Beginn und soll sich im Wechsel legen und aufsetzten, wobei der Kopf erst nicht und dann nach links und rechts gedreht wird

•  Kalorische Prüfung : Hierbei wird der äußere Gehörgang über 30 bis 40 Sekunden mit warmen Wasser (40°C) oder kaltem Wasser (30°C) gespült, dabei wird ein thermischer Reiz auf das Gleichgewichtsorgan ausgeübt und ein Nysatagmus ausgelöst

•  Frenzel-Brille: um den Nystagmus besser beurteilen zu können, beobachtet der Untersucher den Nystagmus durch diese Brille: Durch sehr starke Gläser dieser speziellen Leuchtbrille kann der Patient den Blick nicht mehr fixieren, und der Nystagmus tritt deutlicher hervor

•  ENG: Elektronystagmographie : Objektivierung des Nystagmus: Über bitemperal (an den Schläfen) angelegte Elektroden wird   der Nystagmus elektronisch erfasst und die Nystagmusauschläge aufgezeichnet

•  Fazialisdiagnostik

Erkrankungen des Ohres

Äußeres Ohr

  • Fremdkörper im Gehörgang
  • Cerumen obturans
  • Ohrfurunkel
  • Otitis externa
  • Otitis externa maligna
  • Ohrekzem und -mykose
  • Tumoren
  • Apostasis aurium (abstehende Ohren)
  • Mißbildungen z. B. präaurikuläre Fistel
  • Trommelfellperforationen
  • Gehörgangsexostosen
  • Ohrmuschelperichondritis
  • Chondodermatitis nodularis helicic chronica

Mittelohr

  • Tubenventilationsstörung
  • Serotympanum
  • Mukotympanum
  • Akute Otitis media
  • Grippeotitis
  • Akute und chronische Mastoiditis
  • Chronische Otitis mesotympanalis (Schleimhauteiterung)
  • Chronische Otitis media epitympnalis (Knocheneiterung, Cholesteatom )
  • Otosklerose
  • Adhäsivprozeß
  • Glomustumor
  • Hämatotympanum

Innenohr

  • Altersschwerhörigkiet (Presbyakusis)
  • Hörsturz
  • Tinnitus
  • Morbus Méni»re
  • Commotio labyrinthi
  • Barotrauma
  • Knall- und Explosionstrauma
  • Chronische Lärmschwerhörigkeit
  • Labyrinthitis
  • Vestibularisausfall
  • Kupulolithiasis (benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel)
  • Rupur der Rundfenstermembran (Perilymphfistel)

Sonstige

  • Felsenbeinfraktur
  • Facialisparese
  • Zoster oticus
  • Akustikusneurinom

Erkrankungen des äußeren Ohres

 

Abstehende Ohrmuscheln Apastasis otum

  • Häufigste Fehlbildung des äußeren Ohres
  • Treten meist beidseitig auf
  • Vor allem kosmetisches Problem
  • Deshalb Korrektur möglichst im Vorschulalter

Cerumen obturans Ohrschmalzpropf

•  Pathophysiologie

  • Verlegung des äußeren Gehörgangs durch Ohrschmalz
  • Entsteht in der Regel nur dann, wenn der Selbstreinigungsmechanismus des Gehörganges gestört wird, was häufig die Folge mechanischer Reinigungsversuche ist

•  Klinik/Symptome

  • Meist schmerzlose Hörminderung oft nach dem Duschen oder Baden
  • Evtl. plötzlicher Druck

•  Diagnostik

  • Otoskopie

•  Therapie

  • Mechanische Säuberung des Gehörgangs mittels Sauger oder Kürette unter otoskopischer Sicht

•  Komplikationen

  • Otitis externa

Otitis externa (äußere Gehörgangsentzündung)

 

Pathophysiologie

  • Meist bakterielle Infektion des äußeren Gehörgangs mit Verschwellung und Sekretion
  • Begünstigt wird sie durch äußere Faktoren wie unsauberes Badewasser oder Manipulation mit Wattestäbchen

Klinik

  • Otalgie (starke Ohrenschmerzen), die beim Kauen oder durch Druck auf den Tragus (Knorpelvorsprung vor der äußeren Gehörgangsöffnung) zunehmen
  • Otorrhoe (Ohrenlaufen)
  • Hörminderung
  • Schwellung des Gehörganges

Diagnostik

  • Otoskopie

Therapie

  • Mechanische Säuberung/Reinigung des Gehörgangs
  • Desinfizierende oder antibiotikahaltige Ohrentropfen (Bsp.: Glycerolalkohol, Dexapolyspectran OT)
  • Bei Verschwellung: Gazestreifeneinlage

Komplikationen

  • Otitis externa maligna: Übergreifen der Infektion auf das Felsenbein (bei Diabetes mellitus und Pseudomonas-Infektion)

Ohrmuschel-Perichondritis

Pathophysiologie

  • Entzündung der Ohrmuschel
  • kann   nach einer Verletzung oder Operation im Bereich der Ohrmuschel oder bei einer chronischen Mittelohrentzündung auftreten

Klinik

  • Ohrmuschel gerötet, sichtbar geschwollen und äußerst schmerzhaft

Therapie

  • Orales Breitbandantibiotikum
  • Verband mit antibiotika-, cortisonhaltiger Salbe

Komplikationen

  • Knorpelnekrose
  • Schrumpfung der Ohrmuschel

Fremdkörper im Gehörgang

•  Vor allem Kinder betroffen

•  Fremdkörper wird mit speziellen Häkchen entfernt

•  Versuchen Laien Fremdkörper zu entfernen, dringt dieser häufig noch tiefer in den Gehörgang ein mit der Gefahr, Trommelfell und Gehhörknöchelchen zu verletzen

Weiter lesen auf Seite 2…

Seiten: 1 2 3 4 5

Diesen Beitrag teilen auf...

Twitter Facebook Google+