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Vitamin C
Vitamine sind essentielle, das heisst lebensnotwendige organische
Nahrungsbestandteile. ( Vita heisst Leben). Vitamine werden nicht
oder nur in unzureichender Menge im Körper gebildet.
In kleinen Mengen wirken sie z.B. als Enzymbestandteile, im
Zellstoffwechsel der Nährstoffe mit.
Abgesehen von Vitamin C liegen die Empfehlungen für die
tägliche Zufuhr von Vitaminen unter 20 g
Vorkommen: Das bekannteste Vitamin
dürfte Vitamin C sein auch Ascorbinsäure genannt. Es
ist ein echtes Multitalent, das unter anderem der Immunabwehr
auf die Sprünge hilft. Besonders reich an Vit C sind Johannisbeeren.
Aber auch Paprika und verschiedene Kohlsorten eignen sich, um
den Vitamin C Bedarf zu decken.
Die besten VitaminC Quellen sind frisches Obst und Gemüse!
Bedeutung: VitaminC aktiviert und
reguliert den Stoffwechsel. Es ist das Aufbauvitamin für
die Stützgewebe des Körpers: Bindegewebe, Knorpel,
Knochen und Zähne brauchen es für Wachstum und Regeneration.
Vitamin C aktiviert Killer - Fresszellen, die Krankheitserreger
unschädlich machen. Zudem wirkt es bei der Entgiftung von
Arznei und anderen Stoffen in der Leber mit.
Vitamin C beugt ausserdem der LDL-Oxidation vor. LDL ist das sogenannte
böse Cholesterin. Oxidiertes LDL ist aggressiv, es schädigt
die Gefäßwand und lagert sich schließlich ab.
Vitamin C verhindert dies und beugt somit der Arterienverkalkung
vor.
Im Gegesatz zu manchen Tieren, die Vitamin C selbst herstellen
können, ist der Mensch auf ständige Zufuhr angewiesen.
Vitamin C ist wasserlöslich, was seine Speichermöglichkeiten
im Körper begrenzt. Es muss über die Ernährung
also ständig Nachschub geben.
Immunfunktion, Stressbewältigung, Schlaf, gesunde Nerven,
Konzentrationsfähigkeit, Sehstärke, Kalziumstoffwechsel,
Blutgefäßwände, Bindegewebe, Kollagen, Carnitin,
Zahnfleisch, Fettverwertung, Haut und Haar, Stimmungslage um nur
einige Dinge zu nennen für die Vitamin C notwendig ist.
Ein Vitamin C Mangel kann sich äußern durch Müdigkeit,
Depressionen, Hysterie, Lethargie, Leistungsschwäche, erhöhte
Anfälligkeit für Infekte, verzögerte Erholung nach
Erkrankungen und Wundheilungsstörungen. Für die klassische
Vitaminmangelerkrankung Skorbut, die in den Industrieländern
so gut wie nicht mehr vorkommt, sind Müdigkeit, Antriebsarmut,
Blutarmut, Wundheilungsstörungen, Zahnfleischentzündungen,
ausfallende Zähne, Nasenbluten und Blutergüsse typisch.
Ursache für einen Vitamin C Mangel ist meist eine unzureichende
Versorgung. Manchmal steckt aber auch ein erhöhter Bedarf
dahinter - etwa wegen starker körperlicher Belastung, Stress,
Alkoholmissbrauchs und der Einnahme von Medikamenten wie Antibiotika
die Tetrazykline enthalten.
Auch wer unter Diabetes mellitus, dialysepflichtiger Nierenschwäche
und Infektionen leidet, braucht mehr Vitamin C. Raucher haben ebenfalls
einen erhöhten Bedarf, da durch Zigaretten Freie Radikale
entstehen, die durch Vitamin C unschädlich gemacht werden
sollten.
Vitamin C hilft Krebs zu verhindern: Freie Radikale greifen Bausteine
von Körperzellen an und verändern sogar manchmal die
Erbsubstanz. Eine geschädigte Zelle und auch deren Bausubstanz,
wenn der Zellkern betroffen ist, stirbt ab und kann sogar zur Krebszelle
werden. Geschädigte Zellen müssen vom Immunsystem beseitigt
werden.
Ein Gesunder Mensch, der sich keinerlei Risiken aussetzt, nicht
durch Streß, Umweltgifte, schlechte Ernährung und zu
viel Süssigkeiten, Rauchen etc...geschädigt ist, muss
heutzutage kaum mit einem Mangel an Vitamin C rechnen.
Tagesbedarf: Vitamin C ist auch in hohen Dosen
gut verträglich. Nimmt man mehr als fünf Gramm pro Tag
ein, können sich aber gelegentlich Durchfälle einstellen.
Eine Überdosierung ist praktisch nicht möglich. Da Vitamin
C nicht speicherbar ist, sollte man darauf achten, dass nicht der
gesamte Tagesbedarf auf einmal zu sich genommen wird, weil der Überschuss über
die Niere ausgeschieden wird.
Problematik im Alter: Der Eiweiss- Mineralstoff - und
Vitaminbedarf bleibt auch im Alter unverändert. Der Vitamin
C Bedarf sollte durch einen ausreichenden Verzehr von Obst und
Gemüse gedeckt werden. Ideal ist Obst als Zwischenmahlzeit.
Zusammenstellung und Präsentation der Vitaminreichen Speisen
sollte mit besonderer Sorgfalt erfolgen, damit der Appetit angeregt
wird.
Erhalt des Stoffes in Lebensmittel: Obst und
Gemüse sind reich an unterschiedlichen Vitaminen. Doch bis
sie auf dem Teller landen, sind sie oft um ein vielfaches geschröpft.
Denn beim Waschen, Zerkleinern, Garen und Warmhalten gehen die
Vitamine verloren. Sogar das bloße aufbewahren raubt Nährstoffe.
Schuld an den Zerfallsprozessen sind Licht, Luft, Wasser und Hitze.
Da das Aufbewahren von Lebensmitteln so heikel ist, empfiehlt
es sich, häufiger einzukaufen und nur kleine Mengen zu lagern - kühl
und dunkel, lautet die Devise! Denn die Vitamin C - Menge etwa
von Spinat verringert sich in zwei Tagen um 79 %, wenn er bei 20
Grad Celsius herumliegt. Im Kühlschrank verliert er immerhin
nur 33 Prozent.
Wer Obst und Gemüse aus der Region kauft, geht sicher, dass
es keinen langen vitaminraubenden Transportweg hinter sich hat.
Wie hoch der Gehalt an Vitalstoffen letztendlich ist, hängt
ausserdem vom Klima, Bodenbeschaffenheit, Sorte, Düngung und
Reifegrad ab.
Es ist ratsam, Gerichte kurz vor dem Verzehr zu kochen und nicht
längere Zeit warm zu halten. Das beste ist: schnell abkühlen
lassen und bei Bedarf erneut erhitzen.
Auch eine schonende Zubereitung ist wichtig. Dünsten, Grillen,
Garen in Alu -oder Bratfolie, im Tontopf, im Dämpfeinsatz,
im Schnellkochtopf oder Braten im Wok schonen die Nährstoffe.
Beim putzen von Obst und Gemüse gilt: So wenig wie möglich
wegschneiden. Denn die Schale enthält oft reichlich Vitamine
und oft auch Mineralstoffe.
Die Mehrzahl der Vitamine ist Wasserlöslich, Badet Obst und
Gemüse zur Reinigung zu lange im Wasser, lösen sich auch
darin die Vitamine auf.
Zerkleinerte Lebensmittel lassen viel Luft und Licht an die Vitamine,
was ihnen nicht gut tut. Wer die zerkleinerten Lebensmittel schnell
verwendet, begrenzt den Schaden.
Wer auf konserviertes Obst und Gemüse zurückgreifen
möchte, sollte sich für eingefrorene Produkte entscheiden:
Sie enthalten mehr Vitamine als Konserven, die oft stark und lange
erhitzt werden.
Obst und Gemüsesäfte können höchstens eine
der empfohlenen fünf Obst- und Gemüseportionen ersetzen.
Säfte werden zu 100 Prozent aus Gemüse bzw. Obst hergestellt.
Weniger geeignet sind Nektare oder gar Fruchtsaftgetränke.
Nektare entstehen, wenn man Säften Wasser und Zucker zusetzt.
Fruchtsaftgetränke müssen nur eine geringe Menge an Fruchtsaft
enthalten.
Quellen: Ernährung heute/ Cornelia A. Schlieper
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