|
Fragen zur Krankheitslehre
Teil 1 / Teil 2
Hepatitis ( Leberentzündung )
Virus bedingte Leberentzündung mit Nekrosen der Leberzellen und einem meist Intrahepatischer Ikterus.
Unterteilung je nach ursächlichem Virus in die Typen A - G. die Viren unterscheiden sich erheblich in ihren Ansteckungsweg, der Inkubationszeit sowie ihrer Neigung zu Folgeerkrankungen, weniger durch die ( Akut - ) Symptome.
17. Hepatitis A ( epidemische Virushepatitis )
Erreger :
Virusinfektion ( Virus A )
Übertragungswege :
Wird fäkal und oral ausgeschieden, z. B. durch Muscheln, Trinkwasser.
Die meisten Infizierungen verlaufen ohne Symptome.
Inkubationszeit :
Ca. 4 - 5 Wochen
Symptome :
- Appetitlosigkeit
- Übelkeit
- Schmerzen im rechten Oberbauch
- Fieber
- Evtl. Ikterus
- Dunkler Urin
- evtl. Lehmfarbener Stuhl
- evtl. Gelenkbeschwerden
Diagnostik :
- Bestimmung bestimmter Leberenzyme
- evtl. Antikörpernachweis im Serum
Komplikationen :
Höchst selten
- chron. Lebererkrankungen treten nicht auf
Therapie :
- symptomatische Behandlung
- Medikamente meiden
- Kein Alkohol
- Leberschonkost nicht erforderlich
18. Hepatitis B
Erreger :
Virusinfektion ( Virus B )
Übertragung :
- Blut und Blutprodukte
- Geschlechtsverkehr
- Plazenta ( Mutter » Kind )
- Muttermilch
Inkubationszeit :
bis zu 6 Monate
Symptome :
- kann asymtomatisch verlaufen oder
- es treten Symptome ähnlich wie bei Hepatitis A auf
- die Symptome sind aber stärker ausgeprägt
Diagnostik :
- Antigen - und Antikörpernachweis im Blut
- Leberfunktionswerte
Komplikationen :
- chron. Perisistierende Hepatitis
- Leberzirrhose
- Leberkarzinom
Therapie :
- es gibt keine spezielle Therapie
- Leberschonkost nicht unbedingt erforderlich
Prophylaxe :
19. Non - A - Non - B - Hepatitis
Übertragunswege:
Komplikationen:
- chron. Perisistierende Hepatitis
- Leberzirrhose
- Leberkarzinom
Treten häufiger auf als bei Hepatitis B
Häufiger auch Todesfälle
20. Chron. Hepatitis
Ist eine Hepatitis, die länger als 6 Monate andauert.
21. chron. Persistierende Hepatitis
- die Hepatitis heilt langsamer aus normalerweise
- meist gute Prognose
22. Rheuma
Definition :
Als Rheuma bezeichnet man alle Störungen die mit fließen, reißenden und ziehenden Schmerzen im Bereich des Bewegungsapparates einhergehen und die nicht verletzungsbedingt sind. Sie können in jedem Lebensalter auftreten.
Neben Gelenken sind auch Bänder, Sehnen, Bindegewebe, Muskeln, evtl. auch innere Organe betroffen.
Diagnostik :
- » Anamnese
- » Inspektion
- » Palpation
- » Funktinonsüberprüfung
- » Ultraschall ( Sonographie )
- » Röntgen
- » Blutuntersuchungen ((BSG)Blutsenkungsgeschwindigkeit, Blutbild, CRP, Rheumafaktoren (
- » Elektrophorese ( HLA - B -27 - Test ( Bestimmung eines bestimmten Gewebeantigens, welches häufig bei M. Bechterew gefunden wird )
- » Biopsie
- » EMG ( Elektromyographie)
Behandlungsziele :
- Entzündungshemmung
- Schmerzlinderung
- Bewegungsfähigkeit erhalten bzw. wiedererlangen
Einteilung :
1. Entzündlicher Rheumatismus
- rheumatoide Arthritis ( Polyartritis )
- Morbus Bechterew ( ankylosierende Spondylitis )
- rheumatisches Fieber
- Morbus Reiter
2. Degenerativer Rheumatismus
- Arthrosen
- Coxarthrose ( Knorpelabbau im Hüftgelenk )
- Gonarthrose ( Knorpelabbau im kniegelenk )
- Omarthrose ( Knorpelabbau im Schultergelenk )
- Rhizarthrose ( Arthrose des Daumengrundgelenks )
- Spondylose ( degenerative Wirbelsäulen Veränderung )
3. Weichteilrheuma = extrartikulärer Rheumatismus
Entzündliche bzw. degenerative Prozesse, die nicht direkt die Gelenke betreffen, sondern die Muskeln, Sehnen, Sehnenscheiden und Bänder
Beispiel :
- Bursitis ( Schleimbeutelentzündung )
- Ten(d)orgaginitis (Sehnenscheidenentzündung )
4. Kollagenosen
- Periarteriitis
- Sklerodermie
- Artriitis temporales
- Lumpus erythematodes
- Sjögren - Syndrom
- Dermotomyositis ( " Lila - Krankheit " )
5. Gicht
Rheumafaktoren :
Sind Autoantikörper gegen Körpereigene IgG-Moleküle.
Sie sind etwa 70-80% der Patienten mit rheumatoider Arthritis nachweisbar, aber auch bei vielen Pat. mit Kollagenosen und 5-10% der Gesunden. Die Höhe der Rheumafaktoren erlaubt eine orientierende Abschätzung der Erkrankungsschwere und der Prognose.
Rheumaknoten
Entwickeln sich in der nähe von Gelenken bei rheumatoider Arthritis, bestehen aus einer Bindegewebsvermehrung und sind nicht verschieblich.
23. Arthritis
24. Arthrose
Schmerzhafte, degenerative Gelenkerkrankung mit Zerstörung des Gelenkknorpels und evtl. Entzündung der Gelenkinnenhaut, kann zur völligen Gelenkversteifung führen.
25.Coxarthrose
Knorpelabbau im Hüftgelenk
26.Gonarthrose
Knorpelabbau im Kniegelenk
27. Spondylitis
Es ist die 2. häufigste entzündliche Rheumatische Erkrankung.
Sie befällt vor allem die Wirbelsäule und führt im Endstadium zu einer Knöcherne Wirbelsäulenversteifung = Bambusstab - Wirbelsäule
28. Spondylose
degenerative Wirbelsäulen Veränderung
29. PCP (Primär chron. Polyartritis )
Gelenkbefall und Gelenkveränderungen und Ursache :
Bei der Krankheit werden Antikörper gebildet, die sich gegen die Gelenkinnenhaut richten und diese zerstören. Es handelt sich somit um eine so genannte Autoimmunerkrankung. Die entzündliche Gelenkinnenhaut wächst dann in den Gelenkknorpel ein und zerstört diesen. Schließlich reiben Knochen auf Knochen. Außerdem werden Gelenkbänder, Kreuzbänder und Menisken zerstört.
Symptome :
Zu Anfang unspezifisch, z. B. Müdigkeit und Schwäche.
Später :
- starke Neigung zum schwitzen, vor allem an den Händen und Nächtliches schwitzen;
- leicht erhöhte Temperatur
- Kälte und Steifigkeit der Hände, vor allen morgens
- Druckschmerz der Fingermittelgelenke beim Händedruck
- zunehmende Bewegungseinschränkung
- Bildung von Rheumaknoten
- Abweichung der Finger zur Kleinfingerseite ( ulnare Deviation )
- Verbiegungen der Finger als Schwanenhals Deformität bzw. Knopfloch Deformität
Diagnostik :
- Anamnese
- Inspektion
- Palpation
- Funktionsüberprüfung
- Röntgen
- Sonografie
- Kernspin
- Blutuntersuchung ( z. B. BSG, Blutbild, Elektrophorese, Eiweiße im Blut feststellen, Rheumafaktoren, HLA
- B27 - Test ( Bestimmung eines bestimmten Gewebeantigen )
Komplikationen :
- Entzündungszeichen
- Kontrakturen
- Osteoporose
- Herzentzündung
- Lungenfibrose ( Bindegewebsvermehrung )
Therapie :
- Medikamente ( z. B. Analgetika, Antirheumatika ( z. B. Goldpräparate ), Zytostatika, Glukokortikoide ( v.a. Kortison )
- Wärme -, Kälteanwendungen
- Krankengymnastik
- Richtige Lagerung
- Ergotherapie
- Ernährung ( z. B. Vitamin E, Vollwertkost, Übergewicht vermeiden )
- Lokaleinreibung
- Operative Maßnamen ( z. B. Gelenkersatz, Osteotomie ( Knochen gerade machen ), Gelenkinnenhaut entfernen, Arthrodese ( Gelenkversteifung ) )
30. Morbus Bechterew ( ankylosierende Spondylitis )
Es ist die 2. häufigste entzündliche Rheumatische Erkrankung.
Sie befällt vor allem die Wirbelsäule und führt im Endstadium zu einer Knöcherne Wirbelsäulenversteifung = Bambusstab - Wirbelsäule
Es sind überwiegend Männer davon betroffen.
Symptome :
- zu anfangs unspezifisch z. b.
- Müdigkeit
- Schmerzen im Lendenwirbel - und Kreuzbeinbereich, vor allem nach längeren liegen
- Schmerzen beim Husten
- Niesen oder pressen
- zunehmende Wirbelsäulenverkrümmung und dadurch Brustkorbschmerzen und häufige Atemwegsinfektion ( Bambusstab - Wirbelsäule )
- Sprunggelenk und Kniegelenkschwellung
- oft Fersenschmerzen
- oft Augenentzündungen
- oft Magen - Darm Beschwerden.
Diagnostik :
- Anamnese
- Inspektion
- Palpation
- Funktinonsüberprüfung
- Ultraschall
- Röntgen
- Blutuntersuchungen
- Elektrophorese
- Biopsie.
Wichtig: in 95% der fälle ist das HLA - B -27 nachweisbar; Wirbelsäulenrötung, Bambusstab- Wirbelsäule ( die einzelnen Wirbelkörper sind knöchernd miteinander verwachsen ) damit nachweisbar. Außerdem kann man die Wirbelsäulenverkrümmung nachweisen.
Therapie :
siehe allgemein Rheumaerkrankung
(Cortison und Basistherapie sind hier nicht erfolgreich ).
Frühzeitige operative Wirbelsäulenversteifung im Brustwirbelbereich.
HLA B27 :
Bestimmung eines bestimmten Gewebeantigens, welches häufig bei M. Bechterew gefunden wird
Bambusstab - Wirbelsäule :
zunehmende Wirbelsäulenverkrümmung und dadurch Brustkorbschmerzen und häufige Atemwegsinfektion.
Mitbetroffene Organe :
- zunehmende Wirbelsäulenverkrümmung und dadurch Brustkorbschmerzen und häufige Atemwegsinfektion ( Bambusstab - Wirbelsäule )
- oft Augenentzündungen
- oft Magen - Darm Beschwerden
31. Gicht
Ist eine Stoffwechselerkrankung infolgedessen vermehrt Harnsäure gebildet wird. Gestört ist der Eiweißstoffwechsel, genauer der Purinstoffwechsel. Die Harnsäure ist vermehrt im Blut und wird vor allem in den Glenken, Sehnen, Haut und Nierengewebe abgelagert.
Man unterscheidet :
eine angeborene Ausscheidungsschwäche für Harnsäure, davon sind vor allem Männer betroffen.
dies ist eine Gicht, die infolge einer Vorerkrankung auftritt, z. B. bei Leukämie, Pneumonie, Niereninsuffizienz und bei Nulldiät.
Symptome :
meistens ist das großzehengrundgelenk betroffen. Das gelenk ist gerötet, geschwollen, überwärmt, starke schmerzen und Funktionseinschränkungen. Die beschwerden beginnen meistens in den frühen Morgenstunden und halten ohne Therapie 3 - 5 tage an.
Entwicklung von Gichtknoten ( Tophi ): entwickeln sich meistens in Gelenknähe aber auch an den Ohrmuscheln, Augenlidern und Nasenflügeln und bestehen aus Harnsäurekristallen.
Im laufe der zeit kommt es zu Bewegungseinschränkungen und Gelenkdeformierungen.
akute Auslöser für einen Anfall :
Üppige Mahlzeit mit Purinreicher kost, alkoholischer Konsum, Kälte, psychische Belastung
Diagnostik :
Komplikationen :
- Nierensteine
- Niereninsuffizienz
- Arteriosklerose ( dadurch Hypertonie, gehäuft Herzinfakt und Schlaganfall )
- Kontrakturen
- Frakturen
Therapie
- im akuten Stadium :
- Coucizin ( Gift der Herbstzeitlosen ) wirkt gegen Schmerzen
- Cortison ( gegen die Schmerzen )
- Butazolidin ( steigert die Harnsäureausscheidung )
- Betroffene Gelenke Hochlagern, von Druck entlasten
- kalte Umschläge
- vorbeugende Maßnahmen :
- Urikostatika ( Wirksubstanz Allopurinol, z. B. Zyloric ). Hemmen den purinabbau zu Harnsäure, Urikosurika ( fördern die Harnsäureausscheidung )
- Purinarme Diät, wenig Fleisch, keine Innereien, keine kleinen Fische
- Vorsicht mit Hülsenfrüchte, Spinat, Spargel, viel trinken
- aber keinen Alkohol
32. Anämie
normozytäre Anämie = Anämie mit normal großen Erythrozyten
z. B. Blutungsanämie
mikrozytäre Anämie = Anämie mit zu kleinen Erythrozyten
z. B. Fe - Mangel - Anämie
markozytäre Anämie = Anämie mit zu großen Erythrozyten
z. B. perniziöse Anämie
normochrome Anämie = Anämie mit normal gefärbten Erythrozyten
z. B. Blutungsanämie
hypochrome Anämie = Anämie mit schlecht gefärbten Erythrozyten
z. B. Fe - Mangel - Anämie
hyperchrome Anämie = Anämie mit stark Angefärbten Erythrozyten
z. B. perniziöse Anämie
Definition :
Ist eine Verminderung der Zahl der roten Blutkörperchen und / oder Verminderung der Hämoglobinkonzentration.
Ursachen :
- Blutungen
- Hämolyse ( gesteigerter zerfall der roten Blutkörperchen )
- Strukturdefekte der Erythrozyten, z. B. Kugelzellanämie
- Antigenantikörperreaktion der Erythrozyten, z. B. bei Übertragung der falschen
Blutgruppe
- entzündliche und toxische Ursachen, z. B. Schlangengift
- Bildungsstörungen der Erythrozyten
- Vitamin B12 - Mangel
- Folsäuremangel
- Knochenmarkveränderungen
- Hämoglobinaufbaustörungen
- Eisenmangel
- Erkrankungen bei denen das Hämoglobin fehlerhaft aufgebaut wird
Die häufigste Ursache ist Eisenmangel.
Symptome :
- Blässe
- Schwäche
- Schwindel
- Ohrensausen
- Müdigkeit
- Kälteempfindlich
- häufiges gähnen
- Kopfschmerzen
- Konzentrationsstörungen
- Tachykardie
- evtl. Atemnot und Angina pectoris beschwerden
Therapie :
Abhängig von der Ursache
33. Hypotonie = niedriger Blutdruck
Von einer Hypotonie spricht man wenn der systolische blutdruckwert beim Mann unter 105 - 110 mm Hg, bzw. bei der Frau unter 100 mm Hg und / oder der diastolische Wert ( Geschlechtsunabhängig ) unter 60 mm Hg ist.
Ursachen :
Ursache nicht bekannt.
z. B. durch
- Unterernährung
- Anämie
- Herzinsuffizienz
34. Hypertonie = Bluthochdruck
Ist eine dauerhafte Situationsunabhängige Blutdruckerhöhung, wobei der Systolische Blutdruckwert über 160 mm / Hg bzw. der Diastolische Blutdruckwert über 90 mm / Hg beträgt
Schweregrad :
|
Systolischer RR |
Diastolischer RR |
Grenzwerthypertonie |
140 - 159 mm Hg |
90 - 94 mm Hg |
Labile Hypertonie |
Hypertone Werte nur bei körperlicher und / oder seelischer Belastung |
Milde Hypertonie |
> 160 mm Hg |
95 - 104 mm Hg |
Mittelschwere Hypertonie |
> 160 mm Hg |
105 - 114 mm Hg |
Schwere Hypertonie |
> 160 mm Hg |
115 - 120 |
Maligne Hypertonie |
|
> 120 mm Hg |
Schwere Netzhautschäden
( Retinopathie Grad 3 - 4 ) und Niereninsuffizienz |
Hypertensive Krise |
Krisenhafter RR - Anstieg auf > 230 / 120 mm Hg mit lebensbedrohlichen neurologischen und / oder kardialen Symptomen |
Ursachen und Einteilung :
- primäre ( essentielle ) Hypertonie :
Ursache der Hypertonie nicht bekannt.
Man kennt nur Risikofaktoren: z. B.
- Stress
- Erbfaktoren
- Kochsalzreiche Ernährung
Dazu gehören 85 - 90 % aller Hypertonien.
Ursache der Hypertonie bekannt.
- Nierenerkrankungen ( z. B. Gichtniere )
- Endokrine ( hormonelle ) Ursachen ( z. B. Schilddrüsenüberfunktion )
- Kardiovaskuläre Ursachen ( z. B. Arteriosklerose und Herzblock )
- Neurogene Ursachen ( z. B. Schlaganfall )
- Durch Medikamente ( z. B. Kortison )
- Durch Blutveränderungen ( z. B. Polyzytämie = Vermehrung der roten Blutkörperchen )
- Durch Genussmittel ( z. B. echten Lakritze )
Symptome :
- oft lange Zeit keine
- Schwindel
- Kopfschmerzen
- Ohrensausen
- Nervosität
- Tachykardie
- Depressive Verstimmungen
- Nasenbluten
- Roter Kopf ( Achtung ! bei Nierenerkrankungen evtl. Blässe )
- Leichte Atemnot
- Angina pectoris Beschwerden
Diagnose :
- mehrfaches Blutdruckmessen
- weitergehende Untersuchungen dienen der Erkennung von möglichen Ursachen und Komplikationen, z. B. EKG
Besonders gefährdete Organe und Komplikationen :
-
Gehirn:
- Schlaganfall
- Multiinfarktdemenz
-
Augen :
- Sehstörungen bis hin zur Erblindung
-
Herz :
- Angina pectoris
- Herzinfarkt
- Linksherzinsuffizienz
-
Nieren :
Weitere Komplikationen :
- Arteriosklerose
- Akute und chronische pAVK
35. Orthopnoe
Definition :
Besonders schwere Atemnot.
Ursachen :
36. Lungenemphysem
Ist eine nicht mehr rückbildungsfähige Überblähung der Lunge, bei der die normale Lungenbläschenstrucktur zerstört wird und das Lungengewebe seine Elastizität weitgehend verliert. Durch den Elastizitätsverlust ist die Ausatmung verzögert und erschwert.
Symptome :
- Daueratemnot
- etwas Husten und Auswurf
- erschwerte Ausatmung
- eingeschränkte Thoraxbeschwerden
- Thoraxform zunehmend Fassförmig
- evtl. Zyanose
Typen :
- Typ PP = " pink puffer " = rosa Schnaufer = Emphysem - Typ :
Oft normalgewichtiger Typ, ausgeprägte Atemnot, eher rosige Hautfarbe, es besteht nur ein Sauerstoffmangel im Blut ( Hypoxämie )
- Typ BB = " blue bloater " = blauer Bläser = Bronchiotyp :
Ist eher übergewichtiger Typ, kaum Atemnot, starke Zyanose, Husten mit Auswurf, Kopfschmerzen, hat neben der Hypoxämie zuviel Sauerstoff im Blut ( Hyperkapnie ), entwickelt frühzeitig ein Cor pulmonale und bildet vermehrt rote Blutkörperchen
Diagnostik :
- Auskultation
- Perkussion ( Abklopfen )
- Lungenfunktionstest
- Röntgenthorax
- Blutbild
- Blutgasanalyse
- Ekg
Komplikationen :
- Cor pulmonale
- Pneumothorax ( ist eine Luftansammlung im Pleuraspalt, welche zum zusammenfallen des zugehörigen Lungenabschnitts führen )
- Pneumonie
Therapie :
- Atemgymnastik
- nicht Rauchen
- evtl. Klimawechsel
- über 18 Stunden täglich niedrig dosiert Sauerstofflangzeit
- viel trinken
- Sekretolytika
- Inhalation
- bei Infektionen frühzeitig Antibiotika
- evtl. β2 - Sympathominetika und Cortison
- Grippeschutzimpfung
37. Pneumonie ( Lungenentzündung )
Ist eine Entzündung der Lunge bzw. der unteren Atemwege. Sie kann hervorgerufen werden durch Bakterien, Viren und Pilze, aber auch physikalisch - chemisch und allergische Ursachen.
Risikogruppen / Ursachen :
- alte Menschen
- Raucher
- Pat. mit Abwehrschwäche
- Pat. mit eingeschränkter Atmung
- Bewusstlose
- Pat. mit Schluckstörungen
Symptome :
- typisch ist ein plötzlicher beginn mit hohem Fieber und Schüttelfrost
- starkes Krankheitsgefühl
- Thoraxschmerzen
- starkes Schwitzen
- Kopfschmerzen
- Dispnoe
- Husten mit Auswurf ( Auswurf ist eitrig und evtl. rotbraun )
- Rasselgeräusche ( überwiegend beim Einatmen )
- evtl. Nasenflügelatmung
- evtl. Verwirrtheit
Diagnose :
- Auskultation
- Röntgenthorax
- Sputumuntersuchung auf Erreger
- Blutsenkung und Blutbild
- evtl. Blutkultur
- evtl. Tuberkulosetest
Komplikationen :
- Cor pulmonale
- Pleuritis
- Herzentzündungen
- chron. Pneumonie
- Thrombose
- Meningitis
- Otis media
Therapie :
- bei bakterieller Infektion Antibiotika
- Bettruhe
- viel trinken
- Sekretlöser
- Inhalation
- Einreibungen
- Fiebersenkende Maßnahmen
- Pneumonieprophylaxe
- Soor - und Paradontitisprophylaxe
- andere Prophylaxen
- evtl. Sauerstoffgabe
Aspirationspneumonie :
Bei der Aspiration gelangen während der Einatmung flüssige oder feste Stoffe in die Atemwege und verlegen diese teilweise oder komplett.
38. Chronische Bronchitis
Sehr häufig bei älteren Menschen.
Definition nach der WHO :
Von einer chronischen Bronchitis spricht man, wwenn innerhalb zwei Aufeinanderfolgende Jahre mindestens über 3 Monate Husten mit Auswurf besteht. Andere Ursachen z. B. Tbc, Bronchialkarzinom müssen ausgeschlossen sein.
Ursachen :
- Staub
- Gase
- Luftverschmutzung
- Feucht kaltes Klima
- Rauchen
- Infektionen
- Asthma bronchiale
- Senositis ( Nasennebenhöhlenentzündung )
- angeborene Veranlagung
Pathophysiologische Veränderungen in den Atemwegen :
- ständige Schwellung der Bronchialschleimhaut mit vermehrung der Schleimproduzierenden Drüsenzellen
- Verlust der Flimmerhärchen
- vermehrte Schleimproduktion
- Narbenbildung in der Bronchialwand und zunehmender Verlust der Elastizität
Symptome :
- vor allem morgens starker Husten, wobei mühsam zäher, glasiger Schleim abgehustet wird
- später Atemnot
- Rasselgeräusche
- häufig Infektionen der unteren Atemwege
39. Asthma bronchiale
Ist eine Anfallsweise auftretende Atemnot mit Engstellung der Bronchien.
Ursachen :
- Allergien
- Stress
- körperliche Anstrengung
- akute Infekte
- Veranlagung
- Medikamente wie ASS
- Rauch
- Staub
- Gase
- Nebel
- Dämpfe
Pathophysiologie der Atemwege :
- Kontraktion der Ringförmigen Bronchialmuskulatur
- Schleimhautödem in den Bronchien
- vermehrte Schleimproduktion ( zäher Schleim )
- bei älteren Menschen häufig ein Kollaps ( Zusammenfall ) der Bronchien ( medikamentös kaum zu beeinflussen )
Symptome :
- plötzlich einsetzende Atemnot
- zu Anfang oft Husten
- die Ausatmung ist erschwert und verlängert
- ein pfeifendes, brummendes oder giemendes Ausatmungsgeräusch ( expiratorischer Stridor )
- Orthopnoe
- Erstickungsgefühl
- evtl. Zyanose
- am ende des Anfalls wird mühsam zäher, glasiger Schleim abgehustet
Therapie :
Dosieraerosole die β2 - Sympathominetika und evtl. Cortison enthalten ( durch die β2 - Sympathominetika werden die Bronchien weitgestellt und durch das Cortison schwillt die Schleimhaut ab ). Flüssigkeitszufuhr als Infusion, bei Zyanose vorsichtige Sauerstoffzufuhr ( über Nasensonde 1 - 3 L / Minute ), bei Atemwegsinfektionen Antibiotika
Anfallsvorbeugung durch Dauermedikation mit β2 - Sympathominetika und Cortison, evtl. Allergene meiden, evtl. Autogenes Training, Atemübungen, wenn möglich Klimawechsel, Grippeschutzimpfung als Prophylaxe
expiratorischer Stridor :
ein pfeifendes, brummendes oder giemendes Ausatmungsgeräusch
40. akute Bronchitis
Symptome :
- Müdigkeit
- Temperaturerhöhung
- selten Fieber
- zu anfangs Reizhusten
- später produktiver Husten
- häufig Schnupfen ( Rhinitis )
- Kopf -, Hals - und Gliederschmerzen
- evtl. schmerzen hinter dem Brustbein ( spricht für eine Luftröhrenentzündung ( Tracheitis ) )
- in schweren Fällen Atemnot und Zyanose
Therapie :
- in den ersten 48 Stunden sind Antivirale Medikamente sinnvoll, um die Krankheit abzuschwächen
- ansonsten symptomatische Therapie, z. B. :
- fiebersenkende Maßnahmen
- Sekretlöser
- viel trinken
- Medikamente gegen Halsschmerzen und Schnupfen
- Inhalation
- Einreibungen
- bei bakterieller Infektion Antibiotika
- Bettruhe nicht unbedingt erforderlich
|