| Autor: Randie und Stefanie |
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Fieber
» Definition
Fieber ist keine Krankheit sondern ein Symptom für einen krankhaften
Prozess im Körper.
» Fieberhöhen
| 1. Physiologischer Bereich (Normaltemperatur) |
= 36,3°C- 37,0°C |
| 2. Subfebrile Temperatur ( unter Fieber) |
= 37,1°C- 38,0°C |
| 3. mäßiges Fieber |
= 37,9°C- 38,5°C |
| 4. hohes Fieber |
= 38,5°C- 40,0°C |
| 5. sehr hohes Fieber |
= 40,0°C- 42,0°C |
» Fieberphasen
1. Fieberanstieg (Stadium incrementi)
- Schüttelfrost möglich, evtl. Zähneklappern
- Pulsanstieg ( pro 1°C Körpertemperatur um 8-12 Schläge)
und die Atemfreqeunz steigt an
Maßnahmen:
- Kranken warm halten, Puls, RR, Atmung, Temperaturkontrolle, Aussehen
engmaschig kontrollieren, Arzt info.
2. Fieberhöhe (Fastigum)
- Sollwert erreicht, Haut und Schleimhäute trocken, heiß und gerrötet,
Augen
glänzen, Lichtempfindlich, Schwächegefühl, starkes Hitzeempfinden,
Kopf- u.
Gliederschmerzen, Puls und Atmung erhöht, Durstgefühl, verminderte
Urin
Ausscheidung und konzentriert.
- Flüssigkeitsbilanz 2 Liter trinken, Wärmespender entfernen, Exikkosegefahr,
leichte fettarme Wunschkost, Elektrolythaushalt beachten, Prophylaxen
3. Fieberabfall (Stadium decrementi)
- Körpertemperatur sinkt, vermehrte Hautblutung (Rötung, Hitze)
- Der Kranke schwitzt, Kreislauf sehr belastet, Ängste, Unruhe
• Maßnahmen: Zuwendung, Vitalwerte, nicht zu früh mobilisieren, Prophylaxen
» Lysis
- Langsamer Fieberabfall, kann mehrere Tage dauern und zeigt sich
mit warmen,
großperligem Schweiß. Dies geschieht durch das Abklingen der Infektion,
also
Wegfall der Pyrogene oder durch die Wirkung fiebersenkende Medikamente(
Antipyretika)
» Krisis
- Rascher Fieberabfall (innerhalb weniger Stunden), Temperatur
fällt innerhalb von 24Stunden auf Werte unter 38,0°C
Fieber
» Krisis
- Mit kaltem kleinperligem Schweiß und belastet den Organismus
stark. Es besteht Kollapsgefahr(Tachycardie) und es kann Schüttelfrost
auftreten. In dieser Phase muß eine ständige Überwachung
gewährleistet sein.
» Schüttelfrost
- Krankheitserreger oder deren Stoffwechselprodukte (Toxine) reizen
das Wärmeregulationszentrum im Gehirn und es kommt zu einem
staken Temperaturanstieg in kurzer Zeit. Die Muskeln bekommen
den Befehl sich rasch zu kontrahieren und erzeugen so wärme.
- Der Pat. Fröstelt, zittert, klappert mit den Zähnen.
Er braucht Wärmezufuhr(Decken, Tee usw.)
- Arzt info.
- Hat das Fieber seinen Höchstand erreicht reagieren die Pat.
Oft mit Angst und Unruhe, sie brauchen Zuwendung und kühlende
Maßnahmen.
» Fiebertypen
1. Kontinuierliches Fieber |
= gleichbleibend, Schwankung um max. 1°C
z.B. Pneumonie, Scharlach, Typhus |
2. Remittierendes Fieber |
= Temperatur Abends höher als morgens,
Schwankungen um max. 1,5°C z.B. TBC, Sepsis,
Nierenbeckenentzündung |
3. Intermittierendes Fieber |
= Stundenweise Fieberanfälle im Wechsel mit
Fiberfreienintervallen. Bei schnellem
Fieberanstieg, Schüttelfrost. Z.B. Sepsis,
Pleuritis (Brustfellentzündung) |
4. Rekurrierendes Fieber |
= Schübe über mehrere Tage, wechseln mit
(Rückfallfieber) Fieberfreienintervallen ab. z.B. Malaria,
Borreliose, Chollzystitis
(Gallenblasenentzündung) |
» Wadenwickel
Grundprinzip: Verdunstungskälte entzieht dem Körper Wärme.
» Indikation = Fieber über 39,0°C
» Kontraindikation = - Schüttelfrost, frösteln, kalte
Hände/Füße,
Kreislaufschwäche, Durchblutungsstörungen
Fieber
» Wadenwickel
» Kontraindikation - (Arteriell/venös),Sensibilitätsstörungen,
Kachexie,
verwirrte Bew./PK, unruhige oder
bewusstseinseingetrübte.
» Anwendungsdauer = Insgesamt 3-4 Wickel maximal
» Gesamtdauer = 30-40 Minuten
» Vitalzeichenkontrolle = frühestens 30 Minuten nach Beenden des Wickels
und weiterhin Wärmeregulation sorgfältig prüfen.
» Wassertemperatur = nicht kühler als 30°C, sonst kommt es zur
Gefäßverengung, Wärmeableitung wird verhindert.
» Fuß- und Knöchelgelenke= freilassen, damit Verdunstungskälte
abziehen
kann, Socken anziehen
» Gefahren
- Wasserverlust= 1°C Temperaturerhöhung geht mit 1 Liter Flüssigkeit
einher
(plus evtl. noch Erbrechen und Durchfall)
- Kreislaufschock (Krisis)
» Körperkern- und Schalentemperatur
- Körperschalentemperatur ist niedriger als die Körperkertemperatur
- Schalentemperatur schwankt und ist von Außentemperatur
und Kreislauf abhängig.
- Die Körperkerntemperatur ist den physiologischen Schwankungen
ausgesetzt
» Thermometer Arten
- Maximalthermometer (Quecksilberthermometer)= genaue Messung,
lange Messdauer, muss nach Gebrauch runtergeschüttelt werden,
bei unruhigen Pat. Wenig geeignet.
- Digitalthermometer = sichere- und kurze Messung, Signalton am
ende, Speicherung des letzten Wertes
- Elektrisches Thermometer mit „ predichie- Technologie“ =
sehr kurze Messung (10sek.), klein, gewählter Messort sollte
vor der Messung eingestellt werden.
- Infrarot- Ohrthermometer= sehr kurze Messdauer (1-3sek.), schwer,
Messung im Ohr für alte Menschen oft ungewohnt.
» Messorte
- Rektal (im Enddarm), Dauer 3-5 Minuten, digital kürzer,
genauste Messung aber unangenehm, nicht bei unruhigen Pat.
- Axillar (Achselhöhle), Dauer 8-10 Minuten, angenehm, lange
Messdauer, genauer Messwert durch Reibung
- Inguinal (Leiste)- siehe Axillar
Fieber
» Messorte
4. sublingual ( unter der Zuge), Dauer 5-8 Minuten, lange unangenehme
Messdauer, ungenauer Wert
5. Im Ohr (äußerer Gehörgang, Dauer 1-3 Sek., kurze
Messdauer nur mit speziellem Gerät.
» Rectal : Temperatur liegt bei 0,5 °C höher als axillar
» Oral : Temperatur liegt 0,3°C höher als axillar
» Infrarot: 0,5 °C höher als axillar
» Mögliche Probleme die durch Fieber auftreten können
1. Fieberdelier, Halluzinationen, Angst/Unruhe- Sturzgefahr
- häufig nach dem Kranken sehen
2. Exikkose, schwitzen, erbrechen, Durchfallschränken die
Wärmeabgabe
durch Verdunstung ein
- nach AVO 2 Liter trinken und mehr, saure und salzige Getränke, Flüssigkeitsbilanz
3. Obstipation, leichte fettarme Kost
4. Intertrigo, Dekubitus – bei langer Bettruhe
- sorgfältige Hautbeobachtung und Pflege, sowie Druckentlastung
5. Pneumonie – bei fieberhaften Erkrankungen der oberen Luftwege
- Anwendungen sorgfältig abwägen
6. Soor- und Parotitis – Lippen und Mundpflege
7. Thrombose – bei langer Bettruhe / Aktive und Passive Übungen
8. Erschöpfung mit Müdigkeit , Schwächegefühl u. Schlafbedürfnis
- Ruhepausen, Maßnahmen auf Minimum reduzieren
9. Appetitlosigkeit
| Autor: Randie und Stefanie |
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