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Mitglied im Pflegenetz
Autor: JennyK
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Schizophrenie
Pflege des alten Menschen mit wahnhaften Störungen

Der Begriff „Schizophrenie“

„Schizophrenie“ wurde vom Züricher Psychiater Prof. Beuler ( 1857- 19391) 1911 geprägt. ( griech, schizo = ich spalte ; phren = Geist) gespaltenes Bewusstsein.

Eine Schizophrenie liegt vor, wenn ein Mensch:

  • ohne erkennbare Hirnerkrankung
  • ohne Trübung des Bewusstseins und
  • ohne Störungen der Persönlichkeit, der Realitätsauffassung, der Wahrnehmung und der Affektivität aufweist.

Schizophrenien sind Weltweit zu beobachten; sie sind nicht zivilisationsbedingt. Die Ersterkrankung liegt zwischen dem 15. und dem 25. Lebensjahr.

Symptome nach ICD-10 ( Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme)

  • Gedankenlautwerden
  • Gedankeneingebung oder Gedankenentzug
  • Gedankenausbreitung Kontrollwahn, Beinflusswahn
  • Gefühl von Körperbewegungen oder Empfindungen
  • Kommentierende oder Dialogische Stimmen Anhaltender
  • kulturell unangemessener Wahn und völlig unrealistischer Wahn Anhaltende Halluzinationen jeder Sinnesmodalität (Empfindungskomplexe wie Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und
    Fühlen)
    Gedankenabreißen oder Einschiebung in den Gedankenfluss Katatone Bewegungsmuster. Dabei nehmen die Kranken eine starre Position ein und widersetzten sich dem Versuch, sich zu Bewegen oder sind im Gegenteil ständig ohne Anlass und Ziel in Bewegung.
  • Apathie mit Sprachverarmung bis hin zur seelischen bedingten Stummheit

Ursachen:
Diese sind bis heute noch nichts ganz geklärt. Es wird aber von einer multifaktoriellen Genese (durch viele Faktoren entstehend) ausgegangen.

genetischen Komponente

  • belastende Lebensereignisse
  • psychosoziale Überstimulation und Unterstimulation
  • Störung der Dopamin- und Noradrenalinwirkung

Die Psychose als Rettungsversuch nach einer Beziehungskatastrophe

 

Die akute Reaktion

Jeder kennt die Reaktionen auf Beziehungskatastrophen. Man zieht sich zurück, man fühlt sich gekränkt, innerlich erstarrt, teils auch aus Angst. Die Reaktion im Rahmen von Psychosen treten viel stärker auf. Das ICH kann in eine völlige Unabhängigkeit abschweben. Gleichzeitig geht alles unter, das ICH, die Welt.

Vertraute Beziehungsangebote, die nicht Konfliktbeladen sind und die Wärme vermitteln, ermöglichen die Rückkehr, sinnvoll ist es, auf vertraute, der früheren Kindheit zurückzugreifen.

Es treten unter anderen auch Schamgefühle auf, wenn es nicht gelingt, sich adäquat zu wehren, zieht man sich in seine Welt zurück. Im falle der Scham redet man mir sich selbst und wenn man in dieser inneren Auseinandersetzung ist, so sinken dabei die kognitiven Fähigkeiten.

Nicht nur der Inhalt, sondern auch das Tempo des Schizophrenen Denkens überrascht durch ungewöhnliche Wendung. So kann es passieren das der Kranke mitten im Satz oder Wort stehen bleibt, das nennt man „ Sperrungen“ plötzlich bricht der Gedankengang ab und er nimmt den gleichen faden des Gedankens nicht wieder auf Da dieser Zustand großer psychischer Energie bedarf, helfen Psychopharmaka.

Chronische Reaktionen

Verbunden mit Angst und Unsicherheit, können schon Gefühle von Enttäuschungen und des Hintergehens bei kleinen Konflikten auftreten. Das eigene Denken ändert sich. Allen wird ganz genau vom Gegenüber betrachtet, was gesagt und getan wird. In der Psychose werden oft blicke oder missverstandene Worte als feindliche Angriffe aufgefasst. Es werden Stolpersteine aufgebaut, um zu sehen, ob der andere es gut meint, bis schließlich der Positive Kontakt abbricht oder evtl. durch jemanden anderes ersetzt.

„Vieles was in der Psychose abläuft, ist in mehr oder minder Minder extremer Form auch im gesunden Zustand zu erleben, im Alleinsein, bei Kränkungen. In Konfliktreaktion oder auch unter Drogen.“

Schizophreniesymptome bei älteren Menschen

Verfestigte Wahnsysteme, die über Jahre nicht ausreichend zugänglich waren Veränderungen in der Persönlichkeitsstruktur durch den chronischen Krankheitsweg erhebliche Antriebsstörungen Verflachung der Gefühlsäußerung Beeinträchtigung des Kritik- und Urteilsvermögens Vernachlässigung der Körperpflege tickartige Auffälligkeiten der Minik im Bereich des Mundes und der Zunge.

Kognitive Veränderungen

Ich- bezogen sein abkapseln von der Umwelt das erleben vom Emotionen ist widersprüchlich und gegensätzlich sie weinen und lachen fast im selben Moment hin und er gerissen sein zwischen zwei Wünschen sie sind aufgespalten zwischen gut und böse Denkstörungen Veränderung von Wortbildungen, Satzbau sowie logischem Zusammenhängen Verfolgungswahn Wahrnehmungsstörungen akustischen Halluzinationen Angst vor Vergiftungen oder Verfolgungen Störung des Ich- Erlebens vereinzelt kommt es zu Erregungsstörungen Isolation

Der pflegerische Umgang mit Altersschizophrenie

Festigung einer therapeutischen Beziehung Verbesserung kognitiver Defizite Verbesserung der sozialen Fertigkeiten Förderung der Realitätsanpassung Stärkung der Ich-Funktion Stärkung der Identität Stabilisierung der Persönlichkeit Verständnis der Angehörigen für den Erkrankten

Therapie bei Altersschizophrenie

Neuroleptika ist Notwendig, damit der Kranke von deiner Wahnidee Distanziert werden kann und ihn die quälenden Hallozinationen genommen werden. Neuroleptika werden in der Regel das Depotpräparat gegeben, womit die regelmäßige Wirkstoffversorgung über einen 2-4 wöchigen Zeitraum gewährleistet ist.Da Antipsychotika in vielen fällen über Jahre verabreicht werden. Sind Richtlinien für Begleitende Routineuntersuchungen zu beachten:

  • Blutbild
  • Herztätigkeit
  • Leber- und Nierenwerte

Familientherapeutische Ansätze

Ziel ist, das die Angehörigen Verständnis für den Erkrankten.

Ein Psychotherapeutisches Familienprogramm gliedert sich in 4 Phasen.

Phase 1:

Kontaktaufnahme und Motivation der Familie, Strategien zu erlernen. Um sich und dem Patienten zu helfen.

Phase 2:

Informationen der Familien; diese erhält Infos über Erkrankung und über Techniken, besser mit dem Patienten umzugehen, z.B. Vermeidung von Überstimulation.

Phase 3:

Bearbeitung von gestörten Interaktionsmustern zwischen einzelnen Familienmitgliedern. Gefahr der Über- bzw. Unterversorgung.

Phase 4:

Langsames sich zurücknehmen des Therapeuten und / oder der Altenpflegerin.

Richtlinien für pflegetherapeutische Maßnahmen

Eine pflegerische Intervention sollte auf Informationsvereinfachung hinzielen, d.h. Auf einen transparenten, reizrarmen Lebensrahmen Alle an der Pflege Beteiligten sollen einheitlich über Art der Erkrankung, Therapie und Prognose informiert werden. Der Kommunikationsstil muss klar und eindeutig sein. Vermeidung von wiedersprüchlichen und affektiven Umgangsformen In der personellen Betreuung und bzgl. des Behandlungskonzeptes muss eine Kontinuität vorhanden sein. Über- wie auch Unterstimulation ist zu vermeiden Training von sozialen Fähigkeiten muss individuell festgelegt werden unter Berücksichtigung der Lebensrückschau, Ausbildung, Bindungsfähigkeit und sozialer Anpassung


Autor: JennyK
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