Autor/in: Barbara

Fragen zur Arzneimittel Lehre

1. Nennen Sie 10 verschiedene Arzneimittelformen

 

TabletteDrageés
SalbePulver
ZäpfchenSirup
SaftImplantat (Hormonstäbchen)
TropfenMixturen
Pflaster (Morphium)Elixiere
GelePasten
Spül- u. GurgellösungenSublingual u. Bukkaltabletten
MundhöhlenspraysMundsalben
Vaginalkugeln,-kapselnSuppositorien
ZerstäuberSpritzen
Suspension
Emulsion
Kapseln
Brech- / Glasampullen
Stechampullen
Trockenampullen
Cremes
Zerbeißkapseln
Klistiere
Inhalationsareosole
Infusionen

2. Was bedeutet Applikation?

Verabreichung

3. Nennen Sie fünf verschiedene Applikationsformen

Die verschiedenen Möglichkeiten der Arznei Aplikation

4. Erklären Sie den Begriff Kausaltherapie, nennen Sie ein Beispiel.

Kausaltherapie = Ursachen bekämpfende Therapie.

z.B. eine Antibiotikergabe bei einer bakteriell bedingten Pneumonie.

5. Erklären Sie den Begriff Substitutionstherapie, nennen Sie ein Beispiel.

Substitutionstherapie = Ersatztherapie
Behandlung durch künstliche Zufuhr dem Körper normalerweise durch Organleistungen zur Verfügung stehender Substanzen bei Funktionsschwäche, – versagen des entsprechendens Organs

z.B. Insulingaben bei Diabetes mellitus, Flüssigkeitszufuhr als Volumen- oder Blutersatz zur Rehydratation

6. Erklären Sie den Begriff Symptomatische Therapie, nennen Sie ein Beispiel.

Symptomatische Therapie = die Behandlung der Symptome

z.B. Immunsupressiva bei einer HIV- Infektion

7. Erklären Sie den Begriff Plazebotherapie, nennen Sie ein Beispiel.

Plazebotherapie =  Therapie mit „Scheinmedikamenten“
Wirkstoff-freies, äußerlich nicht vom Orginal unterscheidbares „Leer“- oder „Scheinmedikament“
z.B. um das Verlangen nach einer nicht notwendigen Medikation zu befriedigen

8. Was bedeutet „First-Pass-Effekt“?

Ein Teil eines Arzneistoffs wird bei der ersten Leberpassage chemisch umgewandelt und gelangt somit nicht zur Wirkung. Veränderung der biologischen Verfügbarkeit eines Wiktoffs im Körper.

9. Durch welche Applikationaformen können Sie den First-Pass-Effekt umgehen?

Interarteriell, rektal, intramuskulär, intrakutan, subkutan, intraperitoneal

10. Welches Organ spielt bei dem Firt-Pass-Effekt die Hauptrolle?

Die Leber

11. Was bedeutet der Begriff Resorption?

Membranen überwinden

Aufnahme eines Arzneistoffs in die Blutbahn durch Oberflächen des Körpers, wie Haut oder Schleimhäute, oder von begrenzten Stellen des Körperinneren, wie einem Muskl oder dem Unterhautgewebe. Die Membranen stellen dabei Resorptionsbarrieren dar. Die Resorption ist jedoch eine Voraussetzung für die Wirkung eines Arzneistoffs, sofern dieser nicht direkt an den wirkort appliziert wird. Meist überwinden die Arzneistoffe Resorptionsbarrieren (Membranen) durch passive Diffusion.
12. Was bedeutet der Begriff Resorptionsquote?

13. Erklären Sie den Begriff Indikation.

(Heil) Anzeige, Grund oder Umstand eine bestimmte (ärztliche) Maßnahme durchzuführen, die nach Abschätzendes möglichen Nutzens und Risikos – unter Beachtung etwaigerKontraindikationen – (für den Patienten) sinnvoll ist.

14. Erklären Sie den Begriff Kontraindikation.

Gegenanzeige; Umstände (z.B. Lebensalter, Schwangerschaft, eine bestimmte Krankheit bzw. Arzneimittelbehandlung), die eine an sich angezeigte –  Maßnahme verbieten (einer Indikation entgegenstehen)

15. Was ist ein Antagonist?

Gegenspieler des Agonisten eines Funktionspaares als Funktionsträger eines der Agonistenfunktion, -wirkung entgegengesetzten Effektes; z.B. innerhalb der typischen Paare Sympathikus/ Parasympathikus, Extensoren/ Flexoren, Adrenalin/ Insulin – Ferner als pharmakologischer Antagonist ein Arzneimittel mit Wirkung im sinne des pharm. Antagonismus, z.B. an andrenergen Rezeptoren; vgl. Antidot.

16. Was bedeutet der Begriff Synergismus, bezogen auf die auf die Wirkung von Medikamente?

pharm. die sich additiv oder überadditiv (suppraadditiv; Potenzierung) gegenseitig unterstützende Wirkung mehrerer Arzneimittel.

17. Was bedeutet der Begriff Kumulation , bezogen auf Medikament?

Anhäufung eines Arzneistoffs im Organismus und Gefahr toxischer Wirkungen bei wiederholter Dosis (Depomedikamente), wenn die Einzeldosen schneller zugeführt werden, als sie vom Organismus aufgrund ihrer Halbwertzeit eliminiert werden können. Besonders große praktische Bedeutung bei Wirkstoffen mit sehr langer Halbwertzeit (z.B. Digitoxin oder Diazepam); s.a. Summationsgifte (=Kumulationsgifte)

18. Was versteht man unter dem Begriff Therapetischer Breite eines Medikamentes?

Therapeutischer Konzentrationsbereich zwischen minimaler therapeutisher und minimaler toxischer Wirkstoffkonzentration.

19. Was bedeutet analgetisch?

schmerzstillend

20. Was bedeutet antiphlogistisch?

entzündungshemmend

21. Was bedeutet antipyretisch?

fiebersenkend

22. Durch welche Organe und auf welchem Weg werden Medikamente aus dem Körper ausgeschieden?

  • Niere (mit dem Urin = renal)
  • Leber und Galle (mit den Fäzes = biliär)
  • Lunge (mit der Atemluft = pulmonal)
  • Haut
  • Darmschleimhaut
  • Muttermilch (stillende Frau)

23. Welches ist das wichtigste Ausscheidungsorgan für Medikamente?

Niere

24. Nennen Sie fünf verschiedene Injektionsarten?

siehe Frage 3

25. In Ihrem künftigen Beruf dürfen Sie welche Injektionsarten durchführen?

subcutan, intramuskulär, intrakutan

26. Wann ist die verabreichung von Suppositorien besonders indiziert?

  • Magenunverträglichkeit
  • Bewußtlosigkeit
  • Säuglinge und Kinder
  • Dysphagie

27. Was müssen Sie bei der Legerung von Medikamenten und im Umgang mit ihnen beachten?

– immer Patientenbezogen                                – bei Tropfen, Name des Bew. und Anbruchsdatum
– Insulin im Kühlschrank 8° C              – Tropfen höchstens 30 Min. vor Gabe stellen
– Anbruchsdatum b. Salben                             – Salben geöffnet höchstens 14 Tage haltbar
– 6 R’s                                                            – Augensalben niemals mit Auge in Kontakt
– Insulin vor Gabe Zi. Temp.                            – Insulinpen vor Gabe kippen
– Insulinampullevor Gabe rollen                        – alte Medikamente an Apotheke
– Medigabe mit genug Flüssigkeit                     – Medigabe bei Bettlägrigen bei OK 90°
– Med. mit erkennbaren Veränderungen           – BTM geschlossen aufbewahren
nicht verabreichen                                         – Abgabe von Medis exakt dokumentieren
– kein Um- o. Abfüllen von Medis                   – Ohrentropfen dürfen nur bei intaktem
– bei Stechampullen Gummimembran     Trommelfell angewendet werden
desinfizieren

28. Wann werden Analgetika eingesetzt?

bei Schmerzen

29. Analgetika sind in zwei große Gruppen eingeteilt welche sind es?

Opioidanalgetika, die im Bereich des Zentralnervensystems die Schmerzempfindung unterdrücken
(Morphin-Typ)

Nicht-Opioidanalgetika, die die Schmerzübertragung im Bereich des peripheren Nervensystems unterdrücken.

30. Wo und wie wirken diese beiden Gruppen?

Opioidanalgetika hemmen durch Erregung der Opioidrezeptoren die Schmerzempfindung.

Nicht-Opioidanalgetika werden auch als peripher wirkende Analgetika bezeichnet. Sie hemmen die Cyclooxygenase und damit die Bildung von Prostaglandinen. Prostaglandine sind körpereigene Überträgerstoffe, die im Körper entsprechend dem Wirkort vielfältige Wirkungen haben.

Prostaglandinwirkungen

WirkungWirkort
Schmerzrezeptoren
Magen

Hypothalamus
(Wärmeregulationszentrum)
Niere
Darm
Uterus
Thrombozyten
GefäßeErhöhte Empfindlichkei
Verminderung der Säureproduktion
Erhöhung der Magenschleimhautbildung
Erhöhung der Körpertemperatur

Erhöhte Na+-Ausscheidung
Verringerte Darmmotilität
Tonussteigerung
Aggregationssteigerung
Vasodilatation

31. Benennen Sie für beide Gruppen jeweils ein Wirkstoff.

1. Morphin
2. Acetylsalicylsäure

32. Welche Nebenwirkungen von ASS solten Sie im Hinblick auf OP’s unbedingt beachten?

Verstärkung der Wirkung von Antikoagulanzien durch Plättchen-Aggregationshemmer.

33.Wofür steht die Abkürzung ASS?

Acetylsalicylsäure

Analgetikum und Thrombozytenaggregationhemmer

34. Was ist ein Transmitter?

Überträgersubstanz, die auf chem. Wege an einer Synapse (=Neuro T.) oder motor. Endplatte Nervenimpulse überträgt wird in präsynapt. Strukturen (v.a. Vesikeln) gespeichert, bei elektr. Nervenimpuls (mit Permeabilitätssteigerung der Speichermembran) freigesetzt, überquert den synapt. Spalt u. verbindet sich mit Rezeptoren der postsynapt. membran (deren Konformation sich dadurch ändert); anschl. Inaktivierung (meist hydrolytisch). es sind dies biogene Amine wie Acetylcholin und Noradrenalin (an cholin- bzw. adrenergen Neuronen), Dopamin (dopaminerge Neurone), γ-Aminobuttersäure (=GABA), Serotonin (trypaminerge Neurone); ferner Aminosäuren (glutaminsäure, Glycin, Asparaginsäure), wahrscheinlichauch Peptide (Substanz P; an peptidergen strukturen).

35. Was ist ein Prostaglandin?

Körpereigene Überträgerstoffe die unter anderem für Sensibilisierung der Schmerzrezeptoren, der Körpertemperatur und den Ablauf entzünlicher Prozesse verantwortlich sind.

Prostaglandin E 2 hemmt die Magensäureproduktion

Prostaglandine werden durch nicht-opioide Analgetika im Körper verringert, wodurch Analgetika wirken können.
Durch die Verminderung an Prostaglandinen wirken diese Analgetika wie folgt:

Schmerzstillend                        – analgetisch
entzündungshemmend   – antiphlogistisch
fiebersenkend                          – antipyretisch

36. Bei welchen Erkrankungen werden Neuroleptika eingesetzt?

Neuroleptika behandeln die Symptome, wie Halluzinationen oder Wahnvorstellungen, nicht die eigentliche Psychische Erkrankung. Die Symptome bestimmen die Wahl des Neuroleptikums.

Schizophrenien, Manien, exogene Psychosen, Erregungs- und Angstzustände, Alkoholdelirium

37. Wie wirken hochpotente Neuroleptika?

Stark und sehr stark wirkende Neuroleptika haben eine starke antipsychotische und nur schwach sedierende Wirkung. Sie sind bei Halluzinationen und chronischen Schizophrenien indiziert. Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie ist die regelmäßige Einnahme des Neuroleptikums über eine längere Zeit. Bei in dieser Hinsicht unzuverlässigen Patienten empfielt sich eine intramuskuläre Verabreichung sog. Depot-Neuroleptika im Abstand von ca. 3 Wochen.
Haloperidol (Haldol ®) Pipamperon (Dipiperon ®)

38. Wie wirken niederpotente Neuroleptika.

Sogenannte schwach wirkende Neuroleptika wirken schwaxch antipsychotisch und stark sedierend. Sie sind vor allem bei psychomotorischer Erregbarkeit und ängstlicher Agitiertheit indiziert.
Promethazin (Atosil ®)

39. Welche Nebenwirkungen von Neuroleptika kennen Sie?

  • extrapyramidale, vegetative und hormonelle Störungen, Sedation, Dyskinesen sowie allergische Reaktionen.
  • Neuroleptika antagonisieren die Aufnahme von folgenden Stoffen durch die entsprechenden Rezeptoren, sie blockieren diese:
    • Dopamin je nach Gehirnbezirk, dadurch als Nebenwirkung: extrapyramidale Störung oder antiemische Wirkung (Parkinsonähnliche Erscheinung)
    • Noradrenalin in α-Adrenorezeptoren, dadurch als Nebenwirkung blutdruckregulationsstörung und Tachykardie
    • Acetylcholin, dadurch als Nebenwirkung atropinartige Effekte wie Trockenheit der Schleimhäute, Akkomodiationsstörung, Schweißausbrüche, Obstipation.

Es ist zu beachten, daß bei eienr Therapieunterbrechung Wirkung und Nebenwirkung nur langsam zurückgehen.

Neuroleptika steigern die Wirkung zentral dämpfender Pharmaka – z.B. von Narkosemitteln, Schlafmitteln, stark wirkenden analgetika, Alkohol – sowie von Mitteln, die gegen die Wirkung des Neurotransmitters Acetylcholin gerichtet sind (sog. Anticholinergika = Parasympatholytika, z.B. Atropin). Auch die Wirkung von β – Rezeptorenblockern wird verstärkt.

40. Welcher Therapieform wird der Einsatz von von Neuroleptika zugeordnet?

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