Autor/in: Anonym

Hören sie mir zu Schwester

Ich war hungrig und konnte nicht ohne Hilfe essen. Sie stellten mein Tablett außer Reichweite auf einen Betttisch und Diskutierten dann in einer Pflegebesprechung über die Erfordernisse meiner Ernährung

Ich war durstig und hilflos. Sie aber vergaßen, dafür zu sorgen, das meine Wasser Kanne frisch aufgefüllt wird. Später vermerkten sie im Bericht, daß ich zu trinken abgelehnt hätte.

Ich war einsam und fürchtete mich. Sie aber ließen mich allein, weil ich so kooperativ war und nie um etwas bat.

Ich war in Finanziellen Schwierigkeiten. Für sie wurde ich damit Gegenstand lästiger Störung

Ich war, was man ein pflege Problem nennt. Sie diskutierten die theoretischen Grundlagen meiner Erkrankung. Und doch sehen sie mich eigentlich gar nicht.

Man glaubt ich liege im Sterben, und da Sie meinten ich könnte nichts mehr hören, sagten sie, Sie hofften ich würde nicht Sterben bevor sie ih Tages Werk vollbracht hätten, da sie vor ihrer Verabredung am Abend noch zum Schönheits- Salon müßten.
Sie scheine so gut ausgebildet, so redegewandt und so überaus sauber in ihrer flecken- und faltenlosen Tracht. Und wenn ich spreche, scheinen sie hinzu hören, aber sie hören mich nicht.

Helfen sie mir, sorgen sie sich um das was mir geschieht. Ich bin so müde, so einsam und fürchte mich so sehr Sprechen sie zu mir, seien sie mir nah, nehmen sie meine Hand.
Lasse das was mir geschieht auch ihr Anliegen sein.

Bitte Schwester hören sie mir zu
Ruth Johnston, R.N. New orleans, LA
übersetzt von Ilse Witte

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