Autor/in: Vincenzo Rätscher

Neurologische Erkrankungen

Parkinson

  • Was verstehen Sie unter dem idiopathischen (primär) Parkinsonsyndrom, was unter dem symptomatischen Parkinsonsyndrom?

idiopathischen:  In 80% aller Fälle Ursache unbekannt. Gilt als nicht erblich

Symptomatische: Ursache durch Medikamente (Neuroleptika, einige                               Depressiva, blutdrucksenkendes Mittel usw.), Vergiftungen                         (syn. Drogen) od. degenerative Erkrankung des ZNS

  • Erläutern Sie bitte kurz die drei Kardinalsymptome der      Parkinsonerkrankung?

Kardinalsymptome als Trias:

  • Hypokinese (Bewegungsarmut) od. Akinese (Bewegungsstarre)
  • Rigor (Muskelsteifheit)
  • Tremor (Zittern)
  • Benennen Sie Frühsymptomen der Erkrankung?
  • Beginnen oft schleichend, werden oft als altersbedingte Beschwerden fehlgedeutet
  • Oft einseitig > Hemiparkinsonismus
  • Gestörte Feinmotorik der Hände
  • Unwillkürliches Zittern
  • Kl. Werdende Schrift
  • Schmerzen in der Muskulatur/ Gelenken
  • Gangunsicherheit
  • Psychische Veränderungen (Leistungminderungen, Entschlusslosigkeit..)
  • Geben sie einen Überblick über die Symptomen, die beim voll ausgeprägten  Krankheitsbild auftreten können?
  • Tremor/ Ruhetremor (Pillendrehen, Münzenzählen)
  • Hypokinese/ Akinese
  • Veränderung im Gangbild (schlurfen)
  • „Freezing“ = plötzl. Blockaden (Engpass- Syndrom)
  • Rigor = Tonuserhöhung der Muskulatur
  • „Zahnradphänomen (ruckartige Bewegungen)
  • Schmerzen (durch starke Beanspruchung der Gelenke)
  • Starre Mimik durch Akinese = Maskengesicht
  • Verstärkter Speichelfluss
  • Leise, monotone Stimme- gelegenl. Auch heiser
  • Mikrographie (kl. Schrift)
  • Blutdruckstörungen
  • Gestörte Wärmeregulation = Hitzewallungen, Schweißausbrüche besonders Nachts
  • Schlafstörungen
  • Vermehrte Talgabsonderungen („Salbengesicht“)
  • Störungen der Blasenfunktion = hyperaktive Blase, Pollakisurie (vermehrte Harnausscheidung), Nykturie
  • Verdaunungsprobleme =Obstipation
  • Ödeme
  • Depression
  • Kognitive Störungen = verlangsamte Denkabläufe (= Bradyphrenie)
  • Erstellen Sie eine Liste mit Pflegeproblemen, die sich für Parkinson- Erkrankte ergeben. Beachten Sie dabei besonders die AEDL:> kommunizieren können > bewegen können >pflegen u. kleiden können > essen u. trinken können > ausscheiden können > ruhen u. schlafen können?

Kommunizieren können:      Schwierigkeiten beim sprechen (reduziertes                                           Atemvolumen, Nachlassender Tonus der                                                Gesichtsmuskulatur, Mirkographie)

Bewegen können:                Bewegungsarmut durch Schmerzen (Gelenken,                                       dadurch Gefahr von Stürze

Pflegen/kleiden können:       Durch starke Schweißausbrüche, verstärkte                                            Talgabsonderung u. Störungen bei der                                                   Ausscheidung ist ein häufiger Wechsel der                                                  Kleidung notwendig.

Essen/ trinken können:         Nahrung sollte ballaststoffreich sein wegen                                             Obstipationsgefahr. Mind. 2 ltr./ tgl. wegen                                                 starkes Schwitzen. Tremor u. Aspirationsgefahr                                       beachten
Ausscheiden können:           Leidet unter Obstipation und                                                                 Harnentleerungsstörungen

Ruhen/ schlafen können:      wegen Schmerzen in den Gelenken/ Muskulatur                                      u. den depressiven Verstimmungen können                                                 Parkinson Erkrankte nicht durchschlafen sie                                        leiden unter starke Schlafstörungen

  • Was müssen Sie als Pflegeperson bei der Medikamentösen Therapie der Parkinson- Erkrankten allgemein beachten?

Das der Bew. das Medikament kontinuierlich zur gleiche Zeit einnehmt, und  (Compliance) auch das Veränderungen mitteilt werden.

  • Welche Nebenwirkungen können bei der medikamentösen Parkinson Therapie auftreten? Weshalb ist es wichtig, dass Sie als Pflegeperson darüber Bescheid wissen?

a)

  • Übelkeit, Appetitlosigkeit, Erbrechen
  • Mundtrockenheit
  • Blutdruckabfall beim Aufstehen
  • Blasenentleerungsstörungen, Obstipation
  • Müdigkeit od. Schlafstörungen
  • Dyskinesien (motorische Fehlfunktionen)
  • Ödemneigung
  • Psychische Veränderungen, Änderungen im Schlaf- Wach- Rhythmus
  • Psychotische Phänomene, Verwirrtheit, delirante Syndrome
  • Der Bew. sollte wissen das man  Retard- Präparate nicht auf nüchtern     Magen einnehmen soll

Multiple Sklerose

  • Was verstehen sie unter multiple Sklerose?

Ist eine chronische entzündliche Erkrankung von Gehirn und Rückenmark, die meist schubförmig verläuft.

  • Geben sie einen kurzen Überblick über verschiedene Symptome, die das Krankheitsbild kennzeichnen. Unterscheiden Sie dabei: Rückenmarksymptomen und Hirnstammsymptomen?

Rückenmarksymptomen:

  • Lähmungen (häufiger d. unteren Extremitäten)
  • Spastik (Vermehrung des muskeltonus)
  • Sensibilitätsstörungen
  • Blasenstörungen
  • Darmstörungen
  • Sexuelle Störungen

Hirnstammsymptomen

  • Sehstörungen (Doppelbilder)
  • Gleichgewichtsstörungen (Schwindel)
  • Sprechstörungen
  • Schluckstörungen
  • Gesichtslähmungen
  • Trigeminusneuralgien
  • welche Pflegeprobleme ergeben sich aus diesen Symptomen?
  • Spastik
  • Sensibilitäts-, Koordination-, Blasenstörungen
  • Psychomentale Störungen
  • weshalb wird bei MS z. B. ein „Stehtraining“ durchgeführt? Was genau versteht man darunter?

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