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Fragen zur Krankheitslehre
Teil 1 / Teil 2
1. Angina Pectoris
Angina pectoris ist ein zustand der durch Verminderung der Blutzufuhr zum Herzmuskel entsteht. Herzmuskelgewebe geht beim reinen Angina pectoris Anfall nicht zugrunde. Wenn der Herzmuskel ohne ausreichende Sauerstoffzufuhr arbeiten muss, reagiert er mit einem heftigen krampfartigen Schmerz. Angina pectoris ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern das führende Symptom einer KHK.
Jede Form von Angina pectoris kann zum Herzinfarkt führen.
Ursachen :
- Arteriosklerose
- Hypertonie
- Schwere Anämie
Symptome :
Ist ein Schmerz hinter dem Brustbein, der oft in den linken Arm ausstrahlt. Evtl. auch in den rechten Unterkiefer, Oberbauch, rechten Arm und zwischen den Schulterblättern. Dieser krampfartige Schmerz dauert maximal 10 - 15 Minuten an. Nach der Verabreichung von Nitraten lässt der Schmerz schnell nach.
- Schweißausbruch
- Tachykardie
- Blässe
- Übelkeit
- Todesangst
Diagnostik :
- EKG : Zuerst ein Ruhe - EKG, später ein Belastungs - EKG, evtl. ein 24 Stunden - EKG
- Bestimmung der Herzenzyme ( sind beim Angina pectoris nicht erhöht )
- Echokardiographie ( Ultraschalluntersuchung des Herzens )
- Koronargiographie ( Herzkatheteruntersuchung mit Kontrastmittel )
Therapie :
- Risikofaktoren ausschalten
- konservative Maßnahmen :
- Medikamente :
- Nitrate ( Spray, Beißkapseln, Salben, Pflaster ) Stellen die peripheren Blutgefässe weit. Dadurch wird der Sauerstoffbedarf des Herzmuskels gesenkt, bzw. die Sauerstoffzufuhr zum Herzmuskel verbessert.
- Beta Blocker :
Reduzieren die Herzfrequenz und den Blutdruck. Dadurch wird der Sauerstoffbedarf reduziert.
- Kalziumantagonisten :
( ähnliche Wirkung wie Beta Blocker ).
- ASS :
Aufgrund des Gerinnungshemmers werden die Fliesseigenschaften des
Blutes verbessert. Das Blut kann besser auch in verengte Blutgefässe fließen.
- Gefäßoperative Maßnahmen :
PTCA ( Perkutane transluminale koronare Angioplastie ) ist die wichtigste
nichtoperative Maßnahme.
- Balonkatheterdilitation
- Rotationsangioplastie ( Entfernung der Gefäßwandablagerung mit einer Minifräse )
- Laserangioplasie
- Bypass - OP ( man legt einen Umleitungskreislauf )
2. Herzinfarkt : Myokardinfarkt
Ist ein umschriebener Untergang von Herzmuskelgewebe, aufgrund einer akuten Mangeldurchblutung des entsprechenden Herzmuskelbezirks. Hiervon kann auch das Reizleitungssystem betroffen sein, weshalb sich Herzrhythmusstörungen entwickeln können.
Meistens sind Frauen davon betroffen.
Urasche :
- Hauptursache ist Arteriosklerose und dadurch kann sich eine Thrombose in ein Herzkranzgefäss entwickeln
- Embolie in einen Herzkranzgefäss ( Embulos kommt aus der linken Herzseite ).
Risikofaktoren :
-
Ordnung ( besonders hohes Risiko ) :
- Rauchen
- Hypertonie
- Hypercholesterinämie ( erhöhter Cholersterinwert ) ( LDL )
- Diabetes mellitus
-
Ordnung :
- falsche Ernährung
- Bewegungsmangel
- Gicht
- Pille
- Stress
- Übergewicht
Symptome :
- Angina pectoris beschwerden, die aber intensiver und länger andauernd sind ( Stunden bis Tage ), außerdem kein nachlassen der beschwerden nach Nitratgabe.
- Unruhe
- Todesangst
- Blässe
- Später Zyanose
- Kaltschweißig
- Blutdruckabfall
- Tachykardie
- evtl. auch verminderte Herzfrequenz
- Atembeschwerden
- Schwindel
- Kalte Extremitäten
- Und am 2. Tag Fieber
Hinweis :
Bei ca. 15 - 30 % der Patienten fehlt der typische Herzschmerz. Man spricht dann von einem stummen Herzinfarkt. Davon betroffen sind vor allem Diabetiker und alte Menschen.
Man spricht von einem Herzschock ( kardiogener Schock ) wenn das Herz aufgrund eines Herzinfarktes eine verminderte Pumpleistung hat und die folgenden Symptome auftreten :
- Blässe
- kaltschweißig
- Blutdruckabfall
- Tachykardie
Schocklagerung hier : Oberkörperhochlagerung um das Herz zu entlasten.
Diagnostik :
- Kardiogener Schock
- Herzrhythmusstörungen bis hin zum plötzlichen Herztod
- Herzinsuffizienz
- Klappenfehler
- Herzwandriss
- Herzwandaneurysma ( Aussackung der Herzwand im bereich der Narbe )
- Arterielle Embolien, dadurch z. B. ein Schlaganfall oder ein 2. Herzinfarkt
- Perikarditis ( Herzbeutelentzündung )
Therapie :
-
Basistherapie :
- evtl. sofortige Reanimation
- Notarzt benachrichtigen
- Sauerstoffgabe
- Morphium
- bei RR über 100 mm / Hg ( systolischer Wert ) Nitrogabe
- Oberkörperhochlagerung
- Heparin
- sowie der Patient transportfähig ist, Verlegung auf eine Intensivstation
-
Reperfusiontherapie :
Das ist die Wiederherstellung der Herzmuskeldurchblutung. Ist sinnvoll in den ersten 6 Stunden nach dem Herzinfarkt damit zu beginnen, um die Nekrose möglichst klein zu halten. Man beginnt mit der Lysetherapie, das heißt man versucht den Thrombus oder Embolus aufzulösen. Hierzu verwendet man z. B. Streptokinase oder Urikinase. Anschließend dehnt man die Reststenose z. B. mit PTCA auf oder macht eine
Bypass - OP. Anschließend Marcumar - Therapie.
-
weitere Maßnahmen :
- die ersten 3 tage absolute Bettruhe
- bei komplikationslosen verlauf ab dem 4. Tag Mobilisation nach stufenplan ( siehe Seite 42 )
- Obstipationsprophylaxe
- Nach 3 - 4 Wochen Anschlussheilbehandlung
- danach Betreuung bei Herzsportgruppen
- Risikofaktoren beseitigen
3. Herzinsuffizienz
Ist die Unfähigkeit des Herzens den Organismus ausreichend mit Blut zu versorgen, obwohl das venöse Angebot ausreichend ist ( die Förderleistung ist zu niedrig ). Ist die häufigste Herzerkrankung im Alter. Es muss dabei immer nach der Ursache gesucht werden.
Häufigste Ursachen :
- KHK
- vor allem Herzinfarkt
- Myokarditis
- Herzklappenfehler
- Hypertonie
- eine schwere Anämie
Einteilungsmöglichkeiten :
Belastungsinsuffizienz
Latenteinsuffizienz
Rechtsherzinsuffizienz
globale Herzinsuffizienz
chronische Herzinsuffizienz
- kompensierte Herzinsuffizienz
dekompensierte Herzinsuffizienz
Rechtherzinsuffizienz
Rückstau des Blutes in den Körperkreislauf
Symptome :
- Beinödem, vor allem abends
- Tagsüber stark konzentrierter Urin
- Nykurie ( nächtliches Wasserlassen )
- Gestaute Halsvenen
- Lebervergrößerung
- Leichter Ikterus
- Schmerzen im rechten Oberbauch ( durch Leberschwellung )
- Aszites
- Verdauungsbeschwerden
- Magenschleimhautentzündung mit Übelkeit und Erbrechen
- Armvenen bleiben gefüllt wenn Arm über Herzhöhe ist
- Gewicht steigt
- Tachykardie
- RR fällt
- Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, Schwindel, Verwirrtheit, Merkfähigkeitsstörungen
Linksherzinsuffizienz
Rückstau des Blutes in den Lungenkreislauf
Symptome :
- Atemnot
- Druckgefühl im Thorax
- RR fällt
- Tachykardie
- Zyanose
- evtl. blutig - schaumiger Auswurf
- Husten
- Rasselgeräusche
- Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, Schwindel, Verwirrtheit, Merkfähigkeitsstörungen
- Kalte Extremitäten
↓
evtl. Entwicklung eines Lungenödems
Diagnostik :
- typische Symptomatik
- Röntgen, Thoraxaufnahme
- EKG
- Herzkatheteruntersuchung
- Echokardiographie
- ....
Stadieneinteilung :
Stadium 1 :
Keine beschwerden bei normaler Belastung, aber Nachweis einer beginnenden Herzerkrankung durch ( technische) Untersuchungen.
Stadium 2 :
Leichte beschwerden bei normaler Belastung. Mäßige Leistungsminderung.
Stadium 3 :
Erhebliche Leistungsminderung bei normaler Belastung.
Stadium 4 :
Ruhedyspnoe.
Therapie :
- Diuretika
- Digitalis
- Kochsalzarme Diät
- ACE - Hemmer
- wenn möglich Ursache behandeln
- evtl. Herzschrittmacher
- körperliche Schonung
- Nykturie : nächtliches wasserlassen
- Aszites : Bauchwassersucht
4. Phlebothrombose
Ist eine tiefe Venenthrombose.
Hauptlokalisation :
- untere Extremitäten ( 60 % )
- Becken ( 30 % )
Symptome :
( 50 % sind symptomlos )
Frühsymptome :
- Wadenkrämpfe
- Fersenschmerz
- Schweregefühl im Bein
- Unruhige Beine ( restless leg )
Eigentliche Symptome :
- Druckschmerz der Wadenmuskulatur
- Fußsohlendruckschmerz
- Schmerzen in der Wade bei Kompression des Oberschenkels und beim Fußbeugen
- Bein ist geschwollen
- Schweregefühl ( nimmt im stehen zu )
- Motorische Beinschwäche
- Druckschmerz in der Kniekehle
- Schmerzen beim Knie durchstrecken
- Bein ist gerötet
- Evtl. Zyanose
- Venenzeichnung nimmt zu
- Haut glänzt
- Flohstichartige ( Petechien ) bis großflächige Hautblutungen ( Hämatome )
- Fußpulse sind erhalten
- Haut ist erwärmt
- Allgemeines Krankheitsgefühl
- bei Beckenvenenthrombose schmerzen und Druckgefühl im Unterbauch, vor allem beim einatmen, daher meist flache Atmung
Komplikationen :
- Lungenembolie und dadurch Cor pulmonale
- venöses Gangrän
- postthrombotisches Syndrom
- Rezidiv ( Widerauftreten )
Therapie :
- strenge Bettruhe
- Heparin
- Bein flach oder leicht Hochlagern
- Kompressionsverband wird erst nach ein paar Tagen angelegt
- Evtl. Lysetherapie ( bis zum 7. Tagen sinnvoll)
- » Thrombektomie ( bis zum 10. Tag möglich, dabei entfernt man mit Hilfe eines spezielle Katheters den Thrombus aus dem Gefäß )
- zur Vorbeugung werden anschließend Antikoagulantien mindestens 6 Monate verabreicht
5. Thrombophlebitis
Ist eine oberflächliche Venenentzündung mit Verlegung des Gefäßlumens durch einen Thrombus.
Symptome :
- lokale Entzündungszeichen
Komplikationen :
- übergreifen der Entzündung auf die tiefen Venen
- postthrombotisches Syndrom
Therapie :
- Kompressionsverband
- Bewegung
- Schmerzmittel
- kühlen
- Gerinnungshemmer ( Antikoagulantien )
- evtl. Entfernung des Thrombus durch Stichinzision ( aufschneiden der Vene um den Thrombus zu entfernen )
6. Varizen = ( Krampfadern )
Ist eine umschriebene Erweiterung einer oder mehrerer oberflächlicher Venen.
7. Embolie
Ist ein akuter Verschluss eines Gefäßlumens ( Gefäßöffnung ) durch einen Embolus.
8. Diabetes mellitus = Zuckerkrankheit = Zuckerharnuhr
Ist ein häufiges Krankheitsbild. Der Diabetes mellitus ist gekennzeichnet durch erhöhte Blutzuckerwerte. Gestört sind der Kohlenhydrat -, Eiweiß - und Fettstoffwechsel.
Derzeitige Definition und Einteilung nach der WHO :
Sammelbegriff für eine ursächliche heterogene Gruppe von Krankheiten des Kohlehydratstoffwechsels, deren gemeinsames Charakteristikum der chronisch erhöhte Blutzuckerwert ist.
Man unterscheidet :
- primärer Diabetes mellitus :
- IDDM = Typ 1 ( = Insulin dependent Diabetes mellitus = insulinabhängiges Diabetes mellitus, auch jugendlicher Diabetes mellitus genannt )
- NIDDM = Typ 2 ( = non - insulin - dependent diabetes mellitus = insulinunabhängiger Diabetes mellitus, auch Altersdiabetes genannt )
- 2 a » ohne Adipositas
- 2 b » mit Adipositas bei Erwachsenen
- 2 Mody » ( maturity - onset diabetes of the young ) mit Adipositas bei Kindern und Jugendlichen
- sekundärer Diabetes mellitus :
- bei Pankreaserkrankungen ( z. B. chron. Pankreatitis )
- bei endokrine Erkrankungen ( z. B. bei Akromegalie, M. Cushing )
- medikamentös induziert ( z. B. bei Stereodtherapie, Diuretika )
- Diabetes der in der Schwangerschaft auftritt
Ursachen Typ 2 :
Ist nicht insulinpflichtig. Sind ca. 90 % aller Diabetiker, davon sind 10 % normalgewichtig, produzieren aber zuwenig Insulin ( Typ 2a ). 90 5 sind übergewichtig und produzieren sogar zuviel Insulin. Das Gewebe ist aber durch Fetteinlagerungen insulinempfindlich geworden. Deshalb wäre hier die Hauptmaßnahme abnehmen ( Typ 2b). vermutlich geht der Typ 2b später in den Typ 2a über.
Symptome : ( Typ 1 und 2 )
Die Symptome entwickeln sich bei Typ 2 oft über Monate oder sogar Jahre
- Polyurie ( vermehrtes Wasserlassen )
- Vermehrter Durst
- Meistens Entwicklung einer Exsikkose
- Übelkeit
- Schwäche
- Müdigkeit
- zunehmende Bewusstseinsstörung
- häufig desorientiert
- traurige Verstimmung
- Missempfindungen
- in Zehen und Fingern schlecht heilende Wunden
Diagnostik :
- Nüchtern BZ ( 80 - 100 mg / dl )
- Glukosetoleranztest
- Glukosebestimmung im Urin
- Ketonkörperbestimmung im Urin
- Bestimmung des C - Peptid im Blut ( das ist eine Vorläuferform des Insulins und ist bei Typ 1 Diabetes kaum nachweisbar und bei Typ 2 meistens erhöht )
- BZ - Tagesprofil
- HbA1C - Test ( ein Teil der Blutglykose wird an das Hämoglobin der Erytrozyten gebunden. Bei gesunden Personen beträgt der Wert ca. 6 %. Gut eingestellte Diabetiker sollten einen Wert unter 8 % haben. Falls in den letzten 2 - 3 Monaten BZ Erhöhungen aufgetreten sind, ist auch HBa1C - Test entsprechend erhöht )
Komplikationen :
- Hypoglykämie ( unterzuckerung )
- Hyperglykämie ( Überzuckerung )
» dabei entsteht auch das Diabetische Koma
» Schlaganfall
» Multiinfarktdemenz
» Durchblutungsstörungen am Augenhintergrund
» evtl. Netzhautblutungen mit Netzhautablösung
» Hypertonie
» Herzinfarkt
» Herzinsuffizienz
» Aortenklappenfehler
» Niereninsuffizienz
» Impotenz
» akute und chron. pAVK
- Augeninnendruckerhöhung ( Glaukom bzw. grüner Star )
- Linsentrübung ( Katarakt bzw. grauer Star )
- Erhöhte Infektanfälligkeit, dadurch z. B. häufige Pneumonie und Mykosen
- Fettleber
- Gallensteine
- Exsikkose
- Nervenstörungen ( Polyneuropathie )
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Hyperglykämie |
Hypoglykämie |
Anzeichen / Symptome |
- Polyurie
- starker Durst
- Bauchschmerzen |
- großer Hunger
- sehr unruhig
- oft aggressiv |
Therapie und Pflegemaßnahmen |
- Vitalzeichenkontrolle und BZ -
Kontrolle
- Insulingabe
- Flüssigkeitszufuhr
- Thromboseprophylaxe |
- Vitalzeichenkontrolle und BZ -
Kontrolle
- Glukosegabe
- evtl. auch Glukagon
( s.c. oder i.v. )
- bei Bewusstsein, Brot zum essen
geben |
Grund für Genitaljuckreiz und wie vorbeugen :
- der Schweiß ist sehr süßlich und fördert das wachstum von Pilzen, Viren und Bakterien, deshalb kommt es zum Juckreiz. Man kann dies durch regelmäßige Intimpflege vorbeugen und vermindern.
Grund für Infektanfälligkeiten :
- Die Leukozyten arbeiten nicht mehr richtig und das Imunsystem ist dadurch geschwächt.
9. Magenkarzinom
Bösartiger Magenkrebs.
Haupterkrankungsalter :
50 - 60 Jahre
Männer sind doppelt so häufig betroffen.
Ursache :
- chron. Gastritis Typ A und B
- Zustand nach Magen - OP, vor allem bei Billroth 2 ( dabei wird 2/3 des Magens entfernt und der Restmagen wird mit dem Leerdarm verbunden )
- Familiäre Veranlagung
- Alkohol - und Nikotinmissbrauch
- Nitrosamine in der Nahrung ( z. B. gepökeltes Fleisch und Hartkäse )
- Magenpolypen
Symptome :
- beginnt mit Appetitlosigkeit
- Widerwillen gegen bestimmte Speisen
- zunehmende Gewichtsabnahme
- Sodbrennen
- erst später Schmerzen
- evtl. Schluckstörungen
- evtl. schwallartiges erbrechen
Diagnostik :
- Gastroskopie mit Biopsie
- Oberbauch - Sonografie
- Röntgen des Magen - Darm Traktes mit Kontrastmittel
- Blutbild
- Bestimmung von Tumormakern
- CT - Abdomen
- Röntgen Thorax
- Komplikationen :
- Blutungen
- Stenosen
Therapie :
- möglichst frühzeitige OP
- symptomatische Behandlung
10. Gastritis
Ist eine akute Entzündung der Magenschleimhaut.
Ursache :
- zu große Nahrungsaufnahme
- schlechtes kauen
- zu kaltes Essen oder Getränke
- starker Kaffee
- Nikotin
- bakterielle Infektion
- Medikamente, z. B. ASS
- Stress
Symptome :
- Druck oder Schmerz in der Magenregion
- Übelkeit
- Evtl. erbrechen
- Appetitlosigkeit
- Belegte Zunge
- Mundgeruch Sodbrennen
- Aufstoßen
Diagnostik :
meistens anhand der Symptome
Komplikationen :
Gastroenteritis = Magen - Darm Entzündung, dabei tritt auch Durchfall auf
Therapie :
- zunächst Nahrungskarenz
- vorsichtige Flüssigkeitszufuhr ( z. B. Fencheltee )
- Kohlenhydratzufuhr ( z. B. Zwieback )
- Eiweißzufuhr
- vorsichtige Fettzufuhr
- evtl. gegen Krämpfe Buscopan®
- Ursache behandeln
verboten sind :
- Alkohol
- Bohnenkaffee
- Nikotin
- Gewürze
11. Ulcus duodeni = 12 - Fingerdarmgeschwür
Ist 2 - 3x häufiger als Magengeschwür. Es sind meistens jüngere Menschen betroffen. Hohe Rezidivrate. Liegen meistens in der nähe des Magenausgangs.
Das Krebsrisiko ist nicht erhöht.
Ulcus ventrikuli = Magengeschwür
Es sind meistens ältere Menschen betroffen. Liegen meistens im bereich der kleinen Kurvatur. Das Risiko für Krebs ist erhöht.
Für Ulcus duodeni und Ulcus ventrikuli :
Ursache :
Es besteht ein Missverhältnis zwischen Aggressiven ( z. B. Salzsäure, Gastrin, Nikotin, Alkohol, Helicobacter pylori, . ) und hemmenden Faktoren ( z. B. gute Schleimhautdurchblutung, intakte Schleimhaut, . ).
Symptome :
Ulcus ventrikuli :
Es liegt eine Unterfunktion des N. vagus vor. Aufgrund dessen bleibt der Nahrungsbrei länger als normal im Magen liegen, dies führt zur Dehnung der Magenwand. Die Magenwanddehnung führt zur Gastrinfreisetzung. Das Gastrin fördert die Ulcusentstehung, daraus entstehen die Symptome.
- schmerzen nach der Nahrungsaufnahme im Oberbauch
- es kommt zur Gewichtsabnahme
- Aufstoßen
Ulcus duodeni :
Es besteht eine Überfunktion des N. vagus. Deshalb wird auch im nüchtern zustand vermehrt Magensäure gebildet. Diese fließt dann, wenn kein Nahrungsbrei vorhanden ist, in den 12 - Fingerdarm und greift dort die Dünndarmwand an.
- Typisch ist der Nüchternschmerz
- schmerzen nach der Nahrungsaufnahme im Oberbauch
- es kommt zur Gewichtsabnahme
- Aufstoßen
Komplikationen :
- Blutungen
- Anämie
- Perforation ( Ulcusdurchbruch )
- Peritonitis ( Bauchfellentzündung )
- Penetration ( Einbrechen des Ulcus in benachbarte Organe )
- Pylorusstenose ( narbige Verengung des Magenausgangs )
- Magenkrebs
Therapie :
- Diät
- viele kleine mahlzeiten
- Eiweißreiche Kost
- Vorsicht mit saurem Essen
- Vorsicht mit alkohol, schwarzem Kaffee, fruchtsäfte, nikotin
- Vorsicht mit Medikamente : Antazida, H2 Antagonisten, Protonenpumpenhemmer, Magenschutzfilmbildner, .
Falls der Helicobacter pylori das Ulcus verursacht hat, macht man eine Triple Therapie
» Falls die Medikamentöse behandlung nicht ausreicht, dann operative behandlung:
- Vagotomie ( einzelne Äste des N. vagus werden im Magenbereich durchtrennt,
macht man bei 12 - Fingerdarmgeschwüren ).
- Magenteilentfernung, wobei anschließend der dünndarm mit dem Restmagen
verbunden werden muss. Hierzu existieren verschiedene Operationstechniken.
12. Ikterus ( Gelbsucht )
Gelbfärbung von Haut und Schleimhäuten durch Anstieg des Billirubins im Blut mit nachfolgendem Billirubinübertritt in die Gewebe. Mit dem bloßen Auge sichtbar ab einen Gesamtbillirubin ( Summe aus indirektem und direktem Billirubin ) von etwa 34 µmol/l ( = 2 mg / dl ), zuerst als so genannte Sklerenikterus am Auge, weil hier die Gelbfärbung der Bindehaut vor dem Hintergrund der weißen Sklera ( Lederhaut ) besonders gut sichtbar wird.
Man unterscheidet3 Formen :
- Präepatischer Ikterus ( nicht hepatischer Ikterus, hämolytischer Ikterus ) :
Die Ursache liegt vor der Leber, das heißt im Blut bzw. in der Milz. Z. B. eine Kugelzellanämie oder bei perniziöser Anämie.
Labor :
- indirektes Billirubin ist stark erhöht
- leichter Ikterus
- Stuhlfarbe normal
- Urinfarbe normal
- Intrahepatischer Ikterus ( Parenchymikterus ) :
Die Ursache liegt in Leber. Z. B. eine Hepatitis B oder eine Leberzirrhose.
Labor :
- indirektes Billirubin ist normal
- direktes Billirubin ( wasserlöslich ) ist stark erhöht
- evtl. heller Stuhl
- evtl. bierbrauner Urin
- Ikterus
- Posthepatischer Ikterus ( Verschlussikterus, obstruktiver Ikterus, cholestatischer Ikterus ) :
Die Ursache liegt hinter der Leber, das heißt im Bereich des Gallenganges. Z. B. Gallenstein, Pankreaskopf - CA
Labor :
- indirektes Billirubin normal
- direktes Billirubin ist stark erhöht
- heller ( Lehmfarbener ) Stuhl
- bierbrauner Urin
- starker Ikterus mit Juckreiz
13. Leber - / Gallenerkrankungen :
Diagnostik :
- Sonographie ( Ultraschall )
- Blutuntersuchungen (auf Billirubin - und cholesterinwerte, oft Leberwerte erhöht )
- Choloangiographie ( Kontrastmitteldarstellung des Gallengangs )
- Cholezystogramm ( Kontrastmitteldarstellung der Gallenblase und Gallenwege )
- Laparoskopie mit Biopsie
- CT
- Röntgen Abdomen
- ERCP ( endoskopische - retrograde - cholangio - pankreatikographie )
14. Cholelithiasis ( Gallensteinerkrankung )
Gehört zu Wohlstanderkrankungen.
Häufige Risikofaktoren / Ursachen :
- Adipositas
- Diabetes mellitus
- Hämolytische Anämie
- Typhus ( Sammonellinfektion des Darms )
- Parenterale Ernährung
Besonders gefährdet sind :
- Übergewichtige blonde Frauen um das 40. Lebensjahr die Gebärfähig sind.
Symptome :
- ca. 30 % aller Gallensteinträger haben keine beschwerden
- anfallsartig auftretende kolikartige schmerzen die vom rechten Oberbauch nach rechts in den Rücken ausstrahlen, bzw. in die rechte Schulter
- Fettunverträglichkeit
- Übelkeit
- evtl. erbrechen
- aufstoßen
Die beschwerden dauern ca. 3 Tage an.
Diagnostik :
- Ultraschall
- Röntgen Abdomen
- Kontrastmitteldarstellung der Gallenblase und Gallenwege ( Cholezystogramm )
- ERCP ( endoskopische - retrograde - cholangio - pankreatikographie )
- CT
- Blutuntersuchung ( auf Billirubin - und cholesterinwerte )
Komplikationen :
- Gallenblasenentzündung ( Cholezystitis )
- Gallengangentzündung ( Cholangitis )
- Verschlussikterus
- Gallenblasenempyem ( eitrige Gallenblasenentzündung )
- Gallenblasenhydops ( Wasseransammlung in der Gallenblase )
- Peritonitis ( Bauchfellentzündung ) bei Gallenblasenperforation
- Akute Pankreatitis ( Bauchspeicheldrüsenentzündung )
- Gallenblasenkarzinom ( 5 - 10 % der Fälle )
Therapie :
- bei kolikartige schmerzen gibt man Spasmolytika ( z. B. Buscopan, Novalgin )
- evtl. etwas warmes auf dem rechten Oberbauch legen ( z. B. heiße Kompressen )
- gegen die beschwerden Diät wie bei Gastritis ( langsam aufbauen )
- Vorsicht mit Fettreicher Kost ( Fettgebackenem, gebratenes )
- Vorsicht mit kalten und heißen Speisen und Getränken
- möglichst nichts geröstetes
- keine blähende Speisen
- frisches Brot meiden ( ca. 2 Tage altes )
- kein Alkohol
Maßnahmen zur Steinentferung :
- operative Entfernung
- Ultraschallzertrümmerung
- ERCP
15. Cholangitis ( Gallengangentzündung )
Ursache :
- meistens Gallenabflussbehinderungen z. B. durch Steine ( 40 % ), Tumore ( 10 % ), der Rest sind sonstige Ursachen
Symptome :
- Oberbauchschmerzen rechts
- evtl. auch in Form von Koliken
- Juckreiz
- Fieber
- Ikterus
16. Cholezystitis ( Gallenblasenentzündung )
Ursache :
- meistens bei Gallensteine
- Typhus
- Darmbakterien
- Parenterale Ernährung über einen längeren Zeitraum ( die Gallenflüssigkeit dickt dann ein )
- Schockzustand ( infolge Mangeldurchblutung der Gallenblasenwand )
Symptome :
- akute Gallenblasenentzündung :
- wie Galleinsteinkoliken
- Fieber mit Schüttelfrost
- Schwäche
- Chronische Gallenblasenentzündung :
- ähnlich wie a), aber weniger dramatisch
Komplikationen :
- Perforation der Gallenblase
- Pankreatitis
- Sepsis
- Chron. Cholezystitis
- Gallenblasenempyem ( eitrige Gallenblasenentzündung )
- Porzellangallenblase
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