Autor/in: Kathi Wörter

Fragen zu Tumoren

1. Unterschied: Eigenschaften gutartigen und bösartigen Tumors

Benigne (gutartige) Tumore

-> Kein recidiv
-> Oft scharf begrenzt
-> Verdrängendes Wachstum
-> Besitzt oft Geschwulstkapsel aus gesunden Gewebe
-> Wächst relativ langsam
-> Zellen ähneln stark dem Muttergewebe
-> Keine Metastasierung

Maligne (bösartige) Tumore

-> Recidiv
-> Unscharf begrenzt
-> Infiltriertes Wachstum
-> Destruierendes Wachstum
-> Wächst meist schnell
-> Atypische Zellen
-> Metastasierung

2. Was weis man über die Entstehung eines bösartigen Tumors?
? Sie gehen von einem Muttergewebe aus. Man versteht darunter das Gewebe, dem die Tumorzellen vor ihrer Entartung angehört haben.
-> Onkogene können durch Viren, Karzinogene und energiereichen Strahlungen so verändert werden, daß sie die Umwandlung von normaler Zelle ? Krebszelle verursachen.
-> 2-5 Mutationen in einer Zelle notwendig um die Bildung einer malignen Information zu induzieren.
-> Außerdem dürfte der Reparaturmechanismus der DNA eine wesentliche Rolle bei der Verhinderung der Umwandlung spielen.
-> Im Alter?allmählicher Ausfall dieses Reparatursystemes ? höhere Krebshäufigkeit

3. Krebs und Vererbung
-> Seltene in der Kindheit auftretende Tumoren: Wilms-TU, Retinoblastom
-> Es gibt sog. „Krebsfamilien“ mit gehäuften Auftreten bes. Krebsarten
Mamma-CA, Ovarial-CA, Colon-CA
-> Genetische Veranlagung wichtig, aber auch Verhaltensweise ? über Erziehung weitergegeben.

4. Krebs und Ernährung
-> Wahrscheinlich ist 1/3 aller Krebserkrankungen auf ungesunde Ernährung zurückzuführen.
-> WESENTLICH: Ernährungsgewohnheiten, über längere Zeiträume bzw. ein Leben lang.
-> NICHT: vereinzelte seltene Diätfehler
-> FRÜHER: fettreich, KH-reich
-> ÜBERGEWICHT begünstigt: Darm-CA, Brust-CA, Gallenblasen-CA, Uterus-CA
-> Keine Wunderdiät – auch keine 100%ige Prophylaxe,

Was soll man essen???

Obst+Gemüse

Einige Gemüsesorten enthalten Stoffe ? wirken wahrscheinlich Entwicklung v. Magen-Darmkrebs entgegen.

Mineralst./Spurenel

Ein Mangel (Magnesium,Fe) schwächt das Immunsystem

Vitamin C

Bei Verdauung im Magen können Nitrosamine entstehen, durch Vit.C wird diese Bildung gehemmt (Magen,-Leber-und Lungenkrebsrisiko)

Vitamin A

Bei Unterversorgung: Lungen,-Magen,-Speiseröhre,-Kehlkopf,- und Harnblase,-TU

Vitamin E

Freie Radikale (chem. Verb.) können bösartige Veränderungen im Zellkern aus-lösen, behindern Reperarturmechanismen in Zellkern? ungezügeltes Zellwachs-tum; jede Entzündung produziert freie Radikale; entsteht auch bei Dysstreß

Fette

Dickdarm,- Brust und Prostata-CA
Erhöhter Fettkonsum ? Veränderung Darmflora ? Ausscheidung Gallensäure -> Ausscheidungsprodukte gewisser Darmbakterien sind krebserregend

5. Krebs durch chemische und mechanische Ursachen

Wichtige Chemische Karzinogene

? Aflatoxine (Stoffwechselprodukt v. Pilzen)
-> Nitrosamine (gepöckeltes und geräuchertes Fleisch, Tabakwaren)

Mechanische Reize

? Ständigen Druck auf Haut od. Schleimhaut (zb. Reiben über Muttermal, schlechtsitzende Prothese)

6. Chirurgische Th. – welche Möglichkeiten gibt es?
-> Radikal-OP
-> Schonende Eingriffe = organerhaltend zB. Brusterhaltend
-> Palliativ-OP: eine akut lebensbedrohliche Komplikation durch den TU wird beseitigt, jedoch keine Heilung (kurativ) zB. Darmverschluß

7. Chemo Th.
Vorwiegend Arzneien ? hemmen Wachstum der entarteten Zellen ? Verkleinerung od. Vollständigen Rückbildung
Zytostatika= abgeleitet vom Ruhen der Zellen
Die meisten greifen jene Zellen an die sich gerade vermehren und brechen dadurch Zellteilung ab.. Ein Teil geht zugrunde neue vorher ruhende Krebszellen treten in die Phase der Zellteilung und werden nun von Zytostatika angreifbar. Deswegen Verabreichung in Zyklen.
Behandlungsmuster wird TU Wachstumsverhalten angepaßt. Verabreichung meist in Infusionen, auch Tabletten.

NEBENWIRKUNGEN
Blutbildendes System
-> Blutbild wird gehemmt
-> Erythrocyten: Anämie mit Müdigkeit, Schwächegefühl, Blässe, Schwindel
-> Leukocyten: Infektionsanfälligkeit mit Fieber, grippeähnliche Sy.
-> Thrombocyten: Nasenbluten, Hämatome, Blutungen
Darmschleimhaut
-> Übelkeit, Erbrechen
-> Appetitlosigkeit, Durchfälle
-> Heute wirksames Gegenmittel: Zofran
Kopfhaar
-> Haarausfall (meist Kopfhaar), Selten totaler Haarverlust
-> Haare wachsen meist wenige Wochen bis Monate nach Absetzen der Th. Nach
-> Meist dichter und stärker pigmentiert
-> Enorme psychische Belastung: Vorbereitung ? Perücke
-> Wenig Erfolg: durch Unterkühlung der Kopfhaut ? Minderdurchblutung
Gelegentlich
-> Muskelschwäche,
-> evtl. Kribbeln und Brennen in Fingern und Zehen
-> sowie taubes Gefühl

8. Krebsfrühdiagnostik: Frau
Brust
Monatliche Selbstuntersuchung ab Entwicklung der Brust
Tastbefund durch den Arzt ab 18 Jahren in regelmäßigen Abständen 2x jährlich
Ab 35 J. Mammographie Erstuntersuchung, dann alle 1-2 J.

Gebärmutterhals
Abstrich-gynäkologische Untersuchung ab 18 J. od. ab sexueller Tätigkeit(PAP 1-5) jährlich

9. Krebsfrühdiagnostik: Mann
Hoden
ab Geburt: Untersuchung durch Eltern, Kinderarzt
Ab Pubertät: monatliche Selbstuntersuchung

Prostata
Digitale Untersuchung und PSA Bestimmung ab 40 jährlich

10. Krebsfrühdiagnostik: beide Geschlechter
Darm:
Jährliche Vorsorgeuntersuchung: manuale – rectale – Untersuchung
Jährliche Untersuchung auf unsichtbares Blut im Stuhl
Darmspiegelung: je nach Notwendigkeit jährlich – bis 2 normale Befunde ? danach alle 3-5 J.

Haut
Ab Pubertät: monatliche Selbstinspektion der Haut
Alle 3 Jahre – je nach Befund: Ganzkörperinspektion durch Arzt
Bei Pat. Mit ungewöhnlichen Muttermalen je nach Befund halbjährlich

Mundhöhle, Nase, Rachen, Kelhlkopf
Sorgfältige Mundhygiene von Kindheit an. Bei Verhärtung im Mund, Hals, Nasenbereich, nicht heilenden Wunden, Schluckstörungen, Riechstörungen, Fremdkörpergefühl, länger dauernder Hustenreiz oder Heiserkeit ? Arzt aufsuchen.

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