Autor/in: Kathi Wörter

Fragen – Alkohol

1. Warum kann Alkohol in kleinen Mengen nicht als gesundheitsfördernd empfohlen werden?
Alkohol ist keinesfalls als Medikament zu sehen – evtl. geringfügige gesundheitsfördernde Effekte werden durch die gesundheitsschädlichen Wirkungen bei weitere kompensiert !!!! Ursache wird mit Wirkung verwechselt!!!

2. Alkoholische Polyneuropathie

Definition= eine neurologische Krankheit, welche vor allem die Nerven an den Armen und Beinen betrifft.
Syptome-> Schmerzen, Brennen oder Taubheitsgefühl im Bereich beider Füße,
tritt besonders in der Nacht auf häufig mit Muskelkrämpfen in den Waden begleitet.
-> Störungen des Berührungs- Schmerz- und Vibrationsempfindens (gesteigert oder herabgesetzt).
-> Muskelschwäche – das Anheben des Fußes ist beeinträchtigt – später Gehen unmöglich. Pat. hat das Gefühl als würde er auf Wolken oder auf Watte gehen.
-> Durch Störungen des vegetativen NS: vermehrte Schweißneigung (Handflächen) sowie nächtliche Schweißausbrüche

3. Welche Erkrankungen können im Bereich der Leber auftreten?

AlkoholfettleberAm häufigsten – Leber ist durch Fettablagerung vergrößert
AlkoholhepatitisIn 15-20% chronisch – aggressiver Verlauf
Sy: ? Oberbauchbeschwerden mit Schmerzen
-> Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Schwäche, verstärktes Schwitzen
-> Ikterus (= gelbfärben)
-> Leber ist vergrößert und druckempfindlich
Alkoholische LeberzirrhoseRelativ häufig bei schwerem Alkoholmißbrauch, 50% durch Alkohol verursacht.
Sy: ? Leber ist hart und scharfkantig
-> Hautveränderungen: pergamentartige Verdünnung,
Gefäßsternchen, Weißflecken, gerötete Handflächen,
-> Neigung zu Hämatomen (Bluterguß – blauer Fleck)
-> Nachlassen der Körper- und Schambehaarung
-> Lebensbedrohliches Ösophagusvarizenblutung – inneres verbluten

4. Welche Erkrankungen können im Bereich der Bauchspeicheldrüse und des Herzens auftreten?

Pankreas (Bauchspeicheldrüse)Bereits nach 2 Jahren starken Alkoholismus chronisch Pankratitis möglich. (erhöhtes Risiko ab 20g /Tag). Direkte Schädigung der Zellen.
Sy: ? ausgeprägter Oberbauchschmerz
-> Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Tachycardie (Herzjagen)
-> eventuell totaler Zerfall des Pankreas, Krebs
AlkoholcardiomyopathieDirekte Giftwirkung auf Zelle – Vitamin-B-Mangel (Herzerkrankung)
Herzinsuffizienz(Dyspone, Husten, Ödeme,…)
Herzrythmusstörungen
Evtl. plötzlicher Herztod (besonders am Wochenende mit viel Alkohol) Angina Pectoris, MCI(= Myocardinfarkt), KHK (=Koronarenherzerkrankungen) durch vermehrte Arteriosklerose durch erhöhtes Cholesterin

5. Leichter Rausch

PromilleBis 1,5 Promille
Mögliche Wirkungen
-> Euphorisierende Wirkung, Enthemmung,
-> Antriebssteigerung – Gefühl der Sorglosigkeit
-> Entspannung, Fröhlichkeit, Ausgelassenheit
-> Subjektive Leistungseinschätzung nimmt zu, die Kritikfähigkeit ab
-> Erhöhte Selbstwerteinschätzung ? wichtigster Grund zum Trinken
-> Alkoholisierte fühlen sich mächtig und klug – Gefahren werden unterschätzt

6. Mittelschwerer Rausch

Promille1,5 bis 2,5 Promille
Mögliche Wirkungen
-> Dämpfende Wirkung des Alkohols nimmt zu
-> Ausdruck und Leistung nehmen ab
-> Bewegungen verlangsamt und unsicher
-> Der Betrunkene wirkt benommen, nachlassende Selbstbeherrschung
-> Zunehmende Gereiztheit
-> Affekte und Triebimpulse nehmen zu
-> oft primitiv anmutende explosive Erregungszustände

7. Alkohol im Straßenverkehr bei 0,3 Promille?
-> Entfernungen und Geschwindigkeiten können nicht mehr so abgeschätzt werden
-> Man neigt zu geringem Abstand und zu gewagten Überholmanövern
-> Verminderte Konzentration, getrübter Blick, reduziertes Sauerstoffangebot im Gehirn
-> Gestörter Gleichgewichtssinn

8. Alkohol im Straßenverkehr bei 0,5 Promille?
-> Rotlichtempfindlichkeit nimmt ab, Hecklichter, Ampeln + Absicherungen v. Baustellen
werden schlechter erkannt.
-> Die Anpassungsfähigkeit bei Blendung nimmt ab
-> Weitere Leistungsausfälle und Abnahme von Aufmerksamkeit und Wahrnehmung
-> Euphorische Stimmung

9. Alkohol im Straßenverkehr bei 0,8 Promille?
-> Doppelbilder entstehen
-> Es kommt zu starken Ermüdungserscheinungen
-> Die Abstimmung zwischen eigenem Standort, Lenkbewegung und Geschwindigkeit klappt nicht mehr.

10. Nennen Sie 4 wichtige Punkte bei Alkoholkrankheit bei Frauen?
-> Alkoholexzesse sind „Männersache“
-> Heute oft als „Selbstmedikation“ gegen Depressionen und Überlastung
-> Nur ca. 20% der Frauen (Männer 55%) konsumieren täglich Alkohol
-> Trinkt eine Frau regelmäßig und ohne besonderen Anlaß – rasch partnerschaftliche oder gesellschaftliche Kritik

11. Alkoholische Embryofetopathie

Symptome-> Meist Untergewicht, schmächtig und dürr
-> Sehr kleiner Kopf
-> Typisches Gesicht: extrem dünne schmale Oberlippe, schmalgeschnittene Augen, eine kurze und breite Nase, fliehendes Kinn
-> Häufig: Herzklappenfehler, Hirnmißbildung, Skelettveränderungen
Fehlbildung im Bereich der Urogenitalorgane
Risikogrenze
-> Ca 80% der Schäden können nicht bei der Geburt erkannt werden. Sie äußern sich erst später.
-> Intelligenzmangel
-> Starke Unruhe
-> Hyperaktivität

12. Warum ist das Aufhören so schwierig und welche Gefahr bleibt wie lange bestehen?

Schwierigkeiten des Aufhörens? Weil Freunde auch trinken
-> Um den Alltagsfrust zu vergessen
-> Förderung der Kommunikation
-> Hilfe gegen Einsamkeit
-> Überbrückung der Schüchternheit
-> CRAVING – Verlangen nach der Droge Alkohol
-> Weil es eine Volkskrankheit ist
Bestehende Gefahren
-> Alkohol darf nie mehr probiert werden – auch nah 20 Jahren nicht
-> Vorsicht bei Alkoholfreien Bier, es hat 0,4 Promille Alkohol

13. Nennen Sie die Punkte des alltägl. Lebens, an denen auf Alkohol bewußt verzichtet werden soll!
-> Bei Schwangerschaft
-> Kindern, jugendlichen
-> Sport
-> Während der Arbeit
-> Bei Alkohol Unverträglichkeit
-> Bei Krankheiten die durch Alkohol verschlimmert werden
-> Bei trockenen Alkoholikern
-> Beim Stillen
-> Im Straßenverkehr

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