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Autor: Dodger (Stefan Stubbe)
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Diffuser Ösophagusspasmus


Ursachen:

  • nicht bekannt, betroffen meist ältere Personen

Symptome:

  • – Unvermittelt und intermittierend heftige, nicht peristaltische Kontraktionen, sog. „Krämpfe“
  • – Erhebliche retrosternale Schmerzen, die auch in den Hals, Kieferwinkel, sogar in den linken Arm ausstrahlen können (DD: Angina pectoris)
  • – Dysphagie

Diagnostik:

  • – Röntgenologisch korkenzieherartige Verformung des Ösophagus mit Pseudodivertikelbildung
  • – Manometrisch gemessene Drucke übertreffen Normwerte um das Doppelte
  • – Falls Veränderungen nicht spontan bei der Röntgenuntersuchung nachweisbar, durch Cholinergikum oder Pentagastrin provozierbar

Diffuser Ösophagusspasmus

Medikamentöse Behandlung:

  • – Nitroglyzerin und Ca-Antagonisten lösen häufig den Krampf und lenken gleichzeitig fälschlicherweise die Aufmerksamkeit auf das Herz
    und die Koronarien
  • – Auch Anticholinergika und Sedativa, motilitätsregulierende Substanzen

Ösophagus

Ösophagusmotilitätsstörungen treten oft im Gefolge anderer Erkrankungen auf, wie z. B. Diabetes mellitus, neurologische Erkrankungen wie M. Parkinson oder Krebserkrankungen. Nahezu regelmäßig ist die Speiseröhre mit z. T. ausgeprägten Motilitätsstörungen bei den folgenden Erkrankungen beteiligt:
  • Diabetes mellitus
  • Kollagenosen
      • progressive systemische Sklerodermie (PSS)
      • systemischer Lupus erythematodes (SLE)
      • Polyneuropathie, Dermatomyositis
      • Sjögren Syndrom
      • Raynaud Syndrom
  • ZNS- und PNS-Erkrankungen
      • Poliomyelitis
      • Stammhirnläsionen
      • Periphere Polyneuropathie
  • generalisierte Muskelerkrankungen
      • Myasthenia gravis
      • myotone Dystrophie
  • Amyloidosen
  • Alkoholkrankheit

Bei der Behandlung sekundärer Ösophagusmotilitätsstörungen steht zunächst die optimale Therapie der Grunderkrankung im Vordergrund. Zusätzlich kann eine symptomatische Therapie erfolgen, die sich an den geklagten Beschwerden orientiert. Bei vordringlichen Refluxbeschwerden - wie z. B. bei der Sklerodermie - können säuresupprimierende Medikamente wie die Protonenpumpenhemmer eingesetzt werden. Bei motilitätsassoziierten Beschwerden können prokinetische Substanzen oder bei einem entsprechenden Bild auch muskelrelaxierende Medikamente verwendet werden.

Motilitätsstörungen:

 

Pathologie

Symptome

Diagnose

Therapie

Sonstiges

Achalasie

  • Neuromuskuläre Störung durch Degeneration des ösophagealen Nervenplexus
    • Mittlere Erwachsene
    • unzureichende untere Sphincter-Erschlaffung.
    • Erweiterung des prästenotischen Ösophagus
  • Dysphagie
    • Retrosternale Schmerzen
    • Regurgitation (nachts!)
    • Aspirationsgefahr!
  • Rö-Breischluck ? „Weinglasform“
    • ÖGD
    • Manometrie:
    Unkoordinierte Peristaltik bei ge-steigertem Ruhetonus (Normal 15 – 25 mmHg). Keine Sphinctererschlaffung unten
  • Pneumatische Dilatation
    • Ca-Antagonisten und Nitrate
    Ggf. longitudinale Myotomie oder Injektion von Botulinustoxin in Sphincter ? hält 6 – 12 Monate an.
  • 10fach erhöhtes Ca Risiko

Diffuser Ösophagusspasmus

  • Ätiologie unklar.
    • Vor allem ältere Menschen.
    • Intermittierende, plötzliche, nichtperistaltische Kontrak-tionen.
    • Bildung von Pseudo-divertikeln.
  • Retrosternale Schmerzen mit Ausstrahlung in Kiefer, Hals, Arm -> Attackenartig
    • Dysphagie
  • Rö: Korkenzieherartige Verformung mit Pseudodiver-tikeln
    • Manometrie: gesteigerter, un-koordinierter Druck.
    • Provokation mit Cholinergika oder Pentagastrin
  • Nitro-Präparate
    • Anticholinergika
    • Sedativa
    • Dopamin
    • Ca-Antagonisten

Autor: Dodger (Stefan Stubbe)
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