| Autor: Sebastian Schleinitz |
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Altersdepression
1. Einleitung
1.1 Allgemeine Definition: Depression
1.2 Depressionsarten
1.3 Auslöser einer Depression
1.4 Ursachen einer Depression
2. Altersdepression
2.1 Allgemeine Symptome der Altersdepression
2.1.1 Alarmzeichen der Altersdepression
2.2 Behandlungsmöglichkeiten
2.2.1 Umgangsmöglichkeiten mit Depressiven
3. Eigene Schlussfolgerungen
4. Quellenangabe
1.Einleitung
Die meist verbreitete Redewendung „ Ich fühle mich heute
irgendwie so depressiv gehört heut schon zur Alltagssprache.
Gemeint ist aber das der Betroffene sich sehr traurig fühlt.
Doch dies unterscheidet sich von dem Krankheitsbegriff „Depression“.
Traurigkeit sollte nicht mit einer behandlungsbedürftigen
Depression gleichgestellt werden. Im Gegenteil! Traurigkeit, Niedergeschlagenheit
oder Bedrückt sein sind ganz normale Gefühle und Reaktionen
auf belastende Ereignisse oder Situationen.
Das soll auch das Hauptthema in meinem Vortrag sein - Depressionen,
speziell Altersdepressionen erkennen und unterscheiden können.
Ich möchte auch einen Ansatz dazu geben wie man mit Depressiven
umgeht, wie man ihnen helfen kann und welche Behandlungsmöglichkeiten
es gibt.
1.1 Was ist eine Depression?
Eine Definition, wie sie medizinisch möglich ist, lässt
sich in der Psychologie nur anhand von Symptomen zuordnen. Eine
Depression ist eine affektive Störung, d.h. eine Störung
der Gefühlswelt. Diese Störung tritt entweder in Form
der Depression oder in Form der Manie auf. Depression ist keine
Geisteskrankheit, sondern eine Erkrankung des Gemüts.
Depression (lat. Lustlosigkeit, Bedrücktheit) bedeutet Traurigkeit,
Besorgnis, Lustlosigkeit, gedrückte Stimmung, Verlust an Interesse
und Freude, Verminderung des Antriebs mit erhöhter Ermüdbarkeit,
Einschränkung der Aktivitäten, häufig sozialem Rückzug,
sowie Durchschlafstörungen mit Schlafverkürzung, Appetit-
und Verdauungsstörungen u.a.
1.2 Depressionsarten
psychogene Depression seelische Ursache. Reaktionen auf Schicksalsschläge(
Todesfälle, Krisen, finanzielle Probleme, etc.) mangelhafte
Verarbeitung frühkindlicher Erlebnisse, Dauerkonflikte
endogene Depression keine klar erkennbare Ursache. endogen = im
Innern. z.B. Manisch-Depressive oder der depressive Wahn
somatogene Depression körperliche Ursache. Krankheiten wie
z.B. Aids, Migräne, Krebs, Diabetes, Alzheimer
besondere Lebenslagen best. Alter oder best. Ereignis sin ausschlaggebend
für eine Depression. Altersdepression aufgrund von Isolation,
hormonelle Veränderungen der Frau
Bei rund 80 % der Depressiven
konnte nach einer Behandlung eine Heilung oder Besserung beobachtet
werden. Rückfälle sind jedoch nie auszuschließen.
17% aller Deutschen leiden im Verlauf ihres Lebens mindestens einmal
tatsächlich an einer Depression. Bei Frauen treten Depressionen
doppelt so häufig auf, wie beim Mann.
1. 3 Auslöser einer Depression
psychologische Auslöser : krisenhafte Ereignisse, anhaltende
Konflikte in Partnerschaft oder Beruf, Stress am Arbeitsplatz.
biologische Auslöser : Veränderungen des Hormonhaushaltes, Überbelastung,
Stress.
1.4 Ursachen einer Depression
genetische Faktoren
: Neigung zu affektiven Störungen ist
verderblich
psychologische Faktoren: Erfahrungen der Kindheit, negative Selbstbilder,
emotionale Überbedürfnisse
biologische Faktoren: veränderter Neurotransmitterhaushalt,
veränderter Hormonhaushalt
2. Altersdepression
Die Lebensumstände alter
Menschen, z.B. der Verlust geliebter Menschen, die nachlassende
körperliche Gesundheit, mangelnde
Bewegungsfreiheit, Vereinsamung oder der Umzug in eine neue Wohnumgebung,
machen depressive Verstimmungen nur allzu verständlich. Häufig
wird daher eine niedergedrückte Stimmung und Zurückgezogenheit
bei alten Menschen als „normal“ angesehen.
Dauern diese Phasen länger an, werden sie von vielen Angehörigen,
von Ärzten, und auch von den Betroffenen selbst als eine „von
selbst vorübergehende Befindlichkeitsstörung“ eingestuft.
Dabei ist eine Altersdepression immer eine sehr ernst zu nehmende
Erkrankung, die unbedingt fachgerecht behandelt werden muss.
Altersdepressionen sind die häufigste psychische Erkrankung
im Alter. Bedenkt man, daß der Bevölkerungsanteil der älteren
Menschen immer mehr zunimmt, so gewinnt die Medizin in diesem Bereich
deutlich an Bedeutung. Das gilt auch für die psychische Gesundheit.
Bei ungefähr 10-15% aller älteren Menschen werden heute
depressive Symptome festgestellt. In Alters-
oder Pflegeheimen liegt der Anteil schon bei 30%. Dennoch wird
nur bei etwa 10-20% dieser Betroffenen eine Altersdepression diagnostiziert.
Noch weniger werden entsprechend behandelt. Das haben Untersuchungen
belegt.
2.1 Allgemeine Symptome der Altersdepression
Eine Altersdepression zu erkennen, ist oft für einen Arzt
nicht ganz leicht. Vielfach gehen die Betroffenen nicht wegen ihrer
Depression zum Arzt. Meistens suchen sie ihren Hausarzt auf wegen
anderer Symptome, z.B.
- Kopfschmerzen
- Gliederschmerzen
- Schlafstörungen
- Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
- Appetitlosigkeit
- Gewichtsverlust
Häufig erkennen Allgemeinmediziner nicht, daß dies Alarmzeichen
einer Altersdepression sein können. Das liegt nicht zuletzt
daran, das Allgemeinmediziner selten eine ausreichende Fachausbildung
auf dem Gebiet der Geriatrie haben. Insbesondere beim Auftreten
von Schlafstörungen, die sehr häufig in Verbindung mit
einer Depression auftreten, sollte an eine Altersdepression gedacht
werden.
2.2.1 Alarmzeichen einer Altersdepression
- Gefühle von Wertlosigkeit
- häufiges Nachdenken über den Tod
- Selbstmordgedanken
2.2 Behandlungsmöglichkeiten
Die Behandlung ältere Menschen
mit einer Depression ist sehr viel komplizierter, als die Behandlung
jüngerer Patienten.
Das hat verschiedene Ursachen.
Viele alte Menschen leiden an verschiedenen anderen Erkrankungen
und nehmen gegen diese bereits Medikamente ein. Weil bei älteren
Menschen aber die Organe nicht mehr so leistungsfähig sind,
wie das bei jüngeren Menschen der Fall ist, wirken sich Medikamente
anders aus. Bei den oft sehr verschieden Wirkstoffen kommt es nicht
selten zu unerwünschten Wechselwirkungen. Die Verabreichung
der Medikamente im Körper und die Ausscheidung der Abfallprodukte
ist deutlich verändert.
Das führt dazu, daß der Schaden, den die Medikamente
bei älteren Menschen anrichten können, und der Nutzen,
den sie bringen, genau gegeneinander abgewogen werden müssen.
Insbesondere bei den klassischen synthetisch hergestellten Medikamenten,
die bei der Behandlung von Depressionen vorwiegend eingesetzt werden,
ist darauf besonders Augenmerk zu richten.
Häufig mit einer niedrigen Dosierung von Medikamenten begonnen,
die dann nach und nach entsprechend den Anforderungen gesteigert
wird. Eine wirkliche Alternative in diesem Bereich sind pflanzliche
Psychopharmaka.
In langjährigen wissenschaftlichen Studien wurde für
Johanniskraut der eindeutige Beweis der Wirksamkeit erbracht. Pflanzenheilmittel,
oder*Phytopharmaka, haben eine hohe Verträglichkeit und sind
besonders wirksam bei leichten bis mittelschweren Depressionen.
* aus Pflanzen gewonnene Arzneimittel
Neben der medikamentösen Therapie ist auch die Psychotherapie
bei Altersdepression erfolgreich
einsetzbar.
2.2.1 Umgangsmöglichkeiten mit Depressiven
Depressive ziehen
sich meist zurück von Aktivitäten und
sozialen Kontakten. Da ist es leicht verständlich das sie
für Hilfsangebote nur schwer zu erreichen sind.
Es ist also wichtig das ein konstantes Angebot aufrecht gehalten
wird. Die Kunst besteht darin einen Kontakt mit ihnen herzustellen
und ihn aufrecht zu erhalten, ohne sich in seine Depressivität
hineinziehen zu lassen oder ihn mit aller Kraft aus seiner Depressivität
heraus ziehen zu wollen.
Es gilt also ihn und seine subjektive Sicht zu verstehen und diese
zu akzeptieren.
Dabei ist die Belastung für jeden Helfer enorm.
Der Pfleger muss innere und äußere Grenzen ziehen damit
er von der Hilfsbedürftigkeit nicht überschwemmt wird.
Das können z.B. zeitliche Grenzen im Kontakt sein, aber auch
innere Distanzierung durch Gespräche mit Teamkollegen.
Den Vorteil, das Depressive nicht immer gleichdepressiv sind, kann
man nutzen. Je näher man den Betroffenen kennen lernt um so
mehr kann man feststellen das seine stimmung an bestimmten Tageszeiten
aufhellt.
In solchen Momenten kann man als Pfleger verschiedene Dinge durchführen,
die den Betroffen angenehm sind und wo man einen Wohlfühleffekt
erzielen kann. So z.B. Bäder, Spiele, Lieder singen u.ä,
.
Die Aufgabe besteht darin diese kleinen Unterschiede zu suchen
und vorsichtig entsprechende Angebote zu machen, da jede Aktivität
ein Schritt heraus ist aus dem Zustand des Bedrückt seins.
Das Ziel kann und muss nicht immer die Beseitigung der Depression
sein. Es geht in erster Linie um die Einbindung in einen stabilen
, sozialen Zusammenhang, das Knüpfen neuer Kontakte und die
Wiederaufnahme verlorengegangener Interessen und Bindungen.
In diesem Sinne können Hilfsangebote zu Ressourcen werden,
die entscheidend sind für die Bewältigung der Depressivität.
3. Schlussfolgerung
Die Depression ist eine ernstzunehmende Krankheit.
Sie wird aber meistens noch als vorübergehende Phase angesehen.
Tatsache ist aber, das die Betroffenen darunter leiden.
Ich glaube der wichtigste Ansatz ist aber Depressionen zu erkennen
, zu verstehen und vor allem zu akzeptieren.
Depressionen sind behandelbar und führen dann wieder zu mehr
Lebensqualität der Betroffenen zurück.
4. Quellen
www,medicus.de
Trebert „ Psychiatrische Altenpflege“
| Autor: Sebastian Schleinitz |
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