Bedeutung von Essen und Trinken1. physiologisch :
Ist lebensnotwendig für das Zellwachstum und zur Aufrechterhaltung der Körperfunktionen, ohne feste Nahrung kommt der Körper einen längeren Zeitraum aus, ohne Schaden zu nehmen, die Flüssigkeitszufuhr dagegen muss kontinuierlich sein, ohne existiert er höchstens drei Tage. 2. psychologisch :
Befriedigung nicht nur durch Stillung des Hungers, sondern auch durch das Wahrnehmen von Gefühlen und Erlebnissen in diesen Zusammenhang » enger Zusammenhang zwischen Essen und Befindlichkeit, z. B. Ersatzbefriedigung 3. soziokulturell :
» westliche Kultur : Schlanksein = positiv = Jugend und Schönheit, Übergewicht = negativ = Unästhetische Erscheinung, Zeichen fehlender Selbstkontrolle » in Teilen von Afrika und Asien : Übergewicht = positiv = Zeichen des Wohlstandes
Körperlich :
Psycho - sozial :
- mit Kräutern würzen - Patés ( Förmchen ) für Bew. mit Schluckstörungen ( auch in unterschiedlichen Formen ) und Mouse - Tisch dekorieren, saubere Tischdecken, nettes Geschirr, für Ambiente sorgen - Warme Vorsuppe
Symptome :
Spätfolgen :
- Übergewichterhebliche Überschreitung des Normalgewichts ( über 10 % ). Bei Übergewicht von mindestens 20 % über dem Normalgewicht spricht man von Adipositas und es nimmt die Gefahr von Herz - Kreislauf - Erkrankungen wie Schlaganfall und Herzinfarkt stark zu. Die Schäden betreffen aber nicht nur die Gefäße, sondern auch den chron. überbeanspruchten Bewegungsapparat ( z. B. erhöhtes Arthroserisiko ), so dass die Lebenserwartung und die Lebensqualität der Betroffenen deutlich abnehmen. Der Normalisierung des Gewichtes und eines pathologisch veränderten Fettstoffwechsels kommt deshalb größte Bedeutung zu. Ursachen :
Übergewicht begünstigt Fettstoffwechselstörungen, Hypertonie und Diabetes mellitus. - Untergewicht Von Untergewicht spricht man, wenn eine Unterschreitung des Körpergewichts von 10 - 20 % vorliegt oder der BMI bei 15 - 19 liegt. Kennzeichen :
Die Haut wirkt schlaff, die Oberhaut wirkt pergamentartig, faltig und schuppig, die Schleimhäute sind ebenfalls trocken und neigen zu rissen. Der alte Mensch klagt über Leistungsminderung, Müdigkeit und Mattheit. Ursachen :
Kachexie :Von einer Kachexie spricht man wenn das Körpergewichts 75 % unter dem Normalgewicht liegt. Anzeichen :
Diese Zeichen sind bei Magersüchtigen, Tumorkranken, Alkoholkranken oder sehr betagten Menschen zu beobachten. - DehydratationIst ein Wassermangel, Unterwässerung, auch Volumendefizit genannt. ( Entzug von Wasserstoff unter Zufuhr von Sauerstoff ). Als Exsikkose , von lat . siccus trocken, oder auch Dehydratation wird in der Medizin die Austrocknung durch Abnahme des Körperwassers bezeichnet. Ursachen Alle Formen der Durchfallerkrankungen können im Säuglingsalter aufgrund mangelnder Flüssigkeitsreserven schnell und in jedem Lebensalter schlussendlich zur Exsikkose führen - das mangelnde Durstempfinden sowie die mangelhafte Flüssigkeitsaufnahme bei Durstempfinden ist eine Hauptursache bei betagten Personen. Folgen Die Folge der Exsikkose ist stets eine kombinierte Störung des Wasser-Elektrolyt-Haushalts. Dies kann zu veränderten Fließeigenschaften des Blutes führen.Bei alten Patienten bestehen die hauptsächlichen klinischen Folgen einer Exsikkose in einer
Dabei werden die Abnahme des Allgemeinzustandes fälschlicherweise oft mit dem Alter des Patienten selbst oder bestehenden Begleiterkrankungen erklärt. An heißen Sommertagen kann bei alten Patienten die Exsikkose sehr schnell auftreten. Als pflegender Angehöriger sollte man also durch Notizen oder durch Markierungen unbedingt einen Überblick behalten, was tatsächlich getrunken wurde. Und man sollte als pflegender Angehöriger notfalls darauf drängen, dass die aufgebauten Getränke auch getrunken werden. Eine gute Kontrollmöglichkeit ist die Urinproduktion , eine Abnahme der Ausscheidungsmenge sollte schon eine Warnung sein. - Anorexia nervosa = Magersucht Lebensbedrohliche psychisch bedingte Essstörung mit zwanghaftem Fasten und einer Gewichtsabnahme von mindestens 15 % des Ausgangsgewichts die eine krankhafte Abmagerung mit weitgehender Auflösung des Unterhautfettgewebes mit sich bringt. Oft geht sie mit einer Bulimie einher. Es betrifft insbesondere junge Mädchen und Frauen zwischen 10 - 25 Jahren und hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Magersucht kommt als Reaktion auf Konflikte mit der Umwelt vor und kann bis zum Tode führen. Eine geeignete psychologische Betreuung gehört unbedingt zur Behandlung. Körperveränderungen :
- Bulimia nervosa = BulimieIst eine psychisch bedingte Essstörung, die durch heimliche " Fressanfälle " im Wechsel mit Erbrechen oder Fasten gekennzeichnet ist. Kann sowohl als Komplikation im verlauf einer Anorexie nervosa als auch als eigenständige Erkrankung auftreten und betrifft v. a. Frauen zwischen 18 - 35 Jahren, aber immer zunehmender auch Männern. Die betroffenen haben typischerweise Heißhungeranfälle, während derer sie Unmengen Hochkaloriescher Nahrungsmittel innerhalb weniger Stunden förmlich in sich hineinschlingen. Um eine Gewichtszunahme zu verhindern, erbrechen sie unmittelbar danach, nehmen Abführmittel oder halten eine strenge Diät Die betroffenen streben eine " ideale - weibliche " Figur an. Die Behandlung besteht in erster Linie aus Psychotherapie. Die Behandlung erfolgt durch Erlernen normalen Essens mit Ernährungsplänen und begleitender Psychotherapie, die das Körperbild und das Selbstbewusstsein stärken soll. - AppetitlosigkeitLustlosigkeit zu essen. Beschreibt den Zustand, wenig Drang nach Nahrungsaufnahme zu verspüren. Gründe können akut sein (Stress, Hektik, Hitze) oder längerdauernd . Längerdauernde Appetitlosigkeit ist ein typisches Symptom von depressiven Erkrankungen , kann aber auch unspezifisches Symptom (so genanntes B-Symptom ) einer körperlichen Erkrankung sein - SchluckstörungenEs sind ca. 30 - 40 % davon betroffen. Oft wird eine Schluckstörung nicht richtig erkannt und daher auch nicht genügend beachtet. Das verschlucken ( Aspirieren ) von Speisen, Speiseteilen oder Getränken ist gefährlich, weil diese Stoffe in der Regel mit Keimen kontaminiert sind. Wenn sie in die Luftröhre gelangen, anstatt in den Magen, kann dies zu einer bedrohlichen Atemnot führen. Dadurch kann, besonders bei älteren Menschen, eine gefährliche Aspirationspneumonie entstehen. Der beim verschlucken ausgelöste Hustenreiz ist ein Schutzreflex des Körpers, der die Atemwege von dem Fremdkörper befreien soll. Anzeichen einer Schluckstörung :
gurgelnde Laute beim Schlucken, Schwierigkeiten beim Atmen und eine heisere oder raue Stimme können eine Schluckstörung begleiten - MangelernährungZustand der Auszehrung des Organismus mit Abmagerung, Kräfteverfall und zunehmender Störung der Organfunktionen. Häufige Begleiterscheinung bei fortgeschrittenen Tumor erkrankungen, aber auch bei chronisch er Mangelernährung, Stoffwechselerkrankungen, chronischen Infektion en und im hohen Alter. - SodbrennenBrennendes Gefühl in der Magengegend, das in die Speiseröhre aufsteigt. Das Brennen wird durch Magensäure hervorgerufen, die bei Störungen im Schluss des Mageneingangs vor allem beim Liegen in die Speiseröhre gelangt, die keinen Schutzfilm besitzt und somit verätzt wird. Im Laufe vieler Jahre können dadurch chronische Schäden der Speiseröhre auftreten, die als Präkanzerose zu werten sind . Ursache :
Pflege :
- AufstoßenEs entweicht Luft aus dem Magen. Diese Luft wird zuvor verschluckt. Organische Ursachen :
Pflege :
- Übelkeit = NauseaEin unangenehmes Gefühl, das besonders im Magen lokalisiert ist, aber nicht immer mit Brechreiz verbunden sein muss, daneben oft auch Schwindel, Benommenheit, Kopfweh und andere Krankheitssymptome. - Die Übelkeit entsteht durch Einwirkungen von Giften oder anderen Reizen auf bestimmte Hirnabschnitte. Außer schlechter Luft kann besonders auch Blutleere im Gehirn und rhythmische Bewegungen des Körpers oder der Umgebung (Reisekrankheit) Übelkeit auslösen. Oft kann sie daher schon durch Hinlegen, frische Luft oder einen kühlen Trunk, einen Magenbitter und dergleichen gebessert werden. Ei altbeliebtes Mittel sind Hoffmannstropfen. Auch psychische Reize (Ekel) können Übelkeit auslösen und entgegengesetzte Reize sie beheben. Heftige Nervenreize wie Erbrechen, bringen durch Anregung der Durchblutung oft Erleichterung. Andauernde Übelkeit ist stets Ausdruck einer chronischen Vergiftung, Infektion oder Gehirnkrankheit, Blutarmut usw. und sollte daher ärztlich geklärt werden. Pflege :
- ErbrechenIst ein Schutzreflex des Körpers, um den Mageninhalt - oft sehr plötzlich - durch den Mund zu entleeren. Erbrechen kann ein relativ harmloses Ereignis oder aber Zeichen einer ernstzunehmenden Erkrankung sein. Das Brechzentrum steht in naher Verbindung zum Atemzentrum. Dies zeigt sich darin, dass in den meisten Fällen dem Erbrechen ein Übelkeitsgefühl mit vermehrter Speichelabsonderung und verlangsamter Atmung, sowie ein Würgen unter unkoordinierten Atembewegungen vorausgeht . Tiefes Atmen kann unter umständen das Erbrechen verhindern. Erbrechen ist keine Krankheit, sondern ein Symptom und zählt zu den Hauptbeschwerden bei Magen - Darm - Erkrankungen. Zerebrales Erbrechen :Durch direkte Reizungen des Brechzentrums :
Bakteriengifte, Lebensmittelgifte Reflektorisches Erbrechen :Durch indirekte Reizung des Brechzentrums über das vegetative Nervensystem :
Beobachtungen des Erbrechens :Um einen Hinweis auf die Ursache zu erhalten, werden Zeitpunkt, Häufigkeit und Begleitsymptome beobachtet :
Beobachtungen des Erbrochenen :Farbe, Geruch und Beschaffenheit des Erbrochenen sowie evtl. Beimengungen können auf das zugrunde liegende Krankheitsbild hinweisen :
- geistige Behinderung / ProblemeAppetitlosigkeit wegen :
- körperliche Behinderung / ProblemeBei Erkrankungen oder Veränderungen im Verdauungstrakt, Stoffwechselstörungen, Über - oder Untergewicht muss die Ernährung angepasst werden :
Neurogene Behinderung / Probleme :
- NahrungsverweigerungIst immer ein bedrohliches Ereignis, besonders wenn auch Krankheitsbedingte Kommunikationsstörungen vorliegen. Pflegende werden dabei mit ihrer eigenen Hilflosigkeit und mit ihren therapeutischen Grenzen konfrontiert, es entstehen Unsicherheit und Ängste. Es gibt verschiene Gründe, warum ein Mensch nicht essen möchte. Manchen fällt es leichter in Gesellschaft ( Familie , andere Bew. , . ) zu essen. Pat / Bew. hat generell keinen Appetit :
Signale einer Nahrungsverweigerung, wenn der Pflegebedürftige :
Die Gründe für eine Nahrungsverweigerung können vielfältig sein. Es muss herausgefunden werden, ob der Pflegebedürftige das Essen bewusst ablehnt oder ob er aus körperlichen, psychischen, sozialen oder kulturellen Gründen momentan nichts essen will und kann, z. B. wegen Übelkeit, Müdigkeit, sorgen oder wegen religiösen Vorschriften bei manchen Speisen, z. B. Schweinfleisch beim Islam. Bei Sprachgestörten sind nur die nonverbalen Zeichen möglich, was die eigene Unsicherheit noch verstärkt. Bei Verwirrten kann es sein, das sie mit ihren Gedanken nicht beim Essen sind. Nahrungsverweigerung kann ein Signal sein, nicht mehr leben zu wollen. Wenn dieser Wille bei vollem Bewusstsein geäußert wird, muss dies respektiert werden. - Hunger :Körperliche empfindung , die im Allgemeinen mit einem starken verlangen nach Nahrung einhergeht. Möglicher Auslösemechanismus ist ein abgesunkener Glukosespiegel im Blut.
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