Autor/in: Jessica O.

Herz Blut Kreislauf

1. Aufgabe und Lage des Herzens:

  • Pumpe, hält den Blutfluss in den Gefäßen aufrecht:

im Mittelfeldraum (Mediastinum)

  • zwischen den Lungenflügeln

hinter dem Brustbein

  • 1/3 liegt auf der rechten Körperhälfte und 2/3 liegen auf der linken Körperhälfte

– die Herzspitze zeigt nach links unten vorne

  • die Herzspitze liegt in Höhe des 5. Zwischenrippenraumes

2. Beschriftnug der Zeichnung des Herzens S.256

3. Welche Gefäße treten in das Herzen ein und aus?

eintreten:

  • obere Hohlvene
  • untere Hohlvene
  • Lungenvenen

austreten:

  • Aorta
  • Lungenschlagader

4.     Welche Klappen kommen im Herzen vor?

2 Segelklappen:
“ Trikuspidalklappe (dreizipflige Segelklappe):
sie liegt zwischen dem rechten Vorhof und der rechten Kammer.
“ Mitralklappe (Bicuspidalis):
sie liegt zwischen dem linken Vorhof und der linken Kammer.

2 Taschenklappen

“ Aortenklappe:
sie liegt im Inneren der Aorta und bildet die Grenze zwischen der linken Kammer und der Aorta.

“ Pulmonalklappe:
sie liegt im Inneren der Lungenarterie und bildet die Grenze zwischen der rechten Kammer und der Lungenarterie
4 b Funktion der Klappen

  • öffnen sich um den Blutfluss in vorgegebene Richtung zu ermöglichen.
  • – schließen sich rasch, damit Rückfluss verhindert wird.

5. Was ist die Ventilebene?

  • Alle 4 Klappen sind an einem Bindegewebsgerüst aufgehängt (Herzskelett), so bilden die Ventile eine Ebene.

6. Wieso ist die Muskulatur der linke Herzkammer dicker als die der rechten?

  • Die linke übernimmt die Versorgung des Körperkreislaufs, deshalb leistet sie mehr.
  • die rechte muss nur den Lungenkreislauf

7. Aus welchen Schichten besteht die Herzwand? Erläutern Sie
Endokard (Herzinnenhaut):
sehr glatt, gibt Geschmeidigkeit
Myokard (Herzmuskelschicht ):
arbeitende Muskelschicht des Herzens
Epikard (Herzaußenhaut):
innere Blatt des Herzbeutels
Perikard (äußere Blatt des Herzbeutels )

8. Unterschiede zwischen glatter und Quergestreifter Muskulatur und dem Herzmuskelgewebe.

quergestreifte:

rasch, nicht ausdauernd, willkürlich, quergestreifte Muskelfasern

glatte:

langsam, ausdauernd, unwillkürlich, spindelförmige Einzelzellen

Herzmuskulatur:
sehr ausdauernd, immer aktiv, unwillkürlich, autonom

9. Was ist das Herzzeitvolumen?

Schlagvolumen x Herzfrequenz

10. Die Herzkammertätigkeiten, Aktionsphasen:

Systole:     Anspannungs- und Austreibungsphase

Diastole:    Füllungs- und Entspannungsphase

11. Wie verläuft die Klappentätigkeit während der Aktionsphasen?

Anspannung:
alle Klappen zu
Austreibung:
Taschenklappen auf, da Druck in Kammer größer als in Schlagader
dann alle zu, da nun der Druck in Arterie höher als in der Kammer
Entspannung:
alle zu

Füllung:
Segelklappen auf, da Kammerdrücke unter die der Vorhöfe sinkt
12. Erklärung von Herzfrequenz, Schlagvolumen, Herzzeitvolumen.

a) Anzahl der Herzschläge (70/ min beim geaunden erwachsenen Mensch)
b) Blutvolumen, dass pro Herzschlag weiter gepumpt wird (70 ml)
c) Schlagvolumen x Herz-Frequenz

13. Beschreiben Sie die Versorgungsgebiete der linken und rechten Herzkranzgefäße.
links:

  • linker Vorhof
  • linke Kammer
  • Großteil der Herzscheidewand (Arteria coronaria sinistra)

rechts:

  • rechter Vorhof
  • rechte Kammer
  • Teile der Herzhinterwand
  • kleiner Teil der Kammerscheidewand (Arteria coronaria dextra)

14. Welchen Sinn hat das Erregungsleitungssystem?

-fast Gleichzeitige Erregung von Muskelzellen aus verschiedenen Regionen
-schnelle und wirksame Kontraktion.

15. Erläutern Sie folgenden Satz: Das Herz arbeitet autonom.
Es arbeitet eigenständig, es ist nicht angewiesen auf Impulse von außerhalb, da es eine eigene Erregungsleitung hat. Schlägt auch außerhalb des Körpers weiter.

16. Benennen Sie chronologisch die Anteile des Erregungsleitungssystems.

  • Sinusknoten
  • AV-Knoten
  • His‘ Bündel
  • Tawara-Schenkel
  • Purkinje Fasern

17. Beschreiben Sie chronologisch den Körperkreislauf und den Lungenkreislauf.
Körperkreislauf:  

  • linke Herzkammer
  • Aorta
  • Arterien
  • Arteriolen
  • Kapillaren
  • Venolen
  • Venen
  • untere, obere Hohlvene
  • rechter Vorhof
  • rechte Herzkammer

Lungenkreislauf:    

  • rechte Herzkammer
  • Lungenschlagader
  • Lungenarteriolen
  • Lungenkapillare
  • Lungenvenolen
  • Lungenvenen
  • linker Herzvorhof- linke Herzkammer

18. Vervollständigen Sie die Sätze:

a) Das Blut in den Arterien strömt… = …vom Herzen weg.

b)Das Blut in den Venen strömt…= … zum Herzen hin.

19. Stellen Sie den Wandaufbau der Arterien den Venen gegenüber.

  • Die Arterie hat eine dickere mittlere Gefäßwandschicht
  • Venen haben dünnere Wände als Arterien
  • Muskulatur  der Vene ist schwächer

20. Was verstehen Sie unter

a) Windkesselgefäßen

  • – Arterie vom elastischen Typ
  • herznah
  • ausgeprägte Schicht
  • elastische Fasern

b) Widerstandsgefäßen

  • Arterie vom muskulären Typ
  • in der Körperperipherie
  • es überwiegen glatte Muskelzellen

21. Beschreiben Sie den Vorgang des Stoffaustausch in den Kapillaren.

Kapillaren sind feine Haargefäße, die den Stoffaustausch (z.B. Zucker) und den Gasaustausch (Sauerstoff = O2; Kohlenstoffdioxid = CO2) zwischen Blut und Gewebe erlauben.

22.Faktoren die für den Rückfluss des venösen Blutes verantwortlich sind.
Venöser Blutrückfluss, wird ermöglicht durch:

  • Muskelpumpe
  • Arterien- Venen Kopplung
  • funktionstüchtige Taschenklappen
  • Sogwirkung des Herzens
  • vertiefte Ein- und Ausatmung

23. Welche Faktoren beeinflussen die Körperpflege? Erläutern Sie.

  • – Lebensumstände
  • Erziehung
  • Alter
  • Gewohnheiten
  • Kultur + Religion
  • Geschlecht
  • Klima
  • Erkrankungen + Vorschädigungen
  • Psyche

24. Welche Merkmale weist die Altershaut auf?

  • verliert an Elastizität
  • Hautschichten werden dünner durch Abnahme des Unterhautfettgewebes
  • verstärkte Pigmentierung
  • verlangsamte Zellerneuerung
  • verminderte Speicherung von Flüssigkeit (Flüssigkeitsaufnahme)
  • verminderte Talgproduktion -> trockene Haut -> Juckreiz
  • verminderte Schweißproduktion
  • Wahrnehmung nimmt ab (Dekubitus gefährdet)

25. Erläutern Sie den Unterschied zwischen einer W/O und O/W Emulsion.
W/O:

  • überzieht Haut mit Fettfilm, durch Wasseranteile luftdurchlässig
  • Hautfeuchtigkeit kann nicht so schnell entweichen
  • keine Nachteile

O/W:

  • durch Wasser kommt es zum aufquellen der oberen Hautschicht
  • stärkere Verdunstung der Hautflüssigkeit
  • gut geeignet für fettige Haut

Nachteile:

  • bei trockener Haut zusätzliche Austrocknung
  • Emulgatoren können Haut zusätzlich belasten

26. Welche Prinzipien sind zu beachten bei der Einschätzung zur Selbstversorgung d. Bewohners?

  • Bew. und Bezugsperson in Entscheidungen einbeziehen
  • Selbstbewusstsein fördern
  • Ermittlung von Stärken und Schwächen
  • darauf achten was man dem Bewohner auf Grund von Erkrankungen zutrauen kann

27. Beschreiben Sie bitte, was Sie beim Umgang mit Berührungen vermeiden/ befürworten sollten.

vermeiden:

  • flüchtig
  • unangekündigt
  • plötzlich
  • hektisch
  • punktuell
  • nicht zu fest
  • unkonzentriert

 befürworten:

  • gut spürbar
  • eindeutig
  • erfahrbar
  • angekündigt
  • erklärend
  • flach aufliegende Hand
  • konstanter Druck
  • deutlich beginnend und endend
  • Pflegekraft sollte allein arbeiten
  • eigene Gefühle kontrollieren

28. Durchführung der Maßnahmen vor dem beginnen der Körperpflege eines Bewohners?

  • Bewohner informieren
  • Angehörige raus schicken oder anleiten
  • Fenster und Türen schließen
  • angenehme Raumtemperatur
  • Hände desinfizieren
  • Radio oder Fernseher anschalten
  • Bett auf Arbeitshöhe stellen
  • Materialien bereitstellen
  • große Kissen entfernen, kleines belassen

29. Tipps für die Angehörigen zur Bekleidung der Mutter.

  • weite Kleidung
  • Pullover mit V Ausschnitt
  • Schuhe mit Klettverschluss
  • Hosen mit Gummiband
  • Nachthemden hinten aufgeschnitten
  • Anziehhilfe für Schuhe und Socken

30. Wie führen Sie bei der GKW die Intimpflege durch?
Frau:  

  • Beine aufstellen und spreizen lassen
  • – erst äußere dann innere Schamlippen spreizen, reinigen und abtupfen
  • Bew. zur Seite drehen
  • Analregion vom Anus in Richtung Kreuzbein waschen und trocknen
  • Gesäße waschen und trocknen, bei Bedarf eincremen

Mann:

  • dabei Vorhaut ganz zurückschieben, Eichel säubern und die Vorhaut wieder vorschieben
  • Penis trocknen
  • Hodensack von vorne in Richtung Gesäß waschen und trocknen
  • Bew. drehen
  • Analregion vom Anus in Richtung Kreuzbein waschen und trocknen
  • Gesäße waschen und trocknen, bei Bedarf eincremen

31. Erläutern Sie bitte den Sinn der Bobath Wäsche.

Bewohner die vernachlässigte Körperhälfte bewusst machen zu gebrauchen und zu spüren.

32. Wann und wie würden Sie die GKW am Waschbecken durchführen?

  • bei nicht bettlägerigen Personen
  • kann Bew. nur kurze Zeit stehen Beine und Intimbereich im Bett waschen
  • abhängig von Ressourcen Körperteile waschen
  • soweit es geht selbst erledigen lassen/ anleiten
  • erreichbar bleiben

33. Stellen Sie die belebende GKW der beruhigenden gegenüber. Unterschiede beschreiben.

Beruhigende GKW:

  • Bew. mit Schmerzen, Einschlafproblemen, die sich verloren haben, unruhig
  • soll Entspannung sowie Körperintegration fördern, Unruhe reduzieren
  • 1 Pflegekraft, wenig sprechen
  • mit Waschlappen vom Thorax aus, mit Haarwuchsrichtung
  • nur in eine Richtung waschen, neu ansetzten
  • 2x tägl. 20 Minuten

Belebende GKW:

  • bewusstlose, somnolent, depressive, Gefäßleiden (nicht bei Bluthochdruck!!!)
  • Bewohner soll angeregt werden, Körperwahrnehmung, Körpergrenzen spürbar gemacht werden.
  • Temperatur Bis zu 10°C unter Körpertemperatur, rauer Waschlappen
  • gegen Haarstrich
  • erst Oberkörper, dann Hände, Arme Füße Bein
  • Waschrichtung sollte gleich bleiben
  • Strich- für Strich Berührung
  • nicht länger als 20 Minuten
  • Seife+ Milch die den Bewohnern bekannt ist

34. Beschreiben Sie bitte durchführende Maßnahmen bei Intertrigogefahr und Intertrigo.

  • Vermeidung von Verunreinigungen
  • Stabilisierung des Hautzustandes
  • Inkontinenzprophylaxe
  • hautstabilisierende Intimpflege (lauwarmes Wasser, seifenfreie Waschlotion)
  • Haut + Hautfalten gut abtrocknen
  • bei starkem schwitzen: schweißreduzierende GKW
  • Leinenläppchen

35. Nennen Sie geeignete Taststellen zur Pulsmessung (deutsch+ latein).

  • A. temporalis (Schläfenarterie)
  • A. carotis (Halsschlagader)
  • A. subclavia (Schlüsselbein)
  • A. brachialis (Oberarm)
  • Aorta (Bauchschlagader)
  • A. radialis (Speiche)
  • A. ulnaris (Elle)
  • A. femoralis (Leistenschlagader)
  • A. poplitae (Kniekehlenarterie)
  • A. tibialis (Schienenbein)
  • A. dorsalis pedis (Fußrücken)

36. Nennen Sie die Definition von Bradykardie, Trachykardie, Asystolie und Pulsdefizit.
Bradykardie:

  • verlangsamte Pulsfrequenz (Puls liegt unter 60/ Minute)

Tachykardie:

  • beschleunigte Pulsfrequenz (HF > 100/ Minute)

Asystolie:

  • Pulslosigkeit

Pulsdefizit:

  • Differenz zwischen der HF und der peripher messbaren Pulsfrequenz.

37. Beschreiben Sie die Durchführung der Pulsmessung.

  • in der Regel erfolgt sie am Handgelenk (A. radialis)
  • Zeige-, Mittel- und Ringfingerkuppe mit leichtem Druck an der Innenseite des Handgelenks
  • zählen der Frequenz während 15 Sekunden, der erste Schlag gilt als 0
  • neben auszählen auf Pulsqualität und -Rhythmus achten
  • Puls mal 4 nehmen (auf ne Minute hochrechnen)
  • Dokumentation des Messergebniss

38. Beschreiben Sie die Durchführung der Blutdruckmessung.

  • ruhige Umgebung
  • Bew. entspannt sitzen oder liegen, Oberarm in Herz höhe, informieren
  • Manschette luftleer, um den nackten Oberarm
  • Ventil schließen
  • Radialispuls tasten
  • Manschette zügig aufpumpen bis Radialispuls verschwindet + 30 mmHg
  • Stethoskop, Membran in de Ellenbeuge auflegen und festhalten
  • Ventil vorsichtig öffnen, etwa 3 mm Hg pro Sekunde
  • hinhören und ablesen bei welchem Wert der erste und der letzte Ton zu hören ist
  • Dokumentation

39. „Sie könne den Blutdruck auch ohne Stethoskop messen“ Stimmt es?

  • Jein, man kann dann nur den ersten Wert ablesen, denn dort wird der Puls wieder spürbar.

40. Nennen Sie Fehlerquellen bei der Blutdruckmessung.

  • unzureichende Ruhepause vor der Messung
  • abschnürende Kleidung oberhalb der Manschette
  • Manschette über dicker Kleidung angelegt
  • Arm über Herz höhe gelagert
  • Manschette nicht ausreichend aufgepumpt
  • Ablassgeschwindigkeit zu hoch
  • Stauung zeitlich zu lang, Druck zu langsam abgelassen
  • Nebengeräusche

41. Begriffe vom Blutdruckgerät.

  • – Blutdruckmanschette
  • Ohroliven
  • Stethoskop
  • Manometer
  • Ventil
  • Aufblasballon
  • Membran

42. Vor- und Nachteile von der z.B. rektalen Temperaturmessung, der Lingualen gegenüber.

tympanal:

  • sehr genau und schnell, Körperlagen unabhängig, hohe Akzeptanz
  • hoher Anschaffungspreis, ungenau, bei unkorrekter Platzierung
  • nicht bei Ohrenerkrankung anzuwenden

Sublingual:

  • relativ schnell
  • unangenehm
  • Gefahr des Zerbeißens
  • freie Atmung durch Nase muss gewährleistet sein

axillar:

  • einfach Anwendung, hohe Akzeptanz
  • lange Dauer,,,
  • ungenau

rektal: 

  • sehr genau, kurze Dauer
  • Eingriff in die Intimsphäre
  • erhöhte Verletzungsgefahr

43. Beschreiben Sie die Durchführung irgendeiner Temperaturmessung

Axillar:

  • Thermometer trocknen und in die trockene Achselhöhle legen
  • Oberarm bleibt dicht am Oberkörper
  • Unterarm über die Brust legen
  • Thermometer muss ganz mit Haut umschlossen sein
  • Dokumentation

44. Welche Besonderheiten treten bei älteren Menschen in Bezug auf das Vitalzeichen Puls oder Temperatur auf?

Herz:

  • Schlagvolumen und Herz – Volumen sinken
  • Frequenzsteigerung
  • Gefahr eines Herz-Kreislauf Versagens

Temperatur:

  • Temperaturwarnehmung nimmt ab
  • kann auf 35,5 C abnehmen ohne Kältegefühl
  • Gefahr einer Unterkühlung

45. Definieren Sie folgende Begriffe: Eupnoe, Tachypnoe, Dispnoe

Eupnoe:

  • Beim gesunden Menschen
  • ruhig und geräuscharm
  • gleichmäßig tief, rhytmisch

Tachypnoe:

  • beschleunigte Atmung (über 20)

Dyspnoe:

  • erschwerte Atmung (z.B. Asthma)
  • Atemstörung, Atemnot, Lufthunger, Beklemmung

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