| Autor: Heilke Röttgerkamp |
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Zecken
Zecken sind blutsaugende Parasiten, wichtige Krankheitsüberträger
bei Warmbülter und Mensch.
Zecken gehören zur Ordnung der Milben ( Acari ) und bilden die Familie
Ixodidae. Die Ordnung der Ixodidae umfaßt zwei Familien, und zwar
die Argasidae
( Lederzecken ) und Ixodidae ( Schildzecken ). Die Schildzecken haben
davon weltweit die größte Bedeutung. Die wichtigste Art ist
der Holzbock, trägt den wissenschaftlichen Namen Ixodes ricinus,
die etwa 90% der gesamten Zeckenfauna ausmacht
» Vorkommen :
Zentraleuropa und Rußland
» Aussehen :
- ledriges Chitinschild von 2 - 3 mm das den Rücken bedeckt
- 4 Beinpaare
- stechende Mundwerkzeuge ( deswegen spricht man von Zeckenstich )
» Entwicklung :
Ei sechsbeinige Larve achtbeinige Nymphe geschlechtsreife
weibliche oder
männliche Zecke
Entwicklungsdauer : 1 - 3 Jahre, häufiger Wirtswechsel
» Ernährung :
- parasitär
- saugen Blut, Gewebsflüssigkeit und verdaute Gewebeteile auf
- gibt beim saugen Speichelflüssigkeit ab
Vorgehensweise :
Zecke wartet auf einem Ast, bei der kleinsten nicht
vom Wind verursachten Erschütterung läßt sie sich
fallen. Trifft Sie auf etwas Warmes bohrt Sie ihren
Kopf hinein. Riecht es nach Buttersäure, also nach
Ausdünstungen von Mensch, Säugetier oder Vogel,
sticht sie zu und beginnt Blut zu saugen.
Hungerperiode : max. 13 - 37 Monate
» Fortpflanzung :
- Weibchen saugt 7 -13 Tage lang Blut paarungsbereit
- Männchen muß sich auf dem gleichen Wirt einfinden
- Weibchen versteut danach 4000 - 8000 Eier auf den Boden und
stirbt
» Zecken sind Überträger folgender Krankheiten
:
- bakterielle oder virale ZNS - Infektionen
- FSME ( Frühsommermeningoenzephalitis ) viral bedingt
- Lyme - Borreliose bakteriell bedingt
» F S M E :
Zecken bilden das Reservoir für das FSME - Virus und übertragen
es beim Biß auf den Menschen
Beginn der Krankheit :
- ca. 1 Woche nach Zeckenbiß mit grippeähnlichen
Symptomen
- nach mehrtägiger Beschwerdefreiheit folgt eine
Meningoenzephalitis mit guter Prognose
- oder eine Myelomeningitis mit Lähmungen und
Sterblichkeit um 1%
Therapie :
Spätschäden ( häufig , ca. 5 % ) : geistige Retardierung
» Lyme - Borreliose
» Beginn der Krankheit :
- Wochen bis Monate nach Zeckenbiß Meningoradikulitis ( d.h. Entzündung der Hirnhäute und Hirn - und Spinalnervenwurzeln )
» Symptome :
1. Hautausschlag ( um Bißstelle )
2. Fieber, Kopf-, Glieder-, Muskelschmerzen
3. Entzündung von Herz, Gelenken, Nerven und Hirnhäuten
= häufig Rezidive
» Prophylaxe von Zeckenbissen :
» Richtiges Verhalten in gefährdeten Gebieten :
- im Wald, eigener Garten Unterholz und Dickicht
- Körperteile gut bedecken
- freie Körperteile mit Insekten - Repellents ( z.B. Autan ) einreiben
- Haustiere und deren Schlafplätze regelmäßig auf Zecken
kontrollieren
| Autor: Heilke Röttgerkamp |
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