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Neurologische Erkrankungen
Parkinson
- Was verstehen Sie unter dem idiopathischen (primär) Parkinsonsyndrom, was unter dem symptomatischen Parkinsonsyndrom?
idiopathischen: In 80% aller Fälle Ursache unbekannt. Gilt als nicht erblich
Symptomatische: Ursache durch Medikamente (Neuroleptika, einige Depressiva, blutdrucksenkendes Mittel usw.), Vergiftungen (syn. Drogen) od. degenerative Erkrankung des ZNS
- Erläutern Sie bitte kurz die drei Kardinalsymptome der Parkinsonerkrankung?
Kardinalsymptome als Trias:
- Hypokinese (Bewegungsarmut) od. Akinese (Bewegungsstarre)
- Rigor (Muskelsteifheit)
- Tremor (Zittern)
- Benennen Sie Frühsymptomen der Erkrankung?
- Beginnen oft schleichend, werden oft als altersbedingte Beschwerden fehlgedeutet
- Oft einseitig > Hemiparkinsonismus
- Gestörte Feinmotorik der Hände
- Unwillkürliches Zittern
- Kl. Werdende Schrift
- Schmerzen in der Muskulatur/ Gelenken
- Gangunsicherheit
- Psychische Veränderungen (Leistungminderungen, Entschlusslosigkeit..)
- Geben sie einen Überblick über die Symptomen, die beim voll ausgeprägten Krankheitsbild auftreten können?
- Tremor/ Ruhetremor (Pillendrehen, Münzenzählen)
- Hypokinese/ Akinese
- Veränderung im Gangbild (schlurfen)
- „Freezing“ = plötzl. Blockaden (Engpass- Syndrom)
- Rigor = Tonuserhöhung der Muskulatur
- „Zahnradphänomen (ruckartige Bewegungen)
- Schmerzen (durch starke Beanspruchung der Gelenke)
- Starre Mimik durch Akinese = Maskengesicht
- Verstärkter Speichelfluss
- Leise, monotone Stimme- gelegenl. Auch heiser
- Mikrographie (kl. Schrift)
- Blutdruckstörungen
- Gestörte Wärmeregulation = Hitzewallungen, Schweißausbrüche besonders Nachts
- Schlafstörungen
- Vermehrte Talgabsonderungen („Salbengesicht“)
- Störungen der Blasenfunktion = hyperaktive Blase, Pollakisurie (vermehrte Harnausscheidung), Nykturie
- Verdaunungsprobleme =Obstipation
- Ödeme
- Depression
- Kognitive Störungen = verlangsamte Denkabläufe (= Bradyphrenie)
- Erstellen Sie eine Liste mit Pflegeproblemen, die sich für Parkinson- Erkrankte ergeben. Beachten Sie dabei besonders die AEDL:> kommunizieren können > bewegen können >pflegen u. kleiden können > essen u. trinken können > ausscheiden können > ruhen u. schlafen können?
Kommunizieren können: Schwierigkeiten beim sprechen (reduziertes Atemvolumen, Nachlassender Tonus der Gesichtsmuskulatur, Mirkographie)
Bewegen können: Bewegungsarmut durch Schmerzen (Gelenken, dadurch Gefahr von Stürze
Pflegen/kleiden können: Durch starke Schweißausbrüche, verstärkte Talgabsonderung u. Störungen bei der Ausscheidung ist ein häufiger Wechsel der Kleidung notwendig.
Essen/ trinken können: Nahrung sollte ballaststoffreich sein wegen Obstipationsgefahr. Mind. 2 ltr./ tgl. wegen starkes Schwitzen. Tremor u. Aspirationsgefahr beachten
Ausscheiden können: Leidet unter Obstipation und Harnentleerungsstörungen
Ruhen/ schlafen können: wegen Schmerzen in den Gelenken/ Muskulatur u. den depressiven Verstimmungen können Parkinson Erkrankte nicht durchschlafen sie leiden unter starke Schlafstörungen
- Was müssen Sie als Pflegeperson bei der Medikamentösen Therapie der Parkinson- Erkrankten allgemein beachten?
Das der Bew. das Medikament kontinuierlich zur gleiche Zeit einnehmt, und (Compliance) auch das Veränderungen mitteilt werden.
- Welche Nebenwirkungen können bei der medikamentösen Parkinson Therapie auftreten? Weshalb ist es wichtig, dass Sie als Pflegeperson darüber Bescheid wissen?
a)
- Übelkeit, Appetitlosigkeit, Erbrechen
- Mundtrockenheit
- Blutdruckabfall beim Aufstehen
- Blasenentleerungsstörungen, Obstipation
- Müdigkeit od. Schlafstörungen
- Dyskinesien (motorische Fehlfunktionen)
- Ödemneigung
- Psychische Veränderungen, Änderungen im Schlaf- Wach- Rhythmus
- Psychotische Phänomene, Verwirrtheit, delirante Syndrome
- Der Bew. sollte wissen das man Retard- Präparate nicht auf nüchtern Magen einnehmen soll
Multiple Sklerose
- Was verstehen sie unter multiple Sklerose?
Ist eine chronische entzündliche Erkrankung von Gehirn und Rückenmark, die meist schubförmig verläuft.
- Geben sie einen kurzen Überblick über verschiedene Symptome, die das Krankheitsbild kennzeichnen. Unterscheiden Sie dabei: Rückenmarksymptomen und Hirnstammsymptomen?
Rückenmarksymptomen:
- Lähmungen (häufiger d. unteren Extremitäten)
- Spastik (Vermehrung des muskeltonus)
- Sensibilitätsstörungen
- Blasenstörungen
- Darmstörungen
- Sexuelle Störungen
Hirnstammsymptomen
- Sehstörungen (Doppelbilder)
- Gleichgewichtsstörungen (Schwindel)
- Sprechstörungen
- Schluckstörungen
- Gesichtslähmungen
- Trigeminusneuralgien
- welche Pflegeprobleme ergeben sich aus diesen Symptomen?
- Spastik
- Sensibilitäts-, Koordination-, Blasenstörungen
- Psychomentale Störungen
- weshalb wird bei MS z. B. ein „Stehtraining“ durchgeführt? Was genau versteht man darunter?
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