Autor/in: MRM

Cerebrale Durchblutungsstörungen

» TIA: transitorische ischämische Attacke
Plötzliches auftreten von: Sehstörungen, Sensibilitätsstörungen, kurzzeitige Lähmung,
Gleichgewichtsstörungen, Sprachstörungen
Dauer: wenige Minuten – max. 24 Stunden
PRIND: prolongiertes reversibles ischämisches neurologisches Defizit
Ähnliche Symptome wie bei TIA
Dauer: länger als 24 Stunden

in beiden Fällen gilt:

  • Rückbildung der Symptomatik
  • Weitergehende Untersuchung sehr wichtig
  • Ca. 50 % der Betroffenen erleiden innerhalb von 5 Jahren einen Schlaganfall

» Apoplex / Schlaganfall
Def.: akute Durchblutungsstörungen des Gehirns mit neurologischen Ausfällen.
Symptomatik ist abhängig vom betroffenem Hirnareal und dem Ausmaß der Durchblutungsstörungen
Ursache: Arterio Sklerose 70%
Aneurysma ruptiert 30% intracerebrale Blutung

Akute Symptomatik

  • plötzliches hinfallen
  • evtl. Bewußtlosigkeit
  • Einnässen
  • Mundwinkel verzerrt
  • RR
  • Sprachstörungen

» Pfleg. Maßnahmen bei:
Apraxie: Unfähigkeit des Erkennens von Objekten und Handlungen

  • therapeutisches Führen (z.B. der Hand)
  • vormachen
  • Zuspruch / Geduld / Zeit
  • Genaue Beobachtung zur Situationseinschätzung
  • Gleiche Tagesabläufe und Handlungsabläufe

Hemianopsie: Halbseitenblindheit / Gesichtsfeldeinschränkung

  • Verletzungsquellen ausräumen
  • Gegenstände ins Blickfeld stellen
  • Genaue Anleitung ( Beschreibung)

» Psych. Veränderungen

  • Zuspruch
  • Hilsmittel
  • Kleine Schritte
  • Keine Überforderung
  • Lob / Motivation

» Agnosie: Störung des Erkennens, wobei die verschiedenen Sinneswahrnehmungen
betroffen sein können
Je nach Art der Agnosie

  • Dinge tasten, schmecken, hören, sehen lassen
  • Angehörige / Mitbewohner aufklären

» Raumanalysestörungen

  • Stolperstellen ausräumen
  • Türen kennzeichnen
  • Führen der Hand (z.B. zum Glas)

» Inkontinenz

  • Ausscheidungszeiten beachten (Mimik, Gestik)
  • Toilettentraining
  • Haut beobachte und pflegen

» Anosagnosie, Neclect, Pusher-Syndrom

  • in kleinen Schritten vorgehen
  • Verletzungsquellen ausräumen
  • Betroffene Seite bewußt machen
  • Gelähmte Arme / Beine lagern und vor Verletzungen schützen

» Aphasie

  • Hilfsmittel z.B. Buchstabentafel, Bildertafel
  • Fragen die mit „ja“ oder „nein“ beantwortet werden können
  • Klar und deutlich sprechen
  • Zeigen lassen
  • Ansehen beim sprechen
  • Gestik, Mimik beachten
  • Wortspiele

» Faszialisparese: (herabhängender Mundwinkel, Speichelfluß, herabhängendes Augenlid)

  • Augenpflege (mehrmals)
  • Evtl. Augentropfen
  • Evtl. Schnabeltassen
  • Zahnprothese anpassen
  • Keine Breikost
  • Bew. Soll gut kauen + langsam essen
  • Mundbewegungen Übungen
  • Mund inspizieren / regelmäßige Mundpflege
  • Auf Temperatur der Mahlzeit achten
  • Kein Essen von unterschiedlicher Konsistenz
  • Nur schluckweise zu trinken geben
  • Bewußt auf der betroffenen Seite kauen
  • Bew. Aufrecht sitzen lassen / ruhig Atmosphäre

» Bobath-Konzept

Prinzip: Bilateralität des Körpers 8arbeiten mit beiden Körperhälften)
Grundelemente: 1) Normalisierung des Muskeltonus (Hemmung der Spastik)
2) Förderung der normalen Bewegung (betroffene Seite immer mit
einbeziehen
weiterhin: – 24 – Stunden – Management (Lernprozesse finden ununterbrochen
statt)
– therapeutisches Team
– Frührehabilitation (die ersten 6 – 8 Wochen nach Insult sind entscheidend

» Schultersyndrom (schmerzhafte Schulter)

Durch Erschlaffung von Muskeln, Sehnen und Bändern im Schulterbereich der betroffenen Seite des Hemiplegigers kommt es zur Schulterlux, d.h. daß der Kopf des Oberarmknochens nicht mehr richtig in der Schulterpfanne gehalten werden kann
Cave: nicht am Arm / Hand ziehen
immer Unterarm / Ellengelenk greifen, um Gewicht abzufangen
bilaterale Armführung
bei Schmerzäußerung Arm schmerzfrei lagern
Arm nicht gegen starken Muskelwiderstand bewegen
Triangel (Bettgalgen) am Bett entfernen
nicht unter der Achsel des betroffenen Armes greifen / ziehen

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